Gabriele Breuer Die Seiltänzerin

(17)

Lovelybooks Bewertung

  • 14 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 11 Rezensionen
(4)
(2)
(8)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „Die Seiltänzerin“ von Gabriele Breuer

Die Pfalz um 1430: Die junge Seiltänzerin Alessandra zieht mit ihrer Gauklertruppe nach Bacharach. Unterwegs stößt sie durch Zufall auf einen verletzten Mann. Alessandra verliebt sich unsterblich in den fremden Ritter und pflegt ihn gesund. Doch hat ihre Liebe eine Zukunft? Der Ritter ist einer Adligen versprochen, und Alessandra gerät als Heilerin schon bald ins Visier der Inquisition…

Hätte nett sein können, wenn die Geschichte nicht so vorhersehbar und mit Sex überladen wäre.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Mir hat "Die Seiltänzerin" sehr gut gefallen, und ich kann desn Roman ruhigen Gewissens weiterempfehlen!

— Sternenstaubfee
Sternenstaubfee

Alles in allem ist „Die Seiltänzerin“ ein leicht zu lesender Historienroman, deren Geschichte zwar voraussehbar ist, aber die meiste Zeit doch gut unterhält.

— Bellexr
Bellexr

Stöbern in Historische Romane

Die Festung am Rhein

Bildgewaltig, spannend und gelungen verwebt mit Liebe, Intrige und Verrat. Dieser Roman überzeugt mit seiner Authentizitä̱t auf ganzer Linie

federdrache

Der Palast der Meere

Wieder ein unterhaltsamer und spannender Einblick in ein Stück englischer Geschichte! Ich liebe die Waringham Reihe ♥

Aleshanee

Der Ritter der Könige

Tolles Ende einer tollen Reihe. Spannend und ein Absoluter Lesegenuss!

A_Minou

Giganten

Eine spannende Reise in die Vergangenheit. Wunderbar kombiniert sind Fiktion und Tatsache.

rewareni

Der Gaukler und die Tänzerin

Schöner historischer Roman mit kleinen Schwächer, aber trotzdem wegen des flüssigen Schreibstils zu empfehlen.

Odenwaldwurm

Die Schwester des Tänzers

Interessanter Roman mit bildgewaltiger Sprache, aber einigen Längen, aber fantastischen Charakteren.

Azalee

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Familiengeheimnisse

    Die Seiltänzerin
    Nurija

    Nurija

    02. March 2014 um 12:41

    Die Pfalz um 1430: Die junge Seiltänzerin Alessandra zieht mit ihrer Gauklertruppe nach Bacharach. Unterwegs stößt sie durch Zufall auf einen verletzten Mann. Alessandra verliebt sich unsterblich in den fremden Ritter und pflegt ihn gesund. Doch hat ihre Liebe eine Zukunft? Der Ritter ist einer Adligen versprochen, und Alessandra gerät als Heilerin schon bald ins Visier der Inquisition. Aufgrund des Buchtitels hatte ich erwartet, dass das Leben innerhalb der Gauklertruppe näher beschrieben wird. Doch leider nimmt dieser Aspekt wenig Raum ein. Alessandras Begabung in diesem Bereich wird lediglich kurz angeschnitten. Ihre Einführung in die Heilkunde wirkt nicht überzeugend, da die wenigen Kenntnisse, die Sanchari an Alessandra weitergibt, sicher nicht ausreichend sind, um Heiltränke und Tinkturen herzustellen und richtig anzuwenden. Alessandra scheint auch keine Hauptfigur zu sein, die stolz auf ihre Herkunft ist. Ganz im Gegenteil habe ich den Eindruck gewonnen, dass es Alessandra sehr leicht fällt ihre Familie und ihren Glauben aufzugeben. Das Leben innerhalb der Burgmauern wirkt allerdings sehr lebendig, auch wenn man dabei auf altbewährte Intrigen und Bösewichte trifft. Auch wenn man von Anfang an ahnt, dass hinter der armen Seiltänzerin mehr steckt, tut dies der Spannung keinen Abbruch. Der Schreibstil der Autorin ist recht flüssig und angenehm lesbar. Man kann dem Geschehen mühelos folgen.

