HUMANOID

von Gabriele Behrend 
4,2 Sterne bei6 Bewertungen
HUMANOID
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Eine Sammlung von sehr anspruchsvollen Kurzgeschichten. Eher etwas zum Nachdenken als zur Unterhaltung.

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(Kurz-)Geschichten der anderen Art

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Inhaltsangabe zu "HUMANOID"

Wann sind wir menschlich? Wann funktionieren wir wie Maschinen? Und wie beeinflusst uns eine Zukunft, in der alles möglich scheint? In diesen Geschichten geht es um die Menschlichkeit, die unser Denken und Handeln bestimmt, eingepflanzt in nicht näher definierte, nicht allzu ferne Zukunftsszenarien. Es geht um Beziehungsmuster, um funkelnden Ruhm und das große Scheitern. Da wird ein Büroangestellter zum Pulverfass, ein Ehemann mit einem Androiden ruhiggestellt; da wird die Socialista zur Kraftquelle, da weiß einer nicht mehr ob Mensch, ob Maschine. Da planen Stellvertreter den großen Coup, tanzt einer um sein Leben, bangt eine um ihre Seele. Da malen sich Lügen aufs Textil, da stellt sich eine ihrer Vergangenheit. Da wird eine Gemeinschaft wieder belebt, da geht es um den großen Showact, wird Langeweile zur neuen Todesart.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783942533508
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:176 Seiten
Verlag:p.machinery
Erscheinungsdatum:01.02.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    StMoonlights avatar
    StMoonlightvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: (Kurz-)Geschichten der anderen Art
    Für Querdenker

    Hier handelt es sich um ein Buch mit Kurzgeschichten. Wer unter dem Genre SciFi jedoch nun an Raumschiffe und Aliens denkt, der liegt - in diesem Fall - falsch. Hier geht es eher um das Innere der Menschen (oder Wesen), um Nächstenliebe und Hass, um Leben und Tod. Mal gibt es einen Avatar, welcher als Double herhalten muss, mal ein Implantat, welches die Menschheit besser machen soll. Dann wieder Textilien, die einen dazu bringen immer die Wahrheit zu sagen oder Langeweile als Todesart. Jede der Geschichten ist anders, einzigartig. - So viel sei verraten: Oft sind die Enden ganz anders, als der Leser zu Beginn erwartet.

    Die meisten Geschichten haben mir sehr gut gefallen. So wirklich „umgehauen“ hat mich zwar keine, aber ich denke, hier muss der Leser sich von allem verabschieden, was er sonst so gelesen hat. Die Autorin hat hier Botschaften in die Geschichte gelegt, die allerdings nicht immer ganz offensichtlich sind.

    Kleines Manko dieses Buches ist allerdings die, viel zu kleine, Schrift. Es ist dadurch leider sehr anstrengend die Geschichten zu lesen.

    Gabriele Behrend schreibt Zukunftsgeschichten der anderen Art: Spannend, prägnant und aufrüttelnd.

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    rewarenis avatar
    rewarenivor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Zukunftsvisionen, die hoffentlich nie eintreffen werden.
    Mensch oder Maschine?

    Die Autorin Gabriele Behrend entführt den Leser in dem Buch ,,Humanoid´´ mit 12 SF- Geschichten in Zukunftsvisionen, die teilweise sehr heftig und beängstigend sind.

    Geschichten, in denen Implantate, die Aggressionen vermeiden und somit den Menschen kontrollierbar machen oder ein Avatar, der herhalten muss wenn der Ehemann

    seine vermeintliche Ehefrau brutal zusammen schlägt, zeigen schon, dass die Autorin ihrer Fantasie freien Lauf lässt.

    Originelle Story´s wie Textilien, die den Träger dazu zwingen stets die Wahrheit zu sagen oder dass Langeweile eine neue Art der Todesart ist, sind nicht nur berührend, sondern lassen auch durchblicken, dass Macht und Gewinn wichtiger sind, als ein Menschenleben.

    Gabriele Behrend verfügt über spezielle Gedankengänge, wo ich mir manchmal etwas schwergetan habe, den Inhalt bzw. die Botschaft, die dahinter steckt zu verstehen. Man findet bei ihr viele Wörter, die im alltäglichen Sprachgebrauch selten zu finden sind – Hermaphrodit, aquatisch, Traktate….

    Auch hat mir die kleine Schrift Probleme bereitet den Geschichten gut zu folgen.

    Vor jeder Story bekommt man einen weiteren Einblick in die künstlerischen Fähigkeiten der Autorin, da sie ein Bild, dem Inhalt angepasst, selbst dazu in fast schon Pop Art mäßiger Manier, gemalt hat.

