Gabriele Nicoleta Das Gift der Narzisse

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Inhaltsangabe zu „Das Gift der Narzisse“ von Gabriele Nicoleta

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung betrifft je nach Statistik zwischen 1 % und 4 % der Bevölkerung. Wichtig ist zu wissen, dass die Fachliteratur ausschließlich Narzissten erfasst, die in Behandlung sind. Narzissten begeben sich aber meist nicht in Behandlung. Ihr fester Glaube, sie seien perfekt, verhindert das Aufsuchen eines Therapeuten. Oft wird Narzissmus als Eigenliebe definiert. Narzissten können jedoch nicht richtig lieben. Weder andere noch sich selbst. Der narzisstische, emotionale Missbrauch innerhalb der Familie und besonders durch die Mutter bleibt oft unverstanden und unbemerkt. So auch bei Gabriele, die von frühester Kindheit an unter ihrer Mutter litt. 2013 gründete Gabriele eine Gruppe, um sich mit anderen auszutauschen. Sehr schnell merkte sie, dass die eigenen Mütter das Leben ihrer Töchter immer nach demselben Muster vergifteten: »Das Gift, das langsam wirkt, ist nicht weniger gefährlich als das Gift, dessen Wirkung man sofort spürt.« Dieses Buch nimmt den Leser mit in die Welt von Gabriele, die tagein, tagaus mit der Kaltherzigkeit ihrer Mutter Leni leben muss. Schon als Dreijährige fragte sie sich: Warum hat Mama mich nicht lieb? Umso mehr schmerzten sie die Worte ihrer Mutter: »Man kann dich nicht lieben.« Ihr Leben lang versuchte Gabi, ihre Mutter zu überzeugen, dass sie kein schlechter Mensch sei, doch egal was sie tat, es war immer falsch. Auf der Suche nach Liebe lernt sie Robert kennen, von dem sie drei Kinder bekommt. Weiterhin versucht sie, ihrer Mutter alles recht zu machen, um ihre Liebe zu erhalten. Egal was sie tut, es ist nie das Richtige. Als die Ehe in die Brüche geht, ist Gabi endgültig davon überzeugt, dass man sie nicht lieben kann. Erst ihr zweiter Mann erkennt, dass nicht Gabi das Problem ist, sondern ihre selbstsüchtige Mutter. Diese schmiedet einen perversen Plan, der Gabi so tief verletzen soll, dass sie sich davon nicht wieder erholen sollte.

Hat mich gefesselt, denn es hätte auch meine Lebensgeschichte sein können. Es ist sehr einfühlsam geschrieben und nimmt einen mit.

— tannenzapfen
tannenzapfen

Sehr lesenswert - eine Stimme für uns Betroffene!

— VeraHoehne
VeraHoehne

Für mich ein großartiges Buch. Es ist einfühlsam und ehrlich geschrieben. Das einzige Buch von einem Opfer.

— Diermeier
Diermeier

wundervolles buch! es hat mir die augen geöffnet!

— giesela
giesela

Dramatische Tatsachenbericht über eine Tochter ,die Opfer einer narzisstischen Mutter geworden ist.

— anja_bauer
anja_bauer

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    Das Gift der Narzisse
    tannenzapfen

    tannenzapfen

    08. November 2016 um 14:43

    Ich bin auf das Buch durch einen Zeitungsartikel "Meine Mutter war eine Narzisstin" Es machte ihr Spaß mich zu verletzen."Dies ließ mich aufhorchen, denn meine Mutter hatte auch Spaß daran, wenn ich litt. Deshalb habe ich das Buch gekauft und hatte das Gefühl, als sei es meine Geschichte.Gabi wird von klein auf emotinal und seelisch misshandelt. Sie findet Trost bei ihrer Oma, die sie aber auch nicht vor allen Gemeinheiten der Mutter schützen konnte. Selbst der Vater wählt lieber den Freitod als seiner Tochter zu helfen. Als Erwachsene hat sie sich so an die Gemeinheiten gewöhnt, dass sie immer noch nicht den Schritt der Trennung wagt.Erst am Sterbebett ihrer Mutter als diese keinen Frieden schließen wollte beschließt Gabi ihr zu verzeihen um selbst nicht so herzlos zu werden wie ihre Mutter.An vielen Stellen schnürrte es mir das Herz zu, weil ich ähnliches erlebt hatte. Durch dieses Buch weiß ich endlich, dass nicht ich die Böse bin, was sie mir mein lebenlang eingeredet hat, sondern meine Mutter.

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  • Endlich wird ein Tabu-Thema öffentlich ...

