Gabriela Jaskulla Septembermeer

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Inhaltsangabe zu „Septembermeer“ von Gabriela Jaskulla

Inseln haben etwas Magisches. Das erfährt auch das Buchhändlerehepaar Svea und Daniel, als es in dem kleinen Ostseehafen anlegt. Es begegnet einer eingeschworenen Gemeinschaft. Die wortkargen Fischer, der hochbegabte junge Tänzer und seine wilde, kleine Schwester, der Tierarzt und die greise Fotografin, die Intellektuelle aus der Großstadt – so unterschiedlich sie alle sind, sind sie doch auf eine besondere Art miteinander verbunden. Aber welche Rolle spielt der unheimliche Fremde mit seinem Raben? Als der Sommer sich langsam verabschiedet und die Insel beginnt, sich auf den Herbst vorzubereiten, müssen Insulaner und Neuankömmlinge sich plötzlich gemeinsam beweisen – in einem Sturm, bei dem es um alles geht.Ein Roman über eine Insel im Spätsommerlicht, über Menschen zwischen Aufbruch und Abschied.

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Pagina86

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  • Die Insel und andere Turbolenzen

    Septembermeer
    Zeitschnecke

    Zeitschnecke

    29. October 2016 um 19:55

    Der Anfang lebt durch seine bildhafte Sprache! Svea und Daniel starten mit dem Traum eine Buchhandlung auf einer Insel aufzumachen! Auf dem Seeweg mit ihrem Boot "Selma" kommen sie in einen schweren Sturm und als Leser kentert beinahe mit. Gabriela Jaskulla beschreibt dann sehr ausführlich und schön mit welchen Anfangsproblemen die Neuankömmlinge zu tun haben. Die eingeschworene Gemeinschaft der Insulaner muss sich neu sortieren... nicht gerade die liebste Beschäftigung, wie auch Julia und Jeanette wissen.Nach ein paar steilen Aktionen von Svea kehrt erst einmal Ruhe ein, doch dann dreht sich die bis jetzt sehr schön beschriebene und ereignisarme Handlung. Wer das Buch bis jetzt als eine schöne Urlaubslektüre gehalten hat, die man einfach so weg lesen kann, kann spätestens jetzt einen Haken dahinter machen.Die Rolle des sogenannten Vogelmannes wird so groß, dass ich es nicht mehr angenehm fand zu lesen und eine Zwangspause eingelegt habe. Bis zum Schluss kommt die gewohnte Ruhe so gar nicht mehr ans Tageslicht, erst nach einer Großaktion der Insulaner kommt dann endlich wieder Ruhe und mit ihr der Winter auf die Insel.Ich durfte bei der überaus tollen Leserunde mitmachen :) was mich als Insulanerin sehr gefreut hat! Eine Geschichte bei der es nicht um die "eigene" Insel geht und ich doch bemerke das die Probleme sich sehr gleichen!

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  • Inselleben

    Septembermeer
    Monice

    Monice

    In Septembermeer von Gabriela Jaskulla war ich positiv überrascht, die Autorin hat es geschafft die Spannung auf der ersten Seite aufzubauen und bis zum Schluss zu halten.  Sie lässt den Leser in verschiedene Leben Einblicken, ohne zu viel zu den einzelnen Personen zu verraten. Wir dürfen nicht nur die verschiedenen Stimmungen erleben, sondern auch das Leben auf einer Insel fühlen, mit allen Wettern und Launen, höhen und tiefen. Inhalt:Svea und Daniel kommen mit ihrem Schiff "Selma" erst nach einigen Schwierigkeiten und Untiefen auf ihrer Zielinsel an. Hier haben sie ein kleines Haus gefunden und wollen sich ihren Traum vom eigenen Buchladen verwirklichen. Doch Svea lernt Leute aus dem Filmbusiness kennen und zieht nicht nur bei Daniel aus und bei der eigenartigen Ladenbesitzerin Sine ein, sie krempelt ihr Leben total um. Auch in der Familie von Hanno und Julia ändert sich einiges als sich die Träume der Kinder ändern oder sie den Mut finden sie zu äußern. Jeanette leitet das Ladenstein Haus, hier wird alles gezeigt was an den Dichter erinnert, doch jetzt gibt es nicht nur noch die Arbeit, nach überstandener Krankheit findet sie auch zu ihrem Glück, oder verliert sie es schneller wieder. Da gibt es noch Sebastian, er nennt sich selbst immer nur der Vogelmann, lebt mit seinem Raben Munin im verborgenen und zurückgezogen, bis er eine Entscheidung trifft und die ganze Insel in Aufruhr bringt.   Jeder der Spaß an einem Buch haben will, über die Protagonisten lachen, oder mit ihnen leiden will, der ist hier genau richtig.

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    • 3
  • Dorfsimmung!