    Vielfältige SF Geschichten die zum Nachdenken anregen, die Probleme wie Macht und Ruhm ansprechen, aber auch zeigen, dass Menschlichkeit und Empathie uns doch noch von Maschinen unterscheiden, führen den Leser in Zukunftsvisionen, die man hoffentlich nie miterleben muss. Spannende Storys, von denen einige sicher noch länger in Erinnerung bleiben werden.

     

     

     

     

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    M
    Mattdervor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Story
    Gute geschriebe Geschichten

    Science Fiction war für mich bisher gleichbedeutend mit Raumschiff Enterprise, Star Wars und Isaac Asimov. Nicht, dass ich Science Fiction ablehne. Ich habe mich bisher nur noch nicht damit beschäftigt. Bis ich an den interessanten Kurzgeschichten-Band Humanoid von Gabriele Behrend geraten bin. Die Autorin behandelt in ihren Geschichten die Fragen "Wann sind wir menschlich? Wann funktionieren wir wie Maschinen? Und wie beeinflusst uns eine Zukunft, in der alles möglich scheint?". Kurzum, es geht um das philosophische Thema "Menschlichkeit in der Zukunft".

    Die Zukunft, die hier skizziert wird, liegt gar nicht so weit weg. Ich habe in den Geschichten erschreckend viele Parallelen zu unserer heutigen Zeit gefunden, die mich sehr nachdenklich gestimmt haben.

    Hier ist ein kurzer Abriss über die einzelnen Geschichten:
    In "Feierabend" macht es sich die Gesellschaft zur Aufgabe, "Gemeingefährliche" ausfindig zu machen und deren Aggressionspotenzial unter Kontrolle zu bringen, bevor sie Unheil anrichten können.
    In "Puppenspieler" wird das Thema "Häusliche Gewalt in der Zukunft" behandelt.
    In Soft Skills, Hard Days wird auf eine besondere Art der Entspannung eingegangen.
    Im "Schreizimmer" wird meditiert.
    In "Schattenkabinett" geht es um Politik und der Gewährleistung ihrer Stabilität.
    "Improvisationen für S." behandelt eine besondere Kunstform.
    "Sunny" erinnert an einen Thriller mit einem menschlichen Versuchskaninchen.
    In einer weiteren Geschichte geht es um "Gefühlsecht"e Kleidung.
    "Lebendfleisch" entführt den Leser in ein Puppenhaus.
    "Jiddhais Nachbarn" zeigt auf, wie Nachbarschaft in der nahen Zukunft aussehen könnte.
    "Lichtgestalten" hat mich stark an eine Weiterentwicklung von "Germany's Next Topmodell" erinnert.
    In "Letzte Tag"e wird sich zu Tode gelangweilt.

    Die Geschichten sind sehr intensiv geschrieben. Insbesondere diejenigen, die aus der Ich-Perspektive erzählt werden, haben mich förmlich mitgerissen. Die Gefühle und Stimmungen, die hier vermittelt werden, übertragen sich auf den Leser, was teilweise sehr aufwühlend sein kann, aber immer ungeheuer spannend. Dazu trägt auch der metaphorische Sprachstil der Autorin Gabriele Behrend bei. Sie schafft es, Bilder im Kopf zu erwirken, die einen das Buch ungern aus der Hand legen lassen möchten.

    Gabriele Behrend ist auch eine sehr talentierte Illustratorin. Sie hat diesen Kurzgeschichtenband mit ihren eigenen Farbzeichnungen versehen. So findet sich zu Beginn jedes Kapitels eine Illustration, die den Leser eindrucksvoll auf den nachfolgenden Text einstimmt.

    Fazit:
    Ein spannendes und interessantes Buch mit Science Fiction-Geschichten, die eine Zukunft skizzieren, die gar nicht so weit weg erscheint.

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    A
    Andreas-Schvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Sammlung von sehr anspruchsvollen Kurzgeschichten. Eher etwas zum Nachdenken als zur Unterhaltung.
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    Gabriele_Behrend1s avatar
    Gabriele_Behrend1vor 7 Monaten
    AHAKAs avatar
    AHAKAvor 5 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Gabriele_Behrend1s avatar
    Wann sind wir menschlich? Wann funktionieren wir wie Maschinen? Und wie beeinflusst uns eine Zukunft, in der alles möglich scheint?

    Ich möchte Euch einladen, diese Fragen in den 12 Kurzgeschichten in dem vorliegenden Sammelband "HUMANOID SF-Geschichten" nachzugehen. Und ich freue mich auf neue Fragen, neue Antworten und generell Euer Feedback!
    A
    Letzter Beitrag von  Andreas-Schvor 4 Monaten
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