Gabriele Napierata

 4.9 Sterne bei 9 Bewertungen

Alle Bücher von Gabriele Napierata

Des Hasens Pfeffer

Des Hasens Pfeffer

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Erschienen am 01.03.2013
Drachenkristall und Himmelsschlüssel

Drachenkristall und Himmelsschlüssel

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Erschienen am 21.10.2014
Die Kinder von Eisland

Die Kinder von Eisland

 (1)
Erschienen am 19.04.2016
Drachenkristall und Himmelsschlüssel

Drachenkristall und Himmelsschlüssel

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Erschienen am 29.12.2017

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Rezension zu "Die Kinder von Eisland" von Gabriele Napierata

Ein ganz besonderes Buch - nicht nur für Kinder!
Uwe1971vor 2 Jahren

Mit Die Kinder von Eisland schenkt uns Gabriele Napierata ihr drittes Werk aus dem Hause der Frankfurter Verlagsgruppe. Aus Sicht der Erwachsenen erzählt sie eine Geschichte mit Kindern und für Kinder – es dürfen gerne auch ältere sein... Geschickt verbindet sie die Geschichte von fünf Freunden die mit ihrer Welt zwar an sich zufrieden sind, aber dennoch nach Veränderung suchen mit, wie sagt man so schön, „ökologischen Botschaften“. Indes nie belehrend, nie mit erhobenem Zeigefinger. Das Buch ist haptisch ansprechend und von ansprechendem Format. Erfreulich, dass die Künstlerin nunmehr mit beiden Pfunden gleichberechtigt wuchert: Da ist zum einen der typische „Napierata-Schreibstil“, also ihre Gabe, bei der Leserschaft ein buntes Kopfkino zu entfachen, als aber auch ein Potpourri herrlicher, wie immer in dezentes Pastell getauchter Zeichnungen und Illustrationen. Bilder, mal innig, mal melancholisch, mal versprenkelte Lebensfetzen. Fastbunt dezent, nie aufdringlich. Fühlbilder. Die Kinder von Eisland - ein Seh- und Lesebuch mit subtilem Wort- und Bilderwitz, man denke nur an das bei den Kindern legendäre Fußballspiel, wo das Tor halt nur aus einer offenen, am Spielfeldende stehenden Tür besteht. Fußball ist wichtig in Eisland! (Hatte die Autorin hier eine Vision zum sympathischen isländischen EM-Auftritt? Zuzutrauen wär's ihr allemal...) Als Nationalgericht kennt man übrigens "Eiszapfensuppe und Schneepüree". Entsprechend gesund sind die Eisländer! Heimatverbunden und bodenständig zudem, denn – es gibt keinen einzigen Koffer auf der Insel, sondern nur einen Sehsack. Und den hat der Bürgermeister höchstselbst, ein verschrobener älterer Herr, für ganz besondere Fälle in Verwahrung. Nun kommen die fünf Kinder ins Spiel. Sie sind jung, Kinder eben und wollen -bei aller Zuneigung zu ihrer Heimat- die Welt ein ganz klein wenig verändern. Werden sie es schaffen? Welche Rolle wird die gefürchtete Schneehexe hierbei spielen? Das Ende wird natürlich nicht verraten, nur so viel:


Das Buch klingt überaus poetisch aus:
„Ich hätte da von Eisland, noch viel mehr zu erzählen.“


Wir (Kinder) bitten drum!


Ein ganz besonderes Buch.


Daher gibt's von mir 5 Schneeflocken *****!

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Rezension zu "Drachenkristall und Himmelsschlüssel" von Gabriele Napierata

Und wieder - ganz großes Kino!
Uwe1971vor 3 Jahren

Mit Drachenkristall und Himmelsschlüssel, Band 1: Wind im Nebel, entführt uns Gabriele Napierata einmal mehr in eine Zauberwelt. Folgen wir Boney, der aus ihrer Sicht reichlich unfreiwilligen Hauptdarstellerin des Romans, durch das verwunschene Reich Malachit, einer mal düsteren, mal pittoresken Parallelwelt zu unserer realen. Während eines Ausflugs mit ihren Freunden verlässt Boney den geraden Weg und wird kurzerhand, ja, vom Erdboden verschluckt.Wird sie je eine Chance auf Rückkehr zu ihrer Familie haben? Bizarr sind jedenfalls all ihre Stationen auf ihrem Weg durch diese Schattenwelt. Und als im wahrsten Wortsinn fabel-haft entpuppen sich dann ihre zahllosen Begleiter und Widersacher durch den Weg durchs Ungewisse. Boney ist ein tapferes, unerschrockenes Mädchen! Irgendwie macht sie das Beste aus Allem. Cool! (O-Ton: Meine Tochter (12)...