    Mehr
  • Das beste ist das Cover...

    Die Seiltänzerin
    joleta

    joleta

    25. February 2014 um 23:47

    Klappentext: Die Pfalz um 1430: Die junge Seiltänzerin Alessandra zieht mit ihrer Gauklertruppe nach Bacharach. Unterwegs stößt sie durch Zufall auf einen verletzten Mann. Alessandra verliebt sich unsterblich in den fremden Ritter und pflegt ihn gesund. Doch hat ihre Liebe eine Zukunft? Der Ritter ist einer Adligen versprochen, und Alessandra gerät als Heilerin schon bald ins Visier der Inquisition. Ich meine dazu: Ein unterhaltsames Buch. Nicht langweilig aber es konnte mich nicht wirklich fesseln, dabei beinhaltet dieses Buch eigentlich zwei Themen, über die ich in historischen Romanen gerne lese: Pest, Inquisition. Der Schreibstil ist flüssig, aber leider nicht immer logisch. So liest man zum Beispiel zum Teil in zwei bis drei Handlungssträngen, die nicht unbedingt parallel ablaufen oder aber plötzlich zeitlich einige Wochen vermissen lassen. Leider kommt man erst beim Weiterlesen dahinter, da das mit keinem Hinweis erwähnt wird, das ließ mich nicht so wirklich mit der Geschichte warm werden. Ich habe das Buch als Mängelexemplar irgendwo mitgenommen und war eigentlich sehr erfreut über die Kritiken, mit denen es bei Amazon weggekommen ist. Im Nachhinein bin ich eher erstaunt... Ich finde dieser Roman ist ein Buch, das man mal gelesen haben kann, aber sich auch nichts verpaßt, wenn man es nicht tut.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Seiltänzerin" von Gabriele Breuer