    Septembermeer
    PettiP

    PettiP

    03. September 2016 um 15:45

    Svea und Daniel ziehen auf eine kleine Ostseeinsel, um dort eine Buchhandlung zu eröffnen. Dort akzeptiert zu werden, ist nicht einfach. Julia und Hanno, mit ihren Kindern Mats und Pimpy, helfen den Beiden widerwillig. Dann gibt es auf der Insel noch Sine Böhm, die Besitzerin des Dorfladens, mit der sich Svea letztlich anfreundet und die alte Elsbeth, die sich Daniel´s annimmt. Dadurch lernt er die zwölf Fischer kennen, bei denen er sich wohl fühlt.Das Buch hat mir nicht so gut gefallen. Es beschreibt überwiegend nur das Leben in einem Dorf. Die Sorgen, Streitigkeiten und den doch Zusammenhalt der Gemeinschaft. Mir fehlte von Anfang die Spannung, oder wenigstens etwas Humor in der Geschichte. Erst auf den letzten ca.50 Seiten kam dann Spannung auf, als die komplette Dorfgemeinschaft, die verschwundene Svea sucht. Deshalb fällt es mir auch schwer diesen Roman weiter zu empfehlen. Wer sich für das Zusammenleben und die Sorgen und Nöte in einer Dorfgemeinschaft interessiert, oder generell Schicksalsromane bevorzugt, dem mag das Buch evtl. gefallen. Mir leider nicht.

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    • 2
  • Insel der Melancholie und Schwermut

    Septembermeer
    twentytwo

    twentytwo

    23. August 2016 um 13:03

    Daniel und Svea wollen sich auf einer einsamen Ostseeinsel, mit einer eigenen Buchhandlung, ein neues Lebensglück aufbauen. Doch schon ihre Ankunft steht unter keinem guten Stern. Dazu kommt, dass die alteingesessenen Einwohner der Insel wortkarg und verschlossen sind. Wer sich nicht an ihre ungeschriebenen Gesetzen hält, wird niemals Fuß fassen. Nach dem als mühsam geschilderten Einleben des Paares, verliert sich die Geschichte in kurzen Kapiteln mit Beschreibungen über verschiedene Inselbewohner, ihre unerfüllten Träume, Ängste und Wünsche. Trotz ihrer ausführlichen Charakterisierung, nehmen die Figuren keine glaubhafte Gestalt an und wirken in der Mehrzahl klischeehaft und konstruiert.Insgesamt zu langatmig und ohne einen erkennbaren roten Faden gleicht der Roman einer Aneinanderreihung einzelner Episoden, die entweder keinen Zusammenhang erkennen lassen oder auf unglaubhafte Art und Weise miteinander verschmelzen.FazitEin sehr sprunghaft geschriebenes Buch, dass sich aus zu vielen einzelnen Geschichten zusammensetzt und deshalb keine in sich geschlossene Handlung ergibt.

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    • 2
  • Jeder findet hier seine eigene Insel

    Septembermeer
    Gela_HK

    Gela_HK

    15. August 2016 um 14:28

    Eine Buchhandlung auf einer Ostseeinsel soll für Svea und ihren Mann David ein Neuanfang sein. Doch schon die Fahrt mit dem Segelboot dorthin bleibt nicht ohne Folgen. Von den Einheimischen nicht gerade begeistert aufgenommen, fällt der Start schwer und schnell zeigen sich erste Brüche in ihrer Beziehung. Die Insel hat ihren eigenen Rhythmus, an den sich alle mehr oder weniger angepasst haben. Gabriela Jaskulla hat eine Hommage ans Meer, an eine Insel, an die Abgeschiedenheit geschrieben. Von dem Klappentext sollte man sich nicht in die Irre führen lassen, denn dieser wird diesem poetisch leisem Schreibstil nicht gerecht. "Die Nacht kam in Fetzen auf der Insel an, als hätte einem, der sie malte, die Farbe nicht gereicht."Man findet sich auf einer fiktiven Insel wieder, die jeder Leser sich durch die eindrucksvoll emotionalen Beschreibungen selbst erschaffen kann. "Stiftsdorf, ein feiner Faden, der sich vom Dornbusch bis hinab auf den Inselgrund abspult, ein Dorf, das sich anschmiegt, das der Wellenbewegung der Insel folgt, das nachgibt, das die Zeiten mitmacht, das aber dennoch Beharren kennt und letztlich sogar: ein Bleiben. Das einzige Dorf der Insel, dem man Geschichte ansieht, und doch bleibt es schwerelos und hell, auch im Traum."Mit der Handlung habe ich mich ein wenig schwergetan. Protagonistin Svea blieb für mich farblos, unsympathisch. Ihr Verhalten war schwer nachvollziehbar. Leichter fiel es mir David zu begleiten, der auf der Suche nach Fotomotiven langsam die Insel und deren Einwohner verstehen lernt. Für mich ging es auch weniger um die Handlung als um die Charaktere. Die vermeintliche Idylle trügt, denn hier hat jeder seine Probleme und Geheimnisse. Besonders geheimnisvoll erscheint der Rabenmann, der immer wieder auftaucht und den doch keiner kennt. Mein Favorit ist aber Madsen, der ruhige Hausmeister, der sich leise immer weiter in den Vordergrund bringt. Er scheint mehr als alle anderen für den Charakter der Insel zu stehen. Am Ende ist es wieder das Wetter, das einen Wechsel herbeiführt. Ein Wintersturm mit einem Gewitter, dass alle Insulaner durchschüttelt, aufrüttelt.

