Gabriele Breuer , Gabi Breuer Mit Tante Otti auf der Insel

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Inhaltsangabe zu „Mit Tante Otti auf der Insel“ von Gabriele Breuer

Deos einräumen. Doppelschichten. Jule hasst ihren langweiligen Job im Drogeriemarkt. Aber Moment, warum hat ihre Stammkundin Tränen in den Augen und will die Sonnenmilch umtauschen? Ottilie Bär, die von ihrer Reisebegleitung sitzen gelassen wurde, kann ihr Glück kaum fassen: Die nette junge Drogerie-Verkäuferin springt ein und fliegt mit ihr nach Gran Canaria! Was die beiden nicht ahnen: Als Urlaubspartner passen sie zueinander wie Sand und Sonnenbrand, wie Volksmusik und Technodisco. Dennoch ist die Reise der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Humorvoll wird die Geschichte einer jungen und einer alten Dame erzählt und nicht zuletzt ihre Abenteuer, die sie gemeinsam erleben!

— isipisi
isipisi

Lustig, traurig, nachdenklich - alles dabei - ein tolles Buch

— gaby2707
gaby2707

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— Michelangelo
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  • Ein Urlaub der anderen Art

    Mit Tante Otti auf der Insel
    kessi

    kessi

    07. September 2016 um 20:48

    Auf dieses Buch hatte ich mich gefreut. denn ich war schon gespannt wie man seinen Urlaub mit einer wild fremden Frau verbringen wird. Otti wollte ursprünglich mit ihrer Freundin nach Gran Canaria. Aber nun ist es passiert und die Freundin will nicht mit. Wie ein besonderer Zufall, lernt Otti in einer Drogerie die Verkäuferin Jule kennen. Otii heult sich im wahrsten Sinne des Wortes bei der fremden Verkäuferin aus. Während dessen kommt Otti eine absurde Idee. Wie aus dem Nichts fragt sie Jule ob diese sie nicht begleiten möchte und prompt sagt Jule zu. Wie es nicht anders sein kann, wenn man sich nicht kennt, haben beide unterschiedliche Ansichten und Interessen. Da bleibt es nicht aus, dass man vielleicht bereut zu schnell zugesagt zu haben. Auf einmal ist Otti jedoch verschwunden und Jule gehen Empfindungen durch den Kopf, dass sie sich kümmern muss und es nicht so abtun kann. Durch den Unterschied des Alters ist es klar, nicht gleich überein zu kommen. Aber es kann sich auch etwas entwickeln, wie ein kleiner Samen der gegossen werden muss. So kommt es doch zu einer zarten Freundschaft zwischen den beiden als sie schon zu Hause sind. denn Jule kümmert sich weiterhin um Otti und die Freundschaft wächst. Jule verliebt sich auch noch promt in den Nachbarn von Otti, was gut in diese Geschichte passt. So hat man einiges beisammen. Mit knapp viehundert Seiten ist es doch relativ schnell gelesen. Der Schreibstil ist flüssig und hat mich oft zum schmunzeln gebracht. Für mich zur Aufheiterung eine gelungene Story. Auch regt sie ein wenig zum nachdenken an, denn wie viele ältere Menschen gibt es wohl die sich eine Freundin wünschen, da sie ein wenig einsam sind. Ich bin begeister vom Buch gewesen und ein wenig schade fand ich es, dass es dann doch schon zu Ende war. 

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  • Ein scheinbar unschlagbares Couple

    Mit Tante Otti auf der Insel
    AKRD

    AKRD

    28. December 2015 um 13:44

    Die junge Jule arbeitet viel zuviel im Supermarkt, bis sie weiß, wie es mit ihr weitergehen soll studientechnisch, als Frau Bär aufgelöst die Sonnenmilch zurückgeben will, weil ihre Freundin Hildchen und sie sich verkracht haben und sie nun nicht mehr mit ihr auf die Kanaren fliegen will. Hildchen putzt dann immer übermäßig viel und wird als Mitbewohnerin schier unerträglich. Als Jule ihr erzählt, dass ihr Chef Herr Polanski sie ganz schön schindet, beschließt Frau Bär, dass sie nun doch in den Urlaub fährt: mit Jule !! Herrlich, ich konnte mir Frau Bär richtig gut vorstellen, so authentisch ist sie beschrieben. Wie nett, dass sie der überarbeiteten Jule so eine Gelegenheit bietet, die diese auch gern ergreift. Das „Insel-Hopping“ der Beiden Damen war herrlich zu lesen und wirklich witzig stellenweise - leider nicht durchgängig. Zwei so starke Charaktere, die nicht unterschiedlicher sein könnten und die am Ende dann doch eine Freundschaft der besonderen Art verbindet. Das Buch war ein eher kurzweiliges Vergnügen und wird Freunden der tiefen literarischen Kultur wieder nur ein Stöhnen hervorlocken, aber wenn man es einzig als Unterhaltungsroman sieht – und ich denke, so ist er gedacht – dann macht er seine Sache schon durchaus gut, dieser Roman und verdient sich damit bei mir volle vier Sternchen.

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  • kurzweilig und witzig

    Mit Tante Otti auf der Insel
    katze102

    katze102

    09. November 2014 um 19:18

    Jule, die in einem Drogeriemarkt arbeitet und dauernd Überstunden machen muß, ärgert sich zunächst über die  Kundin Frau Bär, als diese eine Sonnenmilch umtauschen will. Frau Bär, die ursprünglich mit ihrer Freundin Hildchen auf die Kanaren reisen wollte, hat sich mit Hildchen zerstritten. Statt die Reise zu stornieren läd sie Jule ein mit ihr zu verreisen. Ganz resolut klärt sie mit Jules Chef, dass Jule ihren Urlaub spontan nehmen kann...   Die beiden sind ganz unterschiedlich und Jule fühlt sich häufig peinlich berührt. "Tante Otti" ist viel übermütiger und impulsiver als Jule selber, hat in vielem aber auch weitaus mehr Erfahrungen einzubringen. Jule selber empfindet den gemeinsamen Urlaub zu Beginn eher als ein Zusammentreffen von Frau Peinlich und Frau Oberpeinlich.; doch jemehr Problemchen oder Peinlichkeiten zusammen ausgestanden sind, umso mehr schweißt es die Beiden eigentlich zusammen; so daß sie auch nach dem Urlaub weiter regen Kontakt halten und sich um einander kümmern...   Mir hat die Geschichte gut gefallen; erzählt wird von einer genaerationsübergreifenden Freundschaft, in der jeder vom anderen lernen und dem anderen mit seinen eigenen Erfahrungen helfen kann... sehr kurzweilig, locker und witzig erzählt.

