Goldschiefer

von Gabriele Keiser 
4,6 Sterne bei18 Bewertungen
Goldschiefer
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Ein wahnsinnig gut geschriebener Krimi, der Lust darauf macht an den Rhein zu fahren!

fredhels avatar

Macht Lust auf eine Stippvisite an den Rhein

Alle 18 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Goldschiefer"

In der Nähe eines malerischen Weinortes am Mittelrhein wird das Skelett einer jungen Frau gefunden. Handelt es sich um die im Jahre 1984 verschwundene 19-jährige Mary Lou? Laut Polizei war sie damals von zu Hause weggelaufen. Anlass genug gab es dazu: Ihr Vater, der ihr das Leben zur Hölle machte. Oder Winzersohn Rudolf Freyung, von dem sie schwanger war und den sie unbedingt heiraten wollte.
Wird nun endlich das Rätsel um ihr Verschwinden gelöst?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839216736
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:277 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:04.02.2015

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,6 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne13
  • 4 Sterne3
  • 3 Sterne2
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Stephanuss avatar
    Stephanusvor 3 Jahren
    Myteriöster Cold Case am Mittelrhein

    Im Jahr 1984 verschwindet die junge Mary Lou spurlos und keiner, nicht einmal ihre Familie und ihr Freund Rudi Freyung können sich dies erklären. Fast dreißig Jahre später werden auf einem Friedhof Knochen in einer Plastiktüte gefunden, die vielleicht von Mary Lou stammen könnten. Für die Kripo Koblenz um Kommissarin Franca und ihre Assistentin Gesine beginnt eine Spurensuche in der Vergangenheit, gepaart mit dem Einsatz modernster forensischer Ermittlungsmethoden. Gleichzeitig kommt die Freundin von Leonhard, dem Sohn Rudis zu Besuch um die Familie kennenzulernen und das Winzerleben, für das sie sich vielleicht entscheidet. Der Besuch löst unterschiedliche Reaktionen, u.a. heftige Abneigung beim Großvater aus und bringt den Fall Mary Lou wieder an die Oberfläche der Familie. Die mühsame Spurensuche der Ermittler bringt schließlich nicht nur den Fall Marie Lou zu einer überraschenden Lösung, sondern auch den Knochenfund auf dem Friedhof der in Zusammenhang mit organisierter Kriminalität und Menschenhandel steht.

    Die Autorin gelingt eine spannende Krimi-Handlung und durch viel liebe zum Detail werden die Hauptfiguren menschlich und sympathisch. Der Wechsel in den Erzählebenen zwischen den Ermittlern und der Familie Freyung und dem Weingut sind sehr belebend und abwechslungsreich. Besonders hat mir die Detailverliebtheit gefallen, wie z.B. die Beschreibung von Weinbau und Landschaft aber auch so einfach Dinge wie Wegkreuze und Weinanbaumethoden. Die Spannung bleibt über das ganze Buch hinweg erhalten und der Schluss ist schlüssig, für meinen Geschmack aber, was auch schon der einzige Kritikpunkt ist, bzgl. Ioana ein wenig zu ergebnislos und offen.

    Ein wirklich guter und spannender Regionalkrimi mit dem interessanten Ansatz eines Cold Cases und der Weinbauregion Mittelrhein als Hintergrund. Nicht nur für Weinbegeisterte zu empfehlen.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    P
    Pixibuchvor 3 Jahren
    Goldschiefer

     

    Ich muß gestehen, dass ich von dieser Autorin noch keinen Krimi in dieser Reihe gelesen habe. Jedoch  war ich von diesem Buch so begeistert, dass ich es noch nachholen werde, die vorhergehenden Bände zu lesen. Die Schreibweise ist  locker und  leicht zu lesen, hier finden sich keine Schachtelsätze, sondern die Autorin schreibt fließend. Auch ihre Ausdrucksweise macht es dem Leser leicht, sich in das Thema zu vertiefen. Der Spannungsbogen war sehr gut aufgebaut und der Leser wurde so manches Mal auf eine falsche Fährte gelockt, um dann doch wieder zu erkennen, dass es anders gewesen sein muß. Ganz toll hat mir z.B. gefallen, dass der Titel eine Weinsorte bezeichnet.