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  • Abschied und Neuanfang, Einsicht in verschiedene Schicksale, wunderschöne Landschaftsbeschreibungen

    Septembermeer
    janaka

    janaka

    11. August 2016 um 21:25

    In "Septembermeer" von Gabriela Jaskulla geht es um eine kleine Insel in der Ostsee und um die Menschen, die dort leben und arbeiten.*Inhalt*Svea und Daniel brechen alle Zelte hinter sich ab und wollen dort auf dieser Insel einen Neubeginn wagen. Ihre Ankunft ist ziemlich stürmisch, sie geraten in einen heftigen Sturm in Seenot. Sie werden vom dem Tierarzt Hanno und seiner Frau Julia gerettet, die mit ihren Kindern Mats und Pimpy auch auf dieser Insel leben. Dann wird noch die Geschichte von Jeanette und Madsen erzählt, zwei sehr unterschiedliche Menschen, die zusammenarbeiten und sich dabei näherkommen. Und viele andere interessante Geschichten werden erzählt. Richtig spukig ist die Geschichte des Rabenmannes… Der Klappentext gibt nicht ganz den Inhalt des Buches wieder, ich hatte einen sommerlichen und fröhlichen Roman erwarten, indem es um einen Neuanfang von Svea und Daniel geht und bekommen habe ich einen etwas melancholischen Roman mit den verschiedensten Geschichten der Menschen, die auf dieser Insel leben.*Meine Meinung*Mit ihren wunderschönen Landschaftbeschreibungen bringt die Autorin die Atmosphäre der Insel gut rüber, Zitat auf S. 237:"Verhalten, leise war der September, sein Leuchten manchmal wenig matt, der Himmel wie von Spinnweben überzogen. Ein Monat, der nicht nur von Aufbruch wusste, sondern auch vom Vergehen. Aber auch die Süße der letzten Brombeeren verbarg sich im September, ein Monat, der beides sein konnte - Anfang und Abschied."Dieser melancholische und dennoch sehr schöne Schreibstil war ein richtiger Ansporn, dieses Buch auch zu Ende zu lesen. Die Geschichte hat mich am Anfang nicht so sehr gefesselt, ich ziemlich schnell von Svea genervt und die nahm so viel Raum ein. Als dann die anderen Bewohner immer mehr in den Vordergrund traten, wurde für mich die Handlung interessanter.Die Charaktere entwickeln sich im Laufe des Buches und wecken in mir Sympathien aber auch Antipathien. Am Besten haben mir die Teenager Mats und Pimpy gefallen, sie sind so authentisch und lebendig. Beide haben noch Träume und versuchen diese auch auszuleben.*Fazit*Dies ist ein Buch, was man nicht so einfach mal nebenbei lesen kann, es ist keine lockere Sommerlektüre. Von mir gibt es 4 Sterne.

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    • 2
  • „Septembermeer“ von Gabriela Jaskulla