    Die Seiltänzerin
    mlay

    mlay

    18. December 2011 um 16:24

    Platte Story, vorhersehbare Geschichte

  • Rezension zu "Die Seiltänzerin" von Gabriele Breuer

    Die Seiltänzerin
    Ani

    Ani

    26. February 2011 um 17:52

    Im Frühjahr 1436 lagert eine Gruppe von Gauklern in der Nähe von Bacharach. Die junge und wunderschöne Alessandra ist Seiltänzerin. Sie ist im heiratsfähigen Alter und ihr Großvater denkt daran, sie mit dem attraktiven Frauenheld Sami zu verheiraten. Alessandra wehrt sich energisch dagegen und klagt ihrer großmütterlichen Freundin Sanchari ihr Leid. Sanchari ist die Wahrsagerin der Truppe und in der Heilkunde bewandert. Ihr Wissen über Heilpflanzen, und deren Verwendung, gibt sie an die interessierte Alessandra weiter. Aus diesem Grund sammeln die beiden im Wald Kräuter für einen Heiltrank. Dabei entdecken sie einen ohnmächtigen und schwer verletzten Ritter. Der Anblick des Ritters weckt Alessandras Sehnsucht nach einem anderen Leben. Denn insgeheim träumt die Seiltänzerin davon sesshaft zu sein und in einer Burg zu arbeiten und zu leben. Alessandra möchte dem fremden Mann unbedingt helfen. Doch Sanchari hat große Bedenken, denn in den Zeiten der Hexenverfolgung ist es nicht ratsam, Heilkünste außerhalb der Gauklertruppe anzuwenden. Da Alessandra nicht von ihrem Vorhaben abzubringen ist, gibt Sanchari schweren Herzens nach. Trotz aller Gefahren versuchen sie den Edelmann gesund zu pflegen. Dabei verliebt sich Alessandra in den Ritter. Sanchari rät ihr eindringlich, sich keine Hoffnungen auf eine gemeinsam Zukunft zu machen, doch Alessandra kann ihre Gefühle nicht verdrängen. Sie würde alles dafür tun in der Nähe des Geliebten zu leben. Als die Gauklertruppe des Mordes bezichtigt wird, beschließt Alessandra ihrem alten Leben den Rücken zu kehren und auf der naheliegenden Burg ihr Glück zu suchen..... Meine Meinung Schon die Lektüre des Klappentextes lässt vermuten, dass die angekündigte Liebesromanze der beiden Hauptprotagonisten den größten Teil der Handlung einnimmt. Fans von romantischen Verwicklungen, in denen unerschrockene Helden ihre Liebste aus den Klauen intriganter Bösewichte reißen, kommen hier voll auf ihre Kosten. Der historische Anteil dieses Romans steht eher im Hintergrund der unstandesgemäßen und scheinbar aussichtslosen Liebe der beiden. Dabei greift die Autorin auf gängige Klischees zurück, sodass es keine großen Überraschungen gibt. Leider wirkt die Handlung dabei stellenweise sehr konstruiert und unglaubwürdig. Aufgrund des Buchtitels hatte ich erwartet, dass das Leben innerhalb der Gauklertruppe näher beschrieben wird. Doch leider nimmt dieser Aspekt wenig Raum ein. Alessandras Begabung in diesem Bereich wird lediglich kurz angeschnitten. Ihre Einführung in die Heilkunde wirkt nicht überzeugend, da die wenigen Kenntnisse, die Sanchari an Alessandra weitergibt, sicher nicht ausreichend sind, um Heiltränke und Tinkturen herzustellen und richtig anzuwenden. Das Leben innerhalb der Burgmauern wirkt allerdings sehr lebendig, auch wenn man dabei auf altbewährte Intrigen und Bösewichte trifft. Der Schreibstil der Autorin ist recht flüssig und angenehm lesbar. Man kann dem Geschehen mühelos folgen. Aufgrund der Vorhersehbarkeit der Handlung wirkt die Erzählung jedoch nicht besonders fesselnd. Es fällt auch nicht immer leicht, sich mit der Hauptprotagonistin Alessandra zu identifizieren. Sie streift ihr altes Leben ganz spontan und ohne Bedauern ab und folgt dem Geliebten planlos in die Burg. Die Liebesgeschichte der beiden wirkt auf mich zu kitschig und übertrieben romantisch. Für meinen Geschmack gibt es zu viele Zufälle, die die Erzählung insgesamt unglaubwürdig machen. Leider konnte mich das Buch inhaltlich nicht überzeugen, da meine Erwartungen wohl zu hoch waren. Ich hatte eine ausführlichere Beschreibung der Gauklertruppe und eine anspruchsvollere historische Rahmenhandlung erwartet. Wenn man allerdings auf der Suche nach einer historischen Liebesgeschichte ist, dann wird man sicher bestens unterhalten. Im Vergleich mit anderen Genrevertretern vergebe ich deshalb leider nur zwei von fünf Bewertungssternen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Seiltänzerin" von Gabriele Breuer