    Am Anfang geht das Buch 30 Jahre zurück. Man schreibt das Jahr 1984, als Mary Lou Schönborn von heute auf morgen verschwindet. Sie war eine wunderschöne junge Frau und mit dem Winzersohn Rudi eng befreundet. Von ihm erwartete sie ein Kind und die beiden wollten bald heiraten.

    Trotz intensiven Suchen wurde sie nicht gefunden.

    Inzwischen sind 30 Jahre vergangen und man findet im Friedhof bei Umbauarbeiten einen Plastiksack mit Leichtenteilen. Man beauftragt die Kriminalpolizei mit diesem Fall, Sachbearbeiterin ist Frau Franca Mazzari. Der alte Fall wird nochmals aufgerollt, es werden die alten Zeugen, sofern sie noch am Leben sind vernommen. Es werden so manche  Ungereimtheiten aufgedeckt. Vieles liegt hier im Dunklen. Mary Lous Leben wird jetzt voll aufgedeckt und auch die Winzerfamilie ihres Freundes Rudi tritt in Erscheinung. Dann vermischt sich das Thema.

    Gesine, eine junge Frau aus Juist, verliebt sich in Leonhard, den Winzersohn. Sie besucht die Familie in Rheinland und wird voll in das Thema mit eingeschlossen. Der Schluß ist für mich irgendwie emotional gewesen, man hat mit den Figuren Freundschaft geschlossen.

    Bei dem Buch wurde die Landschaft und die Umgebung am Rhein wunderschön beschrieben. Man merkt, dass die Autorin dort lebt, so liebevoll und intensiv wurde alles dargestellt. Über die Winzerei hatte ich bisher noch keine Ahnung gehabt. Hier wurde dem Leser deutlich gemacht, wie arbeitsintensiv und anstrengend es ist, so einen Betrieb auf Laufen zu halten.

    Ein sehr guter Krimi, der dem Leser einiges zu bieten hat.
    Vergessen darf man auch nicht das wunderschöne Cover vom Rhein und den Weinberge, das einer Urlaubskarte gleichkommt.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wahnsinnig gut geschriebener Krimi, der Lust darauf macht an den Rhein zu fahren!
    Goldschiefer von Gabriele Keiser

    Wir befinden uns in Leutesdorf, einem malerischen Weinort am Mittelrhein. Dort wird das Skelett einer jungen Frau gefunden. Um wen handelt es sich? Etwa um die 1984 urplötzlich verschwundene Marie Louise Schönborn, von allen nur Mary Lou genannt? Oder steckt ein anderes tragisches Schicksal dahinter? Das gilt es für das Ermittlerduo der Koblenzer Kripo, Franca und Clarissa, zu klären. Laut damaliger Polizeiberichte ist die auffallend hübsche und lebensfrohe Mary Lou von zu Hause weggelaufen um ihrem cholerischem Vater zu entkommen, jedoch war sie von ihrer großen Liebe, dem Winzer Rudolf Freyung schwanger und die beiden wollten heiraten. Wie passt das alles zusammen und wer der Beteiligten kann Licht ins Dunkel bringen?

    Von Anfang an hat mich dieses Buch gefesselt, nicht im Sinne von, dass ich unglaublich mitgefiebert hätte, das habe ich natürlich auch, sondern eher aufgrund der Art von Gabriele Keiser zu schreiben. Mit ihrem wunderschönen Schreibstil hat sich mich sofort gehabt und ich war jedes Mal, wenn ich das Buch zur Hand nahm und zu Lesen begann in Leutesdorf am Mittelrhein bei Franca und Clarissa mittendrin in den laufenden Ermittlungen. Was, wie ich finde, diese Autorin ausmacht ist, dass sie ein absolutes Talent hat, einen in die jeweilige Situation zu entführen. Wie sie die einzelnen Charaktere beschreibt, ebenso wie die unglaublich schöne Landschaft ist einfach einzigartig.

