Gabriele Keiser Engelskraut

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Inhaltsangabe zu „Engelskraut“ von Gabriele Keiser

Bundesgartenschau in Koblenz. Wie Leonardo da Vincis Vitruvmann liegt der Tote im Paradiesgarten - nackt, mit ausgestreckten Armen und Beinen, inmitten einer Kahlstelle, die von ätzenden Unkrautvernichtungsmitteln herrührt. Seine Identität steht schnell fest: Jürgen Klaussner ist Mitte vierzig, Inhaber einer Koblenzer Apotheke und junger Familienvater. Warum wurde er ausgerechnet auf dem BUGA-Gelände getötet? Oder war es am Ende ein inszenierter Selbstmord? Immer tiefer wird Kommissarin Franca Mazzari in einen Fall hineingezogen, der sie auch ganz persönlich betrifft …

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  • Guter Regionalkrimi

    Engelskraut
    Ignatia

    Ignatia

    01. June 2013 um 07:51

    Klappentext Spannend und intelligent geschrieben. Mit detailgetreuen Ortsbeschreibungen und einfühlsam gezeichneten Figuren.Bundesgartenschau in Koblenz. Wie Leonardo da Vincis Vitruvmann liegt der Tote im Paradiesgarten - nackt, mit ausgestreckten Armen und Beinen, inmitten einer Kahlstelle, die von ätzenden Unkrautvernichtungsmitteln herrührt. Seine Identität steht schnell fest: Jürgen Klaussner ist Mitte vierzig, Inhaber einer Koblenzer Apotheke und junger Familienvater. Warum wurde er ausgerechnet auf dem BUGA-Gelände getötet? Oder war es am Ende ein inszenierter Selbstmord? Immer tiefer wird Kommissarin Franca Mazzari in einen Fall hineingezogen, der sie auch ganz persönlich betrifft ... Über den Autor Gabriele Keiser, 1953 in Kaiserslautern geboren, studierte Literaturwissenschaften und lebt heute in Andernach am Rhein. Die Journalistin und Autorin hat zahlreiche Kurzgeschichten und mehrere Kriminalromane veröffentlicht, u.a. zusammen mit Wolfgang Polifka unter dem Pseudonym LEA WOLF. "Engelskraut" ist ihre vierte Veröffentlichung im Gmeiner-Verlag und der dritte Fall für Kommissarin Franca Mazza. Cover Das Cover sieht nicht wie ein typischer Krimi aus. Man findet keine Waffen, keinen Toten etc auf dem Bild. Es zeigt vielmehr, den Ort, wo sich der Roman abspielt. Vor dem Koblenzer Schloss inmitten der Buga 2011. Manche wird dieses Cover nicht ansprechen, aber der Klappentext lädt dann zum lesen ein. Schreibstil & Spannung Man findet von der ersten Seite ins Buch hinein. Es ist sehr flüssig geschrieben, nicht unnötig in die Länge gezogen worden. Durch das genaue Beschreiben der Orte und Personen mag man auch zügig weiterlesen, da man sich das geschriebene sehr gut bildlich vorstellen kann. Die Charaktere Die Hauptpersonen in diesem Buch sind natürlich die beiden Kommissare Franca Mazzari und ihr Kolleg Bernhard Hinterhuber. Clarissa, die Prakrikantin, spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle durch Ihre Recherche. Eine alte Schulfreundin taucht auf, Ludmilla. Wie passt sie ins Bild? Meine Meinung Engelskraut, dieses Buch fiel mir eher zufällig in die Hände. Ich muss gestehen, in der Buchhandlung wäre ich wahrscheinlich, durch das unscheinbare Cover, an ihm vorbei gelaufen. Durch einen glücklichen Zufall schaffte das Buch es aber bis zu mir nach Hause und ich freute mich, als alte Koblenzerin, sehr aufs lesen. Von der ersten Seite an werden die Orte und Personen sehr detaillgenau beschrieben, so kann man sich gut in die Schauplätze und und Menschen des Krimis hineinfinden. Es gibt sehr viele moderne, aber auch historische Plätze an der tollen Rhein-Mosel-Stadt. Das dieser Krimi zur Zeit der Buga 2011 in Koblenz spielt, bekam man auch Eindrücke des Geländes, der Gestaltung der Veranstaltung auch wenn man selber nicht vor Ort war. Ebenso bekommt man einen Einblick in die Gift- und Pflanzenwelt der halluzinogenen Drogen. Dies geschieht aber ganz neutral während der Ermittlungen und man hat nicht das Gefühl, ein Pflanzenkundebuch in der Hand zu haben. Für mich als PTA war es aus diesem Grund wahrscheinlich doppelt spannend zu lesen, da mir diese Pflanzenkunde auch geläufig ist. Aber auch Laien bekommen alles sehr ausführlich beschrieben das man dort danach einen guten Einblick hat! Fazit Klasse geschriebener Regionalkrimi der einen Einblick in die Stadt Koblenz und der Pflanzenkunde schön miteinander zu verbinden weiss. Ein angenehmer Schreibstil und gute Charaktere animieren dieses Buch zügig zu lesen. Gut weiter zu empfehlen! Sterne 4/5

