Gabriele Prohaska-Marchried

 3.9 Sterne bei 14 Bewertungen

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Das schöne Lied der Marie Anne Mozart

Das schöne Lied der Marie Anne Mozart

 (14)
Erschienen am 08.06.2015

Neue Rezensionen zu Gabriele Prohaska-Marchried

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Booky-72s avatar

Rezension zu "Das schöne Lied der Marie Anne Mozart" von Gabriele Prohaska-Marchried

Eine vergessene Lebensgeschichte
Booky-72vor 2 Jahren

Sehr schönes Buch, vor allem sehr interessant natürlich für Musikliebhaber und Mozartkenner.

Hier geht es allerdings um seine begabte Schwester und ihre persönliche Lebensgeschichte näher kennenzulernen.

Detaillierte Beschreibung der damaligen Zeit und damit ist ein gutes Hineinversetzen des Lesers möglich.

Warum weiß man allgemein nichts über die Schwester des Komponisten? Das ist sicher am meisten der Tatsache geschuldet, dass Frauen damals einen anderen, niedrigen Stand in der Gesellschaft hatten. Frauen hatten Haushalt und Familie zu versorgen, einen Beruf hatten sie nicht. Gefangen in der Ehe und dem Mann untergeordnet.

Detaillierte Beschreibung der damaligen Zeit und damit ist ein gutes Hineinversetzen des Lesers möglich. Auch der Schreibstil gefällt mir und der Aufbau des Buches ist sehr gut gemacht.

 

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Isaoperas avatar

Rezension zu "Das schöne Lied der Marie Anne Mozart" von Gabriele Prohaska-Marchried

Außergewöhnlich, aber lohnenswert
Isaoperavor 2 Jahren


Ich lese persönlich sehr gerne historische Romane und oft gefällt mir dabei die Sprache, wenn sie sehr authentisch ist. In diesem Roman ist das auf jeden Fall so, allerdings muss ich direkt sagen, dass es sich dadurch auch um keine leichte Lektüre handelt. Der Schreibstil ist bisweilen recht umständlich und nicht alles ist leicht zu verstehen, allerdings habe ich mich gut daran gewöhnt und konnte das Buch gut in einem Rutsch lesen.
Die Handlung ist nicht immer chronologisch, was die Lektüre ebenfalls teilweise etwas schwieriger macht. Inhaltlich ist die Geschichte aber sehr packend & berührend und ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch gelesen habe!
Es lohnt sich sehr, nicht nur mehr über die Schwester von Mozart, sondern auch das Frauenbild im 18. Jhd. zu erfahren und obwohl ich mich in dieser Zeit ganz gut auskenne, waren viele Aspekte für mich sehr neu & interessant. Die Rolle als Ehefrau und Mutter barg in dieser Zeit ganz andere Regeln und Herausforderungen als heute und ich muss sagen, dass ich viel Respekt vor Marie Anne Mozart gewonnen habe, die nicht nur sehr musikalisch war, sondern wirklich auch ein hartes Leben hatte.

Dieses Buch möchte ich Fans von historischen Romanen mit starken Frauenfiguren sehr ans Herz legen - auch wenn man sich erst einfinden muss, lohnt es sich!

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Ladybella911s avatar

Rezension zu "Das schöne Lied der Marie Anne Mozart" von Gabriele Prohaska-Marchried

Hoffnungen und Träume einer starken Frau - zu jener Zeit unerfüllbar und im Keim erstickt
Ladybella911vor 2 Jahren

Das „Nannerl“ um die innig geliebte Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart geht es in diesem Buch.

Auch sie hatte ein großes Talent und hat komponiert, aber in der damaligen Zeit in welcher sie lebte, war dies für eine Frau ein Ding der Unmöglichkeit.Eine Frau war in ihrer Ehe zwar materiell versorgt, unterstand aber in allen Belangen der Willkür ihres Mannes und hatte keinerlei Rechte geschweige denn eigenes Geld oder eigenen Besitz. Mit ihrer Heirat ging etwaiges Vermögen in den Besitz des Ehemannes über.

In einer wunderschönen bezaubernd poetischen Sprache entführt uns die Autorin in die Welt und die Zeit der Marie Anne Mozart. Einerseits in eine verschwenderische großzügige Welt der Besser gestellten, andererseits in eine kleingeistige engstirnige Welt der weniger Besitzenden. Marie Anne wird sozusagen regelrecht in eine ungeliebte Ehe mit einem wesentlich älteren Mann verschachert, da sie jung und unberührt war, gab es für sie eine hohe Abgeltung.