    Von mir gibt es für diesen gelungenen Krimi volle fünf von fünf Sterne und eine klare Kaufempfehlung.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    fredhels avatar
    fredhelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Macht Lust auf eine Stippvisite an den Rhein
    Cold Case im Weinberg


    Gesine reist der Liebe wegen zu ihrem Freund Leonhard in den Winzerort Leutesdorf am Rhein. Dessen Großvater reagiert aggressiv auf ihr Erscheinen und der Vater Rudi gibt sich wortkarg. Rudis schwangere Freundin ist vor Jahrzehnten von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden, und als jetzt auf dem Friedhof per Zufall eine Tüte mit Knochen ausgegraben wird, schaltet sich die Koblenzer Polizei in Gestalt von Kommissarin Franca Mazzari und Jungkommissarin Clarissa ein und rollt den alten Fall neu auf. Bei einigen werden alte Wunden wieder aufgerissen und in dieser ungemütlichen Atmosphäre muss sich Gesine entscheiden, ob für sie als Nordlicht ein Leben als Winzerin denkbar ist.
    Insgesamt liest sich dieser Krimi von Gabriele Keiser gut und schnell weg. Man hat zwar schon nach wenigen Seiten so seine Vermutung, was damals geschehen sein könnte, aber so ganz sicher kann man sich dennoch nicht sein. Die Autorin liebt ihre Heimat. Das spürt man durch den ganzen Roman hindurch und so macht das Lesen Lust auf eine kleine Stippvisite an den Rhein. Manchmal jedoch kommt für meinen Geschmack etwas zuviel Sachwissen in das Geschehen, einmal was den Weinbau betrifft und zum anderen wird beim Thema Zwangsprostitution mit zu vielen Fakten aufgewartet. Dennoch ist Goldschiefer ein unterhaltsamer Krimi, dem ich gerne 4 Lesesterne verleihe.

    Kommentieren0
    14
    Teilen
    kubines avatar
    kubinevor 3 Jahren
    Mysteriöser Fall am Rhein

    1984 verschwindet die 19-jährige Mary Lou Schönborn spurlos. Sie ist schwanger, träumt von einer gemeinsamen Zukunft mit ihrem Freund und freut sich auf die Zukunft. Alle Spuren laufen ins Leere, vermeintliche Hinweise erweisen sich als sinnlos und irgendwann wird die Akte als ungelöster Vermisstenfall weggepackt . Laut Vorschrift soll sie jetzt, fast 30ig Jahre später vernichtet werden. Unvorstellbar für die Familie, die auch nach so langer Zeit immer noch zwischen Hoffen und Bangen schwebt.

    Als in einen Plastiksack verpackte menschliche Überreste gefunden werden, eindeutig weiblich und wie es aussieht, brutal ermordet, müssen Franca Mazzari und ihr Team, alte Vermisstenanzeigen wälzen, um zu versuchen, das Opfer zu identifizieren. Dabei stoßen sie auch auf den Fall Mary Lou. Zeugen und Verwandte werden wieder befragt, die Akte einer genauen Überprüfung unterzogen, mit den damaligen ermittelnden Beamten gesprochen. Schnell ergeben sich Ungereimtheiten, die Francas Spürsinn wecken. Zusammen mit ihrer jungen Kollegin Clarissa begibt sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit, um das Rätsel von Mary Lou zu lösen.

    Im 5. Fall der Reihe um die Koblenzer Kriminalkommissarin Franca Mazzari muss sich die sympathische Ermittlerin mit einem „Cold Case“ herumschlagen. Gabriele Keiser macht daraus einen vielschichtigen Krimi, der sich wie immer durch eine penible Recherche und großartige Landschaftsbeschreibungen auszeichnet.