    Das Gift der Narzisse
    VeraHoehne

    VeraHoehne

    27. March 2016 um 17:47

    Autorin:Gabriele Nicoleta wurde 1964 in Regensburg geboren als erstes von zwei Kindern. Nachdem ihre narzisstisch gestörte Mutter den Besuch eines Gymnasiums untersagte, arbeitete sie in verschiedenen Berufen, bis sie selbst jung eine eigene Familie gründete. Sie hat drei Kinder aus erster Ehe, ist bereits Oma und lebt mit ihrem zweiten Ehemann und der jüngsten Tochter in der Nähe von München, wo sie als freiberufliche Fotografin tätig ist. Handlung:Gabriele wurde Anfang der 60er Jahre als erstes von zwei Kindern junger Eltern geboren. Für ihre Mutter, die ihre Arbeit aufgeben und sich fortan um ihr Kind kümmern müsste, war Gabriele nun für alle Zeiten das Synonym für alles, was in deren Leben schief läuft und bekommt dies seit frühester Kindheit zu spüren. Der einige Jahre später geborene, jüngere Bruder wird dagegen hofiert wie ein kleiner Gott. Die Mutter genießt es von Herzen, ihre Tochter zu beobachten, zu verletzen, zu demütigen und bis ins Erwachsenenalter Machtmissbrauch auszuüben. Als Gabriele feststellen muss, dass dieser Machtmissbrauch sogar über den Tod der Mutter hinaus noch Auswirkungen auf ihr Leben und das ihrer Familie hat, beschließt sie, sich alles von der Seele zu schreiben … Fazit:Das Cover hat Ähnlichkeit mit dem Cover eines Krimis. Die feingliedrigen, etwas düster dargestellten Blumen (wohl Narzissen) haben etwas Bedrückendes aber zugleich Faszinierendes an sich – ebenso, wie diese wahre Lebensgeschichte ist.Die 58 Kapitel haben eine sehr unterschiedliche Leselänge, neben den schonungslosen Berichten aus dem Leben der Autorin befinden sich im Anhang auch ein Literaturverzeichnis sowie Links zu Blogs von ebenfalls betroffenen Personen und zu fachlichen Seiten – davon leider wenig deutsche Seiten, was vielleicht Betroffene einmal anregen sollte, offener mit diesem Thema umzugehen.Ich bin selbst Betroffene und habe seit ich denken kann unter meiner narzisstischen Mutter gelitten. Bevor ich mit der Lektüre des Buches begonnen habe, habe ich einige Zeit überlegt, was dieses Buch wohl mit meiner Psyche anstellen mag. Anhand der in der Zeit verstärkt aufgetretenen nächtlichen Alpträume habe ich gemerkt, dass ich meine eigene Geschichte doch immer noch nicht so aufgearbeitet habe, wie ich mir wünschen würde.Die Lebensgeschichte von Gabriele Nicoleta ist sehr fesselnd und packend geschrieben – der Sprachstil sehr angenehm zu lesen – und ich hatte nur wenige Leseunterbrechungen. Ich fand es erschreckend, dass in den Köpfen narzisstischer Mütter offensichtlich überall das gleiche Basis-Schema existiert, mit dem sie vorgehen, um ihre Töchter zu demütigen, zu tyrannisieren und ihnen Schaden zuzufügen – und dann dabei noch Genugtuung und Macht empfinden. Viele Dinge, die in dem Buch geschildert sind, habe ich auch durchgemacht: Immer wieder die Aussage, ich sei ein Unfall gewesen; ich habe nie Anerkennung und Wertschätzung durch meine Mutter erfahren; konnte immer dabei zuschauen, wie meine beiden sehr viel älteren Brüder wie Götter behandelt wurden und jegliche Art von Zuwendungen – auch finanzieller Art – ausschließlich nur ihnen vorbehalten war; immer wenn ich versuchte, so zu sein, wie sie es sich wünschte, hat sie die Messlatte wieder höher gelegt, so dass ich ihr niemals etwas recht machen konnte; ich durfte kein Abitur machen und studieren, weil sie mir untersagte, dass ausgerechnet ich ihr länger auf der Tasche liege als nötig und bin in einen Beruf bei einem Arbeitgeber gedrängt worden, wo ich jahrzehntelang unglücklich war; ich habe keinerlei positive oder liebevolle Erinnerungen, dass sie sich mal besonders um mich gekümmert