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  • Leserunde zu "Engelskraut" von Gabriele Keiser

    Engelskraut
    GabrieleKeiser

    GabrieleKeiser

    Hallo, mein Name ist Gabriele Keiser. Ich bin Autorin und heiße alle zu dieser Leserunde herzlich willkommen. Bevor es los geht, möchte ich euch ein wenig von mir erzählen. Mein richtiger Name ist Gabriele Korn-Steinmetz. Diesen Namen verstecke ich nicht, obwohl es ein wenig verwirrend ist. (Ich habe zusätzlich unter dem Namen Lea Wolf zwei Krimis veröffentlicht, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Wen sie interessiert, dem erzähle ich sie gern.) Ich schreibe seit meiner Kindheit, doch meinen ersten Roman habe ich erst 1998 veröffentlicht. Er heißt „Mördergrube“ und ist im Reclam Verlag Leipzig erschienen. Inzwischen habe ich 7 Romane und sehr viele Kurzkrimis veröffentlicht. In dieser Leserunde nehmen wir meinen Krimi „Engelskraut“ unter die Lupe, den 3. Band (nach „Apollofalter“ und „Gartenschläfer“ ) über die Koblenzer Hauptkommissarin Franca Mazzari. Diesen Krimi könnt ihr gewinnen! Der Gmeiner-Verlag hat mir 5 Bücher zur Verfügung gestellt, die ich gerne mit eurem Wunschtext signiere. Ich lebe in Andernach am Rhein, das ist ca. 20 km von Koblenz entfernt – und ca. 50 km von Bonn. Da die Bundesgartenschau in diesem Jahr in Koblenz stattfand, bot es sich an, einen Krimi darüber zu schreiben. Ich gebe zu, die Idee hatte mein Verleger Armin Gmeiner – und ich könnte ihm heute noch die Füße dafür küssen! Der Roman wurde ein ziemlicher Erfolg – auch weil ich viele Lesungen auf der BUGA bestritten habe. Worum geht es? Ein Toter, der im Paradiesgarten neben der Kastorkirche aufgefunden wird, bereitet der Koblenzer Kriminalkommissarin und ihren Kollegen vom K11 viel Kopfzerbrechen, zumal er inmitten einer kreisförmigen Kahlstelle liegt, die von ätzenden Unkrautvernichtungsmitteln herrührt. Der Tote heißt Jürgen Klaussner, der Inhaber einer Koblenzer Apotheke, er war verheiratet und Vater eines kleinen Sohnes. Aber warum musste er ausgerechnet auf dem BUGA-Gelände sterben? Handelt es sich um eine persönliche Abrechnung? Oder war es am Ende ein inszenierter Selbstmord? Immer tiefer wird Kommissarin Franca Mazzari in einen Fall hineingezogen, der sie auch persönlich betrifft. Ihr zur Seite stehen ihr Kollege Bernhard Hinterhuber und die ein wenig freche Praktikantin Clarissa, die viele Leser(innen) in ihr Herz geschlossen haben. „ Internet-Dating, angezapfte Computer, gefälschte SMS-Botschaften, Mord ohne Waffe, Drogen aus dem heimischen Garten. Franca Mazzari, die Koblenzer Kommissarin mit italienischen Wurzeln muss dieses Knäuel entwirren. Sie macht sich Sorgen um ihre fast erwachsene Tochter und um eine unbekümmerte neue Kollegin bei der Kripo ...Engelskraut ist kein reißerischer Thriller, ganz langsam entwickelt Gabriele Keiser ihre vielschichtige Story.“ So Marianne Lechner im SWR2, "Literatur und Musik im Land", die mir aus dem Herzen spricht. Weitere Pressestimmen und ganz viele Infos könnt ihr auf meiner Homepage nachlesen: www.gabrielekeiser.de Und dort findet ihr auch die Antwort auf die Preisfrage, um eines der Bücher zu gewinnen: Welcher andere Buchtitel (außer Engelskraut) wäre für den Roman sehr geeignet gewesen? Optional könnt ihr auch posten, ob ihr schon mal selbst auf der BUGA wart – oder auf einer anderen Gartenschau und dort eine tolle Pflanze entdeckt habt? Wenn ja, welche ist das? Bewerbungsschluss ist der 28. November 2011, 18:00 Uhr. Die Leserunde startet dann am 8. Dezember 2011. Wer bis dahin nicht warten möchte, kann hier schon mal reinlesen: http://bookview.libreka.de/retailer/urlResolver.do?id=9783839211175#X2ludGVybmFsX0ZsYXNoRmlkZWxpdHk/eG1saWQ9OTc4MzgzOTIxMTE3NSUyRkZDJmltYWdlcGFnZT0mX19zdGI9U3VjaHRleHQ= Ich wüsche euch viel Spaß bei der Leserunde! Eure Gabriele Keiser