    Die Seiltänzerin
    anyways

    anyways

    18. November 2010 um 15:01

    Seit sie denken kann, zieht die jetzt 18 jährige Alessandra mit ihrer Familie durch die Lande und tritt als Seiltänzerin auf Jahrmärkten auf. Ihr wertvollster Besitz ist ein Amulett das ihrer Mutter, die kurz nach ihrer Geburt verstarb, gehörte. Ihren Vater hat sie nie kennen gelernt. Aufgezogen haben sie ihr Großvater, den sie liebevoll Papo nennt, und die alte Wahrsagerin Sanchari. Diese bringt ihr viel über Kräuter- und Heilkunde bei. Alessandra liebt ihre Familie, träumt aber insgeheim von einem anderen Leben. Doch Papo hat sie schon Sami versprochen. Einen jungen Gaukler, den Alessandra weder lieben noch heiraten will. Ihre Sehnsucht nach einem anderen leben wird weiter geschürt, als sie im Wald einen ohnmächtigen und verletzten Ritter findet. Zusammen mit Sanchari, die sich anfangs sehr sträubt, pflegt sie ihn gesund. Das ist nicht ganz ungefährlich für die beiden Frauen, denn das fahrende Volk ist nicht gern gesehen und Kräuterkunst ist für die katholische Kirche Hexerei. Hals über Kopf verliebt sich die junge Frau in den Edelmann und träumt fortan von einer gemeinsamen Zukunft. Sanchari versucht mit aller Macht ihr das auszureden. Vergeblich. Als die Ereignisse sich überstürzen, Sanchari stirbt und die Gauklertruppe wird eines Mordes bezichtigt, flieht Alessandra rauf zur Burg des jungen Ritters, um sich als Magd zu verdingen. Wenn sie schon nicht mit dem Ritter Simon von Ravenstein zusammen leben kann, so möchte sie doch in seiner Nähe sein. Auf der Burg erwarten die bildhübsche Frau keine rosigen Zeiten, ihr Angebeteter soll sich mit einer Adligen verloben und die Kirche lässt Hexenprozesse und Verbrennungen auf der Burg abhalten. Auch die Pest macht vor den Toren der Stadt nicht halt. Gerät Alessandra durch ihr Wissen und die Anwendung der Kräuterkunst bals selbst ins Visier der Inquisitatoren? Gabriele Breuer erzählt uns ihre Version von „Aschenputtel“ in schönen, ausdruckstarken Bildern. Spannend und abstoßend zugleich fand ich ihre Darstellung der Inquisition und der Hexenverfolgung. Was heute weitgehend als Mobbing bezeichnet wird konnte damals weit tödlichere Folgen haben. Ein ganz dunkles Kapitel in der Geschichte der katholischen Kirche. Einfühlsam finde ich die zarten Beschreibungen der Annäherungen zwischen der Fahrenden und dem Adligen. Auch wenn man von Anfang an ahnt, dass hinter der armen Seiltänzerin mehr steckt, tut dies der Spannung keinen Abbruch. Die letzten Seiten halten den Leser dann auch dementsprechend gefangen, so dass ich das Buch nicht mehr aus der hand legen wollte. Fazit: Eine nicht ganz neue Geschichte aber großartig erzählt.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Seiltänzerin" von Gabriele Breuer

    Die Seiltänzerin
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    12. August 2010 um 16:22

    Alessandra zieht mit ihrer Gauklertruppe von Ort zu Ort. Sie tritt als Seiltänzerin auf Jahrmärkten auf und liebt diese Arbeit. Auf dem Seil in der Luft fühlt sie sich frei. Außerdem interessiert sie sich für Heilkräuter und läßt sich von der Wahrsagerin Sanchari in der Heilkunst unterrichten. Eines Tages beim Kräuter sammeln finden die beiden einen verletzten Mann im Wald. Es ist der junge Ritter Simon von Ravenstein. Sie pflegen ihn gesund, und Alessandra verliebt sich in den jungen Mann. Durch unglückliche Umstände geschieht es schließlich, daß Alessandra ihre Gauklertruppe verläßt und Simon auf seine Burg folgt. Dort wird sie dann der Hexerei beschuldigt und soll auf den Scheiterhaufen verbrannt werden... Ein richtig schöner Roman! Ich habe dieses Buch verschlungen und kann es wirklich jedem empfehlen, der gerne historische Romane liest. Ich konnte der Handlung richtig gut folgen; die Charaktere waren alle äußerst gut beschrieben; der Schreibstil schön flüssig; ein roter Faden spann sich durch das ganze Buch... Ich habe wirklich nichts zu meckern!

