Gabriele Albers

 4.3 Sterne bei 12 Bewertungen
Gabriele Albers

Lebenslauf von Gabriele Albers

Gabriele Albers ist Journalistin und Volkswirtin und veröffentlichte unter anderem bei Capital und der Financial Times Deutschland. In ihren Geschichten thematisiert sie gefährliche Entwicklungen unserer Zeit, indem sie deren Folgen in einer fiktiven Zukunft beschreibt. Ihre persönliche Zeitreisemaschine würde sie rund 500 Jahre in die Zukunft katapultieren, obwohl sie sich nicht sicher ist, dass es dann noch Menschen gibt. „Nordland“ ist ihr erster Roman.

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Gabriele AlbersNordland. Hamburg 2059 - Freiheit
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Nordland. Hamburg 2059 - Freiheit
Nordland. Hamburg 2059 - Freiheit
 (12)
Erschienen am 27.02.2018

Neue Rezensionen zu Gabriele Albers

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Velina2305s avatar

Rezension zu "Nordland. Hamburg 2059 - Freiheit" von Gabriele Albers

Viiiiiieeeeel zuuuuuuuu laaaaaang...
Velina2305vor 2 Tagen

Hamburg, 2059: Die nördlichen Bundesländer haben sich zu „Nordland“ zusammengeschlossen, einem Staat, in dem allein das Geld regiert. Frauen haben grundsätzlich nichts mehr zu melden. Jeder und alles ist käuflich. Als ein Mann für ein Verbrechen hingerichtet wird, das er nicht begangen hat, regt sich der Widerstand. Und Lillith, die zu den reichen Birds gehört, beginnt mit diesem Widerstand zu sympathisieren.

Ich bin wirklich davon ausgegangen, dass dieses Buch für mich absolut etwas ist. Ich liebe Dystopien, ich liebe Hamburg, kann doch nur passen!

Leider hat mich das Buch dann doch ziemlich enttäuscht.
Weder kam eine Hamburgatmosphäre (hier wurden lediglich ein paar bekannte Namen und Ecken genannt) bei mir an, noch erreichte mich irgendein Funke von Spannung.
Es sind einige Längen vorhanden, bei denen ich auch überhaupt keine Daseinsberechtigung erkennen konnte. Lilliths Gabe z.B. hat für mich von Anfang bis Ende keinen Sinn gemacht. War für mich kein Mehrwert, sondern eher ein Störfaktor.
Mir war es auch wirklich zu viel politisches Hick Hack, wobei das jetzt ein persönliches Ding ist und ich damit hätte rechnen müssen, dachte mir aber, dass es einfach spannender umgesetzt wird.
Auch die Kapitellängen haben mich richtig genervt! Die Kapitel aus der Sicht von Lillith, waren ellenlang und wollten gar nicht enden, hingegen die Kapitel aus Bos Sicht, erstreckten sich nur über ca. 4 Seiten. Dabei fand ich die Sicht der Rebellen sehr viel interessanter!
Wie ich dann doch noch auf 3 Sterne komme, lag an den letzten ca. 100 Seiten. Hier kam Spannung auf, hier ist was passiert und auch das Ende: Wow! Was für eine Wendung!
Ich hoffe doch sehr stark, dass das Buch aber wirklich abgeschlossen ist, trotz diesem super Ende! Noch einen Teil möchte ich mir davon nicht antun.

Fazit: Interessanter Grundgedanke  und Umgebung. Leider mochte ich die Charaktere nicht und auch Spannung erreichte mich nicht.

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Sandra1978s avatar

Rezension zu "Nordland. Hamburg 2059 - Freiheit" von Gabriele Albers

Spieglein, Spieglein...wie nah sind wir schon dran?
Sandra1978vor einem Monat

Inhalt 

In Norddeutschland herrschen die Wirtschaftsbosse. Sie haben die Ressorts wie Energieversorgung, Wasserversorgung etc. unter sich aufgeteilt. Wer Geld hat, kann alles haben, wer keins hat, fällt durchs Raster. Doch auch unter diesen Spitzenpolitikern herrscht ein ständiger Krieg und jeder versucht, die anderen zu stürzen und selbst noch mächtiger zu werden.