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  • Alt werden ist nichts für Feiglinge

    Mit Tante Otti auf der Insel
    gaby2707

    gaby2707

    30. April 2014 um 10:24

    "Mit Tante Otti auf der Insel" das klingt in meinen Ohren nach einem spaßigen Urlaubsroman. Aber ganz so einfach ist das Buch von Gabriele Breuer nicht gestrickt. Es gibt auch immer wieder Augenblicke des Nachdenkens. Aber worum geht es: Jule Winkler ist mit ihrem Job in einem Drogeriemarkt absolut unzufrieden. Als eine Stammkundin ihr anbietet, mit ihr in Urlaub zu fahren, denkt sie kurz nach, denn Frau Bär ist ja schon nahe an den 70ern. Aber dann stimmt sie zu und es entwickelt sich im Laufe des Romanes eine wunderbare Freundschaft, die auch mal stürmisch wird. Gabriele Breuer schafft es mit ihrem Roman mich mit dem Älterwerden zu befassen und mit all den kleinen Mühen und Gebrechen, die diese Zeit mit sich bringen kann. Bei Jules Bedenken gegen die Zusammenarbeit mit Frau Bär wird sie von ihrer Freundin Kathi unterstützt, die als Pflegekraft in einem Seniorenwohnheim arbeitet. Auch dass die gleichgeschlechtliche Liebe älterer Menschen in unserer Zeit wohl noch nicht überall akzeptiert ist, wird in diesem Buch kurz behandelt. Die wenigen handelnden Personen sind so feinfühlig beschrieben, dass ich glaube, sie zu kennen und habe sie auch gleich lieb gewonnen. Ob es Ottilie Bärs kratzbürstige Freundin Hildchen ist oder der wie aus einem Modekatalog beschriebene Marc - alle haben ihre kleinen Fehler und Eigenarten und kommen sehr liebevoll rüber. Sätze von Tante Otti wie "Wenn ich dabei sterbe, verzeihe ich Dir das nie" sind es, die diesen Roman so besonders machen. Und den Satz, den ich als Überschrift gewählt habe, trägt meine Mum schon seit fast 20 Jahren mit sich rum. Mir haben auch die wenigen Beschreibungen von Gran Canaria und Garmisch-Partenkirchen sehr gut gefallen. Die Partnach-Klamm kenne ich von mehreren Wanderungen auch sehr gut und kann Tante Ottis Angst ganz und gar nachvollziehen. Insgesamt habe ich einen Roman gelesen, der mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat, der mich andererseits an manchen Stellen nachdenklich werden ließ. Er bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung!

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  • Ein Urlaub, eine ungewöhnliche Freundschaft und Schmetterlinge im Bauch...

    Mit Tante Otti auf der Insel
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    14. April 2014 um 13:12

