Gabriele Hasmann

 3.7 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Spuk in Wien, Habsburgs schräge Vögel und weiteren Büchern.

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Spuk in Bayern

Erscheint am 25.03.2019 als Hardcover bei Ueberreuter.

Stadtführer Baden

Erscheint am 01.04.2019 als Taschenbuch bei KRAL.

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Spuk in Wien

Spuk in Wien

 (3)
Erschienen am 18.08.2014
Habsburgs schräge Vögel

Habsburgs schräge Vögel

 (2)
Erschienen am 14.09.2018
Die spukenden Habsburger

Die spukenden Habsburger

 (2)
Erschienen am 19.08.2015
Seitensprung

Seitensprung

 (1)
Erschienen am 01.03.2013
Spuk in Österreich

Spuk in Österreich

 (1)
Erschienen am 17.01.2012
Geisterjäger

Geisterjäger

 (1)
Erschienen am 31.08.2009
Unheimliches Österreich.

Unheimliches Österreich.

 (1)
Erschienen am 16.08.2013

Neue Rezensionen zu Gabriele Hasmann

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Rezension zu "Habsburgs schräge Vögel" von Gabriele Hasmann

Royale Dachschäden von Klein bis Groß
awogflivor 2 Monaten

Eines gleich vorweg über dieses Habsburger-Sachbuch: Es hat keine historische Struktur, und trotzdem hat es mich hier gar nicht gestört. Die Autorin Gabriele Hasmann präsentiert im Plauderton eine wundervolle Sammlung von teilweise mir bekannten aber auch vielen unbekannten Anekdoten über die Habsburger. Da sie nach der Art des „Dachschadens“ von der kleinen Marotte bis zur ernsthaften pathologischen Störung strukturiert und damit quer durch Jahrhunderte und Verwandtschaftslinien springt, ist somit ein chronologischer Aufbau überhaupt nicht gewährleistet. Für mich war diese etwas schräge Struktur kein Störfaktor bei der Rezeption, denn ich wusste meist ganz genau, wer wann wie mit welcher Verwandtschaft gemeint ist, da ich im österreichischen Geschichtsunterricht ohnehin sehr viele Haupt- aber auch Nebenlinien der kaiserlichen Familie lernen musste.

Hasmann präsentiert in einzelnen Kapiteln: Aberglauben, Magie und Hellsicht, Sado-Maso-Persönlichkeiten, echten Wahn und Wahnsinn, Ticks und Zwangsneurosen, Phobien und Süchte, Narzissmus, Dominanz und Fanatismus versus Laissez-faire, Lug, Betrug und Schurkenstücke und schlussendlich auch noch die sexuellen Eskapaden bzw. amourösen Auffälligkeiten.

Irgendwie ist das fast so, als könnte der Leser unter dem intellektuellen Deckmantel der historischen Forschung wie ein lüsterner Paparazzo und Boulevardmedienschreiber in die Stuben und Schlafzimmer der gekrönten Häupter schauen und einfach schamlos auch noch darüber tratschen und Witze reißen. Ich gestehe, da ja alle schon tot sind und es keinem mehr schadet, genieße ich mitunter so eine voyeuristische Nabelschau auf ganz tiefem Niveau sehr. Schließlich muss man sich ja auch mit den Schattenseiten der österreichischen Geschichte befassen 😜

Die Anekdoten waren wie gesagt teilweise ganz neu: Zum Beispiel wurde das Geheimnis von 007 gelüftet, der wahre Van Helsing identifiziert (das wusste ich schon) und die amourösen Abenteuer des Mannes von Maria Theresia mit seinem besten Buddy, Giacomo Casanova, durch das Hurenviertel am Spittelberg und durch die Bums-Droschken geschildert, inklusive wütender Gegenmaßnahmen der Ehefrau.

Es gab auch eine derart abgefahrene Story über mehrere afrikanische Menschen (Mohren), die dem Kaiser geschenkt wurden und die infolge der ungewohnten Kost und des Klimas nicht lange überlebten. Der Kaiser ließ ihnen die schwarze Haut abziehen und stellte sie als Figuren gekleidet und geschmückt aus. Da viele starben, hatte er bald eine ganze Rotte von Schwarzen beisammen.