    Mehr
  • Rezension zu "Die Seiltänzerin" von Gabriele Breuer

    Die Seiltänzerin
    marreh

    marreh

    11. August 2010 um 15:18

    Gabriele Breuer: Die Seiltänzerin Die Pfalz im Jahre 1430: Die Seiltänzerin Alessandra ist mit ihrer Gauklergruppe auf dem Weg zum Dorffest nach Bacharach und stößt auf dem Weg dorthin im Wald auf den schwerverletzten Ritter Simon von Ravenstein. Sie rettet ihm mit Hilfe der Heilkunst ihrer besten Freundin Sanchari das Leben und verliebt sich in ihn und auch er sich in sie. Trotz des unüberwindlich erscheinenden Standesunterschiedes versucht sie in seiner Nähe zu sein, sucht sich eine Stelle als Magd auf der Burg. Am Ende, nach viel Leid und Kampf, findet sie doch noch ihr Glück. Es ist eine bewegende, einfühlsam erzählte Geschichte. Die Figuren sind gut herausgearbeitet. Der Leser wird in eine ganz andere, faszinierende Zeit zurückversetzt. Sowohl das Leben des fahrenden Volkes als auch das daran anschließende auf der Burg wird dem Leser sehr glaubhaft nahegebracht. Auch die Zeit der Pest und der Hexenverfolgung wird eindringlich erzählt. Allerdings ist die Geschichte insgesamt doch sehr vorausschaubar, wenig überraschend. Alessandras adelige Abstammung, als Beweis das Amulett ihrer verstorbenen Mutter, wirkt am Ende aufgesetzt, nur schwer nachvollziehbar. Auch ihre Befreiung aus dem Kerker und Simons Befreiung in letzter Sekunde vor dem Henker sind etwas des Guten zuviel. Dennoch ist es ein sehr kurzweiliger, leicht zu lesender Roman mit Happy End, den man sich gerne mal zur Entspannung zwischendurch gönnen kann.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Seiltänzerin" von Gabriele Breuer

