Gabriela Jaskulla Ostseeliebe

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Inhaltsangabe zu „Ostseeliebe“ von Gabriela Jaskulla

Ein Forschungsauftrag über einen vergessenen Dichter verschlägt die junge Germanistin Julia Völcker auf eine kleine Ostseeinsel. Auf den ersten Blick eine Idylle! Doch hier gelten andere Regeln als in der Großstadt auf dem Festland, wie Julia bald am eigenen Leib erfährt. Die Inselbewohner bilden eine eingeschworene und wortkarge Gemeinschaft und begegnen der Zugezogenen zunächst mit einer gehörigen Portion Skepsis. Aber Julia lässt sich nicht unterkriegen. Sie fragt nicht, macht ihre Arbeit, trotzt Stürmen und Widrigkeiten aller Art. Als sie sich in den Tierarzt Hanno verliebt, scheint sie endlich angekommen, doch die Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt ...

Nicht wirklich mein Ding.

— Lesezeichenfee

Zarte, stimmungsvolle Geschichte mit viel Ostseeflair

— Bibliomarie

Ankommen in der Fremde ist nicht einfach, aber wer will das Abenteuer nicht auf sich nehmen, wenn es um die Insel Hiddensee geht?

— Jeanine_Krock

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  • "~~~ Ostseedrama ~~~"

    Ostseeliebe

    Lesezeichenfee

    02. August 2017 um 13:09

    Fee erzählt von der Story Julia Völcker verschlägt es auf eine kleine Ostseeinsel in Ostdeutschland. Sie soll hier die Hinterlassenschaften eines Schriftstellers/Dichters, namens Ladenstein sortieren. Hier ist alles anders und auch die Menschen sind von einem ganz anderen Schlag. Wessis sind nicht gerade beliebt und sie verstehen manches nicht, was in der früheren DDR normal war. Julia verliebt sich in Hanno und hat manches durchzustehen. Ihre Freundin schreibt ihr lange Briefe und Anne ihre „Chefin“ versteht sich gut mit ihr. Fees Meinung Das Buch ist keineswegs langweilig, wenn man die Sexszenen, die Gedichte und die Briefe nicht liest. Leider habe ich das ganze Buch gelesen und habe mich auf einigen Seiten sehr gelangweilt. Bis Seite 165 fand ich das ganze auch noch im Rahmen, aber da beschloss ich 2 Sterne und auf Seite 214 noch einen dritten Stern abzuziehen. Es ist stürmisch, das Meer brüllt und wirft sich gegen die Steilküste. Die Sonne scheint, aber der Himmel ist wolkig „bis hin zum schwärzesten Lila“. Dies erfährt man auf Seite 160 und auf Seite 165 redet Julia über Quallen mit Hanno und auf Seite 166 fallen sie dann übereinander her. Das Wetter ist wunderbar blumig beschrieben, man kann sich die stürmische See und alles vorstellen, aber dann zieht man(n) sich nackt aus und sie leben ihre Liebe aus. Das alles gleich beim ersten Date. Dabei erfährt man dass Hanno sehr unsicher ist, vor allem im Umgang mit den Dorfbewohnern, die ihn alle nicht mögen und der mir am Ende des Buches immer noch fremd ist. Das klingt so unglaubwürdig und seltsam. Vor allem, die Sonne wärmt Julias Rücken, während die See brüllt, der Himmel teilweise ein schwarzes Lila aufweist und es stürmt. Was denn nun? Was interessiert mich auch das sexuelle Getümmel zwischen den beiden? Gar nicht, gar nicht oder gar nicht?! Auf diese Beschreibungen kann ich echt verzichten. Was mir noch nicht gefällt, sind die seitenlangen Briefe von Jeanette ihrer Freundin, die ein wenig ermüdend und langatmig sind. Ich erfahre jetzt nicht so wirklich interessantes. Irgendwie scheinen die auch je mehr es sind, wissenschaftlicher und nicht mehr privater Natur zu sein. Man erfährt immer mehr über Ladenstein. Und seine Gedichte und so, die langweilen mich noch mehr. Sein Lebenswandel hingegen scheint nicht einwandfrei zu sein, aber das ist ja dann moralisch nicht ok, und dann wendet sich Julia von den Forschungen um Ladensteins Leben ab. So ein Mist, wo das Ganze plötzlich interessanter wird. Am Anfang fand ich das ganze Buch noch sehr interessant und war gespannt, in welche Richtung das ganze geht. Es war auch sehr blumig geschrieben. Die Inselszenen konnte man sich vorstellen, auch das Wetter und das etwas raue Klima und die Inselbewohner. Das gefiel mir wirklich sehr gut und dafür gibt es einen Stern. Aber dann kamen die Sexszenen, bei einem Wetter, wo man sich das so gar nicht vorstellen kann. Dann schläft man noch am Strand, möglichst nackig. Also das ist einfach nicht nachvollziehbar. Es gibt – obwohl das ganze kein Krimi ist – mehrere Tote. Die der Seemänner werden erst gar nicht aufgeklärt, das ist halt rätselhaft. Daraus – finde ich – hätte man mehr machen können. Und dazu noch dass ist der Mann auf den die eine Inselbewohnerin immer gewartet hat und sie verschwindet danach spurlos. Wie kann man das einfach so abwerten und so „nebenher“ beschreiben. Das fand ich schade. Da bleiben doch einfach Fragen offen. Warum kam er nicht zurück? Wieso kommt er nach so vielen Jahren als Wasserleiche auf die Insel? Und warum verschwindet die Frau danach spurlos? Am Schluss gibt es noch einen Selbstmord, der allerdings nicht verwundert, aber dem ganzen Blödsinn eine Krone aufsetzt. Ja, und dann endet das Buch ein wenig abrupt. Es ist einfach plötzlich aus. Was macht Hanno jetzt beruflich weiter? Als Tierarzt kann er ja nicht 2 Leute über Wasser halten. Und Julia bekommt vielleicht einen anderen Forschungsauftrag? Und dann? Wenn derjenige dann nicht moralisch korrekt handelt, dann will sie wieder aufgeben? Zuerst ist sie total Feuer und Flamme und ganz verrückt danach und dann ein „Fehltritt“ ihres „Dichtergottes“ und alle Liebe ist aus.Ich wurde auch mit keiner Figur so richtig warm. Die meisten blieben mir doch etwas unnahbar und fremd. Das ganze ist aus Julias Sicht geschrieben. Aber Julia ist jetzt nicht meine Heldin oder gar Freundin. Für einen „Roman“ ist es auch zu viel Poesie. Ich möchte nicht ständig langweilige Gedichte lesen. Mir gefiel auch, wie sie das „Fest“ beschrieb, die Kleidung, die Vorkommnisse, den „Zimmerschmuck“. Das konnte man nachvollziehen und miterleben. Dafür gibt’s den zweiten Stern. Na ja, Nele Neuhaus und Charlotte Link, die lese ich an drei Tagen aus, obwohl die ungefähr doppelt so viele Seiten schreiben. Und hier, da hab ich doch glatt fast eine ganze Woche benötigt. Kam ich am Anfang noch schnell voran, so hatte ich immer weniger Lust auf dieses Buch. Nach Seite 214 war mir eh das ganze Buch verhagelt. Fees Fazit2 Sterne und keine Empfehlung.

