Gabriele Grünebaum , Holger Banse Mein Leben nach Auschwitz

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Inhaltsangabe zu „Mein Leben nach Auschwitz“ von Gabriele Grünebaum

Die Biografie der Rachel Grünebaum beginnt nicht in Auschwitz und endet nicht in Bergen-Belsen. Die Trauer um die Vernichtung ihrer Familie und die eigenen Erlebnisse während der Shoah prägten sie. Rachels fast trotziger Wille zum Leben aber lässt sie in Rumänien, dann in Israel und schließlich im Rheinland immer wieder neu beginnen. So beschreibt das Buch gerade auch in der Zeit nach 1945 ein jüdisches Leben im eben gegründeten Staat Israel und im Rheinland in der Zeit nach Krieg und Shoah. Die Erzählung ist eingebettet in historische und geografische Fakten und wird ergänzt durch den Einblick in die religiöse Tradition einer jüdischorthodoxen Familie in Osteuropa.

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    Mein Leben nach Auschwitz
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    27. January 2015 um 14:49

    Rachel Grünebaum wurde in Rumänien geboren. Ihre Kindheit war schön, besonders wegen der jüdischen Feste, die in der großen Familie gefeiert wurden. Ein ganz besonderer Feiertag war Jom Kippur, der Versöhnungstag. „Versöhnung heißt in diesem Zusammenhang nicht, die Folgen der Taten zu vergessen oder ungeschehen machen zu wollen. Versöhnung bedeutet, auf Rache zu verzichten und den Willen zu bekunden, trotz allem den weiteren Weg gemeinsam gehen zu wollen.“ Die schöne Kindheit endete 1940, als der Heimatort Rachels von Ungarn übernommen wurde und ihr Vater sein Geschäft verlor. 1944 besetzte Deutschland Ungarn, und die Familie musste ins Ghetto umziehen. Im Mai 1944 wurde die Familie nach Auschwitz transportiert. Der KZ-Arzt Mengele, der an der Selektionsrampe stand, riss die Familie auseinander. Als Einzige ihrer Familie wurde Rachel nach rechts geschickt, alle anderen wurden auf die linke Seite und in den direkten Tod aussortiert.Rachel hat Auschwitz ebenso überlebt wie die Zwangsarbeit bei Krupp und das Todeslager Bergen-Belsen. Später hat sie wieder in Deutschland gelebt, und in ihren letzten Lebensjahren hat sie als Zeitzeugin mit Schülern geredet. Es ist ein leises Buch, das dadurch umso eindringlicher wirkt. Die Stärke dieser Frau, die unter widrigsten Umständen gelebt und überlebt hat, ist beeindruckend. Das sieht man auch an den Schülerbriefen im Anhang. Rachel Grünebaum hat Spuren hinterlassen. Spuren in den Köpfen und Herzen der Schülerinnen und Schüler, für die sie greifbar gemacht hat, was es bedeutete, als Jüdin in die Vernichtungsmaschinerie der Nationalsozialisten zu geraten.

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