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  • Rezension zu "Engelskraut" von Gabriele Keiser

    Engelskraut
    Themistokeles

    Themistokeles

    07. January 2012 um 19:13

    Inhalt: Bundesgartenschau in Koblenz. Kriminalistin Franca hat grade eine ruhigere Phase und genießt den Frühling. Dabei trifft sie auf eine alte Schulkameradin, Ludmilla, die früher nur gehänselt wurde, weil sie so dick war, jetzt aber eine richtige Schönheit ist. Zur selben zeit entdeckt Hans Kleinauf etwas ungewöhnliches im Garten seiner Nachbarn, nämlich einen Schemen. Wenige Tage später wird die Leiche seines Nachbarn Jürgen Klaussner in einem Beet im Prachtgarten der BUGA entdeckt. Er liegt dort wie da Vincis Vitruvmann und die große Frage ist: War es Mord oder Selbstmord? Damit ist nun auch die ruhige Zeit für Franca vorbei, denn sie will den Fall so schnell wie möglich lösen. Meinung: Der Roman beginnt durch Hans Beobachtung und den sehr gelungenen Prolog sofort spannend. Und auch, wenn danach die Geschichte zunächst sehr ruhig weiter läuft und man die Charaktere und Handlungsorte kennengelernt, bleibt eine unterschwellige Spannung ständig erhalten. Insbesondere haben mir die Charaktere gefallen, die mit Umsicht geplant waren und in ihren Rollen sehr gut passten, wie unter anderem Hans, dessen kleine Nebengeschichte sehr erfrischend ist und in welcher selbst dieser Nebencharakter gut ausgearbeitet ist und eine Entwicklung durchlebt. Außerdem war etwas sehr interessantes der Bezug zu den unterschiedlichen Pflanzen, nicht nur auf die BUGA beschränkt, sondern auch auf die Gärten von Ludmilla und Hans, wie auch den Tod Jörg Klaussners. Jedoch muss ich auch sagen, dass die Ermittlungen nicht in dem Maß den Krimi dominieren, in dem ich es für einen Krimi passend gefunden hätte. Auch der letztendliche Täter ist leider sehr leicht zu entlarven und in manchen Situationen habe ich mich echt gewundert, wie blind die Polizisten in diesem Roman ab und an sind, insbesondere die Protagonistin Franca. Jedoch handelt es sich trotzdem um einen soliden Krimi, den man gut lesen kann und an dem man seinen Spaß hat.