    Ein Buch, das meinem Geschmack entsprechen könnte, dachte ich, als ich das Buch erstmals sah. Ich vermutete dahinter ein Buch, ähnlich dem von Dora Heldts URLAUB MIT PAPA oder Ulrike Herwigs MARTHA IM GEPÄCK - zumindest ließ der Buchtitel dies vermuten. Und da ich Dora Heldts „Papa Heinz“ ja so sehr liebe (ich muss es schließlich nicht mit ihm aushalten), war ich schon sehr gespannt, ob dieses Buch hier mithalten kann. Das Cover: Auf dem Cover sieht man eine typische Strandszene: Zwei Damen sonnen sich am Strand auf ihren Liegestühlen – eine jüngere Dame, bekleidet mit einem blauen Bikini und eine ältere mit langen, grauen Haaren und einem kurzen lilafarbenen Kleid und einem breitkrempigen Sonnenhut. Das Titelbild wirkt vom Stil her etwas wie ein Aquarell. Doch eines stört mich dennoch: Tante Otti wirkt mir nicht zierlich genug, Jule erweckt bei mir den Anschein, als wäre sie die Tochter der alten Dame, wirkt auf mich eher wie eine Frau um die Vierzig. Mir fehlt hier leider einfach etwas der Elan. Der Buchtitel selbst ist zwar aussagekräftig, aber fast etwas bieder und etwas „unglücklich gewählt“, ich hätte mir da einen etwas witzigeren Titel gewünscht. Dennoch: Letztendlich zählt vor allem das, was IM Buch steht. Sehr gut gefallen hat mir hingegen die Buchbeschreibung auf der Rückseite, denn sie weckt die Neugierde, ohne jedoch zuviel zu verraten. Die Handlung: Jule Winkler ist zwanzig Jahre alt und beruflich sehr ausgelastet. Sie schiebt Doppelschichten in einem Drogeriemarkt, um ihr Studium zu finanzieren. Doch auch Frau Bär hat Sorgen: Freundin Hildchen und sie haben sich verkracht und nun droht der Urlaub auf den Kanaren ins Wasser zu fallen. Doch da hat die alte Dame eine Idee: Sie möchte mit Jule, die sich keinen Urlaub leisten kann, in den Urlaub fliegen! Doch Jule bezweifelt, dass ihr Chef ihr Urlaub gibt, doch Ottilie, so heißt Frau Bär, gelingt das scheinbar Unmögliche – Jule bekommt frei und einem gemeinsamen Urlaub steht nun nichts mehr im Wege. Hildchen, die putzwütige Mitbewohnerin und Freundin von Ottilie Bär, die eigentlich mit nach Gran Canaria fliegen sollte, bleibt stur: Sie hat keine Lust auf die Urlaubsinsel, sondern würde lieber in die Berge fahren. Und so brechen Jule und Ottilie zu zweit auf, um einen gemeinsamen Urlaub zu genießen – Hildchen ist sauer, dass Ottilie sie einfach ersetzt hat und zieht ihre Konsequenzen. Doch der Urlaub mit Ottilie verläuft nicht immer ganz problemlos und manchmal verzweifelt Jule, die sich so sehr nach Erholung gesehnt hatte, an „Tante Ottis“ Schusseligkeit, ihrer Vergesslichkeit und Ottis Verhalten, das die junge Frau oft sehr peinlich findet. Und doch ist der Urlaub der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die so manche Klippe umschiffen muss... Meine Meinung: Eine Begegnung mit Folgen – Otti will ihren Urlaub auf ihrer Lieblingsinsel verbringen, hat jedoch keine Reisebegleitung. Jule würde gerne entspannen, kann sich allerdings keinen Urlaub leisten. Das Schicksal führt die beiden Frauen zusammen, doch kann man mit jemanden, den man nur flüchtig kennt, gleich einen Urlaub verbringen? Jule ist eine 20jährige Studentin und immer knapp bei Kasse. Ihren Job im Drogeriemarkt hasst sie, denn ihr Chef behandelt sie nicht besonders freundlich. Der Filialleiter Polanski, das „graue Krümelmonster“, wie Jule ihn in Gedanken stets nennt, ist ein wahrer Sklaventreiber. Eine kostenlose Reise, als Gegenleistung nur die Gesellschafterin für Otti sein? Das klingt verlockend für Jule, die sich einen Urlaub auf Gran Canaria nie und nimmer leisten könnte. Jules Freundin Kathi ist jedenfalls von den Reiseplänen von Jule und Ottilie alles andere als begeistert. Und so hat Kathi ihr gleich abgeraten, mit einer alten Dame in den Urlaub zu fliegen, sie selbst hat nämlich berufliche Erfahrung mit älteren Personen, denn sie arbeitet in der Altenpflege und kennt die Eigenarten und Gebrechen der älteren Leute. Aber auch Hildchen, Ottilies Mitbewohnerin, ist strikt gegen die Reise – das kann doch nicht gut gehen – eine junge und eine alte Frau auf einer gemeinsamen Reise! In diesem Punkt sind sich die beiden Freundinnen der reiselustigen Jule und „Tante Otti“ einig. Ottilie „Tante Otti“ ist siebzig Jahre alt und erbte einst eine Schokoladenfabrik, die allerdings längst verkauft ist. Ottilie ist klein und zierlich und mitunter ist sie auch ganz schön peinlich, wie Jule findet. Zudem ist Otti ganz schön vergesslich, weshalb Jule ihre Reise beinahe gar nicht erst antreten kann, denn Tante Otti hat schlichtweg vergessen, dass sie Jule versprochen hatte, sie mit zum Flughafen zu nehmen. Und diese Vergesslichkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch – mal ist es die nicht auffindbare Geldbörse, mal eine Mitteilung an Jule, die Otti vergessen hat. Und so keimt langsam der Verdacht auf, dass Otti an einer Demenz leiden könnte. Otti ist verzweifelt und muss Gewissheit haben, fürchtet sich jedoch vor der Diagnose. Hildchen ist ein Sturkopf und das in vielerlei Hinsicht. Längst hat sie das Rentenalter erreicht und könnte sich zur Ruhe setzen, doch stattdessen arbeitet sie weiterhin als Verkäuferin in der eigenen Metzgerei. Dass sie nun zwei Jahre hintereinander an den Strand soll, statt Wanderungen in den Bergen zu machen, sieht sie gar nicht ein. Und so weigert sie sich, ihre Freundin Otti auf die Insel zu begleiten. Überhaupt ist Hildchen der krasse Gegensatz zu Freundin Ottilie: Sie raucht Zigarren (sehr zum Leidwesen der Freundin), wirkt burschikos, hat nicht die besten Manieren und eine derbe Art an sich – an ihr ist ein echter Kerl verloren gegangen. Während Ottilies Herz für die Welt des Schlagers schlägt, findet Hildchen diese Art der Musik einfach nur grauenhaft und hört daher nur ihre geliebte Volksmusik – sehr zum Leidwesen von Ottilie und Jule. Weder Jule fand diese Frau sympathisch, noch ich. Dennoch liegt Ottilie sehr viel an der Freundschaft, die die beiden bereits seit Schulzeiten verbindet. Karl-Heinz ist Ottilies Sohn. Er ist Politiker und ein richtiger Spießer, der jahrelang keinen Kontakt zu seiner Mutter pflegte, konnte er ihr doch nie verzeihen, dass sie einst seinen Vater und ihn verlassen hatte. Ihren kleinen Enkel kennt Ottilie nicht persönlich – dass sie einen Enkel hat, erfuhr sie lediglich aus der Presse. Ständig steht der Vorwurf von Karl-Heinz im Raume, was Ottilie ihm „angetan“ hätte, könne er ihr nie verzeihen. Es ist vielleicht auch das gemeinsame Schicksal, das die beiden ungleichen Freundinnen verbindet: Ottilie erfährt Ablehnung vom eigenen Sohn, Jule fühlt sich von der Mutter ungeliebt. Marc Schmalfuß ist der Nachbar von Ottilie, ein junger, äußerst attraktiver Jurastudent, der Jule ausgesprochen gut gefällt. Doch der Spruch „Von einem schönen Teller isst man nicht alleine!