Doch es gibt auch einen Widerstand, der versucht, dieses System zu untergraben und zu stürzen.  

Frauen gelten im bestehenden System nicht viel. Als Lilith, die Tochter von einem der ganz großen Spitzenpolitiker, beginnt, unbequeme Fragen zu stellen
und hinter die Kulissen zu schauen, erweckt sie das Interesse des Widerstands. Immer mehr wird ihre Welt erschüttert und sie beginnt das bestehende System anzuzweifeln.

Ob Sie allein es schaffen kann, das System auszuhebeln und die Welt wieder zu einer gerechteren zu machen, ist die Frage, die sich in dieser Geschichte stellt.


Beurteilung 

Vor dem Buch an sich kann man schon mal Respekt bekommen. Dieser Wälzer ist ein richtiger Totsschläger mit seinen knapp 700 Seiten. Das Cover ist in schwarz und grau gehalten und sehr düster. 

Und das ist auch die Stimmung, die das Buch vermittelt. Es ist seltsam, aber der vorherrschende Eindruck, den ich bei der ganzen Lektüre hatte, war: "dunkel. Nacht". Ich hatte beim Lesen das Gefühl, es sei permanent Nacht in Deutschland, also buchstäblich dunkler Himmel. Kennt ihr das?

Insgesamt ist "Nordland" weit weg von romatischen Jugenddystopien, Regenbogen und fantastischen technischen Entwicklungen. 

Es ist kalt, düster, deprimierend, beklemmend, und leider beängstigend nah an der wahrscheinlichen Wahrheit. 
Trotzdem erschlägt Nordland nicht mit politischen Kleinteiligkeiten (auch wenn es, allein schon um die Handlung zu erklären, teilweise recht detailliert auf einzelne Entwicklungen und Verhältnisse eingehen muss). Also etwas Konzentration benötigt man schon beim Lesen.

Aber trotz der Länge ist Nordland keine Sekunde langweilig. Die Entwicklung der Handlung und der Charaktere überrascht doch immer wieder neu. 
Lilith ist ein sehr interessanter Charakter, der einem auch die eigenen Schwächen und Stärken wie ein Spiegel aufzeigt. Sie ist keine Überheldin, sondern eine Frau, die trotz Unterdrückung Ihres Geschlechts gelernt hat, hinzuschauen, selbst zu denken und Fragen zu stellen, und bei ihren Versuchen, das System zu infiltrieren ohne negativ aufzufallen, mal mehr und mal weniger Erfolg hat. Man merkt, dass auch ihr Denken vom System geprägt ist und sie erst allmählich lernt, alles, was man ihr von Kind auf beigebracht hat, in Frage zu stellen.

Allein um Liliths Geschichte zu verfolgen, lohnt sich die Lektüre schon auf jeden Fall. 
Von den anderen Charakteren ist mir jetzt keiner in bleibender Erinnerung geblieben (die Lektüre ist schon einige Wochen her). Doch es lohnt sich, mal über mehrere Wochen die Nachrichten zu schauen und die Berichte und Entwicklungen mti der im Buch beschriebenen Situation zu vergleichen.

Auch sehr spannend: Wie der Rest der Welt auf die Entwicklung in Deutschland reagiert. Hier will ich nicht zuviel verraten - nur soviel: Es dauert leider viel zu lange, bis andere nicht mehr nur zuschauen, sondern wirklich auch etwas tun.

So weit weg sind wir nicht - und die Geschichte spielt ja auch in nicht allzuweiter Ferne. Vielleicht denke ich in 40 Jahren nochmal an dieses Buch und ziehe Vergleiche...

