Gabriele Jatho Traumfrauen

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Inhaltsangabe zu „Traumfrauen“ von Gabriele Jatho

Traumfrauen. Sie sind Vorbilder, Stilikonen, Trendsetterinnen, Göttinnen – und sie sind unsterblich. Ihre Strahlkraft reicht weit über die fünfziger Jahre hinaus. Neben den Stars des Hollywood-Films wie Audrey Hepburn, Grace Kelly, Marilyn Monroe und Elizabeth Taylor machten junge Schauspielerinnen aus Japan (Setsuko Hara), Schweden (Harriet Andersson), Ungarn (Mari Töröcsik) und der UdSSR (Tatjana Samoilowa) auf internationalen Filmfestivals auf sich aufmerksam und wurden zu Publikumslieblingen. Europäerinnen wie Hildegard Knef, Anna Magnani und Jean Simmons gingen nach Amerika. Hollywood-Legenden wie Ingrid Bergman starteten auf dem Höhepunkt ihres Ruhmes eine zweite Karriere in Europa. Brigitte Bardot und Melina Mercouri verkörperten ein neues Lebensgefühl und wurden zu Idolen einer ganzen Generation. Rollenbilder und Starbiografien scheinen oft untrennbar miteinander verwoben, bestätigen traditionelle Weiblichkeitsklischees und männliche Sehnsüchte. Und widersprechen diesen zugleich nachdrücklich: Die Heldinnen vieler Filme diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs lassen die Männer einfach hinter sich und mit ihnen die alte Ordnung.
Ein Buch über die Traumfrauen Hollywoods, des europäischen und japanischen Kinos. Mit vier Essays, die die Frauenbilder im Film der fünfziger Jahre beleuchten, und zwanzig Starporträts von Harriet Andersson bis Marina Vlady.

Mit Texten von Kayo Adachi-Rabe, Elisabeth Bronfen, Kerstin Decker, Marli Feldvoß, Heike-Melba Fendel, Julia Gerdes, Birgit Glombitza, Sabine Horst, Gabriele Jatho, Annette Kilzer, Doris Kuhn, Claudia Lenssen, Anke Leweke, Fabienne Liptay, Marion Löhndorf, Susanne Marschall, Manuela Reichart, Daniela Sannwald, Silke Schütze, Barbara Sichtermann, Anke Sterneborg, Christina Tilmann, Susan Vahabzadeh. Vorwort: Hans Helmut Prinzler.

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  • Rezension zu "Traumfrauen" von Gabriele Jatho

