Gabriele Henkel

 3.3 Sterne bei 3 Bewertungen

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Die Zeit ist ein Augenblick

 (3)
Erscheint am 14.01.2019 als Taschenbuch bei Penguin.

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Die Zeit ist ein Augenblick

Die Zeit ist ein Augenblick

 (3)
Erschienen am 14.01.2019
Aquarelle

Aquarelle

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Erschienen am 15.01.2015

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Rezension zu "Die Zeit ist ein Augenblick" von Gabriele Henkel

Die Kunst ist stark vertreten
Kristin84vor einem Jahr

Zum Inhalt: 

Die Kunst war ihr Leben - und ihr geliebter Ehemann Konrad. Gabriele Henkel blickt in diesem Buch zurück auf ihr Leben, das gespickt war mit Künstlern und Persönlichkeiten aus der Politik, mit ihre großen Liebe und vor allem der Kunst. Sie begnügte sich nicht damit, nur Ehefrau und Mutter zu sein, sondern frönte ihrer Leidenschaft, indem sie jahrzehntelang für das Unternehmen Henkel Kunst aus aller Welt sammelte. 


Meine Meinung: 

Nachdem Denis Scheck in "Druckfrisch" beim Vorstellen der Spiegel-Bestseller-Liste dieses Buch nicht in Tonne gekloppt hat, wurde ich neugierig darauf. Ich selbst hätte das Buch von mir aus wohl eher nicht gelesen, weil ich eigentlich mehr der Roman-Leser bin. Außerdem hat mich das Cover so gar nicht angesprochen. Es hat mich zu sehr an "Denver Clan" erinnert. Es hätte da bestimmt ein besseres Foto von Gabriele Henkel gegeben, was man hätte dafür verwenden können. Da waren im Buch selbst schon bessere. Aber das ist bekanntlich Geschmackssache.


Kommen wir nun zum Inhalt des Buches. Ich habe nirgends - sei es im Buch oder im Internet - einen Nachweis gefunden, dass Gabriele Henkel einen Co-Autor hatte. Somit gehe ich mal davon aus, dass sie dieses Buch selbst geschrieben hat. Das Ergebnis ist wirklich bemerkenswert. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Und auch wenn viele Personen namentlich erwähnt werden, schafft sie es, dass man als Leser nicht die Überblick verliert, was für mich immer sehr wichtig ist.

Die vielen Persönlichkeiten, die Gabriele Henkel im Laufe ihres Lebens kennengelernt hat, machen auch den Großteil dieses Buches aus. Sie erzählt viel und gerne von ihren Freunden und Bekanntschaften, besonders was die Kunst-Szene angeht. Da ich bisher noch nicht viel über die Autorin wusste, war mir auch nicht bekannt, dass die Kunst ihre Leidenschaft war. Dies habe ich nun in diesem Buch erst erfahren, was an sich ganz interessant ist, jedoch war das Thema Kunst für mich als Nichtkundige teilweise doch zu sehr in den Vordergrund geraten. Klar, die Kunst war ihre Leidenschaft, da kann man auch nachvollziehen, wenn sie viel darüber schreiben möchte. Jedoch hätte ich gerne viel mehr über den Menschen Gabriele Henkel und Ihre Familie erfahren. Besonders das Kapitel über ihre Kindheit hat mich berührt. Gerne hätte ich in diesem Stil mehr über ihr Leben mit Konrad Henkel und ihrem Sohn Christoph erfahren. Ihr wirkliches Privatleben wurde immer mal wieder in dem Buch beleuchtet, jedoch musste es hinter das Kennenlernen und Treffen von Freunden und Kunstliebhabern zurück stecken, was ich wirklich schade fand. Auch sich selbst hat Gabriele Henkel mehr beleuchten können - man könnte fast sagen, sie selbst kam in ihren Erinnerungen zu kurz. Nicht jeder ist bereit, in einem solchen Buch so gut wie alles offenzulegen, was ich auch respektiere. Ich glaube, zu diesen Menschen gehörte auch Gabriele Henkel. Es gibt Dinge, die erzählt man nicht jedem. Trotzdem hätte ich mich gefreut, wenn ich über die Autorin selbst noch ein wenig mehr erfahren hätte. Sie hatte ein so interessantes und spannendes Leben, dass man da bestimmt ein paar 100 Seiten mehr hätte füllen können.