hat, wenn ich z. B. krank war; sie hat immer nur gefordert und zwar das, was sie selbst niemals bereit wäre zu geben; sie hat mir Freundschaften schlecht gemacht und versucht, mich zu isolieren; ich hatte keinerlei Privatsphäre; sie verbreitet (auch heute noch) Lügen über mich und mein Leben; sie manipuliert und sabotiert andere Menschen; sie versucht seit Jahrzehnten, andere Personen mit nicht existierenden Krankheiten emotional zu erpressen – und vieles  mehr, wie es auch in diesem Buch wiederzufinden ist.Ich selbst habe – im Gegensatz zur Autorin – keine Kinder und bin da auch ganz froh drüber, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass auch meine Mutter diese gegen mich ausgespielt hätte, wie sie es auch mit meinen Geschwistern und meiner Nichte immer wieder geschafft hat.Dies ist ein Punkt, den ich im Leben der Autorin nur sehr schwer nachvollziehen kann: Warum sie wirklich bis zum Tod der Mutter immer wieder und weiter versucht hat, Frieden mit ihrer Mutter zu schließen, was auch ihr eigenes Familienleben beeinträchtigt hat. Ich habe selbst viel zu spät den Kontakt zu meiner biologischen Familie abgebrochen – erst vor 6 J. mit 38 J. nach einem BurnOut und nach dem Tod meines Vaters. Obwohl das am Anfang sehr hart für mich war, weil meine Mutter mir ihre Abneigung gegen mich nur nochmal bestätigt hat mit dem Satz, dass sie ein schönes Leben mit ihren Söhnen hatte bis ich auf die Welt kam, habe ich beschlossen, dass ich nie wieder versuche, der Anerkennung meiner Mutter hinterherzulaufen. Seither bin ich frei von dieser seelischen Vergiftung, die zuvor mein Leben bestimmt hat, lebe überaus befreit und selbstständig, bin optimistischer, weniger ängstlich und habe nichts verloren, sondern enorm an Lebensqualität gewonnen. Die Suche nach einer Mutter, wie ich sowieso niemals haben werde, habe ich aufgegeben und mein eigenes Leben – unabhängig davon, ob es meiner biologischen Mutter passt – in die Hand genommen. Da die Kinder der Autorin bereits erwachsen genug waren, hätte man das Missverhalten der Großmutter durchaus thematisieren sollen.Qualitativ ist dies ein sehr gutes Buch, das Betroffenen endlich eine Stimme gibt! Ich habe in der ersten Zeit, als ich mich mit dieser Thematik meines eigenen Lebens befasst habe, einiges an psychologischer Fachliteratur gelesen, aber ansonsten leider fast gar nichts gefunden von Menschen, die selbst betroffen sind. Offenbar handelt es sich bei seelischem Missbrauch durch die eigene Mutter um ein Tabu-Thema, vielleicht auch, weil es so subtil stattfindet und nicht greifbar und sichtbar ist und sich die Betroffenen eher sorgen müssen, nicht selbst als “Querschläger” oder verrückt abgestempelt zu werden, weil diese narzisstischen Mütter oft zwei Gesichter zeigen: das öffentliche Gesicht, das jeden glauben lassen soll, was sie für eine gute Mutter ist, und das private, das ausschließlich dem betroffenen Kind gezeigt wird.Im Zusammenhang mit meinem Leben bin ich sehr oft gefragt worden, was denn wäre, wenn meine Mutter sterben würde. Aber gestorben ist sie für mich eigentlich schon lange. Und bei einer Beerdigung wäre ich mir sicher, dass sie und ihr Lieblingssohn – ähnlich wie die Mutter der Autorin – sich eine besondere Inszenierung einfallen lassen würden, damit diese Stigmatisierung des nicht liebenswerten Kindes (wie auch im Buch beschrieben) ein Leben lang weiterhaften bleibt.Ich kann allen Betroffenen raten, dieses Buch zu lesen, aber ohne zu erwarten, hieraus Ratschläge zu ziehen.Von mir gibt es hierfür eine 4****-Leseempfehlung und einen Dank an die Autorin, die mit diesem Werk hoffentlich auch andere Betroffene ermutigen wird, mit ihrer Lebensgeschichte an die Öffentlichkeit zu gehen.