Mein Fazit: Nordland ist ein absolut lohnenswertes Buch für Menschen, die sich ernsthaft mit unserer Zukunft beschäftigen und vielleicht durch solche Geschichten ein wenig "aufgerüttelt" werden - noch kann der Weg geändert werden.  Nordland bekommt auf jeden Fall 5 Sternchen von mir.

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dorlis avatar

Rezension zu "Nordland. Hamburg 2059 - Freiheit" von Gabriele Albers

Rezension zu "Nordland. Hamburg 2059 - Freiheit" von Gabriele Albers
dorlivor 3 Monaten

In ihrem dystopischen Roman „Nordland. Hamburg 2059 – Freiheit“ nimmt Gabriele Albers den Leser mit in eine Stadt, die ganz anders ist, als das Hamburg, das wir heute kennen. Die Autorin hat die heutige politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation einer drastischen Entwicklung unterworfen und katapultiert den Leser in eine Welt, in der eine skrupellose, gierige Minderheit das Zepter schwingt. In Sachen Technik wurden große Fortschritte gemacht, aber auf sozialer Ebene hat man den Rückwärtsgang eingelegt.

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft in Nordland nicht nur meilenweit auseinander, sie scheint in zwei Teile zerbrochen – die Birds haben alles, alle anderen haben nichts. Frauenrechte? Gibt’s nicht mehr. Über Jahrzehnte hart erkämpft, sind diese zumindest in den Reihen der reichen Birds wie weggewischt.

Die hochsensible Lillith gehört zu den Birds. Die Tochter des Senators und Nordland-Mitbegründers Davide Civetta träumt von einer selbstbestimmten Zukunft, doch ihr kaltherziger Vater sieht sie nur als Wertgegenstand und will sie in Kürze verheiraten. Lillith sucht einen Ausweg aus ihrer Misere und findet sich plötzlich inmitten einer Widerstandsgruppe wieder: den Omegas. Hier erfährt sie, wie es außerhalb des Kreises der Reichen und Mächtigen in Nordland wirklich aussieht: Armut, Unterdrückung und Elend soweit das Auge reicht. Lillith will Freiheit, für sich selbst und für die geschundene Bevölkerung Nordlands – in beiden Fällen ein Kampf gegen die sprichwörtlichen Windmühlen.

Auch in Nordlands Oberschicht läuft nicht alles in ruhigen Bahnen. In dem ursprünglich gleichberechtigten Team aus Senatoren gibt es einige, die heimlich ihr eigenes Süppchen kochen und damit das bestehende System ins Wanken bringen – eine Chance für den Widerstand? Oder der Untergang aller?

Gabriele Albers hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil und versteht es ganz ausgezeichnet, den Leser in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Schon nach wenigen Seiten war ich gefesselt von den Ereignissen und habe gespannt das Geschehen verfolgt. Die Autorin hat eine interessante Welt kreiert, alles ist sehr gut durchdacht und ausgeklügelt. Die Beschreibungen sind detailreich, die Schilderungen lebhaft und mitreißend. Die Handlung wirkt sehr authentisch und beschert einem eine Gänsehaut, wenn man auf Szenarien trifft, die denen ähneln, die in unserer Historie noch nicht allzu weit zurückliegen.

Trotz der Fülle an Figuren fällt es nicht schwer, den Überblick zu behalten, da alle Akteure mit Eigenarten und Besonderheiten ausgestattet sind und einen hohen Wiedererkennungswert haben. Besonders gut gefallen hat mir, dass Gabriele Albers eine Hauptprotagonistin ins Rennen schickt, die zwar couragiert handelt, aber nicht zur Superfrau mutiert. Lillith muss Fehlschläge hinnehmen und zudem akzeptieren, dass sie nicht jeden lieb gewonnenen Wegbegleiter retten kann.