Auch die – wie soll ich es höflich formulieren – extrem hässlichen Habsburgermerkmale, die sich durch die andauernde Inzucht gleichsam wie der Wahnsinn in manchen Linien vervielfachten, wurden von der Autorin mit spitzer Zunge erläutert. Im Rahmen des pathologischen Irrsinns war der Wurm schon seit dem 16. Jahrhundert in der Genetik der Familie durch die spanische Linie, respektive durch „Juana la Loca“, verankert.

Eine Geschichte hat mich am meisten verblüfft: Maximilian, der Kaiser von Mexiko, wurde offensichtlich nur zum Schein exekutiert, zumindest ist bewiesen, dass die neue Republik nicht seine Leiche überführt hat und ein Bürgerlicher in Salvador namens Justo Armas dieselbe Handschrift hatte.

Ach ja, im Kapitel Völlerei gibt es ein Rezept für Krebsgermnudeln, die Leibspeise von Maria Theresia. Das möchte ich unbedingt mal kochen.

Fazit: Für Anfänger im Hause Habsburg leider etwas verwirrend, wenn man auf historische Chronologie Wert legt. Für Profis in diesem Bereich und für Royal Watchers, die auf sensationelle Geschichten abzielen, aber doch sehr vergnüglich.

P.S: Eine Kleinigkeit ist mir noch aufgefallen. Der Verlag hat sich beim Coverbild von Leopold I. noch eine kleine Impertinenz einfallen lassen. Die hässlichen, wulstigen Habsburgerlippen wurden mit Folie oder Lack überzogen und springen dadurch dem Leser förmlich ins Auge. Das ist sooo böse und köstlich! 😂

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Rezension zu "Habsburgs schräge Vögel" von Gabriele Hasmann

Habsburgerlippe, Wahnsinn, Langeweile - Unangepasste der Familie Habsburg
Bellis-Perennisvor 3 Monaten

Jede Familie hat so ihre auffälligen Mitglieder. Je größer die Sippe, desto häufiger die Unangepassten. So gesehen ist die Anzahl der genannten schrägen Vögel sogar gering anzusehen. Weil sie aber einer Jahrhunderte alten, weit verzweigten Dynastie angehörten, ist das Interesse an ihren Marotten nach wie vor ungebrochen. 

Allerdings habe ich von diesem Buch mehr erwartet als die ohnehin hinlänglich bekannten Geschichten um körperliche und seelische Unzulänglichkeiten einer Dynastie, die durch Inzucht über Jahrhunderte Gendefekte munter weitergibt. Aufgefallen ist mir, dass sich das hervorragende Unterkiefer („Habsburger-Lippe) im Laufe der Zeit verliert. An dessen Stelle tritt der langgezogenen Schädel wie bei Kaiser Franz II./. und seinen Brüdern Erzherzog Karl und Erzherzog Johann. Das wäre interessant, zu untersuchen welche Gene oder Mutationen hierfür verantwortlich zeichnen. 

Die Autorin springt leider durch Zeit und Raum anstatt kurze Einzelporträts chronologisch anzuführen. Es scheint, als hätte sie selbst den Überblick verloren, denn einiges wird mehrfach wiederholt, wie z.B. die Keuschheitskommission von Maria Theresia, Rudolf II. oder Ferdinand II.. Für die Leser, die sich in der Genealogie der Habsburger nicht so gut auskennen kann es verwirrend sein, zwischen den Jahrhunderten herum zu hüpfen. 

Positiv erwähnen möchte ich das ausführliche Literaturverzeichnis im Anhang und die Abbildungen im Buch. 

Fazit: 

Hat leider meine Erwartungen nicht erfüllt, aber die sind vielleicht zu hoch geschraubt. Diesmal kann ich nur 3 Sterne vergeben.

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Rezension zu "Spuk in Niederösterreich" von Gabriele Hasmann

Historisches mit einem Hauch Geist
Malachai80vor 7 Monaten

Der Titel ist etwas irreführend, da sich die Spukerscheinungen auf wenige Seiten des Buches beschränken. Meist wird einführend sehr detailliert die Geschichte der Personen und Orte beleuchteg, bevor abschließend Geisterscheinungen, die etwas an Hören-Sagen erinnern, beschrieben werden. Vor allem wenn man die Gegenden kennt, dennoch ein interessantes Buch, aus dem man geschichtlich einiges lernen kann.

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