    Die Seiltänzerin
    Stahlfixx

    Stahlfixx

    04. August 2010 um 15:40

    Über das Buch: Alessandra gehört zum "fahrenden Volk", sie lebt als Seiltänzerin zusammen mit ihrem Großvater bei ihrer Sippe, die sich durch diverse Schaustellereien das Geld zum Leben verdienen. Im Jahre 1431 schlagen sie vor Bacharach ihr Lager auf. Alessandra findet mit der kräuterkundigen Wahrsagerin Sanchari einen überfallenen und verletzten Ritter im Wald, sie versorgen und behandeln ihn heimlich, bis er von seinen Männern gefunden wird. Alessandra und der Ritter Simon von Ravenstein haben sich während ihrer Treffen ineinander verliebt. Doch das Schicksal hat ihnen andere Wege vorgegeben - Alessandra soll mit dem Schausteller Sami verheiratet werden und auch Simon kehrt zur Burg Stahleck zurück um dort seine zukünftige Verlobte Mathilde kennenzulernen. Alessandra beschließt, ihre Familiengemeinschaft zu verlassen und sich auf Burg Stahleck als Magd oder Dienstmädchen anzudienen. Dort bleiben ihr gutes Verhältnis zu Simon und ihre Fähigkeiten als kräuterkundige Heilerin nicht unbemerkt und so gerät sie ins Visier der Inquisition. Meine Meinung: Da ich mit wenig Erwartungen an das Buch heranging und nichts anderes als eine Liebesgeschichte mit historischem Hintergrund erwartet habe, wurde ich auch nicht enttäuscht, denn mehr ist es nicht, eine schöne Geschichte, die sich genauso entwickelt, wie man es als Leser(in) erwartet. Eine unstandesgemäße Liebe im Mittelalter, die trotz diverser Schwierigkeiten und Intrigen zu einem unvermeidlichen und märchenhaften Happy End führt. "Die Seiltänzerin" ist der erste Roman von Gabriele Breuer und er ist meinem Empfinden nach nicht besser oder schlechter, als ähnlich gelagerte Liebesromane, die mit austauschbaren Protagonisten vor austauschbaren historischen Hintergründen spielen. Für ein Erstlingswerk gut und schnell lesbar aber auch nicht zu belanglos, ein typisches Frauenbuch, für´s Herz (...solche Roman lese ich seltener als Krimis oder Thriller, deswegen stören mich hier wahrscheinlich die häufig verwendeten und stereotypen Ansätze auch nicht allzusehr, da sie mir nicht zu oft begegnen...). Der Buchtitel und auch der Klappentext täuschen etwas, denn eigentlich hätte ich mehr Informationen über das "fahrende Volk" erwartet, mehr über die Geschichte und das Leben der "Zigeuner", wo sie herkommen, wie sie reisen, ihre Kunststücke und auch über ihren Glauben. Da bleibt das Buch leider sehr oberflächlich. Das Leben auf der Burg wird etwas ausführlicher und auch bildhafter beschrieben, doch leider für meinen Geschmack auch noch etwas zu trivial und es hatte eigentlich nichts mir bisher unbekanntes zu bieten (...ich mag das Mittelalter, bin geschichtlich auch nicht ganz unbewandert und lerne gerne neue und unbekannte Facetten kennen...), aber ich glaube das ist von mir evtl. auch etwas zu hoch gegriffen, denn primär stehen nun einmal hier die Liebe und die dazugehörigen Irrungen und Wirrungen im Vordergrund. Die Sprache ist einfach gehalten, wobei mich der Ausdruck nicht überzeugen konnte, der mutete mir etwas zu modern an, ich bevorzuge bei einem historischen Roman eine authentischere Wortwahl (z.B. hat man damals sicher nicht von "Erbrechen" gesprochen sondern eher von "Speien").  Auch sind mir sehr viele Wiederholungen aufgefallen (...es roch zum Beispiel sehr oft nach Urin und Schweiss...), da hätte ich mir etwas mehr Phantasie gewünscht, den Schmutz und die üblen Gerüche, die zur Zeit des finsteren Mittelalters vorherrschten hätte man auch anders umschreiben können, um die mittelalterliche Welt bildlich (und geruchlich) für den den Leser zum Leben zu erwecken, so wirken die Beschreibungen bei der x-ten Wiederholung auf mich nicht mehr überzeugend und verleiten zum Querlesen. Die Figuren sind nett angelegt und entsprechen wohl den gängigen Klischees des Genres, die Guten sind so gut und rein, dass es schon fast schmerzt und die Bösen sind das ganze Gegenteil - nur hinterhältig, mißgünstig und häßlich. Alles sehr schwarz/weiß mit nur wenigen Grautönen oder Facetten. Ebenso die Story, nett zu lesen, aber doch sehr vorhersehbar und das Ende ist nicht ausgereift, es scheint so, dass die Handlung irgendwie zu Ende gebracht werden musste - das ist weder stimmig noch besonders glaubwürdig gelungen - den Schluss halte ich mit Abstand für den schwächsten Teil des Buches. Es mag sich zwar etwas kleinlich anhören, aber wenn schon Bezug auf geschichtliche Fakten genommen wird, lege ich Wert darauf, dass sie auch gut recherchiert und richtig sind - so wird z.B. ein Papst Martin erwähnt (der einzig in Frage kommende Papst, "Martin V", ist aber schon Anfang 1431 verstorben). Da verzichte ich lieber auf den aktiven Bezug zu (real-) geschichtlichen Daten und komme mir dafür nicht ein wenig für "dumm verkauft" vor. Mein Fazit: Für Liebhaberinnen des Genres sicherlich ein lesenswerter Roman, wer außer einer Liebesgeschichte aber auch fundiertes Hintergrundwissen oder eine ausführliche Beschreibung des Lebens der Schausteller im Mittelalter erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht sein.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Seiltänzerin" von Gabriele Breuer