Zahlreiche Überraschungen und Wendungen sorgen dafür, dass die Geschichte immer wieder neuen Schwung bekommt und die Sogwirkung bis zur letzten Seite nicht abreißt.
Das Buch endet mit einem Paukenschlag – ich habe absolut nicht mit diesem Twist gerechnet und bin jetzt mehr als neugierig, was im zweiten Band dieser fesselnden Dystopie alles auf Lillith & Co. zukommen wird.

„Nordland. Hamburg 2059 – Freiheit“ hat mich durchweg begeistert – absolute Leseempfehlung für alle, die gut und spannend unterhalten werden wollen und gleichzeitig einen Blick auf ein düsteres, aber äußerst realitätsnahes Zukunftsszenario unserer Gesellschaft werfen möchten.


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Gespräche aus der Community

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acabus_verlags avatar
Bist Du bereit für Nordland?

Selbstständig fahrende Autos, Kontaktlinsen, die das Handy oder den Computer völlig überflüssig machen, implantierte Chips — der gläserne Mensch wird Wirklichkeit. 

Liebe Buchmenschen, Überlebenskünstler und Scifi-Liebhaber,

ihr wollt mal wieder einen dystopischen Roman lesen, der in Deutschland spielt, Hand und Fuß hat und die Tradition großartiger Werke, wie „Die Tribute von Panem“; „Maze Runner“ oder „1984“ fortsetzt? Dann laden wir euch in Hamburgs düstere Zukunft  ein .

Im Jahr 2059 finden Hinrichtungen auf dem Rathausmarkt statt, die Köhlbrandbrücke ist nur noch eine Ruine, Neugraben schon längst Niemandsland. Die Hamburger Autorin Gabriele Albers entwirft mit ihrem Roman „Nordland. Hamburg 2059“ ein düsteres Sightseeing für die Zukunft ihrer Heimatstadt. Der reichen Oberschicht Nordlands ist alles zuzutrauen. Außer Gerechtigkeit. 

Als ein Mann aus dem heruntergekommenen Schanzenviertel für ein Verbrechen hingerichtet wird, das er nicht begangen hat, regt sich ein lang vergessener Widerstand. Lillith, die zu den reichen Birds gehört, sympathisiert mit den Rebellen. Sie ahnt, dass mehr hinter dem Aufstand steckt. Aber Nordland ist ein gefährlicher Ort für Frauen, die das bestehende System hinterfragen. Die Männer an der Spitze räumen jeden aus dem Weg, der das fragile Gleichgewicht des Landes bedroht.

Alles nur erdachte Zukunftsmusik? „Nordland“, ein Gebiet, das sich aus den nördlichen Bundesländern des ehemaligen Deutschlands zusammensetzt, ist keineswegs so weit von der Realität entfernt, wie man glauben mag. Diese Dystopie fußt nicht auf undefinierbaren Katastrophen oder einem nur am Rande erwähnten Weltkrieg, sondern lässt sich direkt aus heutigen Finanzkrisen, der Politikverdrossenheit und dem zunehmenden Egoismus der Gesellschaft ableiten. Gabriele Albers Roman zeigt die ganze Zerbrechlichkeit unserer demokratisch organisierten Welt.

Seid ihr bereit für Nordland?

Bewerbt euch als einer von 10 Testlesern für den dystopischen Roman bis zum 29. Mai 2018 *. Ihr könnt frei zwischen Printexemplaren und eBooks wählen. Welche Variante ihr bevorzugt, gebt ihr einfach bei eurer Bewerbung ab.
Die Autorin Gabriele Albers übernimmt, zusammen mit uns, die Moderation, steht gerne für Fragen zur Verfügung und reist gemeinsam mit euch in eine düstere Zukunft, in der allein das Recht des Stärkeren gilt.

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*Im Gewinnfall gehören eine zeitnahe Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie das Schreiben einer abschließenden Rezension selbstverständlich dazu. Falls Ihr dies nicht gewährleisten könnt, seht bitte von einer Bewerbung ab.

Mehr Informationen über die Autorin findet ihr hier: https://www.gabriele-albers.de/


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