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  • 100% ig zu empfehlen. Seelischer Missbrauch einer narzisstischen Mutter an ihrer Tochter!!!!!!

    Das Gift der Narzisse
    Diermeier

    Diermeier

    06. February 2016 um 14:53

    "Hör endlich auf, mir ein Loch in den Bauch zu fragen!", schrie meine Mutter wütend, wenn ich ihr solche Fragen stellte. "Du bringst mich noch ins Grab mit deiner dauernden Fragerei." Ich hielt auf der Stelle den Mund. Die Erinnerung an das schwarze Pferd machte mich stumm. Ich wollte nicht schuld sein am Tod meiner Mutter. Wenn ich nur daran dachte, wie es wohl wäre, sie vor mir zu sehen, mit einem Loch im Bauch, so groß wie ein Suppenteller, überkam mich solche Angst, dass ich es kaum noch wagte, mit ihr zu reden, aus Furcht, ich könnte aus Versehen eine Frage stellen.    Ich träumte sogar davon. Es war der immer gleiche Traum. Meine Mutter lag in ihren Bett, die Decke bis unter das Kinn hochgezogen, das Gesicht schmal und bleich, die Lippen grau, und mit dicken, dunklen Ringen unter den Augen. Ihre abgemagerten Hände lagen auf dem Deckbett, das sich bei jedem Atemzug hob und senkte. In meinem Traum stand ich neben dem Bett und schämte mich. Das Wissen, dass ich Schuld am Zustand meiner Mutter war, peinigte mich unsäglich. Ich wollte es wieder gut machen und überlegte fieberhaft, wie ich das anstellen könnte. Mir fiel nichts ein. "Wirst du wieder gesund?", fragte ich schließlich mit weinerlicher Stimme. Statt zu antworten schlug meine Mutter langsam das Deckbett zur Seite und zeigte mir ihren Bauch. Erst jetzt wurde mir klar, dass ich schon wieder eine Frage gestellt hatte. Ich fing an zu weinen.   Das hat mich sehr ergriffen, da mir es auch so ähnlich ging. Immer sagte sie mir, dass ich einmal an ihren Tod schuld sein werde, weil ich so schlecht bin.  Mir hat dieses Buch geholfen mein Leben als das zu sehen was es ist. In meinen Augen war sie ein Kühlschrank jetzt ist sie eine Narzisstin und ich mache mir keine Hoffnung mehr, dass sie sich ändert. Danke für dieses großartige Buch und ihr werdet vieles mit anderen Augen sehen.

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  • endlich aufatmen können dank dieses buches

    Das Gift der Narzisse
    giesela

    giesela

    02. February 2016 um 14:59

    ich habe dieses buch gekauft, weil eine freundin meinte ich würde meine mutter wieder erkennen. neugierig fing ich zum lesen an und war nur noch am heulen. in vielen erkannte ich mich wieder und bin so dankbar, dass endlich einer den mut hatte darüber zu schreiben. ich kann wieder atmen ohne angst und weiss jetzt auch was ich zu tun habe ohne angst und reue. die geschichte von gabriele könnte die geschichte von uns allen sein und jeder der das besitzt was unseren müttern fehlt  "empathie" der kann das alles spüren was gabriele durch gemacht hat. es ist alles so plastisch geschrieben mit allen schmerzhaften erlebnissen, dass man bis zum schluss hofft, dass es ein happy end gibt, doch wer so eine mutter hat weiss, dass es das nie geben wird. das einzige was ich schade finde ist...dass dieses buch erst jetzt auf den markt ist und ich 38 jahre im glauben "an allem schuld zu sein" gelebt habe. auch wenn meine mutter das buch heute verbrannt hat wird dies nichts ändern daran, dass ich jetzt weiß, das ich völlig normal bin. ich kann es allen empfehlen, die zweifel an der mutter kind beziehung haben. aber auch den ganzen verwandten, freunden, ärzten, lehrern,  jugendämter usw.  jeder sollte das leid spüren das ein kind durchlebt das seelische misshandlung erfahren hat.

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  • Weniger ist manchmal mehr