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  • Rezension zu "Engelskraut" von Gabriele Keiser

    Engelskraut
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. December 2011 um 20:09

    Spannender und beängstigender Regionalkrimi * "Die Anspannung wuchs ins Unerträgliche. Obwohl das alles schon sehr lange her war, schien es erst gestern geschehen zu sein, so klar und deutlich stand ihr das Erlebte vor Augen. Ihre Hände verkrampften sich. Mit aller Kraft versuchte sie, gegen das in ihr tobende Gefühlchaos anzukämpfen. Minutenlang saß sie da, ohne sich zu bewegen. Als sie es nicht mehr aushielt, sprang sie auf, rannte wie getrieben in die Küche, zog dort mit einem heftigen Ruck die Besteckschublade auf und nahm ein Messer heraus. Es war eines mit einer besonders scharfen Klinge." * Alle Augen sind auf Koblenz gerichtet, denn die BUGA steht kurz vor ihrer Eröffnung. Kommissarin Franca Mazzari wird zu einem Mordfall auf dem BUGA-Gelände gerufen. Ein Mann liegt im Paradiesgarten, nackt - Arme und Beine von sich gestreckt, wie Leonardo da Vincis Vitruvmann. Doch neben dem Mordfall geht es auch in Francas Leben turbulent zu - ihre Tochter trifft sich mit einer Internetbekanntschaft und Franca trifft auf eine ehemalige Klassenkameradin, die sie nun "neu" kennenlernt... * Gabriele Keisers Schreibstil ist sehr bildhaft und detailliert, so dass man sich Umgebung und Situationen gut vor Augen führen kann - mit ein wenig Ortskundigkeit klappt es natürlich noch besser :-) Der Krimi um Franca und ihre Kollegen fängt schon sehr spannend an und zieht den Leser schnell immer tiefer in die Geschehnisse und den Mord hinein. Der flüssige Stil der Autorin lässt die Buchseiten nur so an einem vorbeirauschen... * Aber eine gute Geschichte an sich, macht noch kein gutes Buch aus - aber keine Angst, auch die Charaktere der Autorin sind gekonnt ausgearbeitet und überzeugen den Leser durch Menschlichkeit und Tiefe. Lebendig wird der Krimi erst durch seine zahlreichen Bewohner - die zahlreichen Haupt- und Nebenprotagonisten verzaubern die Seiten und hauchen ihnen Atem ein. Franca Mazzari besticht durch ihre Menschlichkeit und Freundlichkeit, die junge Praktikantin Clarissa glänzt durch ein freches Mundwerk und ein helles Köpfchen und Milla, Francas ehemalige Mitschülerin, fasziniert uns mit ihren plötzlichen Stimmungsschwankungen und ihrer extravaganten Art. * Auch wenn man während der Lektüre dieses Kriminalromans den ein oder anderen Geistesblitz hat und Vermutungen anstellt, wer warum hinter der Tat steckt, wird einem der komplette Zusammenhang doch erst am Ende richtig klar - erschrocken und auch ein wenig betroffen bleibt man zurück... * Das Cover zeigt passend zum Buch eine Luftaufnahme des Koblenzer Rheinufers von Thomas Frey. * "Engelskraut" ist ein spannender und grundsolider Regionalkrimi mit Thrillerelementen - nicht nur für rheinländische Krimiliebhaber ein Schmankerl!