    Die Seiltänzerin
    urmeli

    urmeli

    31. July 2010 um 17:06

    Alessandra lebt mit ihrem Großvater Silvio beim "Fahrenden Volk". Sie ziehen von Ort zu Ort und führen Kunststücke auf oder sagen die Zukunft voraus. Alessandra ist Seiltänzerin, nur auf dem Seil fühlt sie sich frei, es ist wie fliegen. Silvio ist nicht mehr der Jüngste und krank, so macht er sich Gedanken um Alessandras Zukunft. Sami ist Messerwerfer und da er auch einen Bären besitzt ist er für die Zigeuner ein reicher Mann, der ideale Mann für Alessandra. Nur das die Verführungskünste Samis bei Alessandra nicht wirken, erst recht nicht, nachdem sie einen verletzen jungen Mann im Wald verarztet hat. Dieser junge Mann geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Dieser junge Mann, Simon von Ravenstein, ist auf dem Weg zur Burg Stahleck. Dort soll er zum Ritter geschlagen werden und die Adelige Mathilde heiraten. Eine arrangierte, politische Ehe um die Ländereien zu vermehren. Doch Simon denkt nur noch eine seine Retterin und auch Mathilde liebt einen anderen, den Erzbischof. Beide stehen jedoch unter dem politischen Zwang zu heiraten. Nachdem im Lager der Gaukler ein Mord an einem Staatsbüttel geschieht, verlässt Alessandra ihr Volk und bekommt eine Arbeit als Magd auf der Burg Stahleck. Das Alessandra Simon den Kopf verdreht, gefällt Mathilde überhaupt nicht. Die Handlung spielt um das Jahr 1430, die Zeit der Hexenverfolgungen beginnt. Da Alessandra sich mit Kräuter auskennt, einen schwierigen Bruch heilt und die Pest auf der Burg ausbricht, ist es ein leichtes für Mathilde, Alessandra als Hexe anzuzeigen. Es folgen noch einige Irrungen und Wirrungen, bevor das Liebespaar sein Glück finden kann. Ein historischer Roman, der die Zeit der Hexenverfolgung beschreibt, der Mittelpunkt des Buches ist allerdings die Liebesgeschichte zwischen zwei aus sehr unterschiedlichen Schichten kommende junge Menschen. Die Liebe aller Paare sind in dem Buch sehr warmherzig und auch erotisch beschrieben worden, die peinlichen Befragungen der Hexen sind erschüttert und werfen ein - geschichtlich korrektes - schlechtes Bild auf die Geistlichkeit. Der historische Hintergrund ist nur der Aufhänger für die Liebesgeschichte. Der Roman gehört sicherlich nicht zu den literarischen Meisterwerken, dennoch habe ich ihn verschlungen und fieberte dem Happy End entgegen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Seiltänzerin" von Gabriele Breuer

    Die Seiltänzerin
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    25. July 2010 um 11:09

    "Die Seiltänzerin" , ein Debütroman der Autorin Gabriele Breuer, ist ein unterhaltsamer, manchmal wirklich spannender und leicht zu lesender Roman. Das Richtige für heisse Sommertage, man muss nicht viel nachdenken, sondern kann den Roman leicht runterlesen und kommt schnell voran. Gewöhnlich lese ich lieber anspruchsvollere Kost, habe es hier aber genossen, doch mal "was anderes" zwischendurch lesen zu können. Die Beschreibungen der Hexenverfolgungen gaben dem Roman einen blutigen, kriminalistischen Touch, so dass es für mich nicht in ein saichtes Liebesblabla abrutschte. Zum Inhalt: Ein junges Mädchen einer Gauklertruppe findet beim Kräutersuchen im Wald zusammen mit der Wahrsagerin der Gauklertruppe einen verletzten Ritter. Das junge Mädchen, welches eigentlich mit einem Gaukler verheiratet werden soll, verliebt sich in diesen hübschen, toll gekleideten, smarten Ritter, der so verletzt und hilflos ist. Entgegen der Warnung der Wahrsagerin will sie ihn nicht dem Schicksal überlassen, sondern möchte ihn gesund pflegen. Als ihr Verlobter von ihrer Tat erfährt, sie verrät und anschliessend auch noch versucht, sie gewaltsam an sich zu binden, flüchtet sie aus der Truppe der Gaukler und versucht auf der nächsten Burg Unterkunft zu finden, denn da vermutet sie den Aufenthalt des Ritters, den sie gepflegt hatte. Dieser war von seinen Leuten gesucht und im Wald gefunden worden. Was sie auf der Burg durchstehen muss, wie sie als Kräuterkundige als Hexe angezeigt und verurteilt wird und welchen Ausgang die Liebesgeschichte nimmt, ist Inhalt des sehr flüssig geschriebenen Buches. Ein bischen märchenhaftes Ende: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Seiltänzerin" von Gabriele Breuer