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  • Inselglück

    Ostseeliebe

    Bibliomarie

    01. August 2016 um 15:13

    Der Roman führt uns zu einer Ostseeinsel, die man unschwer als Hiddensee erkennen kann.  Einige Jahre ist der der Untergang der DDR nun her, aber die Gräben sind noch tief. Julia Völcker, eine Germanistin aus Bielefeld, forscht über einen vergessenen Dichter, der dort jahrelang seine Sommer verbrachte. Ein Stipendium bringt sie nun für ein Jahr auf die Insel, keine Touristin, aber auch nicht heimisch, verbringt sie dort eine Zeit in einem seltsamen Schwebezustand. Sie lernt das Land und die Menschen kennen und Hanno, den desillusionierten Tierarzt, auch lieben.Geplatzte Träume und enttäuschte Hoffnungen, Lebensentwürfe die plötzlich falsch sind, alle diese Erfahrungen haben die Bewohner geprägt und der Autorin gelingt es, diese Schwingungen ohne große Erklärungen einzufangen. Kleine Nebensätze und Untertöne verstecken oft die Dramen der Bewohner. Auf Julia wirkt das befremdlich aber sie findet auf der Insel auch zu sich.Tolle Beschreibung der Landschaft, der Menschen und ihrer knorrigen Charakter machen das Buch aus. Dazu habe ich das Gefühl, mehr über die Enttäuschungen der Bürger der DDR zu erfahren, als in einem geschichtlichen Buch. Licht, Luft und die Meeresbrise durchziehen das Buch, das ich nicht aus der Hand legen mochte.Eigentlich wollte ich den aktuellen Roman der Autorin lesen, doch die Vormerkliste in der Bücherei war lang, so habe ich zu diesem früheren Buch gegriffen, das bereits 2003 zum ersten Mal erschien.Das war ein Glücksgriff und umso mehr freue ich mich auf „Septembermeer“    

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