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  • Rezension zu "Engelskraut" von Gabriele Keiser

    Engelskraut
    kubine

    kubine

    25. December 2011 um 17:09

    Koblenz im Frühjahr 2011: Die Bundesgartenschau, kurz Buga, steht kurz vor der Eröffnung und die ganze Stadt fiebert dem Ereignis entgegen. Für Kriminalhauptkommissarin Franca Mazzari läuft aber alles in gewohnten Bahnen. Es gibt zwar ein paar mysteriöse Pestizidanschläge an ein paar für die Buga entworfenen Blumenbeeten, aber das fällt in ein anderes Ressort. So kann sich Franca endlich mal wieder Zeit für sich und ihre Tochter Georgina nehmen. Diese hat gerade übers Internet einen Jungen kennengelernt, mit dem sie sich auch noch trifft. Logisch, dass Franca das ganze so gar nicht gefällt. Aber viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihr nicht: zufälligerweise trifft sie eine alte Klassenkameradin wieder, die die alte Freundschaft wieder aufleben lassen will. Nur hat eine Freundschaft zwischen den beiden nie bestanden. Ludmilla war in der Schule eine Außenseiterin. Von Gewissensbissen darüber, wie Franca Ludmilla in der Schule behandelte, geplagt, lässt sie sich auf die neue alte Bekanntschaft ein und hat viel Spass dabei. Bis eine Leiche gefunden wird – ab da zählt nur noch die Arbeit. Aber nicht immer lassen sich Beruf und Privatleben trennen... „Engelskraut“ ist der dritte Fall für die sympathische Protagonistin Franca Mazzari, in dem sie sich mit Mobbing, den Gefahren des Internets und todbringenden Heilpflanzen auseinander setzen muss, eingebettet in die Buga 2011. Die Geschichte ist in verschiedene Erzählstränge geteilt. Zum einen erhält der Leser Einblick in die Gefühlswelt des Täters, zum anderen begleitet man Franca bei ihrer Arbeit und den privaten Sorgen. Die Zahl der handelnden Personen ist übersichtlich, so dass man schon schnell eine Vermutung bezüglich des Täters hat. Nichtsdestotrotz gelingt es Gabriele Keiser dennoch, den Leser hin und wieder von der Spur abzulenken. Aber es geht auch nicht so sehr darum, wer es getan hat, sondern vielmehr um die Hintergründe, die Menschen dazu bringen können, zu morden. Sehr geschickt werden die psychologischen Aspekte beleuchtet und in der Nebenfigur des Hans Kleinkauf auch aufgezeigt, dass man an dem eigenen vermeintlichen Schicksal nicht verzweifeln muss. Neben den sehr lebensecht gezeichneten Charakteren, die Ecken und Kanten haben, zeichnet sich das Buch auch durch Detailtreue aus. Die Orte werden so bildlich beschrieben, dass man sie förmlich vor sich sieht. Auch mit der Wirkung von Heilpflanzen hat sich die Autorin genau auseinander gesetzt und so wird man als Leser nicht nur gut unterhalten, sondern lernt dabei auch noch was dazu. Nebenbei kommt aber auch der Humor nicht kurz. Auch wenn die Buga mittlerweile vorbei ist, ist der ruhige, leise Krimi fürs Schmökern zwischendurch wärmstens zu empfehlen. Die vielschichtigen, aktuellen Themen machen das ganze zu einem zeitlosen Lesespass.

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  • Rezension zu "Engelskraut" von Gabriele Keiser