    Septembermeer
    AndreaKoester

    AndreaKoester

    08. August 2016 um 09:48

    „Verhalten, leise war der September, sein leuchten manchmal ein wenig matt, der Himmel wie von Spinnweben überzogen. Ein Monat, der nicht nur von Aufbruch wusste, sondern auch vom Vergehen. Aber auch die Süße der letzten Brombeeren verbarg sich im September, ein Monat, der beides sein konnte – Anfang und Abschied.“ (Auszug Seite 137) Svea und Daniel haben den Traum einer eigenen Buchhandlung. Den möchten sie sich auf einer kleinen Insel in der Ostsee verwirklichen. Mit ihrem Boot "Selma" starten sie ihre Reise von Gedser aus. Als ein Unwetter aufzieht, wird die Überfahrt zu einer ziemlich gefährlichen Aktion und die beiden drohen zu kentern. Gerade so kommen sie dann doch noch auf der Insel am Hafen von Zwischendorf an. Dort wurden sie schon von einigen Inselbewohnern beobachtet. Als die beiden völlig erschöpft an Land kommen, kümmert sich als erste und einzige Julia um sie.  Am nächsten Tag erweisen sich Julia und ihr Mann Hanno als Hilfe, denn das Boot liegt noch am falschen Hafen. Die Buchhandlung übernehmen Svea und Daniel von einem älteren Ehepaar in Stiftsdorf. Da das Boot im Sturm Schaden genommen hat, kann es nicht mehr fahren und wird von Hanno zum richtigen Hafen geschleppt. Beim Abschleppen ist Svea dann kurz nicht bei der Sache und lenkt die „Selma“ aus der Fahrrinne raus. Dort läuft es auf Grund. Svea und Daniel werden von Hanno mit an Land genommen. Dort beziehen sie als erstes ihre Wohnung und beginnen die Buchhandlung einzurichten. Die „Selma“ soll später geborgen werden. So vergehen einige Tage und das Geschäft wird eröffnet. Die beiden Neuankömmlinge werden zunächst misstrauisch beäugt und keine Kundschaft kommt. Dann hat Svea eine Idee. Sie bittet Hanno erneut um Hilfe, zur Bergung des Schiffes, das immer noch in der Fahrrinne liegt. Er fährt sie dort hin, doch statt das Geschirr aus den Schränken zu räumen, damit es bei der Rettung nicht beschädigt wird, bringt sie ein Werbebanner für Ihre Buchhandlung am Mast an. Hanno wird sauer, da er das so nicht unterstützt und er mit Ärger vom Hafenmeister rechnet. Svea lässt sich von ihrem Vorhaben aber nicht abbringen und so fährt Hanno ohne sie zurück an Land. Svea muss dann zurückschwimmen. Sie kommt völlig durchnässt im Lebensmittelladen von Sine Böhm an und bestellt einen Grog. Danach schleppt sie sich nach Hause und fällt ins Bett. Sie hat eine Verkühlung und leidet an totaler Erschöpfung. Das bietet für die Bewohner der kleinen Insel natürlich viel Gesprächsstoff. Da die „Selma“ trotzdem noch an der Fahrrinne liegt und kurz bevor sich langsam auch die Wasserschutzpolizei verantwortlich fühlt, entdeckt ein Filmteam das gestrandete Schiff als Tatort und Filmkulisse. Davon lässt sich der finanzielle Schaden beheben. Und Svea lernt Leon kennen. Er ist Mitarbeiter des Fernsehteams und bietet ihr einen Job als Produktionsassistentin an. Svea ergreift ihre Chance, da die Buchhandlung noch nicht wirklich Gewinn abwirft. Zum Leidwesen von Daniel, denn Svea zieht in die Datsche von Sine hinter dem Lebensmittelladen, um mehr Ruhe zum Arbeiten zu haben. Außerdem mietet sie sich ein Büro in Rostock, um bei dem Job schneller und flexibler zu sein. Und wie geht es nun mit dem gemeinsamen Traum der Buchhandlung weiter? Und was hat es mit dem Vogelmann auf sich, der Svea nach der Rückkehr durchs Wasser aufgenommen hat und sie jetzt wieder zu sich holen will?   "Septembermeer" von Gabriela Jaskulla hat mich persönlich nicht überzeugt. Gefreut habe ich mich, als ich beim Lesen herausgefunden habe, dass die Geschichte auf der Insel Hiddensee spielt. Hiddensee wird so direkt nicht genannt, es ist immer nur die Rede von der kleinen Insel. Da aber der Gellen und der Leuchtturm Dornbusch genannt wird, sowie die große Insel daneben, ist es eindeutig. Auch die Orte auf Hiddensee wurden umbenannt. Mir fehlt in der Geschichte der rote Faden. Es geht zu wenig um Svea und Daniel, sondern um viele Verschiedenen Personen. Julia und Hanno werden ausführlich vorgestellt. Außerdem deren beiden Kinder Mats und Pimpy. Julias Freundin Jeanette spielt eine Rolle, die das Haus eines längst verstorbenen Dichters leitet. Das Haus wird jetzt zur Besichtigung für Besucher geöffnet und Jeanette organisiert viele Veranstaltungen. Außerdem wird nicht einfach die Geschichte der jeweiligen Person erzählt, sondern viele umschweifende vergleiche und Landschaftsbeschreibungen geschrieben. Dadurch geht die Spannung verloren und das Buch wird langweilig. Ich habe es aus diesen Gründen nicht zu Ende gelesen.   Svea ist Mitte dreißig und in der Buchhandlung für Buchhaltung, Einkauf, Sortiment, Vertreterbesuche, messen und Präsentation des Ladens zuständig. Daniel kümmert sich um den Verkauf. Daniels zweite Leidenschaft gehört der Fotografie. Er hält sein Leben in Fotos fest, wie ein Tagebuch. Die Inselbewohner finden das sehr merkwürdig, da er auch sie ablichtet. Daniel fragt zwar vorher um Erlaubnis, das aber oft recht plump. Insgesamt ist er auch sehr zappelig. Als Svea nach der Verkühlung mehrere Tage im Bett verbringt, lernt er Elsbeth kennen. Die über Achtzigjährige fotografiert ebenfalls und zieht ihre Ausrüstung in einem Handwagen über die Insel. Sie nimmt ihn mit zu einem Bauwagen, in dem sich ehemalige Fischer zum Bier treffen. So findet Daniel Anschluss. Svea versteht sich mit den Frauen der Insel erst besser, als sie in die Datsche zieht.   Julia und Hanno sind nicht verheiratet. Sie haben sich vor vielen Jahren auf der Insel kennen und lieben gelernt. Hanno ist Tierarzt. Ihr Sohn Mats ist 17 Jahre alt und spielt leidenschaftlich gern Klavier. Er geht auf das Internat auf der großen Insel. Die gleiche Schule besucht die zwei Jahre jüngere Pimpy. Sie rebelliert etwas mit Piercings und kapselt sich von ihren Eltern ab, zeichnet aber gern Mode und möchte diese auch nähen. Unterstützt wird sie dadurch von Jeanette. Julia kam einst mit einem Studium auf die Insel, um über den Dichter Ladestein zu forschen. Jetzt schreibt sie ab und zu noch Texte für Museumshefte und kümmert sich ansonsten um ihre Familie. Julia und Jeanette haben zusammen Germanistik studiert.   Gabriela Jaskulla wurde 1962 in Dettelbach, in der Nähe von Würzburg, geboren und war Redakteurin beim NDR. Seit 2009 lebt und schreibt sie als selbständige Autorin und freie Journalistin in Berlin. Seit dem Sommersemester 2013 hat Gabriela Jaskulla eine Professur für Journalisms an der Fachhochschule in Hannover inne. Die Autorin forscht außerdem über die Malerin Clara Arnheim, die seit 1910 regelmäßig die Sommermonate auf Hiddensee verbrachte und zusammen mit Henni Lehmann den “Hiddensoer Künstlerinnenbund“ gründete. Das erste Buch von Gabriela Jaskulla "Ostseeliebe" handelt von dem Kennenlernen von Hanno und Julia. Insgesamt hat die Autorin fünf Romane veröffentlicht.