Und dennoch durfte auch sie den Zauber einer großen aber unerfüllbaren Liebe erleben, die sie alle Erniedrigungen, Demütigungen und Gewalt ertragen ließen. Die eigentümlich authentische Sprache versetzt den Leser mitten hinein in diese Zeit, ist allerdings nicht unbedingt leicht zu lesen, aber es lohnt sich. Denn wenn man sich einmal hineingefunden hat, zieht einen diese Geschichte und die Art und Weise wie die Autorin mit der Sprache spielt, unweigerlich in ihren Bann. Die Geschichte dieser starken, liebesfähigen Frau hat mich fasziniert und berührt, und ich werde sie sicher noch des Öfteren zur Hand nehmen, einfach um zu genießen.

Ich kann sie jedem historisch interessierten Leser nur wärmstens empfehlen denn der eigenartige Zauber dieser Geschichte geht ins Herz.


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Gespräche aus der Community

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S
Liebe Leserinnen, liebe Leser! 


Als ich erfuhr, dass Mozarts Schwester auch komponierte und ihr Bruder ihr in einem Brief schrieb, dass er ein Lied von ihr schön findet, habe ich mich gefragt: Warum ist keine Komposition dieser Frau, die wahrscheinlich genial war, erhalten? Um einer Antwort näher zu kommen, habe ich viele Texte der damaligen Zeit, natürlich auch der Familie Mozart gelesen. Was ich über Lebenssituationen in jener Zeit mächtiger Autoriäten herausgefunden habe, hat mich schockiert. Auf dem Untergrund der Recherchen macht der Roman weiße Flecken farbig. 
Was meint ihr, könnte ein Grund sein, dass wir keine Komposition von Maria Anna Mozart kennen? (Maria Anna war ihr Taufname, "Marie Anne" stand auf ihrem ersten Notenbuch...)
Da dies mein erster Roman ist (habe zuvor Verschiedenes gemacht, einiges steht auf meiner Amazon-Seite) freu ich mich ganz besonders auf  den Gedankenaustausch mit euch!
Herzlich,
Eure Gabriele Prohaska-Marchried










Zur Buchverlosung
S
  • Ich schlage folgende Unterthemen vor:
  1. Die Rückerinnerungen von Marie Anne auf der Fahrt nach St. Gilgen zu ihrer Zwangsverheiratung. Erinnerungen an ihre Kindheit und an ihre Liebe zu einem anderen Mann. Warum lehnte ihr Vater ihre große Liebe ab und setzte sie unter Druck, einen fremden Mann zu heiraten? Sind es wirklich nur finanzielle Gründe? Warum fügte sie sich dem Vater? Hätte sie rebellieren können? Was wären die Folgen gewesen?
  2. Ihre unglückliche Ehe mit einem hartherzigen Richter, der auch Angeklagte foltern lässt und Todesurteile fällt; von Todesstrafe bedrohtes Verhältnis mit dem geliebten Mann und Geburt eines Sohnes, der möglicherweise dessen Kind ist; Für wie wahrscheinlich hält ihr dieses Verhältnis? Der Vater behält das Kind bei sich in Salzburg. In einem Brief schreibt er der Tochter: "Herr von d'Yppold (ihre große Liebe) kommt alle Tage, er ist erstaunlich um das Kind besorgt…"; Geburt von zwei Töchtern unter mehr als problematischen Umständen. Warum behält ihr Vater ihren Sohn? Und könnte es gewesen sein, dass Marie Anne entgegen dem Verbot ihres Mannes nach Salzburg zu ihrem kranken Kind fährt? Dies ist nicht historisch verbürgt. Würde es zu ihrem Charakter passen?
  3. Marie Anne kämpft unter widrigen Umständen für die Herausgabe von Werken ihres Bruders. Warum sind ihre Kompositionen nicht dabei? Zumindest wissen wir ja von dem "schönen Lied“… Marie Anne versucht ihre Tochter Jeanette zu beschützen, die eine Künstlerlaufbahn einschlagen will;  schließlich die Greisin in einer fremden Zeit, die erblindet Noten zur Aufbewahrung in ein Kloster bringt. Können wir Marie Anne Mozart als starke Frau bezeichnen?


  1. Nicht zuletzt: Sorry, dass die Einladung zur Leserunde zeitlich knapp erfolgt - die Statements zur Buchverlosung waren so interessant, dass ich gespannt bin auf die Rückmeldungen einer Leserunde ! (Bei der nächsten Veröffentlichung find ich mich besser im System von LovelyBooks zurecht!)
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