Gabriele Wolff Ein dunkles Gefühl

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Inhaltsangabe zu „Ein dunkles Gefühl“ von Gabriele Wolff

Authentisch und hochaktuell: der neue Roman der Glauser-Preisträgerin!<br /><br />Als die 13-jährige Jenny behauptet, ihr Stiefvater habe sie vergewaltigt, steht die routinierte Oberkommissarin Friederike Weber vor einem schwierigen Fall. Die Aussagen sind widersprüchlich und Weber vermag kaum noch, Wahrheit und Lüge voneinander zu unterscheiden. Was verbirgt Jenny, die sich heimlich mit einem Studenten traf, der plötzlich unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt?<br /><br />Mit der psychologischen Raffinesse einer Patricia Highsmith.<br /><br />

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  • Rezension zu "Ein dunkles Gefühl" von Gabriele Wolff

    Ein dunkles Gefühl

    Cabriofahrerin

    11. March 2009 um 15:05

    Kein Krimi zum Fürchten Der Krimi von G. Wolff ist ein ruhiger, leiser Roman. Er erzeugt seine Spannung nicht durch eklige Beschreibungen blutrünstigen Abschlachtens, grausamer Folterungen, widerlicher Vergewaltigungen der Akteure. Auch lebt er nicht in der z. Zt aktuellen Vampir- und Werwolfmanie. Das hat mir sehr gut gefallen. Der Sprachstil der Autorin ist gekennzeichnet durch sehr detaillierte, mit Adjektiven angereicherte Beschreibungen der handelnden Personen, der Tatorte, der Arbeitssplätze - hier die Kommissariate - oder der Umgebung. Dieser Stil wird nie durchbrochen, selbst in den Beschreibungen der kriminellen Handlungen und der daraus resultierenden Konsequenzen. Das Buch ist in tägliche Zeitraster eingeteilt, d. h. es beginnt am "Sonntag, 1. Mai" und endet am "Freitag, 13. Mai". Dies ist eine sehr schnelle Sachbearbeitung. Aber für den Leser fließt die Zeit langsamer dahin. Friederike Weber, Kriminaloberkommissarin, untersucht zunächst die Ursachen, die zum Tod eines jungen Mannes, Markus Vierling, geführt haben. Man findet ihn leblos in seinem Zummer. Er hatte zuletzt Kontakt mit Mira, die von ihm Nachhilfestunden erhielt. Seine letzte Begegnung soll er allerdings mit der geheimnisumwitterten und nicht auffindbaren Jessica gehabt haben ... Friederike Weber wird aber dann von diesem Fall abgezogen und ins Kommissariat für Sexualdelikte versetzt. Ihr neuer Fall: die dreizehnjährige Jenny, die ihren Stiefvater angezeigt hat. Er soll sie vergewaltigt haben ... Diese beiden Handlungsstränge verlaufen zunächst parallel, berühren sich dann aber während der Beerdigung des Markus Vierling. Auf dem Friedhof glaubt Friederike, Jessica gesehen zu haben ... Der eigentliche Showdown, die Aufklärung beider Fälle, vollzieht sich auf den letzen ca. 30 Seiten. Beide Fälle gehören zwangsläufig zusammen. Die Auflösung wirkt nicht schriftstellerisch konstruiert.

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