    Engelskraut
    mabuerele

    mabuerele

    13. December 2011 um 17:57

    Ein Liebesbrief ist der Einstieg in den Roman. Doch die Liebe, die er beschreibt, lässt dem anderen keine Luft zum Atmen. Dem gegenüber denkt der Witwer und Rentner Hans Kleinkauf mit Achtung und Liebe an seine verstorbene Frau. Er weiß, dass das Leben weiter geht. Er freut sich über seinen Garten und die Vögel. Als er in der Nacht erwacht und aus dem Fenster blickt, glaubt er eine Person im Nachbargrundstück zu sehen. Am nächsten Tag sagt er der Nachbarin Bescheid. Kurze Zeit darauf wird deren Mann tot im BUGA-Gelände gefunden… Nach dem Prolog beginnt der Roman eher bedachtsam. Die handelnden Personen werden nach und nach eingeführt, bevor es den ersten Toten gibt. Dadurch lässt sich das Buch auch nicht nur auf die Krimihandlung reduzieren. Exakte und aussagekräftige Naturbeschreibungen, genau mit Worten gezeichnete Personen und die Einbeziehung aktueller Themen charakterisieren das Buch. Die Kommissarin Franca Mazzari ist nicht nur Polizistin, sondern ein Mensch mit Stärken, aber auch Fehlern und Schwächen. Ihr Leben mit einer pubertierenden Tochter ist nicht immer einfach. Das Buch ist spannend geschrieben. Kurze Kapitel erleichtern den Lesefluss. Dazwischen lernen wir nach und nach die Psyche einer Unbekannten kennen. Diese Teile sind in der Ich-Form geschrieben und wirken dadurch besonders beeindruckend. Während des Lesens kam mir öfter der Gedanke, dass ich dieser Unbekannten weder auf der Straße und erst recht nicht im Internet begegnen möchte. Die Möglichkeiten und Gefahren des Internets spielen im Roman eine große Rolle. Alles, was im Internet kommuniziert wird, ist kursiv hervorgehoben und damit sofort zu erkennen. Dagegen wird die BUGA nur an einigen Stellen erwähnt. Sie ist Tatort und führt in der Bevölkerung der Stadt zu unterschiedlichen Diskussionen. Insgesamt gesehen ist es eher ein leiser Krimi. Die eigentliche Aufklärung wird ergänzt durch die Darstellung menschlicher Beziehungen, die weit in die Vergangenheit reichen. Das Buch hat mir gefallen und ich werde es sicher weiterempfehlen. Es war mein erster Roman der Autorin, aber sicher nicht mein letzter. Der Schreibstil, der mit Bildern und Beziehungen arbeitet, und an wenigen Stellen einen eher trockenen Humor aufblitzen lässt, spricht mich an.

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  • Rezension zu "Engelskraut" von Gabriele Keiser

    Engelskraut
    PMelittaM

    PMelittaM

    12. December 2011 um 21:10

    Bei der BUGA in Koblenz geht ein Blumenkiller um, der ganze Beete mit Herbiziden vernichtet. Schließlich wird inmitten eines dieser Beete sogar eine Leiche gefunden. Die Kommissarin Franca Mazzari und ihre Kollegen und Kolleginnen der Kriminalpolizei Koblenz haben es nicht leicht, diesen Fall zu lösen. Die Täterin ist eine psychisch sehr gestörte Frau, die über das Internet Männerbekanntschaften sucht und da sie dabei anonym durch nicknames auftritt, ist sie nicht leicht zu fassen. Der Kriminalroman hat mir sehr gut gefallen, er ist spannend, die Täterin ist psychologisch gut ausgearbeitet, einige Passagen sind aus ihrer Sicht beschrieben, was ich immer sehr gut finde. Da der Roman einen Bezug zur BUGA hat, lernt man auch einiges über Pflanzen, die sowohl heilen als auch töten können, es kommt dabei immer auf die Dosis an. Dies ist bereits der dritte Band mit Franca Mazzari und ich habe mir fest vorgenommen, auch die anderen zu lesen. Franca ist sehr sympathisch und da man auch Einblicke in ihr Privatleben erfährt, wächst sie einem ans Herz. Ich persönlich liebe Romanreihen, bei denen man die Protagonisten begleiten kann. Das Buch ist für jeden Krimifreund durchaus empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Engelskraut" von Gabriele Keiser

    Engelskraut
    vormi

    vormi

    11. December 2011 um 12:18

    Dies war mein erstes Buch von Gariele Keiser, aber bestimmt nicht mein letztes. Mir hat das Buch gut gefallen. Ein spannender deutscher Krimi. Er hat mich sehr gut unterhalten und lässt sich angenehm und interessant lesen. Das hört sich jetzt eher nichtssagend an, aber ich kann leider meinen Sternchen-Abzug nicht erklären ohne zu sehr in's Detail gehen zu müssen und dadurch zu viel zu verraten. Da ich das Buch im Rahmen einer Leserunde hier bei LB gelesen habe, bin ich dort genauer auf die Gründe eingegangen. Aber wenn jemand Interesse an dem Buch hat, soll er sich lieber selber davon überzeugen oder kann sich die Kommentare von uns Testlesern durchlesen. Aber Achtung, da wimmelt es von Spoilern:-)