“ hat sich so sehr im Kopf von Jule festgesetzt, dass sie sich energisch gegen ihre Gefühle für Marc wehrt. Doch kann man seine Gefühle für jemanden einfach abschalten? Schmunzeln musste ich hier über die bildliche Sprache der Autorin, z.B. über die Formulierung, dass Jule mit der Fliegenklatsche auf die Schmetterlinge in ihrem Bauch schlägt. Aber Ottilie findet, dass Jule und Marc ein Traumpaar abgeben würden und startet diverse Verkupplungsversuche, von denen Jule alles andere als begeistert ist. Unterschiedlicher als die beiden Reisegefährtinnen könnten die beiden Frauen kaum sein – nicht nur wegen ihres Altersunterschieds. So ist Ottilie lebenslustig und kann auch richtig ausgelassen sein, was Jule, die auf keinen Fall auffallen möchte, richtig peinlich findet. Ottilie liebt Katzen, Jule hingegen findet keinen rechten Gefallen an den Tieren, die Ottilie während ihres Urlaubs füttert und gerne auch beherbergt. Und während Ottilie bereits gutgelaunt in den Tag startet, schlummert Jule noch friedlich in ihren Kissen vor sich hin. Konflikte sind also bereits vorprogrammiert. Ich mochte Ottilie, fand sie großzügig und liebenswert, feinfühlig, lebensfroh, doch manchmal auch etwas nervig und einengend. Mitunter überschreitet Otti aber auch ihre Kompetenzen, nimmt vorschnell ihrer jungen Freundin Entscheidungen ab (was ihr im Nachhinein dann aber auch leid tut). Klar, dass es zwischen so unterschiedlichen Charakteren auch zu Spannungen und gar Streit kommt. Etwas gestört hat mich Ottilies lockerer Umgang mit Geld – manchmal hatte man den Eindruck, sie wolle sich die Zuneigung ihrer Mitmenschen erkaufen – hier ein sehr großzügiges Trinkgeld, da ein besonderer Wunsch (Geld dafür ist ja reichlich vorhanden) – man merkt sofort, dass Ottilie noch nie sparen musste und dies auch nicht gelernt hat, sparsam zu sein – ganz im Gegensatz zu Jule, die jeden Cent dreimal umdrehen muss. Aber Ottilie tat mir oft auch leid: Die Ungewissheit, wie es um ihre geistigen Fähigkeiten steht, der Sohn der sie ablehnt, die Freundin, die so dominant und herrisch wirkt, und von der sie sich im Stich gelassen fühlt. Wie sehr hatte ich mir (sowohl für Jule, als auch für Ottilie) gewünscht, dass Otti und Jule Freundinnen fürs Leben werden können. Für Jule war es anfangs nur eine willkommene Abwechslung, endlich mal rauszukommen, abzuschalten, einen Urlaub zu genießen. Oft stieß sie dann jedoch mit Ottilies Vergesslichkeit, deren Art,... an ihre Grenzen. Doch letztendlich endet die Beziehung der beiden nicht mit der Rückkehr von der Insel, vielmehr war der Urlaub erst der Anfang der ungewöhnlichen Freundschaft. Gestaunt hatte ich, als ich noch nicht einmal die Hälfte des Buches gelesen hatte, die beiden Frauen aber bereits die Heimreise von der Insel antraten. Doch nicht alleine die Urlaubsreise steht im Mittelpunkt (wie man aufgrund des Titels vermuten könnte), vielmehr ist es die ungewöhnliche Freundschaft zwischen zwei völlig verschiedenen Personen. Und ganz offensichtlich hat Otti ein pikantes Geheimnis, das sie am liebsten vor Jule verbergen würde. Wie gesagt - der Urlaub war nur der Anfang, denn auch wenn Jule zwischenzeitlich oft am liebsten einfach alles hinwerfen würde, so will und kann sie Ottilie nicht einfach im Stich lassen. Und aus Jules eigentlich recht einfachem Leben zwischen Studium, Jobben und gelegentlich der ein oder anderen Party, wird nun ein abwechslungsreiches Leben, denn mit der alten Dame wird es Jule nie langweilig. Und auch wenn Jule mitunter schon sehr von Ottis Anhänglichkeit genervt ist, so möchte sie Otti nicht mehr missen, ist diese doch eine Bereicherung in ihrem Leben. So lernen die beiden in ihrem Miteinander auch viel voneinander und merken, dass sie manchmal gar nicht so verschieden „ticken“. So humorvoll das Buch aber auch ist, so hat es doch Tiefgang. Die Ängste einer älteren Dame, verlassen von der Mitbewohnerin, vergesslich und scheinbar von der Welt vergessen. Doch wie schön es ist, in diesem Buch zu lesen, wie sich doch viele um sie sorgen – sei es der Kellner auf der Insel, der Ottilie schon viele Jahre kennt, sei es der hilfsbereite Nachbar, der stets Zeit für sie hat, oder letztendlich Jule. Ottilies Geheimnis war für mich (leider) keine Überraschung, dennoch fühlte ich mich durch die turbulente Handlung bestens unterhalten – und das ist die Hauptsache. Meine Erwartungen wurden erfüllt: So wie Dora Heldts „Papa Heinz“ seine Tochter Christine mitunter bald in den Wahnsinn treibt, schafft es in diesem Roman Ottilie auch bei Jule. Und doch – Christine mag ihren Papa (mit dem sie ja auch einen URLAUB MIT PAPA verbrachte) und Jule möchte „Tante Otti“ nicht mehr missen – trotz ihrer Marotten! Ein Buch, das durch seinen mitreissenden locker-leichten, flüssigen Schreibstil den Leser fesselt. Unterhaltsam von der ersten bis zur letzten Seite – man hofft, bangt, leidet und lacht mit dem ungleichen Paar Ottilie und Jule. Durch die Unterteilung in 34 überschaubare Kapitel auf fast 400 Seiten lässt sich das Buch relativ schnell lesen. Und der Schluss? Natürlich gibt es ein Happy End! - Bei einem solchen Roman muss das doch so sein, oder? Fazit: Eine tolle Strandlektüre, die aber auch den Daheimgebliebenen ein Urlaubsfeeling vermittelt. Ein humorvoller Roman über Freundschaft, die Schattenseiten des Älterwerdens und natürlich auch die Liebe. Von mir erhält dieser Roman eine Leseempfehlung, sowie 5 Sterne.