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    • 2
  • Septembermeer

    Septembermeer
    jackdeck

    jackdeck

    02. August 2016 um 17:05

    Die ersten Szenen spielen zwar auf dem Segelboot im Sturm, und es liest sich spannend, wie sie in Seenot geraten, die Inselbewohner alle am Hafen stehen und die "Verrückten" beobachten (ich frage mich, wo blieb da die Küstenwache oder der Seenot-Rettungsdienst??), bis das Ehepaar Daniel und Svea schließlich mit Hilfe von Julia und Hanno, auf dem immer nur "kleine Insel" benannten Eiland stranden. (Eigenartigerweise heißt Daniel auf dem hinteren Buchdeckel-Text plötzlich David....)Hanno ist der ortsansässige Tierarzt, sehr still und verschlossen, seit 20 Jahren dort wohnhaft, gilt aber immer noch als "Reingeschmeckter". Daniel und Svea wollen einen Buchladen eröffnen, eigentlich schon per se eine utopische Idee, und natürlich bringt er auch nicht den gewünschten Erfolg. Es geht bald nicht mehr um Daniel und Svea, sondern um die anderen Bewohner und ihre Geschichten.Daniel und Svea und auch der Buchladen treten immer mehr in den Hintergrund. So fehlt der Geschichte einfach der rote Faden, und das ganze Buch wird etwas langatmig.  Und leider bleibt dieser Rhythmus noch länger so bestehen.Es ist ein Buch ohne richtige Hauptperson, man erfährt ganz viel über Jeden.Ich muss sagen, dass der Schreibstil mir ungemein gut gefallen hat, das hat allerdings leider nicht viel mit meiner Einschätzung über die Handlung zu tun. Beides lief für meinen Geschmack auseinander. Leider wirklich etwas zu langatmig, dennoch schaffte die tolle poetische Sprache der Autorin mich ans Buch zu fesseln. Allerdings wohl eher wegen der Beschreibung der Umgebung und Personen.Ich bin hin und hergerissen und gebe dem Buch 3 Sterne.

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    • 2
  • Ein eher beschauliches Buch, das durch seine bildhafte Sprache lebt

    Septembermeer
    schafswolke

    schafswolke

    28. July 2016 um 14:00

    Daniel und Svea landen auf einer ruhigen Ostseeinsel, dort wollen sie sich ein neues Leben aufbauen. Doch schon der Start ist sehr stürmig und so werden sie förmlich an die Heimat gespült. Schnell stellen die beiden fest, dass der Zugang zur Insel nicht so einfach ist, denn so ein Inselleben ist ganz anders, als sie sich das vorgestellt haben.Zuerst mal muss ich sagen, dass ich bei dem Buch irgendwie etwas anderes erwartet habe. Was genau? Kann ich gar nicht mal so genau sagen, eben was anderes halt. In diesem Buch gibt es wenig aktive Dialoge, meistens begleitet man die Personen eher bei ihren Gedanke und Eindrücken. Die bildhafte Sprache von Gabriele Jaskulla hat mir sehr gut gefallen und ich war irgendwie gefesselt, auch wenn gar nicht mal so viel passiert ist. Dieses Buch ist eher so, als wenn man die Figuren ein Stück weit auf ihrem Lebensweg begleitet und dann wieder verlässt. Es gibt eigentlich keine richtigen Hauptpersonen, viel mehr geht es um das Leben und der Gemeinschaft auf einer Insel. Jeder hat so sein Geheimnis, manche werden irgendwann geteilt, manche bleiben für immer verborgen. Hier hat es zwar gepasst, allerdings hatte ich dadurch auch keine spezielle Bindung zu den Personen, "Septembermeer" ist eine Geschichte auf die man sich einlassen muss, dafür braucht es schon ein wenig Ruhe und Muße. Wer hier eine leichte lockere Sommerlektüre erwartet, der wird enttäuscht werden. Auch wenn meine Erwartungen ganz anders waren, habe ich das Buch gerne gelesen und vergebe 4 Sterne.

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  • Ein Inselspaziergang, auf den man sich einlassen muss.......

    Septembermeer
    Schmusekatze69

    Schmusekatze69

    26. July 2016 um 21:27

    In diesem Buch geht um eine kleine, manchen sehr bekannten Insel. Um das Leben dort, den Menschen, mit all ihren Problemen und Freuden.Svea und Daniel geraten auf den Weg zur Insel in Seenot und werden von einem andern paar, dem Tierarzt Hanno und dessen Frau Julia gerettet. Sie schleppen Svea und Daniel ab. Dabei passiert ein schrecklicher Segelfehler und das Boot von Svea setzt sich auf eine Sandbank fest.Dieser Fehler bereitet noch vielen Menschen Ärger und erntet eine Menge Aufsehen.Eigentlich sollte der Start von Daniel und Svea auf der Insel anders verlaufen.Mit ihrem eigenen Boot wollten sie ankommen und ihren größten Traum erfüllen, einen eigenen kleinen Buchladen.Wie auf einen langen Spaziergang über die Insel lernt man so nach und nach die Insel näher kennen.Wichtige Personen, die in den beiden ihr Leben treten, werden näher beschrieben.Als erstes Hanno und Julia und deren beiden Kinder Penelope und Mats.Dann gibt es noch Sine, die einen lebensmittelladen leitet, eine etwas schrullige ältere Fotografin, Elinor, die in einem Bauwagen ein Treff für Fischer hat.Jaenette, sie leitet ein kleines literarisches Museum und noch viele mehr……Das Buch liest sich eigentlich ganz unterhaltsam, hat aber auch viele langatmige Strecken. Kennt man die Insel ist vieles leichter, weil man weiß, wo man gerade ist. Daher war es für mich wie ein Urlaub. Jedes Jahr fahren wir an die Ostsee, kennen die Insel……..Am Ende wird es schon noch ein wenig spannend und es fügen sich manchen Puzzleteil zusammen. Aber es bleibt auch einiges offen und ab und zu ist es nicht ganz klar und nachvollziehbar.Fazit: Ein gutes Buch, das einen in Urlaubsstimmung versetzt.