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  • Rezension zu "Engelskraut" von Gabriele Keiser

    Engelskraut
    Elocin

    Elocin

    24. April 2011 um 11:29

    Auf dem Gelände der Bundesgartenschau wird eine Leiche entdeckt. Todesursache: Vergiftung. Die Koblenzer Kommissarin Franca Mazzari ermittelt, während sie gleichzeitig eine alte Bekannte wieder trifft. Gerne greift man zu Büchern die an wohl bekannten Orten spielen. Leider ist dieser Wiedererkennungsfaktor auch das Einzige was ich diesem Krimi abgewinnen kann. Die Lösung des Falls ist nach den ersten Seiten vollkommen klar und Spannung wird zu keiner Zeit erzeugt. Solltet ihr das Buch gelesen haben (oder besser nicht), kommt TROTZDEM zur Buga nach Koblenz, es lohnt sich!

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  • Rezension zu "Engelskraut" von Gabriele Keiser

    Engelskraut
    Buechereule

    Buechereule

    15. March 2011 um 17:41

    Klappentext: Tödliches Paradies. Bundesgartenschau in Koblenz. Wie Leonardo da Vincis Vitruvmann liegt der Tote im Paradiesgarten – nackt, mit ausgestreckten Armen und Beinen, inmitten einer Kahlstelle, die von ätzenden Unkrautvernichtungsmitteln herrührt. Seine Identität steht schnell fest: Jürgen Klaussner ist Mitte vierzig, Inhaber einer Koblenzer Apotheke und junger Familienvater. Warum wurde er ausgerechnet auf dem BUGA-Gelände getötet? Oder war es am Ende ein inszenierter Selbstmord? Immer tiefer wird Kommissarin Franca Mazzari in einen Fall hineingezogen, der sie auch ganz persönlich betrifft… Inhalt: Die Bundesgartenschau findet in Koblenz statt und für die Stadt ein Großereignis, dementsprechend stört es gewaltig, dass auf die Blumenrabatten immer wieder Giftangriffe verübt werden. Aber damit hat sich Franca Mazzari, Kommissarin in Koblenz, nicht zu beschäftigen. Viel mehr ist ihr zur Zeit etwas langweilig, da nicht viel geschieht. Dies soll sich aber bald ändern, sowohl im Privatleben der alleinerziehenden Mutter einer Teenagerin als auch im beruflichen. Bei ihrem Weg durch den Entenpfuhl begegnet ihr ihre alte Schulkameradin Milla wieder, mit der sie damals nicht gerade freundlich umgegangen ist. Milla klinkt sich immer mehr in Francas Leben ein. Neben dem plötzlichen Wiedersehen mit einer Schulkameradin hat Franca auch beruflich auf einmal so einiges um die Ohren. Im Paradiesgarten liegt auf einen weggeätzten Blumenfeld der Koblenzer Apotheker Jürgen Klaussner: tot. Franca Mazzari und ihr Team stehen vor einem Rätsel: War es Mord oder inszenierter Selbstmord? Während ihrer Recherchen finden sie unter anderem heraus, dass Jürgen Klaussner nicht einfach nur ein braver Familienvater war, sondern ein Doppelleben führte. Meinung: „Engelskraut“ ist der dritte Krimi um Kommissarin Franca Mazzari. Gabriele Keiser hat mit ihr einen sympathischen Charakter geschaffen, der Ecken und Kanten hat und nicht einfach eine Frau, die alles kann und alles weiß. Sie hat ihr Profil gegeben und man erfährt so einiges über sie. Dadurch ist sie für den Leser direkt greifbar und man leidet mit ihr. Sei es beim Ausgehen ihrer Tochter mit einer unbekannten Person aus dem Internet oder der neuen Beziehung ihres Ex-Mannes. Franca Mazzari ist menschlich und kein Übermensch. Entspannend im Hinblick auf all die Superhelden um einen herum. Neben dieser sehr toll dargestellten Kommissarin hat sie ihre Nebenfiguren nicht vergessen. Sehr gut gefallen hat mir auch die junge Praktikantin Clarissa bei der Polizei, mit ihrem Witz, frechen Art und ihrem Verstand. Auch Francas Schulkameradin Milla hat sie sehr schön charakterisiert in all ihren Facetten. Aber nicht nur die Charaktere der Handlung sind besonders, auch der Aufbau des Buches hat einiges zu bieten. Zum einen drei Handlungsstränge: Erstens die Ermittlung in dem Mordfall Klaussner, zweitens die aufkeimenden Gefühle von Hans Kleinkauf gegenüber der Witwe des Verstorbenen und dann immer wieder eingeflochten der dritte Handlungsstrang von einer Person, die sich in Foren und im Netz tümmelt. Alle drei Handlungsstränge hat sie gekonnt miteinander verwoben, so dass es dem Leser bis zum Ende offen blieb, wer der eigentliche Täter war und worin das Motiv lag. Als Bewohnerin der Region fand ich es sehr toll viele Orte der Handlung wieder zu erkennen. Öfters habe ich auf einen Stadtplan den Weg der Handlung verfolgt und noch etwas die Bundesgartenschau 2011 findet auch in der Realität von April bis Oktober hier statt.