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  • Mit Tante Otti auf der Insel (Gabi Breuer)

    Mit Tante Otti auf der Insel
    LieLu

    LieLu

    18. February 2014 um 14:07

    Ullstein Verlage Die Autorin Gabi Breuer wurde 1970 geboren und lebt derzeit mit ihrem Mann und Sohn in Köln. Sie ist Verwaltungsangestellte in einem Seniorenheim und schreibt nur in ihrer Freizeit. Unter dem Namen Gabriele Breuer schreibt sie auch historische Romane. Mit Tante Otti auf der Insel Nichts hasst Jule mehr als ihren furchtbaren Job als Verkäuferin und jedes Mal hat ihr Chef etwas anderes an ihrer Arbeitsweise zu kritisieren. Kurz vor dem Zusammenbruch erscheint eine ältere Dame im Drogeriegeschäft und erkennt Jules Situation. Kurz entschlossen bietet Ottilie Bär Jule an, sie in ihren Urlaub zu begleiten. Als eine Art Job und zur Erholung für Jule. Ohne groß darüber nachzudenken sagt diese zu, doch zuhause kommen ihr die ersten Zweifel, sie kennt die alte Dame ja gar nicht. Es kommt wie es kommen musste, die beiden passen zusammen wie Feuer und Wasser. Auf Gran Canaria wartet nicht etwa ein Hotel auf Jule, nein eine schicke kleine Ferienwohnung soll es sein, mit Blick aufs mehr. Bereits am ersten Tag gehen sich die beiden fürchterlich auf die Nerven, doch die Reise entpuppt sich als Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die auch über den Urlaub hinaus andauert. Jule erkennt nach und nach, wer Tante Otti ist und beginnt die alte Frau wirklich gern zu haben… Fazit Zwar erinnerte mich das Buch vom Inhalt her stark an Dora Helds „Tanten-Bücher“, es war jedoch trotzdem sehr unterhaltsam und versüßte mir die Nachmittage. Tante Lotti ist eine typische alte Dame, die ein wenig zerstreut und schusselig ist. Trotzdem ist sie sehr liebenswert, was auch Jule im Laden erkennt. Deshalb entschließt sie sich, ihr Angebot anzunehmen. Zuhause kommen ihr diesbezüglich jedoch Zweifel. Der Urlaub wird trotzdem sehr nett, ist jedoch geprägt von einigen Höhen und Tiefen, da die beiden zusammenpassen wie Feuer und Wasser. Doch Tante Lotti hat noch ganz andere Überraschungen auf Lager, wie Jule schnell feststellt. Eine wichtige Person im Buch ist auch ihre beste Freundin, die mir jedoch nicht wirklich zusagt, auch wenn man sich auf sie verlassen kann. Da ist mir Hildchen dann schon eher ans Herz gewachsen. Denn auch wenn sie des öfteren über die Strenge schlägt, hat sie doch ihr Herz am rechten Fleck. Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist wunderbar flüssig, sodass das Buch schnell zu lesen ist. Es hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich nicht mag, dass es so an die Bücher von Dora Held erinnert. Das beginnt bereits beim Cover und auch die Geschichte ist stark angelehnt. Trotzdem ein amüsantes und charmantes Buch, welches man gut und gern an einem Nachmittag lesen kann. http://immer-mit-buch.blogspot.de/2014/02/mit-tante-otti-auf-der-insel-gabi-breuer.html

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  • Gran Canaria und zwei sehr unterschiedliche Frauen

    Mit Tante Otti auf der Insel
    hannelore_bayer

    hannelore_bayer

    03. January 2014 um 07:53

    Jule muß wieder einmal Doppelstunden in der Drogerie schieben und wird zusätzlich von ihrem Chef schikaniert. Da kommt ihr das Angebot von Frau Ottilie Bär gerade recht mit ihr zu verreisen. Ottilie hat Kracch mit ihrer langjährigen Freundin und möchte den Urlaub nicht sausen lassen. Jule die noch nie in Urlaub war, muß nicht lange überlegen. Schnell sind die beiden Frauen beim Du und noch bevor sie im Flugzeug sitzen hat Jule Gelegenheit die Eigenheiten von Ottilie kennenzulernen. Tante Otti ist eine wirkliche Persönlichkeit, gewesene Schokoladenfabrikantin, eigensinnig, selbstbewußt altmodisch, eigenwillig und eigensinnig und ein bißchen vergeßlich, aber gleichzeitig auch erfrischend jung im Kopf, wenn es sein muß. So erkennt sie schnell Marcs Chance und versucht zu helfen. Auf dieser Reise erlebt Jule so einiges und lernt viel dazu, der Humor ist immer dabei und am Ende darf sie sich sogar zur Familie zählen. Mehr lieber Leser soll nicht verraten werden. Am Ende gibt´s natürlich noch eine Liebesgeschichte und dann ist ein herrlicher Roman zu Ende. Der Schreibstil von Frau Breuer gefällt mir sehr. Man kann sich richtig reinversetzen in Jules fremdschämen, in ihre Schwierigkeiten ältere Leute zu begreifen, was Jule aber zum Schluß sehr gut gelingt. Noch ein Plus! Playa del Ingles Urlauber werden einges wiedererkennen, das Feeling kommt sehr gut rüber. Insgesamt ein leichter, locker, flockiger Roman, der die Probleme junger und alter Leute sehr gut darstellt und mit einem Urlaub verbindet. Referenz zum Buch: Mit Tante Otti auf der Insel Dem Autor eine Nachricht senden Neuen Kommentar schreiben

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  • Mit Tante Otti auf der Insel