    Inspiriert wurde die Autorin durch einen wahren Fall und die neuesten Nachrichten versehen das Buch mit einer ungewollten Aktualität.

    Der Krimi ist sehr gut durchdacht. Die Hauptcharaktere bekommen genügend Raum, das Geheimnis um Mary Lous Verschwinden nach und nach zu offenbaren. Durch einer an dem Fall unbeteiligten Person, Gesine, verfolgt man das Geschehen auf einem Winzerhof. Dabei lernt man nicht nur etwas über den Weinbau, sondern auch was wirklich zählt für einen Familienbetrieb. Gesine muss nach und nach erfahren, was es bedeutet, mit einem ambitionierten Jungwinzer zusammen zu sein. Der Einfluss der Erziehung trägt sich durch 3 Generationen, das wirtschaftliche Überleben steht vor dem persönlichen Glück.

    Die Spannung kommt nie zu kurz und Gabriele Keiser legt sehr geschickt falsche Fährten. Jeder scheint verdächtig, so dass man miträtseln kann, wer für das Verschwinden der jungen Frau gesorgt haben könnte, was wirklich dahinter steckt. Wobei für mich der Schuldige ab der Hälfte des Buches fest stand. Einzig das Motiv hat mich dann doch überrascht, vor allem weil sich hier zeigt, was verletzte Gefühle und in Umlauf gesetzte falsche Gerüchte alles anrichten können.

    Da es sich um einen Cold Case handelt, der aufgerollt werden muss, liegt der Fokus eindeutig auf das damalige Geschehene. Darüber kommt mir persönlich Francas Perspektive und ihr Privatleben zu kurz. Ich hoffe, im nächsten Band wieder etwas mehr davon zu lesen, mögliche Verwicklungen sind jedenfalls angelegt.

    Dafür sind neueste kriminaltechnolgische und forensische Errungenschaften genau recherchiert und für den Laien verständlich beschrieben. Zusammen mit dem Weinanbau und den Beschreibungen der regionalen Sehenswürdigkeiten ist ein gelungener und dadurch sehr lesenswerter Mix aus Reiseführer, Sachbuch und Krimi entstanden.

    Fans der Reihe werden begeistert sein und neue Leser sollten sich das Buch auf keinem Fall entgehen lassen.

    Kommentieren0
    44
    Teilen
    irismarias avatar
    irismariavor 3 Jahren
    Winzerleben und ein verschwundenes Mädchen

    Gabriele Keisers Krimi „Goldschiefer“ hat als Cover den Blick über Weinberge hinunter auf einen Fluss mit einem Schiff darauf. Auch der Untertitel „Wein-Krimi“ lässt auf die wichtige Rolle des Weins schließen. Der Prolog beginnt mit einer spannenden Szene, die in einem Weinkeller 1984spielt. Dort wartet die 19jährige schwangere Mary Lou auf ihren Freund, doch der kommt nicht, dafür aber jemand anderes, der sie einsperrt. Weder sie noch ihre Leiche werden jemals gefunden. In der Jetztzeit spielt die Handlung um Leonhard Freyung aus dem Weinort Leutesdorf. Er ist der Sohn des Winzers und möchte den Betrieb übernehmen. Bei einer Werbefahrt mit seinem Wein hat er auf der Insel Juist Gesine kennen gelernt und sie haben sich verliebt. Nun kommt Gesine ihn besuchen, seine Familie kennen lernen und bei der Weinlese helfen.  Währenddessen werden auf einem Friedhof Knochen in einer Tüte gefunden. Die Kripo Koblenz setzt Kriminalkommissarin Franka Mazzari auf den Fall an. Schnell stößt sie auf den Fall Mary Lou und befragt die Winzer in Leutesdorf…
    „Goldschiefer“ kann nicht nur mit einer spannenden aber nicht übertrieben konstruierten Krimihandlung punkten, sondern auch mit sehr liebevoller und detailreicher Beschreibung des Lebens als Winzerfamilie am Rhein und der schönen Landschaft. Die Charaktere kommen für mich sehr authentisch rüber.
    Ich kann diesen Regionalkrimi absolut empfehlen..