    Das Gift der Narzisse
    anja_bauer

    anja_bauer

    Gabi ist das ungeliebte Kind, das die Mutter nie gewollt hat. Und das bekommt sie ständig zu spüren.  Dagegen ihr Bruder Toni wird von Mutter Leni verwöhnt und behütet. Er darf alles und sie glaubt ihn alles, auch wenn er log. Einzig allein ihre Oma Resi und ihre Tante Anke halten zu ihr, können ihr aber auch nicht von den Demütigungen der Mutter fern halten.  Ein Leben lang quält sich Gabi mit dem Wissen, nicht gewollt zu sein und leidet unter den ständigen Demütigen, Spott und Hass ihrer Mutter. Erst durch ihren zweiten Mann Christian steht ihr bedingungslos zur Seite und durch ihn erkennt sie die Krankheit der Mutter. Doch wird sie es nun endlich schaffen, sich gegen die Mutter zu wehren und sich endlich durchzusetzen. Das Gift der Narzisse von Gabriele Nicoleta ist ein Tatsachenbericht über eine Narzisstische Mutter, die ihre Tochter mit ihren Demütigungen, Hass und Spott langsam deren Seele vergiftet. Gabi zweifelt ständig an sich selber und fühlt sich nicht wert. Tief beschreibt sie die Gemeinheiten von ihrer Mutter und deren verbreitete Lügen. Egal was Gabi macht, es ist immer falsch und gelogen. Auch die Liebe, die sie sich sehnlichst wünscht, bekommt sie nie. Nur seelische Schläge. Als sie dann ihren ersten Mann kennenlernt, glaubt sie nicht daran, dass jemand sie lieben könnte, schon gar nicht bei ihren zweiten Mann.  Gabi beschreibt in diesem  Roman die ganze Tiefe einer Narzisstischen Person und deren Verhalten. Viel zu spät erkennt dann Gabi was wirklich mit ihrer Mutter los ist. Im Letzen Teil wird sie ausführlicher und beschreibt die Symptome der Narzissmus und nennt gleich Beispiele anhand ihrer Mutter in deren Verhalten. Das Buch, welches 384 Seiten lang aus der Sicht von Gabi geschrieben wird, beschreibt ausführlich die Kindheit und das Erwachsen werden von ihr. Aber auch als sie schon ein selbständiges Leben führt leidet Gabi unter ihrer Mutter Leni. Selbst nach ihren Tot kommt sie nicht zur Ruhe. Am Anfang hat man noch viel über die Tante Anke gelesen und wie sie Gabi beigestanden hat, doch umso weiter  das Buch geht, umso mehr geraten die Verwandten in den Hintergrund. Was ich bei Anke nicht so verstehe, wo sie doch so ein gutes Verhältnis zu Gabi hatte und wusste wie sie unter ihrer Mutter litt. Warum steht sie nicht oft auch im Erwachsenen alter ihr zur Seite? Und überhaupt, gerade Anke und die Oma Resi wussten doch von der seelischen Misshandlung. Warum haben sie nichts unternommen?  Genau wie die Kindergartenschwester. Das geht mir echt gesagt nicht in den Kopf rein. Gut, in den 60 Jahren hat man sich vielleicht noch nicht so in Familienangelegenheiten eingemischt, aber trotzdem finde ich es etwas schade, dass nichts unternommen wurde. Gabriele schreibt viel über ihre seelische Misshandlung und gerade in der zweiten Hälfte des Buches sind viele Wiederholungen, von dem was ihr angetan wurde. Und sie kommt nicht von ihrer Mutter los, trotz der vielen Demütigungen. Gabriele kommt mir vor wie eine geschlagene Ehefrau, die immer und immer wieder zu ihren Ehemann zurückkehrt. Ich verstehe auch Christian, ihren zweiten Ehemann nicht, der das zulässt, dass die Mutter ihre erwachsene Tochter weiterhin seelisch misshandelt. Aber ich glaub auch, dass eine „normal“ aufgewachsener Mensch das nicht so versteht, genau wie man eine geschlagene Ehefrau man nicht versteht. Trotzdem fand ich es zuletzt ein wenig nervig, ewig davon zu lesen und ich finde, man hätte das Buch auch gut um 100 Seiten kürzer machen können und trotzdem alles sagen. FAZIT: ES ist ein guter Einblick in eine kranke Persönlichkeit, die ihr Kind seelisch misshandelt. Aus der Sicht des Opfers, was so eindringlich nicht oft vorkommt. Trotzdem finde ich das Buch im Letzen drittel recht zäh und ich kann oft nur den Kopf schütteln, das Gabi es immer und immer wieder zulässt , sich demütigen zu lassen und auch ihre Kinder dann  der seelischen Gewalt der „Oma“ aussetzt.  Von den Punkt an hätte Gabi mal durchgreifen müssen und ihre Kinder in Schutz nehmen müssen und sich mit Hilfe von Christian, ihren zweiten Ehemann, zur Wehr setzen müssen. Schließlich hat er es ja angeboten und auch versucht. Verstehe ich das einfach nicht als normal aufgewachsener Mensch oder bin ich da zu streng? Ich weiß es nicht, ich weiß nur, wie ich dann endlich gehandelt hätte und den Kontakt abgebrochen hätte. Schluss, Aus, Ende . Aber vielleicht sage ich das so einfach. Trotzdem finde ich das Buch lesenswert, weil man einen tiefen Einblick in eine Narzisstische Persönlichkeit bekommt. Aber wie gesagt 100 Seiten weniger hätte es auch getan.

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