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  • Ganz anders als erwartet

    Septembermeer
    Jasmin88

    Jasmin88

    26. July 2016 um 19:07

    Covergestaltung: Das Cover ist wundervoll gestaltet und hat auf Anhieb mein Interesse für diesen Inselroman geweckt. Meine Meinung: "Septembermeer" von Gabriela Jaskulla habe ich im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde gelesen. "Buchhandlung als Lebensglück": diese paar Wörter haben gereicht, um mein Interesse für diesen Roman zu entfachen, sodass ich mich für ein Leserundenexemplar beworben habe. Zudem passte die Ostseeinsel als Schauplatz natürlich sehr gut zur Jahreszeit. Inselromane lese ich in den Sommermonaten liebend gern. Doch bereits nach den ersten Kapiteln habe ich das Buch erst einmal wieder zur Seite gelegt, da sich schnell das Gefühl in mir breit machte:"Das ist so gar nicht meins"... Einen Zugang zur Geschichte zu finden, fiel mir nicht leicht. Anstatt einer tendenziell leichten Sommerlektüre handelt es sich bei "Septembermeer" um eine eher schwermütige Geschichte, deren Charaktere leider wenig sympathisch wirkten. Während des Lesens war ich stellenweise wirklich sehr hin- und hergerissen. Auch was den Schreibstil angeht. Zum Teil fand ich ihn ganz bezaubernd, da er sehr poetisch und wirklich besonders ist, aber im Großen und Ganzen war mir die Erzählweise dann leider doch häufig zu langatmig. Es ist mir leider einfach nicht gelungen, einen richtigen Zugang zur Geschichte und den Charakteren zu finden. Echt schade! Es ist mir schon länger nicht mehr passiert, dass mich ein Buch so gar nicht packt und es tut mir doppelt leid, dass es ausgerechnet in einer Leserunde passiert ist. Die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen und der atmosphärische Schreibstil der Autorin sind, um ehrlich zu sein, das Einzige, was mich zum Weiterlesen motiviert hat. Zwischendurch hat dieser Roman wirklich wundervolle Textpassagen, die auch mein Herz berühren, obwohl ich mit dem Buch im Großen und Ganzen leider einfach nicht richtig warm geworden bin. Vielleicht war es für mich auch einfach der falsche Lesezeitpunkt. Ich habe viel darüber nachgedacht, warum mir der Zugang nicht gelungen ist. Vielleicht bin ich wirklich so ein Winterbücher im Winter, Frühlingsbücher im Frühjahr, Sommerromane im Sommer und Herbstlektüre im Herbst Typ. Vielleicht hätte ich die Geschichte im Spätsommer oder Herbst ein Stück weit anders empfunden oder aufgefasst... Letztlich hat der Klappentext aber auch einfach völlig falsche Erwartungen in mir geweckt. Meine Erwartungen hinsichtlich dieses Romans gingen aufgrund der Kurzbeschreibung in eine völlig falsche Richtung, was letztlich zu Enttäuschung geführt hat. Dies ist letztlich für alle Beteiligten irgendwie schade. Man ist selbst enttäuscht und irgendwie tut es einem zugleich auch Leid, dem Verlag und der Autorin dann kein positiveres Feedback geben zu können. "Septembermeer" war einfach nicht mein Roman. Ich hab das Buch zu Ende gelesen, da es sich um ein Leserundenexemplar gehandelt hat, muss zugleich aber auch offen sagen, dass ich den Roman wahrscheinlich nach den ersten paar Kapiteln zugeschlagen hätte, wenn ich ihn mir selbst gekauft hätte. Ich bewerte "Septembermeer" mit drei von fünf Sternen. Zwei Sterne wären es für mich persönlich bezogen auf die Handlung und die Charaktere gewesen. Der zum Teil jedoch wunderschöne und einzigartige Schreibstil von Gabriela Jaskulla haben mich letztlich aber dazu bewogen, drei Sterne zu vergeben. Fazit: Leider ganz anders als erwartet. "Septembermeer" hat einfach nicht meinen Lesegeschmack getroffen, trotz des zum Teil besonders schönen Schreibstils der Autorin.

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  • Leserunde zu "Septembermeer" von Gabriela Jaskulla

    Septembermeer
    Insel_Verlag

    Insel_Verlag

    Eine Buchhandlung als Lebensglück Zieht es Euch auch manchmal auch so ans Meer, dass Ihr am liebsten dort leben würdet? Die Protagonisten von Gabriela Jaskullas neuem Roman Septembermeer, Svea und Daniel, suchen ihr Glück auf einer kleinen Ostseeinsel und eröffnen dort eine Buchhandlung. Doch die Bewohner der Insel sind skeptisch. Die beiden kommen mitten in einem Sturm mit ihrem Segelboot an und scheinen unerfahrene Landratten zu sein. Und überhaupt: die Neue stellt viel zu viele Fragen, und er fotografiert alles und jeden, der ihm vor die Linse kommt.Doch die Neugier siegt! Es kommt zu ersten zögerlichen Annäherungen und ersten Freundschaften. Alles scheint sich zu fügen, bis etwas geschieht, womit niemand jemals gerechnet hätte …Aber hört doch einfach mal hinein, was Gabriela Jaskulla über ihren neuen Roman Septembermeer erzählt:Na, neugierig geworden? Hier geht’s zur Leseprobe »Wir möchten Euch gemeinsam mit der Autorin Gabriela Jaskulla herzlich einladen, Septembermeer im Rahmen dieser Leserunde kennenzulernen und zu besprechen. Sie freut sich schon auf Eure Fragen und Kommentare. Wenn ihr Lust auf diese atmosphärische Reise auf eine Insel in der Ostsee habt und erfahren möchtet, wie sich Svea und Daniel als Inselbewohner schlagen – dann bewerbt Euch bis zum 15. Juni über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* und beantwortet uns folgende Frage:Leben, wo andere Urlaub machen – könntet Ihr Euch vorstellen, auf einer kleinen Insel in der Ostsee zu leben?Über die Autorin: Gabriela Jaskulla arbeitet als Kunsthistorikerin und Journalistin und war 17 Jahre für den Rundfunk tätig. Außerdem ist sie Dozentin für Kulturjournalismus und Kreatives Schreiben an der Hochschule in Hannover.* Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