    Mit Tante Otti auf der Insel
    Themistokeles

    Themistokeles

    13. December 2013 um 10:54

    Bei diesem Buch kann man eindeutig sagen, dass es einfach eine tolle Lektüre zum Entspannen ist, die sogar noch ein kleines bisschen Tiefgang bietet, was ich sehr angenehm empfand. Außerdem macht das Buch auch einfach mächtig Lust auf Sommer, Sonne und Urlaub. Im Winter zwar vielleicht auch ein bisschen ungünstig, da es an Sommer und Sonne oftmals mangelt, aber zumindest kann man sich sommerlichen Gedanken hingeben und bekommt auch ein bisschen sommerliche Gefühle. Von daher, es ist einfach auch ein super Sommer- und Urlaubsroman. Die beiden Charaktere Tante Otti und Jule sind auch einfach nur herrlich. Otti mit ihrer leicht verrückten, aber total lebenslustigen Art, muss man einfach gern haben, auch wenn sie ab und an auch Dinge macht, bei denen wohl auch ein bisschen fremdschämen angesagt ist. Sie kommt dabei aber einfach so verdammt nett und sympathisch an, dass man Otti einfach nur gern haben muss. Jule hingegen ist doch einfach ein Charakter, dem man ihre Jugend anmerkt, aber gleichzeitig auch, dass sie trotz ihrer Partygedanken und ähnlichem, ein Mensch ist, der sich sehr gut in andere einfühlen kann und einfach auch richtig fürsorglich wird. Einfach ein tolles Team die beiden. Ich hätte ehrlich erwartet, wohl aufgrund des Titels, dass deutlich mehr der Handlung des Romans auf der Insel stattfindet, denn nur vorneweg und hoffentlich ohne zu viel zu verraten, ganz zutreffend, ist das nicht. Trotzdem bietet der Roman einfach eine extrem niedliche Geschichte einer sehr besonderen Freundschaft, die sich zwar etwas schleppend und nicht ganz simpel entwickelt, aber beim Lesen einfach Spaß macht und gerade auch durch Tante Ottis Alter und gewisse Gesinnungen von ihr, fließen noch ein paar ernster Themen mit in die Geschichte ein, die sie für mich auch einfach noch interessanter und spannender gemacht haben. Ein ehrlich toller Sommerroman, den ich jedem empfehlen kann, der gern mal etwas amüsantes, lockeres lesen möchte, dass Sommerstimmung aufkommen lässt und dabei eindeutig nicht ganz flach bleibt vom Thema her.

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  • Amüsant

    Mit Tante Otti auf der Insel
    Isador

    Isador

    29. November 2013 um 10:10

    Jule Winkler arbeitet, nachdem sie ihr Ingenieurstudium abgebrochen hat, als Aushilfe im Drogeriemarkt von Herrn Polanski. Dieser nutzt ihre Situation aus und quetscht sie voll aus - ständige Doppelschichten bei schlechter Bezahlung sind die Regel, da die Kolleginnen nicht so leicht ausgenutzt werden können. So wird der Frust bei ihr nahezu unerträglich. Eines Tages betritt eine traurige ältere Dame den Laden, um eine vor kurzem gekaufte Sonnencreme zurückzugeben. Es stellt sich heraus, dass sie ihren geplanten Urlaub nicht alleine antreten möchte, nachdem sie sich mit ihrer Freundin zerstritten hat. Sie kommen ins Gespräch, und ruckzuck finden die beiden sich zusammen auf Gran Canaria wieder. Natürlich lassen die Schwierigkeiten nicht lange auf sich warten... Letztendlich werden jedoch alle Schwierigkeiten gemeistert und die Geschichte nimmt für alle Hauptpersonen ein gutes Ende! Der Titel lässt einen lustigen Roman vermuten. Das ist auch richtig - aber gleichzeitig werden doch viele ernste und aktuelle Themen angesprochen, so dass man auch - viel mehr als erwartet - zum Nachdenken kommt. Es gibt viele unerwartete Überraschungen... Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor, aber doch leicht und unterhaltsam zu lesen, also als leichte Urlaubslektüre zu empfehlen.

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  • Eine Freundschaft fürs Leben....

    Mit Tante Otti auf der Insel
    Michelangelo

    Michelangelo

    21. November 2013 um 11:50

    Mit Tante Otti auf die Insel Die Hauptpersonen des Romans sind: --Ottilie , eine kleine ältere Dame, hat als ehemalige Schokaldenfabrikbesitzerin reichlich Geld, ist lebenslustig und weiß genau , was sie möchte---sie unternimmt aber nichts gerne alleine und ist z.T. etwas tüdelig. Sie lebt mit ihrer Freundin Hilde zusammen- die beiden verkörpern ein sehr unterschiedliches und gegensätzliches Paar. --Jule ist jung, hat ihr Studium abgebrochen, jobbt nun in einer Drogerie. Ist dort nicht glücklich, weiß auch noch nicht so genau, wie ihr Leben weitergehen soll. Sie lebt in einer WG mit Kathi, die in einem Altenheim arbeitet. Inhalt: Jule arbeitet nach dem Abbruch ihres Studiums in einer Drogerie und hat damit nicht das große Los gezogen. Ottilie kommt eines Tages in den Laden und möchte ihre Sonnencreme zurückgeben, da ihre Urlaubspläne durch die Trennung von ihrer Freundin geplatzt sind. Die beiden kommen ins Gespräch und Ottilie beschließt spontan, dass Jule mit ihr in den Urlaub nach Gran Canaria fliegen soll. Gesagt –getan....für Jule wird  der Urlaub zum Teil stressiger als ihre Arbeit, aber zwischen den beiden Damen wächst auch eine Freundschaft, die über den Urlaub hinaus anhält. Aber Gran Canaria umfasst nur einen Teil dieses Buches. Wir begleiten die beiden weiter und erleben noch so einige Überraschungen mit ihnen. Meine Meinung: Dieses Buch ist leicht und flüssig zu lesen, die Personen sind gut beschrieben und man kann sie sich gut vorstellen. Auch die Gegensätze zwischen ihnen kommen wunderbar zur Geltung. Es ist nicht nur ein witziger Roman , es wurden auch ernstere Themen wie Homosexualität ,Demenz und  Betreuung   geschickt in die Geschichte mit eingebaut  und geben einem dadurch auch ein paar Bröckchen zum Nachdenken mit. Ich habe das Buch nur ungern beiseitegelegt, da ich gerne wissen wollte, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Die Entwicklung des Romans hat mir inklusive des abgerundeten Endes gut gefallen. Da bleibt man als Leser und stiller Teilhaber nicht unzufrieden zurück. Fazit: kurzweilig geschriebene  humorvolle Unterhaltungslektüre, die sich sehr gut nebenbei lesen ließ  und mir eine wunderbare Entspannung bescherte.

