Gabriele Beyerlein Die Göttin im Stein

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Inhaltsangabe zu „Die Göttin im Stein“ von Gabriele Beyerlein

Nordeutschland im 3. Jahrtausend v. Chr.: Die Wolfskrieger der Söhne des Himmels überfallen das Dorf von Haibe und verbreiten Angst und Schrecken. Haibes Familie wird fast völlig ausgelöscht, ihre Tochter Naki aber entführt. Haibe macht sich auf die Suche nach ihrer Tochter, während diese in den Fängen von Lykos, dem Anführer der Wolfskrieger, ein Martyrium erlebt. Doch Nakis Kraft ist ungebrochen und beginnt Lykos' Ehefrau Moria in ihren Bann zu ziehen ... "Die Göttin im Stein" erzählt vom Untergang einer friedliebenden matriarchalischen Gesellschaft durch aggressive Eroberer, von den Wurzeln von Gewalt, Herrschaft und Unterdrückung - und zugleich von der Kraft der Frauen. Aus einer Rezension von Juliane Brumberg in "ab 40", 3/2000: „Dies ist ein Roman, nach dem Frauen sich sehnen, in dem sie versinken und der doch viel mehr bietet, als reine Unterhaltung und Entspannung. Hintergrund der Handlung sind die uralten Lebensgewohnheiten und kulturellen Bräuche der Jungsteinzeit, inhaltlich ist das Thema hochaktuell, widmet sich einer der großen ungelösten Menschheitsfragen: Wie können ursprünglich friedliche Menschen einem Teufelskreis aus brutaler Gewalt, Leid und Vernichtung entgehen, ohne ihrerseits gewalttätig, deformiert oder ausgelöscht zu werden? […] Ein lebendiges, mit vielen Gefühlen unterlegtes Bild jener alten Zeit. Die Dramatik des Geschehens reißt uns mit.“ (Zitiert mit freundlicher Genehmigung der Autorin) (Quelle:'E-Buch Text/03.09.2013')

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  • Rezension zu "Die Göttin im Stein" von Gabriele Beyerlein

    Die Göttin im Stein
    traumwald

    traumwald

    12. September 2011 um 16:04

    Dürre und eine große Hungersnot zieht übers Land, der See ist versiegt, der Brunnen leer. Das Volk ist verzweifelt. Als Haibe mit ihrer Tochter Naki und ihrem Mann Taku die Priesterinnen aufsuchen wollen, sind diese längst fort. Die Schülerin Lüre, die wie ein Schatten aus dem Nichts erscheint, verkündet unheilvolles. Es handelt sich um eine dunkle Macht, die nur durch die gebündelte Kraft des Volkes, der Göttin und der Ahnen zu besiegen ist. Haibes Auftrag: Vier Tage und drei Nächte soll Haibe im Großsteingrab ohne Wasser und ohne Essen in der finsteren Einsamkeit ihrer selbst überlassen sein. Nur wenn sie dem Tode nahe ist, so die Schülerin, würden die Toten sie erhören. Ist das die Strafe, die ihr gebürt? --- Haibe ist die Sippenmutter des "Alten Volkes im Westen". Während sie nebst dem Gerippe im Großsteingrab die Tage zählt, kreisen ihre Gedanken und das Geheimnis einer verbotenen Liebe wird gelüftet. Von der wirklichen Gefahr, die sich viele Meilen weiter östlich auf Geheiß des Königs und unter der Führung von Lykos dem Wofskrieger und seiner Gefolgschaft, der "Söhne des Himmels" (dem kriegerischen Reiterfolk) auftut, ahnt sie jedoch nichts. --- "Die Göttin im Stein" geht unter die Haut und ließ mich während des Lesens kaum aufatmen. Auch die eiskalte Brutalität der Wolfskrieger, sowie die Gefangenschaft von Naki hatten mich geradezu in eine Schockstarre versetzt. Am liebsten würde ich noch etwas zu den Geschwistern Moria und Cythia schreiben, doch das wäre zu viel des Guten. Das Schicksal jedes einzelnen Charakters hatte mich auf seine ganz eigene Weise fasziniert. Zu Beginn findet man glücklicherweise eine Auflistung aller wichtigen Personen, was das Lesen und Verstehen erheblich vereinfacht. Der stetige Wechsel innerhalb eines Kapitels, von einer zur anderen der vielen Hauptpersonen, findet lediglich über einen einfachen Absatz statt. Gedanken und Rückblicke in die Vergangenheit, erkennt man an der kursiven Schriftform. Die Sprache in Form der unterdrückenden Macht fesselte mich; sie machte mich wütend und ebenso nachdenklich. Das Bild, wie Nuki vor Lykos auf die Knie ging, wie sie zitterte, weinte und ihm die Hand küsste, hatte ich direkt vor meinen Augen. Am liebsten hätte ich sie retten wollen. Die "Poesie" ließ mich die Verzweiflung spüren - aber oft auch träumen. --- "Die Göttin im Stein" von Gabriele Beyerlein ist in der Zeit der Ur- oder Frühgeschichte angesiedelt. Die Autorin erzählt vom Untergang einer friedlichen, matriarchalischen Kultur in Alt-Europa und von der unterdrückenden patrichialischen Gesellschaft - der indoeuropäischen Kultur. Eine Geschichte von verbotener Liebe, Gewaltherrschaft, Unterdrückung, Vertreibung, Völkerwanderschaft, von Mythen unterschiedlicher Religionen. Das Ritual der "heiligen Hochzeit" hat mich kurzzeitig an "Die Nebel von Avalon" erinnert. In Beyerleins Geschichte geht es einmal um Personen des Alten Volkes im Westen, die des Alten Volkes im Osten und um die Söhne des Himmels. Leider sind die Namen der Volksstämme frei erfunden. Die Autorin bezieht sich auf den letzten Seiten unter anderem auf die These der Archäologin Marija Gimbutus und eines ihrer umfangreichsten und ebenso umstrittensten Werke. --- Fazit: "Die Göttin im Stein" löste in mir vielerlei Emotionen aus. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses historische Buch selbst die Leser des Fantasy Genres in ihren Bann ziehen könnte. --- 4 Sterne von 5 Sterne

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