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    • 368
  • Anders als erwartet, trotzdem absolut lesenswert...

    Septembermeer
    DoReenchen306

    DoReenchen306

    19. July 2016 um 13:02

    Also, zuerst einmal muss ich sagen, dass ich aufgrund des Klappentextes eine völlig andere Geschichte erwartet habe und dementsprechend die Beschreibung ein wenig irreführend ist. Dass das aber nichts Schlechtes bedeuten muss, hat mir Gabriela Jaskulla in ihrem Roman "Septembermeer" eindrucksvoll bewiesen.Bis zu Hälfte des Buches stand ich dem ganzen wirklich skeptisch gegenüber, aber ab der Mitte der Geschichte und damit auch Teil 2 fand ich besser in die Story rein und habe mich mit dem für mich ungewöhnlichen Erzählstil angefreundet.Es geht also um eine nicht namentlich genannte Insel in der Ostsee, es geht um Svea und Daniel, die auf die diese Insel ziehen um dort gemeinsam einen Buchladen zu betreiben. Doch wer jetzt denkt, Daniel und Svea sind die Protagonisten in diesem Buch, der irrt gewaltig. Denn die verschrobenen und etwas mürrisch wirkenden Inselbewohner und die Insel selbst sind die eigentlichen Protagonisten und wir begleiten sie durch deren Alltag, erfahren etwas über ihre Vergangenheit und wie diese eingeschworene Gemeinschaft miteinander umgeht. Wie Gabriela Jaskulla selbst geschrieben hat, soll ihr Buch eine Art Spaziergang oder eher Wanderung quer über die Insel sein und genau diesen Eindruck hatte ich aber der Hälfte der Geschichte auch. Es gibt nicht wirklich einen roten Faden oder eine  Hauptstoryline, sondern eher viele kleine Schicksale und Geheimnisse, die nach und nach gelüftet werden. Gabriela Jaskulla hat einen tollen bildgewaltigen Schreibstil, der es mir leicht leichtmachte mir die Handlungsorte und Personen wirklich vorstellen zu können. Auch wenn eben dieser Schreibstil an manchen Stellen ein wenig ausuferte, so hatte ich doch Spaß mit der Geschichte und kann sie jedem empfehlen, der eben keine luftig-leichte Strandlektüre sucht, sondern eher einen Roman, der etwas tiefgründiger und auch düsterer ist.