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    Schnuck59s avatar
    Schnuck59vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Krimi mit regionalem Bezug zur Weinregion Mittelrhein
    Warum hat er das getan?

    Der Wein–Krimi „Goldschiefer“ von Gabriele Keiser handelt von einem cold case im unteren Mittelrheintal.
    Der Krimi beginnt 1984 mit einem spannenden und fesselnden Prolog in den Kellergewölben eines Weinkellers in Leutesdorf. In der Gegenwart arbeiten Kommissarin Franca Mazzari und die Jungkommissarin Clarissa an einem Fall, bei dem es um einen Knochenfund auf einem Friedhof geht. Gibt es einen Zusammenhang mit den Vorkommnissen 1984 und kann jetzt das Rätsel um die vermisste 19jährige Mary Lou gelöst werden?
    Schauplatz ist die Weinregion am Mittelrhein. Die Protagonisten stammen aus einer Winzerfamilie. Die Verbundenheit der Autorin zur Region wird durch viele regionale Informationen und ihr Wissen von örtliche Gegebenheiten deutlich. Auch die Zeit ihres „Tatort Töwerland-Stipendiums“ auf Juist fließt mit ein. Bezogen auf Weinanbau und –vermarktung hat sie sich sehr gut bei Winzern aus der Region informiert und lässt dies mit einfließen. Im Buch will der junge Winzer Leonhard keine Durchschnittsweine machen, sondern durch biodynamischen Anbau etwas Besonderes, was aus der Masse heraussticht. Es geht um die Wertschätzung der Qualität und der damit verbundenen Arbeit. Die Autorin hat die Mentalität der Winzer sehr gut beschrieben. Die Bedeutung des Titels „Goldschiefer“ wird im Rahmen der Handlung erklärt. Auch polizeilichen Rat hat sie sich eingeholt. So kann der Leser die neusten Methoden der Kriminaltechnik kennenlernen, Isotopenanalyse, Hirisplexsysteme oder forenzische Abthropologie. Im Laufe der Ermittlnungen ergibt sich ein zweiter Fall zum Thema Menschenhandel und Zwangsprostitution.
    Ich habe einen tollen Wein–Krimi mit regionalem Bezug gelesen. 

    Kommentieren0
    38
    Teilen
    Postbotes avatar
    Postbotevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Geniale Landschaft, genialer Krimi, super Unterhaltung. Habe ich mit Spannung gelesen.
    Einfach verschwunden