Mein Fazit: 

Für Kunstkenner und -liebhaber definitiv eine Empfehlung. Die Autorin hat der Kunst in diesem Buch den Vortritt gelassen. 

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Rezension zu "Die Zeit ist ein Augenblick" von Gabriele Henkel

Memoiren einer Gesellschaftslöwin
YukBookvor einem Jahr

„Ein Tag mit Kunst ist ein guter Tag.“ Mit diesem Satz hat mich Gabriele Henkel geködert. Sonst hätten die Memoiren der Ehefrau von Konrad Henkel vermutlich nicht mein Interesse geweckt. Dieser Satz umschreibt sehr treffend ihr Leben, das sie mit großer Hingabe der Kunst widmete.

Es ist bezeichnend, dass die Autorin nicht chronologisch vorgeht, sondern mit dem Kapitel „Das Glück der Liebe“ beginnt. Damit macht sie gleich deutlich, dass es sich um keine Lebensgeschichte, sondern um Reminiszenzen handelt, die sich vor allem um die Liebe zu ihrem Mann, zu der Kunst und ihren zahlreichen Freunden drehen. Diese Momentaufnahmen geben Einblick in ihren illustren Lebensweg von der Tochter eines Chefarztes über die Unternehmensgattin zur Kunstmäzenin und Professorin für Kommunikationsdesign.

Wenn sie erzählt, wie sie mit 16 Jahren nach London zog, sich dort verliebte und den Journalismus für sich entdeckte, fühlt man sich ihr fast nahe. Doch wenige Seiten später erinnert sie sich an hundert rote Rosen, die ihr der Regisseur William Wyler aufs Hotelzimmer schickte, und an eine Segeltour mit Fiatchef Gianni Agnelli, und man taucht in eine völlig fremde Welt ein. Schon als junge Journalistin hat sie es mit hochrangiger Prominenz zu tun. Nach der Heirat mit Konrad Henkel, der nach dem Tod seines Bruders die Leitung des Konzerns übernimmt, weitet sich der Kreis weiter rapide aus.

Manchmal hatte ich das Gefühl, in einem Who’s Who Kompendium zu blättern und fühlte mich erschlagen von den vielen Namen. Bemerkenswert ist jedoch, dass Gabriele Henkel offensichtlich nicht viel von oberflächlichen Bekanntschaften hielt. Aus jedem Satz spricht ihre Zuneigung und Bewunderung für ihre Freunde und deren Arbeiten heraus. Wenn sie regelmäßig Salonabende organisierte und mit fantasievollen Dekorationen und Kunstinstallationen für Furore sorgte, war dies ihre Art der Wertschätzung und Würdigung der Gäste.

Gabriele Henkel baute die umfangreiche Kunstsammlung des Henkel-Konzerns auf. Dabei konnte ich so manch Interessantes über meine Heimatstadt Düsseldorf als Mittelpunkt der avantgardistischen deutschen Kunstszene erfahren. Mir imponiert, wie Gabriele Henkel sich immer wieder neuen Aufgaben stellte und zum Beispiel als Professorin Seminare und Studienreisen organisierte. Immer wieder fragte ich mich: „Wo nimmt die Frau nur ihre Energie her?“ So allmählich verstand ich ihren Antrieb: Nachdem sie als Kind die Kriegszeit und später viele tragische Krankheits- und Todesfälle miterleben musste, wollte sie wohl so lange es geht ihren Leidenschaften nachgehen und so viele schöne Augenblicke wie nur möglich sammeln. Das scheint ihr gelungen zu sein.

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