    Traumfrauen

    metalmel

    05. November 2007 um 21:52

    Ava Gardner ist auf dem Cover. Zweifellos eine wunderschöne Frau. Nur, was fand sie an Frank Sinatra, dem kleinen Kerl mit den abstehenden Ohren? Immerhin hat sie ihn geheiratet. Glücklich geworden ist sie allerdings nicht mit ihm. Wie überhaupt viele der Filmikonen in diesem Buch nicht sehr glücklich waren im Leben, bei der Wahl ihrer Männer oder ihrer Rollen: Liz Taylor, Grace Kelly, Brigitte Bardot, Hildegard Knef und allen voran natürlich Marilyn Monroe. Truman Capote erinnert sich an sie als ein „wunderschönes Kind“, eine Frau, die vor der Kamera alles war und im Leben kläglich scheiterte. Was sie sich am meisten wünschte, hat sie nie bekommen, nämlich Kinder und Familie. Stattdessen umschwirrten sie die Männer wie Motten das Licht, aber keiner blieb dauerhaft. Wie kann man auch bei einer Frau bleiben, deren wahres Ich hinter einem Image immer mehr verblasste, bis sie selbst es nicht mehr fand? Bis sie selber glaubte, wirklich dieser Mythos Marilyn Monroe zu sein. So etwas geht natürlich nie gut aus. Schließlich hielt sie dem Druck immer weniger stand und um weiter diese strahlende Person zu sein, griff sie immer häufiger zu Tabletten und Alkohol, dazu suchte sie die verschiedensten Psychiater auf, weil sie niemals das Gefühl loswurde unzulänglich zu sein. In ihren letzten drei Lebensjahren alterte sie überdurchschnittlich schnell und sah mit 36 aus wie Mitte 40 – der jahrelange Drogenmissbrauch forderte seinen Tribut. Und so starb sie, einsam und allein mit dem Telefonhörer in der Hand. Doch ihr Stern strahlt weiter – ewig jung, blond, mit großen blauen Augen und einem kirschroten Kussmund. Wahrscheinlich hatte Rita Hayworth, eine Traumfrau der 40er Jahre recht, als sie über ihre Männer sagte: „Sie gehen mit ‚Gilda’ ins Bett und wachen mit mir auf.“ Es gibt selbstverständlich auch die, die sich geschickter angestellt haben, die den Mut hatten, in den 50er Jahren ihr Leben so zu leben, wie sie es für richtig hielten und sich nicht um die Meinung anderer oder der damals so mächtigen Studiobosse scherten: Ingrid Bergman, Sophia Loren und nicht zu unterschätzen Doris Day. Wobei ich nicht so weit gehen würde, zu behaupten, dass Doris Day eine Traumfrau sei. Trotzdem findet sie sich in diesem Buch. Und wer erinnert sich nicht an den Skandal, den Ingrid Bergman auslöste, als sie sich bei den Dreharbeiten in Roberto Rosselini verliebte, schwanger wurde und ihren ersten Ehemann samt Tochter verließ? Und es hat ihr nicht geschadet. Genauso wenig wie es Sophia Loren geschadet hat einen Mann zu heiraten, der 22 Jahre älter als sie war. Die Ehe hält bis heute. Überhaupt verkörpert sie Freiheit, gepaart mit Bodenständigkeit und deftigem Sex, dass Männer den Verstand verlieren. Ihre Kurven drohen jedes Kleid zu sprengen, die smaragdgrünen Augen versprechen viel und sie kann noch etwas: laut und herzhaft lachen! Sie weiß sich in Szene zu setzen, klatschnass läuft sie in De Sica’s Film „L’oro di Napoli“ durch die Strassen, das Kleid klebt an ihr und man sieht alles. Diese Frau ist eins mit sich und ihrer Weiblichkeit, sie hat kein Problem mit ihren Kurven, sie genießt ihr Leben, sie ist kein fragiles Kunstgeschöpf, sondern eben ganz einfach Sophia. Herrlich! Aber es gibt auch Schauspielerinnen zu entdecken, die man heutzutage gar nicht mehr kennt. Aus Japan Setsuko Hara, aus Ungarn Mari Töröcsik oder aus Schweden Harriet Andersson. Auch sie hatte kein Problem, sich Anfang der 50er in einem Film nackt zu präsentieren. Ihr berühmtestes Foto zeigt sie mit einer dünnen Wollstrickjacke, die über die Schultern heruntergezogen ist und den Blick auf ein anmutiges Dekolleté freigibt. Der Film dazu „Sommaren med Monika“ zeigt sie dann nackt, doch er erzählt auch eine Geschichte von Freiheit und Unangepasstheit. Denn Monika wird getrieben von einem unstillbaren Hunger nach Leben und so flieht sie mit ihrem Freund aus der miefigen Enge der Stadt und genießt einen Sommer, doch schon im Herbst ändert sich alles. Das Paar beginnt zu streiten und kehrt schließlich nach Stockholm zurück. Sie heiraten, bekommen ein Kind, doch Monika weigert sich, die Rolle der Ehefrau und Mutter anzunehmen. Schließlich verlässt sie ihren Mann, der mit dem Kind alleine zurückbleibt. Andersson spielte oft starke, unabhängige Frauen mit erotischer Ausstrahlung und genauso erscheint sie mir auf dem einzigen Bild, das ich von ihr kenne.

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