    Man liest es hört es und man sieht es. Menschen verschwinden, einfach so. Gestern noch unterhalten oder gesehen und am nächsten Tag nicht mehr da. Einfach so, oder eben nicht einfach so. Die, die davon betroffen sind, Familienangehörige, Freunde glauben es dann nicht wenn es passiert ist. Sie verzweifeln und werden zum Teil auch Krank, Krank vor Sehnsucht und Krank am nicht aufgeklärtem Vermissten Fall.
    So spielt hier dieser Krimi.1984 in Leutersdorf. Eine junge Frau von 19 Jahren, frisch verliebt und schwanger, mit dem Namen Mary Lou führt mit ihrem Freund ein Telefongespräch. Er, auf einem Lehrgang, teilt ihr mit das sie sich am nächsten Tag treffen wollen. Sie freuen sich aufeinander.
    Mary Lou geht zum ausgemachten Treffpunkt in einen Weinkeller, doch Boogie kommt nicht. Sie wartet vergebens im Weinkeller, sie hört zwar noch jemanden kommen, ruft, aber der oder diejenige geben keine  Antwort sondern es wird die Tür zum Weinkeller verschlossen. Am nächsten Tag will Boogie zu Mary Lou, aber sie ist nirgends aufzufinden. Keiner weis wo sie ist, die Polizei wird eingeschaltet. Es wird so gut wie es geht alles getan um die Vermisste aufzufinden. 30 Jahre vergehen, Mary Lou wurde nie gefunden. Und der Fall und die Akten sollen in Kürze für immer geschlossen werden.
    2013. Auf einmal werden Knochenteile mit samt einem abgetrennten Schädel in einer alten Plastiktüte auf dem Friedhof gefunden. Die Gebeine können einer jungen Frau zugeordnet werden.
    Dieser Fund wird in der Zeitung veröffentlicht und es sollen Abgleiche gemacht werden von Vermistenfälle der vergangenen Jahren.
    Helga denkt gleich, ist dies Mary Lou? Helga ist die Schwester von Lou.
    Hier beginnen die Aufklärungsarbeiten von Kommissarin Franca Mazzari und ihrer Kollegin Clarissa, Jungkommissarin.
    Beide müssen lange zurück in die Vergangenheit und sie kommen in ein tiefes traditionellen Winzermilleu. Wo der Wein und Wengert und samt der Mitgift mehr zählt, eine Frau als Arbeitskraft gilt und wo es wenig Platz für Liebe und Gefühle gibt.
    Wie kann dies alles mit Lous verschwinden zusammen hängen?
    Es beginnen Neubefragungen von beiden Kommissaren, doch sie treffen auch eine ziemlich zugeknöpfte Gesellschaft.

    Ein Regionaler Weinkrimi mit ausergewöhnlichen Landschaftsbeschreibungen. Eine Winzerfamilie die zusammen Hält was es zum zusammenhalten gibt. Neuanfang soll statt finden, wird aber unterdrückt. Nacktfotos und alte Notizen tauchen auf. Und ein wundervoller Knochenforscher weis sehr viel, fast zu arrogant für Franca.
    Ein spannender Krimi bei dem ich während des lesens miträtseln konnte. Die Protagonisten wurden mit ihren menschlichen Charakteren sehr gut  dargestellt.
    Diese Spannung wurde gehalten und für Überraschungen wurden gesorgt. Ein soziales Angament findet hier auch seinen Platz. Ein wirklich gelungener Regionalkrimi der bei einem Gläschen "Goldschiefer" Wein sicher seine Wirkung noch verstärkt.
    5 Punkte von mir
      


    Kommentieren0
    60
    Teilen
    mabuereles avatar
    mabuerelevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Krimi mit viel Informationen über Weinanbau!
    Tod im Weinkeller

    „...Auf humorige Weise berichtete er davon, dass Wein schon immer als ein Getränk der Götter angesehen wurde, und dass kein anderes Getränk so oft in der Bibel erwähnt worden sei...“

    Das Buch beginnt spannend im Jahre 1984. Eine junge Frau stirbt in einem Weinkeller an Gärgasen.

    Dann wechselt die Erzählung ins Jahr 2013. Helga erinnert sich an ihre Schwester Mary Lou, die im Jahre 1984 verschwunden ist. Die Akte soll demnächst geschlossen werden.

    Gesine hat auf der Nordseeinsel Juist den Weinbauern Leonhard bei einer Weinpräsentation kennengelernt. Obiges Zitat stammt daraus. Nun ist sie auf den Weg zu seiner Familie.

    In der Nähe des Friedhofs von Neuwied werden menschliche Knochen in einem Plastesack gefunden.

    Die Autorin hat einen fesselnden Krimi geschrieben. Franca und Clarissa, die beiden Kommissare, haben alle Hände voll zu tun. Nicht nur der alte Fall von 1984 beschäftigt sie. Beide ergänzen sich gut. Während Franca auf ihre Erfahrungen zurückgreift, ist Clarissa auch für neue Methoden offen. Außerdem lässt sie sich nicht von finanziellen Erwägungen bremsen, wenn sie von ihrem Vorgehen überzeugt ist.

