Gabriele Krone-Schmalz In Wahrheit sind wir stärker

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Inhaltsangabe zu „In Wahrheit sind wir stärker“ von Gabriele Krone-Schmalz

Die ARD-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz hat weite Teile der Sowjetunion bereist und Frauen über ihren Alltag befragt. In Ostsibirien begegnete sie der Ärztin Tatjana, die als Gynäkologin ein derart großes Gebiet betreut, daß sie in Krisenfällen das Flugzeug benutzen muß. Anna, die mit ihrer Familie auf der einstigen Sträflingsinsel Sachalin lebt, arbeitet in einer Fischfabrik unter Bedingungen, die bei uns längst der Geschichte angehören. Die Bauarbeiterin Galina aus Moskau erzählt, welch unsagbaren Strapazen Frauen ausgesetzt sind.

Obwohl es ein altes Buch ist und sicherlich teilweise übeholt, fand ich diesen Einblick in eine andere Welt unglaublich spannend.

— Arbutus

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  • Gleichberechtigung auf sowjetisch

    In Wahrheit sind wir stärker

    Arbutus

    20. January 2018 um 22:13

    Die Perestroika war noch ganz jung, als die WDR-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz zu einer Reise durch die damals noch existierenden Sowjet-Republiken aufbrach, um Gespräche mit sowjetischen Frauen zu führen und diese über ihre Lebensweise, ihren Alltag und die sowjetische Frauenpolitik zu befragen. Herausgekommen ist nicht nur eine TV-Dokumentation, sondern auch dieser kurzweilig zu lesende Reisebericht der erfahrenen und feinfühligen Berichterstatterin, deren müheloser, souveräner Stil mich sofort für sie einnimmt."Mit meiner Erziehung und meinen westeuropäischen Vorstellungen bin ich hier wohl völlig auf dem falschen Dampfer." Die Journalistin staunt nicht schlecht, als die politisch relativ zugeknöpfte sibirische Ärztin Tatjana lächelnd darüber Auskunft gibt, dass eine Frau selbstverständlich ihren Job liebe und gleichzeitig auch sehr gerne die Hausarbeit zu Hause erledige (die Männer machen das wohl grundsätzlich nicht). Gemeinsam ist vielen befragten Frauen, dass sie auf keinen Fall auf ihre Berufstätigkeit verzichten möchten, dass sie behaupten, die Hausarbeit sei naturgemäß Aufgabe der Frau und kein Problem, dass sie sich aber mehr Erleichterungen dafür wünschen wie z.B. halbfertige Nahrung oder bessere Arbeitsgeräte (und hier geht es nicht um irgendwelche Luxusartikel, sondern um so elementare Dinge wie zum Beispiel eine Waschmaschine). In Moskau trifft die Autorin Galina, eine Bauarbeiterin. Viele Frauen arbeiten zu diesem Zeitpunkt in Russland auf dem Bau. Bezeichnend, dass einerseits Männern gewisse niedere Arbeiten nicht zuzumuten sind, Frauen aber körperliche Schwerstarbeit leisten müssen. Inga vom "Komitee der Sowjetfrauen" wird dies später mit den Worten kommentieren:  "Da haben wir uns überlisten lassen mit der Emanzipation, ich glaube, da haben uns die Männer kräftig reingelegt."Noch extremer ist dieses Missverhältnis im muslimisch geprägten Turkmenistan, wo man kein Hehl daraus macht, dass man Frauen und Mädchen für minderwertig hält. Frauen leisten die schwere Feldarbeit. Dabei sind sie fast immer schwanger. Nur Frauen aus gebildeteren Schichten, wie die junge Dolmetscherin, die die Journalistin begleitet, können sich überhaupt leisten, freiere Ansichten über den Wert der Frau zu haben und diese auch zu leben.Die Selbstmordrate junger Turkmeninnen, die sich durch Selbstverbrennung das Leben nehmen, weil sie mit der Kluft zwischen Tradition und Moderne nicht zurecht kommen, ist erschreckend hoch. Seit Glasnost werden diese Dinge wenigstens auch in den Medien berichtet. Auch über Gesundheitsfürsorge für Mütter und Kinder macht man sich nun mehr öffentlich Gedanken.  Und man geht nun auch recht offen mit dem Thema Verhütung um. Und dann sind sich ausgerechnet in dem nach Unabhängigkeit strebenden Estland alle befragten Frauen einig: ein wirklicher Fortschritt für die Frauen in ihrem Land wäre, wenn es ihnen ermöglicht würde, zu Hause bei den Kindern bleiben zu können. Aber das ist ja auch kein Wunder. Wenn Gleichberechtigung nur bedeutet, dass man die Arbeitskraft der Frau noch extremer ausbeuten darf, dann kann man verstehen, warum so viele sowjetische Frauen sich nach der traditionellen Mutterrolle sehnen.Ich finde sehr spannend, in diese Zeit einzutauchen, in der in der Sowjetunion alles im Umbruch war. Interessant wäre, wenn Frau Krone-Schmalz jetzt noch einmal die gleiche Reise unternehmen würde, um festzustellen, was sich seitdem in den verschiedenen Regionen, die  ja nun auch verschiedene Nationen sind, verändert hat. Die Autorin versteht es, die Berichte über die Frauen immer wieder mit interessanten Reiseeindrücken zu würzen. Bei ihrer Reise durch die riesige Sowjetunion erlebte sie verschiedene Zeitzonen und extremste Temperaturunterschiede. Sie sprach mit Studentinnen, Fabrikarbeiterinnen, Abgeordneten eines estnischen Frauenkongresses und einer trinkfesten georgischen Parteisekretärin, die immer wieder betont, dass es ja Schewardnadse war, der bereits 1973 in Georgien mit der Perestroika begann. Das Schlusskapitel gibt das sehr offene ausführliche Gespräch der Autorin mit dem "Komitee der Sowjetfrauen" in Moskau wieder, das hier als Zusammenfassung und Fazit fungiert. "Das Paradoxe ist", so Inga weiter, "in keinem Land der Welt sind die rechtlichen Voraussetzungen für eine wirkliche Gleichstellung so gut wie in der Sowjetunion, und trotzdem funktioniert es nicht. Im Gegenteil, gerade bei uns öffnet sich die Schere zwischen Theorie und Praxis besonders weit."Krone-Schmalz schließt mit einem Gorbatschow-Text, der die Rolle der Frau in der Gesellschaft  und die politischen Veränderungen in dieser Hinsicht beleuchtet. Das offene Schlussstatement der Autorin hierzu gefällt mit besonders gut. Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch. Nicht nur für Frauen.

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