    Die Seiltänzerin
    Bellexr

    Bellexr

    20. July 2010 um 09:30

    Herrin der Lüfte . Im Frühjahr 1436. Am Rheinufer, kurz vor Bacharach, hat eine Schaustellertruppe halt gemacht. Ihr gehört auch die 18-jährige Waise Alessandra an, die ihrer Leidenschaft des Seiltanzes nachgeht. Ihr Leben könnte glücklich sein, müsste sie nicht Sami heiraten. Verzweifelt schüttet sie ihrer mütterlichen Freundin Sanchari ihr Herz aus. Um sie abzulenken, nimmt die Heilkundlerin sie mit in den Wald. Beim Pflanzen sammeln finden sie den verletzten Simon von Ravenstein, der auf dem Weg zur Burg Stahleck von Wegelagerern überfallen wurde. Fürsorglich pflegt Alessandra ihn im Wald gesund und verliebt sich in ihn. Alessandra wünscht sich bald nichts mehr als ihr Schaustellerleben zu beenden und auf der Burg zu leben. Dieser Wunsch erfüllt sich schon bald durch einen Zufall für sie. Doch obwohl sie nun in der Nähe von Simon lebt und ihn regelmäßig sehen kann, ist das Glück ihr nicht hold. Denn sie hat Neider auf der Burg, die die momentane Hysterie um die Hexenverfolgung geschickt für sich auszunutzen verstehen. . Schon auf wenigen Seiten gelingt es Gabriele Breuer mühelos, ihrer Leserschar ein Bild der Pfalz zur damaligen Zeit zu zeichnen. Sehr unterhaltsam beschrieben gewährt sie einem Einblick in das Burgleben des 15. Jahrhunderts, man erfährt ein wenig über das Leben der Gaukler und auch die Kräuterkunde kommt nicht zu kurz. Auf das Thema Inquisition geht die Autorin genauer ein und schildert sehr anschaulich, wie leicht Frauen damals in Verruf geraten und als Hexe angeklagt und verbrannt werden konnten. Selbst die politischen Verwicklungen des 15. Jahrhunderts in der Pfalz bleiben nicht unerwähnt und so ist der Roman vom Hintergrundwissen zur damaligen Zeit her gesehen absolut rund. . Auch wenn die Geschichte von Alessandra schon nach kurzer Zeit vorhersehbar ist, beschreibt die Autorin den Weg dorthin recht unterhaltsam und farbenfroh. So gibt es natürlich den gutaussehenden, edelmutigen Ritter, der sich augenblicklich in die Protagonistin verliebt. Und auch die bösen Gegenspielerinnen, die Alessandra unbedingt aus dem Weg räumen wollen, um zum Einen ein Geheimnis um Alessandras Herkunft zu verdecken wie auch sie als mögliche Nebenbuhlerin zu vertreiben, dürfen natürlich nicht fehlen. Allerdings war das Ende dann doch etwas zu plötzlich und wirkt in meinen Augen doch ein wenig konstruiert. . Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, ist die Entwicklung des Charakters von Alessandra. Anfangs hat man das Gefühl, hier über eine dickköpfige junge Frau zu lesen, die selbstsicher ihren Weg geht. Doch der anfangs frische und lebhafte Schreibstil wird zur Mitte hin doch stellenweise schon ziemlich gefühlsduselig, ja fast schon kitschig. Besonders bei den Szenen, wenn Alessandra und Simon aufeinandertreffen. Da ist von Alessandras anfänglichem Dickkopf und Selbstbewusstsein nichts mehr zu spüren und sie wirkt stellenweise nur noch verhuscht und vor lauter Verliebt sein fehlen ihr oft die Worte. Hier hätte ich mir doch etwas mehr Temperament in den Dialogen gewünscht. . Alles in allem ist „Die Seiltänzerin“ ein leicht zu lesender Historienroman, deren Geschichte zwar voraussehbar ist, aber die meiste Zeit doch gut unterhält.

    Mehr