    Das Buch lässt sich flott lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Geschickt versteht es die Autorin, eine abwechslungsreiche Handlung mit einer Menge an Informationen zu spicken. Gesines Besuch bei Leonhard dient dazu, die vielschichtige und harte Arbeit der Weinbauern darzustellen, aber auch die Unterschiede zwischen konventionellen und biodynamischen Weinanbau herauszuarbeiten. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Autorin nicht scheut, eine gehörige Portion Gesellschaftskritik im Roman unterzubringen. Neben „Geiz ist geil“ geht es insbesondere um die zunehmende Zwangsprostitution und ihre Folgen für die jungen Frauen.

    Natürlich lädt das Buch zum Mitdenken und Miträtseln ein. Verdächtige gibt es genug.

    Positiv fällt außerdem der Schreibstil des Romans auf. Gekonnte Beschreibungen von Land und Leuten mit entsprechenden Metaphern sorgen dafür, dass schnell ein Bild im Kopf entsteht. Aussagekräftige Dialoge bringen die Geschichte voran. Gerade durch solche Gespräche werden die unterschiedlichen Ansichten der beiden Kommissarinnen deutlich. Besonders köstlich fand ich das Gespräch von Franca mit dem neuen Pathologen. Mit seiner leicht arroganten Art trifft er voll Francas Nerv. Die Emotionen der Protagonisten werden nicht nur durch Worte, auch durch Taten für mich als Leser miterlebbar. Neid, Angst, Trauer, Wut sind einige davon.

    Das Cover mit den blick von den Weinbergen auf den Rhein wirkt beruhigend. Für einen Krimi ist es ungewöhnlich.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Kombination von Spannung und Wissensvermittlung ist perfekt gelungen.

    Kommentieren0
    27
    Teilen
    danielamariaursulas avatar
    danielamariaursulavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr gut recherchierter Krimi, ohne Brüche in der Logik und einen verblüffend zum Ende eingeführten Mörder. Mit Sozialkritik zum Nachdenken.
    Wie schön, ein Reiseführerkrimi über meine Heimat!

    Sympathische Ermittler, nicht ohne Macken. Ein Fall, wie er tatsächlich vorkommt mit viel Hintergrundsinfo und Beschreibung der Region. Gut geschrieben, werden Fragen der Vergangenheit aufgeworfen, die immer noch aktuell sind. Regt zum Nachdenken und Miträtseln an. Kein blutrünstiger Thriller, sondern ein klassischer "Wer-war-der-Täter"-Krimi, der den Figuren Raum zur Entwicklung läßt.
    Und für mich, tolle Anregungen für Ausflüge.

    Kommentieren0
    25
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    kubines avatar
    Franca Mazzari ist zurück! In dem 5. Fall um die sympathische Kommissarin geht es um einen sogenannten "Cold Case".

    In der Nähe eines malerischen Weinortes am Mittelrhein wird das Skelett einer jungen Frau gefunden. Handelt es sich um die im Jahre 1984 verschwundene 19-jährige Mary Lou? Laut Polizei war sie damals von zu Hause weggelaufen. Anlass genug gab es dazu: Ihr Vater, der ihr das Leben zur Hölle machte. Oder Winzersohn Rudolf Freyung, von dem sie schwanger war und den sie unbedingt heiraten wollte. Wird nun endlich das Rätsel um ihr Verschwinden gelöst?







    Ein Interview mit der Autorin vom 06.04.2015 gibt es hier zu sehen:

    ###YOUTUBE-ID=_aaB6Wl7gJg###


    Um eines von 15 signierten Exemplaren zu gewinnen, beantwortet doch bis zum 20.04.15 einfach folgende Frage:

    Was fasziniert Euch an Regionalkrimis?

    Wer mit einem eigenen Exemplar mitlesen möchte, ist natürlich ebenso willkommen.

    Gabriele Keiser wird die Leserunde aktiv begleiten und freut sich über rege Teilnahme.

    Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. 

    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks