Gabriele Gfrerer Grenzenlos nah

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Inhaltsangabe zu „Grenzenlos nah“ von Gabriele Gfrerer

Sira und Karim lieben sich. Schon ewig. Seit sie damals als Kinder vor den Serben flüchten mussten. Jetzt haben sie in Österreich eine neue Heimat gefunden. Und Max, ihren besten Freund. Ein Hilfsprojekt führt die drei nach Bosnien und stellt ihre Freundschaft auf eine Zerreißprobe: Bei Karim platzen alte Wunden auf. Er steckt voller Vorurteile gegen alles, was serbisch ist. Sira erkennt ihn nicht wieder, geht auf Distanz und findet Trost bei Max. Und Max? Der ist schon lange in Sira verliebt, hat sich bis jetzt aber nicht getraut, ihr und seinem besten Freund das zu gestehen ... Zeitgeschichte zum Anfassen. Ab 13 Jahren

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  • Rezension zu "Grenzenlos nah" von Gabriele Gfrerer

    Grenzenlos nah

    sunny94

    18. September 2011 um 13:03

    Karim und Sira wuchsen beide in Bosnien, Srebrenica auf. Als Kinder mussten sie mit ansehen, wie ihr Land von den Serben zerstört wurde. Mit ihren Familien flüchteten sie nach Österreich, wo sie in Wien eine neue Heimat fanden - und Max, ihren neuen Freund. Obwohl Karim und Sira bereits vor vielen Jahren ihr Land verlassen haben, leben sie nach den Sitten und Bräuchen ihrer Heimat. Sira ist sich sicher, dass sie einen Bosnier heiraten wird, und Karim dafür der richtige ist. Karim passt auf sein „Mädchen“ auf und ist immer in ihrer Nähe. In der Schule bietet eine Organisation eine Fahrt nach Bosnien an, um den Menschen, die den Krieg überlebt haben, zu helfen. Sira ist begeistert und möchte unbedingt mitfahren. Max zögert, ist aber dann auch einverstanden. Nur Karim bleibt skeptisch, weil er weiß, dass in seiner ehemaligen Heimat auch seine Feinde, die Serben leben. Um Sira nicht im Stich zu lassen fährt er aber dennoch mit. In Bosnien wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Karims Hass auf die Serben wird immer unerträglicher. Sira hält es nicht mehr aus und sucht Trost bei Max, der erkennt, dass er in Sira mehr als eine beste Freundin sieht… Im Ganzen fand ich das Buch nicht schlecht, aber auch nicht sensationell. Meiner Meinung nach ist die Geschichte ein wenig oberflächlich. Natürlich ist es lobenswert, dass die Autorin ein Thema aufgegriffen hat, worüber manche so gar nicht Bescheid wissen, nämlich die Kriege im damaligen Jugoslawien. Aber ich hätte mir gewünscht, dass man mehr erfahren hätte, wie Karim, Sira und die anderen Menschen in diesen schlimmen Zeiten versucht haben zu überleben. Und ich konnte nicht verstehen, wo die Autorin den Schwerpunkt setzen wollte. Bei der Beziehung zwischen den drei Freunden oder dem Leben der Menschen nach der Kriegszeit? Trotz meiner Kritik finde ich, dass die Charakter der drei Helden und ihre Probleme sehr gut beschrieben wurden, dass man sich sehr leicht in die Personen hineinversetzen kann. Der Text ist verständlich und leicht zu lesen. Das Cover wurde gut gestaltet. Nicht zu auffallend, dem Inhalt angepasst. Ich weiß nicht ob es vielleicht eine Art Symbol ist, aber Kraniche kommen auch in einem in Russland sehr bekannten sowjetischen Film vor, der vom Leiden der Menschen im zweiten Weltkrieg handelt. „Grenzenlos nah“ ist ein gut geschriebener Roman, der mich überrascht hat, es aber nicht schaffte, mich zu beeindrucken.

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  • Rezension zu "Grenzenlos nah" von Gabriele Gfrerer

    Grenzenlos nah

    MacBaylie

    27. February 2011 um 04:03

    So nah und doch so fern Wer, außer Betroffenen, kann sich die Nachwirkungen von Kriegserlebnissen auch nur im Entferntesten vorstellen? Dieses Buch war eine echte Überraschung für mich, und das im positiven Sinne. Kein Krimi, kein Thriller, kein Fantasy ... einfach „nur“ das Leben, wie es wahrscheinlich hundertfach direkt in unserer Nachbarschaft stattfindet. Sira und Karim sind praktisch schon von Kindheitsbeinen an miteinander verbandelt. In ihrer Heimat Bosnien haben sie Dinge erlebt und miteinander durchgestanden, die man Kindern ihres Alters, und auch sonst niemandem, nicht mal als Alptraum wünscht. Damals war der einzige Ausweg die Flucht nach Wien. In Wien haben die beiden Familien ein neues, sicheres Zuhause gefunden, die alte Heimat jedoch nicht vergessen. Als Sira von einem Hilfsprojekt nach Bosnien erfährt, schließt sie sich begeistert an. Karim, der „sein“ Mädchen nicht alleine auf diese Reise gehen lassen kann, schließt sich ebenfalls an. Außerdem sind noch Alex, Tom und Lea mit von der Partie. Es beginnt eine Reise, die das Leben aller beteiligten verändert. Frau Gfrerer geht sehr einfühlsam mit den Gefühlswelten der jungen Leute um. Sie beschreibt zum Beispiel eindrucksvoll, wie Karim sich in seiner Beschützerrolle Sira gegenüber selber zu verlieren droht. Dass das Gefühl, das er für Liebe hält, vielleicht etwas ganz anderes ist. Und dass er vom Hass auf die Serben vollkommen geblendet, Dinge zu tun bereit ist, die er eigentlich verachtet. Auch wenn Karim am Anfang relativ unsympathisch erscheint, so hat doch alles in gewissem Maße seine Berechtigung. Genau wie Karim haben hier alle Beteiligten ihr ganz persönliches Päckchen zu tragen und müssen mit den verschiedensten Gefühlen jonglieren, was sehr authentisch und glaubhaft dargestellt wird. Zu erfahren, dass es viele Jahren nach Kriegsende immer noch so unendlich viel Elend in den Regionen um Sarajevo und im ganzen Land gibt, fand ich äußerst erschreckend. Und dass die Menschen dort nicht aufgeben, mit geringen Mitteln das Beste aus ihrer Situation machen und dabei noch glücklich sein können, hat mich sicherlich genauso berührt, wie die jungen Helfer auf ihrer Reise. Die Reise, die für alle auch eine Reise zu sich selbst war. Ein sehr lesenswertes Jugendbuch das eine ganz andere Art von Spannung verbreitet, als es vielleicht für dieses Alter üblich ist. Ich könnte mir dieses Buch auch gut als Schullektüre vorstellen.

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  • Rezension zu "Grenzenlos nah" von Gabriele Gfrerer

    Grenzenlos nah

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