Das Buch „Helene oder 13 Männer später“ von Gabriele Günther lässt sich nicht in wenigen Worten rezensieren. Es berichtet über Helenes Leben, das einige Herausforderungen bereithält, und gleichzeitig erfährt der Leser viel über politische Ereignisse im In- und Ausland. Von einigen historischen Ereignissen ist Helene unmittelbar betroffen. Die deutsche Teilung und das Leben in Berlin nehmen dabei eine wichtige Rolle ein.
An manchen Stellen in der Geschichte verweilte ich beim Lesen, um mich daran zu erinnern, in welcher persönlichen Situation ich mich zu den jeweiligen historischen Ereignissen befand und welche Gedanken und Gefühle mich damals begleiteten. Dadurch entstand für mich eine besondere Verbindung zwischen Helenes Geschichte und meiner eigenen Wahrnehmung der Vergangenheit.
Helene möchte ihre Jugend genießen und sich ausprobieren. Nicht immer gelingt ihr das, denn Unerfahrenheit gehört zum Leben dazu. Doch Helene ist hartnäckig, neugierig und politisch interessiert. Im Laufe ihrer Entwicklung lernt sie verschiedene Männer kennen, die sie mehr oder weniger lange begleiten.
Was mir besonders gefallen hat, ist ihre Nachdenklichkeit. Sie gibt sich selten mit dem Lauf des Lebens zufrieden, sondern hinterfragt ihn, zweifelt an sich selbst, an den Männern und an manchen Entscheidungen – und genießt dennoch das Leben. Auf ihrer Lieblingsbank im Park erhält Helene so manche Antwort auf laute und leise Fragen.
Abschließend kann ich sagen, dass mich dieses Buch begeistert und gefesselt hat. Ich danke der Autorin für diesen umfangreichen und bewegenden Einblick in Helenes Leben. Ich kann das Buch voller Überzeugung empfehlen, besonders Leserinnen und Lesern, die sich für die Entwicklung eines Menschen interessieren und die Geschichten von Menschen schätzen, die nach dem Scheitern wieder aufstehen und ihren Weg weitergehen.





