Gabriele Zienterra Stop Cheap Speak

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Inhaltsangabe zu „Stop Cheap Speak“ von Gabriele Zienterra

Cheap Speak, das kennt jeder: wenn uns Bekannte lautstark von ihren zweifelhaften Meinungen überzeugen wollen oder der Kollege sich mit großen Worten mal wieder aufplustert wie ein Pfau. Die große Show, aber nix dahinter Hauptsache, man gewinnt Aufmerksamkeit! Kommunikationstrainerin Gabriele Zienterra zeigt uns, wo die Ursachen von Cheap Speak liegen und wie wir verhindern, dass Gespräche zu Einbahnstraßen werden und wieder zu einer wertvollen Kommunikation finden.

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  • "Der moderne Mensch hat seinen Fokus und damit seinen Halt und die Klarheit über sich selbst verlore

    Stop Cheap Speak
    R_Manthey

    R_Manthey

    24. June 2015 um 10:42

    Eine verblüffende Aussage, die man in diesem Ratgeber für eine "wertvollere Kommunikation" findet. Wenn man sich etwas mit Logik beschäftigt hat, dann weiß man, dass es viel Freude erzeugen kann, wenn man Aussagen auf den anwendet, der sie trifft. Wenn die Autorin also ein moderner Mensch sein will, dann muss es bei ihr auch Schwierigkeiten mit dem Halt und dem Fokus geben. Leider gibt es neben dieser und anderen wegen ihrer übertriebenen Allgemeinheit zumindest fragwürdigen Behauptungen auch sonst noch jede Menge unfreiwillige Komik in diesem Buch. Das beginnt bereits mit dem Titel. Sicher wird der moderne Mensch keine Probleme haben ihn zu verstehen. Auf der Buchrückseite liest man dann allerdings unter der Überschrift "Gib dem Blabla keine Chance!", dass es beim Cheap Speak hauptsächlich darum ginge, Aufmerksamkeit zu erregen. Was aber macht denn dieser seltsame Buchtitel, den man genauso kurz auch in der eigenen Muttersprache formulieren könnte, anderes? Wir sollen also mit diesem Ratgeber lernen, wertvoller zu kommunizieren. Bisher kam mir das Wort "wertvoll" in Verbindung mit "Kommunikation" noch nicht in den Sinn. Sollte es nicht bei einer wie auch immer gearteten Kommunikation zunächst einmal vor allem darum gehen, sich verständlich auszudrücken und den Gesprächspartner zu überzeugen oder wenigstens das eigene Anliegen möglichst verlustfrei anzubringen? Die Wortwahl der Autorin im Untertitel erweist sich leider nicht als Ausrutscher. Statt ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht zu führen, empfiehlt sie ihren Lesern die Face-to-Face-Kommunikation. In einem Buch über eine bessere Kommunikation sollte man schließlich auch sinnfreie Sätze wie: "Achten Sie auf Ihre Body Signals. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Body Signals sind Signale des Körpers, die Sie im Grunde jeden Tag empfangen können ..." (S. 196), besser vermeiden. Worum geht es in diesem Buch? So richtig klar ist mir das erst nach der Hälfte des Textes geworden. Die Autorin beklagt zunächst sehr ausführlich das tägliche dumme Geschwätz, mit dem man fast überall überzogen wird. Wenn man ihr glaubt, dann wäre dies etwas völlig Neues und hätte etwas mit dem Zeitgeist zu tun. Leider ist billiges Gerede so alt wie die menschliche Zivilisation, weil es mit dem menschlichen Drang nach Selbstdarstellung eng verbunden ist. Das einzig wirklich Neue an unserer Zeit ist wohl, dass man damit viel offener konfrontiert wird, weil moderne Kommunikationsmittel und die sogenannten sozialen Medien erst die Plattform für die massenhafte Offenbarung von Dummheit und Selbstdarstellung bieten. Der Autorin liegt am Herzen, dass ihre Leser lernen, in Gesprächen, Vorträgen oder Präsentationen besser auf ihre Gegenüber einzugehen. Dass sie lernen, erst zu verstehen oder zu erforschen, um was es anderen geht. Das muss man wohl unter "wertvoller" Kommunikation verstehen. Alle sollen sich beim Kommunizieren wohlfühlen, dann klappt es auch mit dem Verständnis. Wir sollen den anderen entdecken, "in die Welt des anderen eintauchen", wie die Autorin schreibt. Sie gibt dazu im Text zahlreiche Ratschläge. Aber dann kommen sie wieder, diese Widersprüche. Gegen Ende des Buches erzählt sie von einem Juristen, der Zweifel an ihrem Konzept äußerte. Plötzlich ist Schluss mit dem Entdecken. Dann heißt es: "Der Mann kostet uns Kraft". Dabei hätte sie vielleicht viel über ihr Konzept herausfinden können, eben weil dieser Mensch "überkritisch" und "überskeptisch" war. Grund zu Zweifeln gibt es in der Tat. Nach meiner jahrelangen Erfahrung mit Vorträgen und Vortragenden scheint es bei der Veränderbarkeit kommunikativer Grundfertigkeiten enge Grenzen zu geben. Da muss man sich nur einmal prominente Beispiele ansehen. Bei der gegenwärtigen Bundeskanzlerin hat sich frisurtechnisch mehr geändert als an ihren Fähigkeiten, Reden zu halten. Und das, obwohl sie sicher keine schlechten Lehrer hatte. Und aus einem Buch wie diesem kann man Veränderungen an den eigenen kommunikativen Fähigkeiten wohl nur in noch engeren Grenzen herbeiführen. Schließlich sind dies nicht nur praktische Dinge, die man verbessern muss, sondern vor allem solche, die tief in die Persönlichkeitsstruktur eingehen. Man kann einem leidenschaftsarmen Redner zwar erklären, dass er mit mehr Leidenschaft vortragen soll, helfen wird man ihm damit aber eher nicht. Und einen unsensiblen Typen, der während eines Gespräches dauernd auf seine Lebenshilfe starrt oder gar Telefonate abnimmt, auf sein merkwürdiges Verhalten hinzuweisen, wird wohl auch ein hoffnungsloses Unterfangen bleiben. Vermutlich werden diejenigen, die ein solches Buch gebrauchen könnten, weil sie anderen mit ihrem "Cheap Speak" auf die Nerven gehen, sich dieses Werk weder kaufen, noch es lesen. Für andere enthält es einige gut gemeinte Ratschläge, die allerdings reichlich unsystematisch im Text versteckt wurden. Ob sie tatsächlich von praktischem Nutzen sind, sei einmal dahingestellt. Mir hat dieses Buch nicht besonders gefallen. Für das durchaus verständliche und sympathische Anliegen der Autorin gibt es allerdings einen Zusatzstern.

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