Unnachahmlich erschafft die Autorin all ihre literarischen Kinder - mit scharfen Konturen und klaren Charakterzügen. Da sind zum Beispiel das Blaue Pony (ein Freund, zu dem Boney eine wahre Hassliebe entwickelt) die Schwarze Maar (die Ausgeburt des Bösen) oder auch der traumatisierte Hase Maxemilian, der so manchen Leser, so manche Leserin, an einen neurotischen Musiklehrer des 19. Jahrhunderts erinnert. Ein wenig aus der Zeit gefallen scheinen sie irgendwie alle zu sein, die sich in reicher Zahl aufreihenden Darsteller in Boneys wilder Reise durch eine Welt der Fragezeichen. So eben auch der äußerst kommunikative Mäuserich oder Murrdax, die wahrlich  zurückhaltende Kragenechse. Auch die obskure Burgherrin und Charles, der Butler, der Boney spontan an „ein in eine Ecke gestelltes Bügelbrett“ erinnert. Und, und und... Man unterschätze die Statisten nicht! Sie alle gehören dazu. Wie man es aus wahrer Literatur kennt. 

Als „Augenmensch“ kann ich nur sagen: Das ist Großes Kino! Harry Potter kennen wir, schon, aber Napieratas Boney kann da, wie ich meine, locker mithalten.

Denn: Feinfühlig legt die Autorin Figuren und Szenen über- und nebeneinander und dreht für uns auf diese Weise einen in eher pastellene Töne gehaltenen Film über Unvollkommenheit, Bosheit und Intrigen, Machtspiele und Hinterlist, aber auch Hoffnung, Freundschaft und Abenteuer. Ein Augenschmaus sind die liebevoll und treffsicher eingefügten Zeichnungen (allein das Titelbild verdiente, gäbe es ihn hier, einen Oscar) mit denen Gabriele Napierata ihre künstlerische Vielseitigkeit eindrucksvoll unterstreicht. Über fünfhundert Seiten hat das Werk. Na und? Eines sei verraten: Die Zeit vergeht im Flug! Und selbst wenn hie und da (= oft) die Fetzen fliegen und die eine oder andere Szene grenzwertig zu werden droht, fühlen sich die Lesenden nie „heruntergezogen“ oder „im Regen stehen gelassen“, sondern immer wieder -trotz allen Nebels- gleichsam in den Wind gestellt. In einen Wind aus Hoffnung, Zuversicht und – Humor. Man liest, liest, sieht, hört, und riecht. Man ist mittendrin.

Einfach ein klasse Buch! Ich habe es mittlerweile dreimal gelesen – was bei meinem Beruf (Organisationsberater bei einem großen IT-Konzern) ja was heißen will. Und meine Tochter (12) hat es dann auch mal spontan gegen ihr Smartphone eingetauscht.... Oho!!!



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Rezension zu "Des Hasens Pfeffer: Oder Elisas Suche nach dem großen Huhn" von Gabriele Napierata

Der Braumeister kennt dich…
Buchgespenstvor 4 Jahren

Elisa ist die verwöhnte, verzogene jüngere Tochter reicher Eltern, in einem kleinen englischen Ort, Ende des 19. Jahrhunderts. Ihre ältere Schwester Martha steht ganz in ihrem Schatten. Doch dann stirbt diese an Diphterie, während Elisa die Krankheit überlebt und das schlechte Gewissen packt das kleineMädchen. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche nach dem Geist ihrer Schwester, um sie um Verzeihung zu bitten. Dabei begegnet sie skurrilen Gestalten, die sie, jede auf ihre eigene Art, in Versuchung führen.

Eine skurrile Geschichte, die einen in ein Labyrinth führt. Schließlich ist man genauso verwirrt wie Elisa und weiß nicht mehr, worauf die Ereignisse hinauslaufen sollen. Das Buch sprüht vor Witz und Einfallsreichtum.

Ich habe es sehr gern gelesen. Es gibt viel zu lachen, manchmal zu schlucken und dann fragt man sich wieder, ob es tatsächlich ein Kinderbuch sein soll. Tatsache ist aber, dass dieses Buch ein turbulentes Märchen ist, das in jedem Lebensjahr anders gelesen werden kann: als Kind als phantastische Kindergeschichte, wenn man älter ist, philosophisch, kritisch und die eine und andere Szene liest man mit neuen Augen.

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