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  • Kurzweilig und gut

    Mit Tante Otti auf der Insel
    scarlettomanu

    scarlettomanu

    20. November 2013 um 17:39

    Die wohlhabende Ottilie Bär teilt mit ihrer Freundin Hildchen, mit der sie in einem besonderen Verhältnis lebt,  eine Wohnung. Die zwei geraten in Streit und trenne sich für eine Weile. Da Ottilie einen Urlaub auf Gran Canaria gebucht hat und nicht alleine fliegen möchte, lädt sie kurzerhand Jule ein, die in einer Drogerie arbeitet, mit ihr in den Urlaub zu fliegen. In der Hoffnung, ihren ersten entspannenden Urlaub zu erleben, nimmt Jule das Angebot an. Das der Urlaub mit einer quirligen, frühaufstehenden vor Lebenslust sprühenden 70 Jährigen nicht entspannend ist, stellt Jule auf Gran Canaria sehr schnell fest. Ein turbulenter Urlaub für Beide, die noch einiges von sich lernen können. Zwischen den beiden unterschiedlichen Frauen entwickelt sich eine Freundschaft auch über den Urlaub hinaus und Jule erlebt viel Spaß mit Tante Otti und durchlebt aber auch Tiefen mit ihr. Mit dem Roman „Mit Tante Otti auf der Insel“ hat Gabi Breuer einen wundervollen kurzweiligen, lustigen und an manchen Stellen auch nachdenklich stimmenden Roman auf den Markt gebracht. Eine Geschichte über zwei Generationen, die nicht immer einer Meinung sind und doch irgendwie zueinander finden. Die Charakteren in diesem Buch sind so klar dargestellt, dass man sich die Hauptpersonen sehr gut bildlich vorstellen kann; vor allem Tante Ottilie. Oft habe ich beim Lesen Ottilie vor mir gesehen, mit ihrer Größe einer Parkuhr und lebensfroh wie ein Gummiball. Auch zu Hildchen hatte ich mein Bild im Kopf, dass, glaube ich, mehr einem Mann glich. Zwischendurch gab es aber auch Passagen in diesem Buch, die ich etwas überspitzt fand. Ich habe oft gelacht beim Lesen. Je nach Situation hatte ich aber auch Mordgelüste gegenüber den Protagonisten und ich habe mit Jule gehofft, dass es ein Happy End gibt. Für mich persönlich war das ein gelungener Roman, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

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  • Netter Roman

    Mit Tante Otti auf der Insel
    marielu

    marielu

    20. November 2013 um 12:37

    Die 20-jährige Jule steht im Drogeriemarkt und ärgert sich über ihren Chef, Herrn Polanski, hat der Sklaventreiber sie doch schon wieder zu einer Doppelschicht am Samstag eingeteilt. Plötzlich wurde sie von der Kundin Frau Bär angesprochen, die ihre Sonnencreme zurück geben möchte, da sie sich mit ihrer Freundin gestritten hat und diese nun nicht mehr mit ihr in den sonnigen Süden will. Kurzerhand beschließt Ottilie Bär, Jule mit in den Urlaub zu nehmen und flunkert dem Marktleiter auch noch etwas vor, von wegen schwer Herzkrank und Jule soll noch einmal mit ihr in den Urlaub fliegen. Zähneknirschend stimmt Polanski zu, Jule frei zu geben. Auf was hat Jule sich da eingelassen? Schließlich kennt sie die ca. 70-jährige Frau Bär kaum. Kann sie auf den Kanaren tanzen oder muss sie eine Beerdigung organisieren. Der Urlaub gestaltet sich ganz anders als erwartet und Jule findet Ottilie oft nur peinlich, was sie aber nicht daran hindert Ottilie in ihr Herz zu schließen. Zurück in Deutschland meint Jule Ottilies Sohn, der keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter hat, darauf aufmerksam zu machen dass seine Mutter immer mehr vergesslich wird und seine Hilfe braucht, doch der will seine Mutter prompt so schnell wie möglich entmündigen lassen. Zu allem Überfluss hat Ottilie eine Reise in die Berge zur Versöhnung mit ihrer Freundin Hildchen gebucht und natürlich soll Jule mit, obwohl diese Hildchen gar nicht leiden kann. Vom Cover und Titel her, hatte ich eigentlich einen Roman erwartet der mit den Gegensätzen von Jung und Alt im Urlaub witzig umgeht. Da hatte ich mich getäuscht, die Urlaubsreise umfasst ungefähr ein Drittel des Buches. In diesem Roman geht es mehr darum wie sich eine Freundschaft zwischen Ottilie und Jule entwickelt, das Thema Demenz sowie Homosexualität wurde mehrfach angerissen. Die Protagonisten wurden sehr genau beschrieben so dass ich mir sie sehr gut vorstellen konnte. Im Vergleich zu Ottilie und Jule fand ich Hildchens Charakter allerdings etwas zu grob. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und langweilig wurde es mit dem Buch nie. Fazit: Ein netter Roman den man leicht lesen kann.