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    • 2
  • Septembermeer

    Septembermeer
    Klusi

    Klusi

    15. July 2016 um 22:55

    David und Svea wollen sich ihren Traum von einer eigenen Buchhandlung erfüllen. Zu diesem Zweck ziehen sie auf eine kleine Insel in der Ostsee. Schon ihre Ankunft wird spektakulär, denn sie geraten in einen Sturm und erleiden Schiffbruch. Erst nach und nach knüpfen sie Kontakte zu den Inselbewohnern, die den Neuen anfangs skeptisch gegenüber stehen. Zuerst gibt es einige Verwirrungen auf beiden Seiten, sowohl bei den Einheimischen als auch bei den Neuankömmlingen. Man muss sich erst langsam zusammenraufen. Schon bald werden jedoch Freundschaften geschlossen, aber dann geschieht etwas, das die Menschen auf der Insel völlig aus der Bahn wirft, sowohl die Einheimischen als auch die Zugezogenen.Liest man den Klappentext, hat man den Eindruck, dass sich dieser Roman hauptsächlich um Svea und David dreht. Diese eröffnen zwar das „Inselreigen“, aber die weiteren Kapitel handeln weitgehend auch von den anderen Menschen auf der Insel. Es ist ein langsames Herantasten des jungen Paares, ein Einfühlen in diesen völlig neuen, anderen Lebensbereich. In den folgenden Kapiteln erfährt man von Begegnungen mit den Inselbewohnern. Da gibt es die alte Fotografin Elsbeth, die sich mit David anfreundet. Man lernt den Tierarzt Hanno und seine Frau Julia sowie die gemeinsamen halbwüchsigen Kinder Mats und Pimpy kennen.Da gibt es die etwas andere Kneipe, wo man der Wirtin Eleonor und den zwölf Fischern begegnet. Julias Freundin Jeanette kümmert sich um Kunst und Kultur im ehemaligen Haus eines Dichters, der vor hundert Jahren auf der Insel lebte. Im kleinen Supermarkt trifft man auf die Verkäuferin Sine, und dann gibt es da auch noch den geheimnisvollen, ein wenig unheimlichen „Vogelmann“.Von diesen und noch weiteren Inselbewohnern erfährt man Näheres im Verlauf der Geschichte.Im Grunde genommen ist es ein Roman über die ganze Insel mit ihren Bewohnern. Hier scheint alles langsamer zu laufen. Das Leben ist geprägt von Gelassenheit und Gleichmut. Was man hier erfährt, ist für die Protagonisten ihr ganz normales Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen.Das Meer und die Insel haben die Menschen, die hier leben, geprägt, was sich in ihrer Wesensart niederschlägt. Wie die Ostsee, so kommt das Schicksal mal friedlich, mal stürmisch daher. Jeder der vorgestellten Inselbewohner nimmt den Leser mit in seine eigene Welt, sowohl in die reale als auch in die Welt seiner Gedanken und seiner gelebten, aber auch der ungelebten Träume.Die Autorin hat die Fähigkeit, mit Worten zu malen. Ihre üppigen, poetischen Beschreibungen ließen beim Lesen brillante, schillernde Bilder vor meinem geistigen Auge entstehen. Auch Gedanken, Stimmungen und Gefühle sind sehr intensiv dargestellt und fast visuell wahrnehmbar. Es ist, als würde man das Leben und die Menschen auf der Insel durch ein Vergrößerungsglas betrachten. Man staunt über die Nähe, die man schon nach wenigen Sätzen zu den verschiedenen Charakteren gewinnt.Wir erfahren das Schöne, das Faszinierende aber auch das Dramatische im Alltäglichen. Hinter so mancher Idylle versteckt sich eine menschliche Tragödie, wie es sich nach und nach offenbart. Es sind Momentaufnahmen des Insellebens, normal und doch so völlig anders, manchmal melancholisch und auch ab und zu ein wenig skurril.Ich habe die schönen Formulierungen genossen, die Art, wie die Autorin Stimmungen einfängt, wie sie mit facettenreichen Beschreibungen die Insel zum Leben erweckt.Ich habe mit den Protagonisten gefühlt, mich mit ihnen gefreut und mit ihnen gebangt. Wie ich erfahren habe, hat die Autorin bereits einen Roman über die kleine Insel in der Ostsee geschrieben, und es steht für mich außer Frage, dass ich auch „Ostseeliebe“ lesen möchte, wo die Vorgeschichte von Hanno und Julia erzählt wird.Gabriela Jaskulla ist eine Neuentdeckung für mein Bücherregal und für mein Leserherz, und beides hat sie im Sturm erobert. 

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  • Septembermeer - keine leichte Sommerlektüre

    Septembermeer
    Wildpony

    Wildpony

    12. July 2016 um 10:58

    Septembermeer  -  Gabriela Jaskulla Kurzbeschreibung Amazon: Ein Segelboot im Sturm. Skeptisch beobachten die Bewohner der kleinen Ostseeinsel den Kampf der beiden Segler gegen die Wellen. Wieder irgendwelche unerfahrenen Landratten, die sich bei einem solchen Unwetter aufs Meer hinauswagen! Sie ahnen nicht, dass ihre verschworene Gemeinschaft durch die zwei Schiffbrüchigen bald gehörig aufgemischt wird: Die umtriebige Svea und der stets zögerliche Daniel wollen auf der Insel einen Neuanfang wagen – und Teil dieses neuen Lebensglücks soll eine Buchhandlung sein. Eine Buchhandlung? Hier? Überhaupt stellt die Neue viel zu viele Fragen, und er fotografiert alles und jeden, der ihm vor die Linse kommt. Doch die Neugier siegt! Es kommt zu ersten zögerlichen Annäherungen und ersten Freundschaften. Alles scheint sich zu fügen, bis etwas geschieht, womit niemand jemals gerechnet hätte … Mein Leseeindruck: Von dem Klappentext begeistert erwartete ich bei dem Buch eine leichte und lockere Sommerlektüre. Doch diese Erwartung wurde leider nicht erfüllt, denn ich tat mich schon sehr schwer um überhaupt in die Geschichte hinein zu finden und auch den Hauptprotagonisten konnte ich keine so warmen Gefühle entgegenbringen wie ich es mir gewünscht hätte. Denn das Buch entwickelt sich ganz anders als man denkt. Man denkt das die beiden Hauptprotagonisten mit ihrer Buchhandlung auf der Insel den schönsten Beruf der Welt ausüben werden, aber die Inselbewohner sind gegenüber den Beiden schon etwas skeptisch. Hauptsächlich beschreibt die Autorin, von der ich leider bisher noch kein Buch gelesen habe, die Schönheit der Insel und die Tücke des Meeres und die Besonderheiten der Inselbewohner kommen auch zwischen den Zeilen ganz deutlich hervor. Die Autorin beschreibt sehr ausführlich und detailverliebt. Daher lässt sich das Buch auch nicht als leichte Lektüre einfach "so weg lesen". Ich musste leider zweimal pausieren weil mich das Ganze ein wenig erschlagen hat. Bei den wirklich positiven Bewertungen für das Buch gibt es aber bestimmt Leser die ganz in so eine Beschreibung eintauchen können und für die es ein Lesehighlight ist. Fazit: Für ein wenig schwer zu lesendes Buch, das an sich einen guten Ansatz trägt, aber ich mich teils schwer tat beim Wunsch nach einen flüssigen lesen. Wahrscheinlich liegt es an mir und meinen falschen Erwartungen gegenüber dem Buch und daher möchte ich hier auch nichts negativ bewerten. Mir fehlte einfach die luftig leichte Inselatmosphäre und eine Story die den Alltag vergessen lässt. Von mir gibt es für das Buch 3,5 Sterne.

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