Sowieso allein

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Inhaltsangabe zu „Sowieso allein“ von Gabriele Vasak

Lena und ihre beste - und einzige - Freundin Klara sind eine verschworene Gemeinschaft. Alles machen sie zusammen: Klamotten kaufen, Drogen konsumieren und Geld stehlen. Doch Klara duldet keine anderen Menschen in dieser engen und symbiotischen Freundschaft. Bis Lena Klaras Eifersucht nicht mehr ertragen kann. Lena erzählt in diesem packenden Monolog wie es soweit kam. Und warum sie sich immer noch allein fühlt.

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  • Rezension zu "Sowieso allein" von Gabriele Vasak

    Sowieso allein
    Sarlascht

    Sarlascht

    27. September 2011 um 15:58

    Lena und ihre beste Freundin Klara sind untrennbar, alles machen die Beiden zusammen. Sei es jetzt Einkaufen, Drogen nehmen, Geld stehlen, Leute veralbern, oder die Schule hassen.
    Was Klara jedoch nicht ertragen kann, wenn ihre einzige Freundin, sich mit anderen Menschen vergnügt, sie möchte Lena einfach nur für sich alleine besitzen, was zu Beginn harmlos klingt, wird immer mehr zu einem gefährlichen Spiel.
    .
    Das Buch wird aus der Sicht von Lena erzählt, die sich in ihrem neuen Schuljahr nicht zu Recht findet. Bei der Wahl nach einem Sitzplatz, ist einer neben einem Mädchen frei, dass Lena sofort fasziniert. Auch Klara scheint kein besonderes Interesse an der Schule, geschweige denn an ihren Mitschülern zu haben. Zuerst, ohne Worte, nähern sie sich langsam an und in ihrem Hass auf die Welt, finden sie zusammen. Ihre Mitschüler bezeichnen sie als „Scheißkind“ fühlen sich ihnen meilenweit überlegen, sind sie doch schon fast erwachsen und was die anderen in ihrem Alter reden, ist sowieso nur Kinderkram.
    Nachmittags, wenn sie in der Stadt unterwegs sind, begeben sie sich auf Klautouren, weil meistens haben sie zwar Geld, besonders Klara verfügt über einen sehr spendablen Vater, da dieser sich nach der Scheidung schuldig fühlt, wenn es jedoch doch mal knapp werden sollte, werden einfach in Klamottenläden Brieftaschen gestohlen. Mit dem Geld finanzieren sie sich diversen Luxus, nebenher aber öfters Drogen. Je länger die Zwei befreundet sind, desto unzertrennlicher werden sie, so dass es öfters dazukommt, dass sie die Schule schwänzen und lieber in der Stadt unterwegs sind, dort die Menschen mit ihren albernen Streichen ärgern, was sie niemals als kindisch bezeichnen würden, sondern einfach nur als lustig.
    Lena beugt sich meistens Klara und tut alles, um diese nicht zu verärgern. Dazu gehört es auch, sich immer alles anzuhören, was sie zu sagen hat. Ihr Wort ist Gesetz, wenn es auch manches Mal bedeutet, dass es für Lena niemanden neben Klara geben darf.
    Noch hält Lena die Situation aus, die Frage ist nur, für wie lange noch.
    .
    Eine Meinung, ich sollte eine Meinung zu dem Buch haben und weiß doch nicht wirklich was schreiben. Das Buch hat mich einwenig an die Nachmittagssendungen auf RTL erinnert. Eine saufende und kiffende Jugend, die sich von niemanden etwas sagen lassen will. Zuerst dachte ich, die Autorin wird jetzt garantiert mit jedem Klischee auffahren, was es überhaupt gibt und sie tut es tatsächlich, wobei es, hat man das Buch gelesen, zu einer schrecklichen Wahrheit wird. Lena und Klara gehen auf Parties, machen alles um schnell betrunken zu werden, wichtig ist ihnen nur, Spaß zu haben. Eines der absurdesten Erlebnisse für mich war, Lenas Entjungferung. Auf einer Party hat sie einfach beschlossen, dass heute dafür der richtige Tag ist, daraufhin betrinkt sie sich maßlos und sucht einen Jungen aus, der eben gerade da ist. Ganz unromantisch erlebt sie ihr erstes Mal in einem Kellerabteil, einfach nur, weil sie es hinter sich haben wollte. Dieser Vorfall ist genau beschrieben, lässt die große Sehnsucht in Lena erkennen, die doch in ihr ist, aber weil sie nicht weiß, wonach sie sich sehnt, versucht sie es mit den Sex, Drogen und Alkohol.
    Die Sprache des Buches ist schon relativ derb, aber eigentlich nur so, wie sich Jugendliche heute eben unterhalten und genau das macht den Roman so authentisch.
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    Was mich allerdings nach dem Lesen relativ irritiert hat, ist der Satz „Wo hört Freundschaft auf und wo fängt Abhängigkeit an?“ auf dem Klappentext. Klaras Abhängigkeit finde ich jetzt nicht wirklich nennenswert, natürlich will sie die einzige und beste Freundin von Lena sein, aber bis auf zwei Situationen, kommt es nicht wirklich deutlich hervor. Eher ist es eine kleine Eifersucht, die sie an den Tag legt. Bis zumindest auf dem Schluss, bei dem ich mir zu Anfang dachte: jetzt nicht mit den Klischees übertreiben, allerdings zeigte die stattfindende Situation, dass Klara nicht nur zu Eifersucht und Tränen greift, um Lena zu halten und ihr ein schlechtes Gewissen zu machen. Nein, sie würde auch einen Schritt weitergehen.
    Der Leser erfährt nicht, ob Lena sich auf dieses Spiel einlässt, weil es ein offenes Ende gibt, jedoch bleiben ganz viele Gedanken an die Geschichte zurück.
    Einerseits denkt man sich: Ist die Jugend heute wirklich so? Habe ich diese Verhaltensweisen nicht auch schon mal gesehen?
    .
    Was man beim lesen nicht außer Acht lassen darf: Lena erzählt die Geschichte, was leicht den Eindruck erwecken lässt, dass die komplette heutige Jugend verkorkst ist. Wobei es eher daran liegt, dass sich Lena und Klara eben mehr mit Gleichgesinnten einlassen, nicht gerade verantwortungsbewusste Personen in ihr Leben lassen.
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    Fazit: Für mich eine große Überraschung, hatte mir eigentlich nur ein Buch für zwischendurch erwartet, habe allerdings eines präsentiert bekommen, was über die Jugend nachdenken lässt und einen oft ratlos zurücklässt, weil man viele Verhaltensweisen nicht verstehen kann/will. Sich fragt, ob es wirklich schon so schlimm um die Jugend steht. (wie allerdings erwähnt, es gibt auch die Ausnahmen, welche man niemals vergessen sollte)

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