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  • lustig und heiter

    Mit Tante Otti auf der Insel
    Pepples002

    Pepples002

    16. November 2013 um 11:08

    Tante Otti möchte verreisen und ärgert sich über Ihre Mitbewohnerin, kurzerhand läd sie Jule, die im Drogeriemarkt arbeitet ein. Das dies turbulent wird war am Anfang schon klar, da der Altersunterschied der beiden....fast 40 beträgt. Doch trotz allem ist da was zwischen den beiden so eine Art Freundschaft. Auch das geht...ich habe selbst eine Freundin die 70 ist und ich bin 40. Ich kann Ihr alles erzählen. In diesem Fall mischt sich Tante Otti jedoch sehr in Jules Leben ein. Aber Tante Otti verhilft Ihr auch zum Glück mit noch einer Reise und auch mit Liebesglück. Miss Otti ist dem weiblichen Geschelcht zugetan und hat deswegen Stress mit Ihrem Sohn aber diesmal hilft Ihr Jule und so sind dam Ende alle Glücklich und zufrieden. Jule findet zwischendrin herraus, das Tante Otti den Frauen zugetan ist und Stress mit Ihrer Hildchen hat...aber nach einigen Turbulenzen kommt auch das ins Lot.

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  • Nett, aber oberflächlich

    Mit Tante Otti auf der Insel
    trollchen

    trollchen

    15. November 2013 um 20:45

    Mit Tante Otti auf der Insel Kurzfassung: Eine junge Frau, die mit einer älteren Frau in den Urlaub fliegt und es gar nicht so schlecht findet. Aber da gibt es ja noch die zweite, alte Dame, denn die beiden haben ja eine Beziehung und zum Schluß  bekommt sie sogar noch Geld, damit sie die ältere Frau den ganzen Tag behüten kann. Mein Fazit: Ein sehr witziger, schnell zu lesender Roman über Freundschaft zwischen jung und alt, die Liebe allgemein und im Alter, noch dazu lesbisch. Herrlich komisch, wenn auch an manchen Stellen zu weit hergeholt und auch ein wenig unglaubwürdig. Denn Tante Otti kommt in den Drogeriemarkt und bietet gleich Jule an, mir ihr auf die Canaren zu reisen. Auch dann die zweite Idee von Tante Otti, dass sie Jule anstellt für richtig viel Geld im Monat, dass sie den ganzen Tag zu ihrer Verfügung steht. Das fand ich doch sehr weit hergeholt. Jule verliebt sich dann noch in den netten Nachbarn von Otti, den Marc. Sehr überspitzt fand ich Hildchen, die zweite, alte Dame, die mit Otti verbandelt war, die wurde eigentlich im ganzen Buch als böse, alte Hexe beschrieben, die immer nicht nett mit Otti umgegangen ist, aber das sollte vielleicht so sein. Otti und Jule sind ein nettes Paar gewesen, auch wenn es so viele Jahre dazwischen waren, die sie trennten, sie waren sich doch so ähnlich. Und Jule hat sich auch sehr um Otti bemüht, als sie Angst hatte, doch nun schon Demenz zu haben. Alles in allem kommt eigentlich alles in dem Buch vor, nämlich alte, schrullige Leute, die dann auch  noch Angst vor der Demenz haben, ebenso Homosexualität, aber auch die Liebe kommt voll zum Zuge. Es wurde viele Themen angerissen, aber wurden nur oberflächlich beantwortet. Nett waren fast alle Charaktere, sie wurden sehr genau beschrieben, so dass man sie sich richtig vorstellen konnte. Ein netter, lustiger Roman, wo man nicht allzu viel hinterfragen sollte, denn vieles ist ein wenig aus der Nase gezogen. Fröhlich geschrieben und schnell zu lesen, einfach nett für zwischendurch zum Lesen.

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  • Eine leicht humorvolle Auseinandersetzung mit dem Thema Alter - irgendwann sind wir alle soweit.

    Mit Tante Otti auf der Insel
    DarkReader

    DarkReader

    12. November 2013 um 15:30

    Tante Otti, die Vergessliche, Zerstreute und doch so lebenslustige Seniorin und ihre Zufallsbekanntschaft, die Verkäuferin aus dem Drogeriemarkt - ein herrliches Pärchen, welches sich für einen Urlaub auf Gran Canaria zusammenrauft und auch danach befreundet bleibt. Das ist die Ausgangslage von Gabi Breuers Roman "Mit Tante Otti auf der Insel". Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und das nicht nur wegen des enormen Altersunterschiedes. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut, sie schreibt leicht und locker und ich konnte mich gut in ihre Charaktere hinein versetzen. Örtlichkeiten beschreibt sie sehr genau, so dass mein Kopfkino auf Hochtouren lief. Weder der Humor noch die Gefühle kamen zu kurz und ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Gabi Breuer greift in ihrem Buch einige heikle Themen auf (ich verriete zu viel, würde ich sie alle aufzählen), vor allem jedoch das des Alters mit seinen Nebenerscheinungen. Vergesslichkeit ist nur eine davon und eben davon hat Tante Otti eine ganze Menge. Ebenso wie Geheimnisse und Probleme, vor allem mit ihrem Sohn. Die Autorin hat ihr Buch mit einer Portion Humor geschrieben, aber auch Absätze, die nachdenklich machen und beim Leser die Frage hinterlassen: wie werde ich in 10, 20 oder gar 30 Jahren sein? Bin ich noch Herr über mich und meine Sinne oder falle ich meinen Kindern zur Last, weil ich krank, verwirrt und nicht mehr in der Lage bin, für mich selbst zu sorgen? Muss ich gar in ein Heim? Bei allem Schmunzeln über Tante Ottis Vergesslichkeit und ihre kleinen Marotten und Eigenarten beschäftigte mich die Frage schon. Doch die Autorin macht mit ihrem Buch auch Mut, denn man trifft wie Tante Otti immer wieder Menschen, die einem helfend zur Seite stehen, um den Alltag auch im Alter zu meistern. Hoffen wir alle, dass auch wir solche Menschen finden, die uns beistehen, wenn es einmal soweit ist mit dem Kreuz des Alters. 5 Sterne für ein rundum gelungenes Buch mit viel Einfühlungsvermögen für einige sensible Themen.

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