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  • Rezension zu "Engelskraut" von Gabriele Keiser

    Engelskraut
    Penelope1

    Penelope1

    Die Bundesgartenschau: Ein großes Ereignis für alle Blumen- und Pflanzenliebhaber – aber ebenfalls für die Polizei: nicht genug damit, dass einige Beete durch scharfe Unkrautvernichtungsmittel zerstört wurden und nur wenige Tage vor der Eröffnung schnell neu bepflanzt werden müssen, nein – nun ist ausgerechnet in einem Beet im Paradiesgarten die nackte Leiche eines Koblenzer Apothekers gefunden worden, deren Positionierung an die Zeichnung „Vitruvmann“ von Leonardo da Vinci erinnert. Ein Symbol? Mord oder Selbstmord? Die Todesursache: Vergiftung mit einem pflanzlichen Mittel. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Toten und der mutwilligen Zerstörung der Beete? Die Koblenzer Kommissarin Franca Mazzari und Ihr Kollege Bernhard Hinterhuber ermitteln. Franca ahnt nicht, dass sie selbst tiefer in diesen Fall verwickelt ist, als sie glaubt und dass auch ihr Leben in Gefahr ist… ** Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: die BUGA findet dieses Jahr in Koblenz statt und so ist der dritte Fall der sympathischen Kommissarin Franca Mazzari und ihres Kollegen Bernhard Hinterhuber natürlich ganz aktuell. Gespannt verfolgte ich die Ermittlungen und die Ereignisse vor dem Hintergrund der Bundesgartenschau. Die Autorin gibt einige wissenswerte Informationen über die BUGA 2011 in Koblenz und führt den Leser an bekannte und historische Schauplätze der Rhein-Mosel-Stadt. Gleichzeitig lernte ich ganz nebenbei einiges über die Heilkraft, aber auch die Gefahr von Kräutern und Gewächsen, die in der richtigen Dosis und Zusammensetzung heilsam, aber falsch angewendet genauso gefährlich sein können. Dass man aus (Un)kräutern wie z.B. dem Schierling auch Halluzinogene und Gifte herstellen kann, ist vielen sicherlich fremd und auch die Alraune, die wir spätestens seit Harry Potter bereits ansatzweise kennen, finden ihren Platz. Aber keine Angst, dies geschieht ganz unauffällig und stört den Fluss des Krimis in keinster Weise, im Gegenteil, sie sind Bestandteil der modernen Ermittlungen, in der auch WLAN und Internet-Kriminalität keine Fremdwörter sind. Der Erzählstil ist flüssig und die wechselnden Perspektiven geben Einblicke in die Charaktere der diversen Personen und sorgen dafür, dass die Spannung aufrecht erhalten wird. Ich bin sicher, dass ich mich bei meinem Besuch der Bundesgartenschau 2011 an diesen besonderen Krimi von Gabriele Keiser erinnern werde… Empfehlenswert!

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