Gabriele Katz Margarete Steiff

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Inhaltsangabe zu „Margarete Steiff“ von Gabriele Katz

Die weltbekannten Steiffbären aus Giengen an der Brenz sind eine Freude für Groß und Klein. Doch dass Margarete Steiff diejenige war, die den geistigen Grundstein für das erfolgreiche Unternehmen „Steiff“ legte, ist nicht jedem geläufig. Genauso wenig wie die Tatsache, dass sie sich mit einer Kinderlähmung zurechtfinden musste. Sie setzte sich in einer von Männern dominierten Welt der Unternehmer durch und verlieh ihrer Liebe zu Kindern mit unzähligen Filztieren Ausdruck. Sie erschuf in der Zeit von Max und Moritz und Struwwelpeter völlig neue und unkonventionelle Anreger zu kreativem Spiel, zu Ausgelassenheit, Freude und Spaß. Als ihr Neffe schließlich den berühmten Teddy kreierte, war der Durchbruch zum Welterfolg geschafft. Der Puppenbär wurde Kult und ist es bis heute geblieben.

Gabriele Katz vermittelt anhand dieser außergewöhnlichen Biografie, welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen zu Lebzeiten Margarete Steiffs vonstatten gingen und mit welchen Problemen eine selbstständige Frau im Kaiserreich zu kämpfen hatte.

Eine unwahrscheinlich umfangreiche, sehr detaillierte Biografie einer faszinierenden Frau

— peedee

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  • Die mit dem „Knopf im Ohr“

    Margarete Steiff

    peedee

    06. May 2017 um 16:12

    Wer hat noch nie einen Steiffbären mit dem berühmten „Knopf im Ohr“ in den Händen gehalten? Hinter dem Steiffbären steht Margarete Steiff, die zuerst mit Filzwaren handelte und nur nebenbei die Spielzeugproduktion aufnahm. Sodann hat sie eine erfolgreiche Spielzeugfabrik aufgebaut und geleitet. Die Autorin porträtierte Margarete Steiffs faszinierendes Leben und Lebenswerk.Erster Eindruck: Auf dem Cover sieht man die bereits ältere Margarete Steiff in sehr strenger Kleidung und Frisur, im Hintergrund ein übergrosser Spielzeugelefant.Apollonia Margarete Steiff (fortan nur noch Margarete oder „Gretle“ genannt), 1847 – 1909, hat eine ungewöhnliche Karriere gemacht: Sie wurde eine erfolgreiche Unternehmerin, die sehr viele Arbeitsplätze geschaffen hat. Doch zu ihrer Zeit war es nicht üblich, dass Frauen unternehmerisch tätig sind; sie heiraten und sorgen für die Familie. Da aber „Gretle“ mit eineinhalb Jahren an der damals noch unbekannten Kinderlähmung erkrankte, die sie zeitlebens an den Rollstuhl fesselte, wurde der ursprüngliche Plan, später einen Mann zu finden, hinfällig: „Der Zeitgeist und das Milieu allerdings grenzten ein behindertes Mädchen rigoros von jeder Möglichkeit aus, sich zu verheiraten."Das Leben der Familie Steiff ist sehr durch Frömmigkeit/Pietismus und harte Arbeit geprägt. „Niemals hörte man von ihr Klagen. Stattdessen bemühte sie sich um Bescheidenheit und Pragmatismus.“ Margarete selbst hat jahrelang die Plüschtiere selbst genäht und sich nicht geschont. Eigentlich traurig, dass es fast nur um die Arbeit ging, aber es waren eben andere Zeiten...Sie hatte nie eine eigene Familie, aber sie war doch so etwas wie das Familienoberhaupt ihrer Geschwister und deren Kinder. Und obwohl sie selbst nicht den traditionellen Weg der Frau zu jener Zeit gehen konnte, war sie sehr traditionell: Es wäre für sie nicht in Frage gekommen, ihre Nichten in die Geschäftsleitung zu berufen – die Frauen haben zu heiraten! Die Autorin erzählt auch von den Geschwistern von Margarete und deren Leben, wie z.B. Schwester Johanna, die später in die Mission ging und dort 15 Kinder gebar. Mit 43 Jahren verstarb sie, nachdem sie ein weiteres Kind tot zur Welt gebracht hatte und eine Lungenentzündung erlitt. Auch Schwester Maria ist in die Mission gegangen, und zwar nach Indien.Fazit: Eine unwahrscheinlich umfangreiche, sehr detaillierte Biografie einer faszinierenden Frau, die ihr Leben bemerkenswert gemeistert und ein grosses Unternehmen hinterlassen hat. Am Ende des Buches finden sich noch Anmerkungen, ein Literaturverzeichnis, ein Register und der Bildnachweis. Für mich waren es zuweilen ein bisschen zu viele Exkurse, sodass ich einen Stern abziehe.

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