Das Geschenk eines Sommers

von Gabriele von Braun 
4,4 Sterne bei23 Bewertungen
Das Geschenk eines Sommers
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Neue Kurzmeinungen

vicky_1990s avatar

Sehr gefühlvoll!

Christine_Foellmer-Maiers avatar

Traurig, heiter, einfühlsam, liebevoll, ... der Roman hat mich "berührt".

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Inhaltsangabe zu "Das Geschenk eines Sommers"

Clara, Ende dreißig, ist erfolgreich im Job, hat eine schicke Wohnung in München, einen alten, leicht übergewichtigen Kater und eine Liebe: Martin. Doch der ist mit einer anderen verheiratet. Als sie sich für einen Besuch bei ihren Eltern in Berlin ankündigt, die sie viel zu lange nicht gesehen hat, erfährt sie, dass ihre Mutter Ruth schwer krank ist. Die Diagnose: Krebs - Heilung ausgeschlossen. Clara ist am Boden zerstört, aber Ruth beschließt, die Zeit, die ihr noch bleibt, zu genießen und den Sommer noch einmal zu spüren. Gemeinsam fahren Mutter und Tochter in die Uckermark, wo Ruth aufgewachsen ist. Eine schöne, aber vor allem sehr emotionale Zeit beginnt, die zeigt, was wirklich wichtig ist, und Clara die Augen auch in Sachen Liebe öffnet ... eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783732537549
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:0 Seiten
Verlag:beHEARTBEAT by Bastei Entertainment
Erscheinungsdatum:01.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    YH110BYvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr bewegendes und ergreifendes Buch!
    Ein Buch, das ich nicht so schnell vergessen werde...

    Clare ist 37 Jahre alt und lebt in München. Sie lebt praktisch für ihre Arbeit und hat nebenbei ein Verhältnis mit dem verheirateten Martin. Clares Mutter Ruth hat ihr verheimlicht, dass sie schon einige Wochen sehr krank ist. Sie hat Bauchspeicheldrüsenkrebs und nur noch wenige Wochen zu leben. Kurzentschlossen nimmt Clare sich ihren Jahresurlaub, um ihrer Mutter in den letzten Wochen beizustehen. Dabei entdeckt sie, dass ihre Mutter ihr einiges über ihre Vergangenheit verschwiegen hat....Der Roman ist sehr gefühlvoll und bewegend geschrieben. Er hat mich sehr oft zum Weinen gebracht. Er hat mich an den Tod meines Vaters vor fünf Jahren erinnert, der nur fünf Wochen nach seiner Diagnose gestorben ist. Clare und ihre Mutter Ruth sind mir im Laufe des Buches richtig ans Herz gewachsen. Die beiden waren mir sehr sympathisch und ich habe mit ihnen mitgelitten. Das Buch hat mich total berührt und zum Nachdenken gebracht. Es hat mir wieder einmal vor Augen geführt, wie kurz das Leben doch manchmal ist und wie wichtig es ist, verzeihen zu können...

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    AnjaKoenigs avatar
    AnjaKoenigvor einem Jahr
    ergreifend und bewegend

    dieses buch hat sich für mich sehr gut gelesen, trotz des traurigen und tief gehenden Themas. wunderbar nachzuvollziehen sind die Gedanken und Gefühle die gut beschrieben sind, sowohl die schwere Erkrankung betreffend, als auch die zur mutter-tochter Beziehung. auch der vater mit seinen Problemen damit ist verständlich erläutert. nebenbei gibt es noch die Beziehung der tochter mit dem verheirateten mann und dann spielt der Arzt eine wichtige rolle für alle. mich haben einige Phasen tief berührt und vieles hat mich zum nachdenken angeregt. so eine geschichte wirft doch gleich ein ganz anderes licht auf das leben und wie man damit umgehen sollte. Krankheit, Tod, leben, sterben, liebe... ich hinterfrage meine Gefühle und mein denken zu all diesen Themen nun wieder mal neu.

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    marielus avatar
    marieluvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider konnte mich das Buch nicht von sich überzeugen. Keinem Protagonisten fühlte ich mich nah.
    Richte dein Augenmerk auf das Wichtige im Leben

    Zum Inhalt:
    Die selbstbewusste 30-jährige Clara aus München erfährt bei dem Besuch ihrer Eltern in Berlin, dass ihre Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist und sie nur noch kurze Zeit zu leben hat.

    Clara ist am Boden zerstört und beschließt bei ihrer Mutter Ruth zu bleiben. Kurzerhand nimmt sie unbezahlten Urlaub um ihrer Mutter bei zu stehen. Ruth beschließt den Sommer noch einmal zu genießen und bittet Clara mit ihr in die Uckermark zu fahren, dort ist Ruth aufgewachsen und muss noch etwas klären. Aber auch Clara kann nun ihre 2-jährige Beziehung zu ihrem verheirateten Freund Martin überdenken. Es beginnt eine Zeit des Akzeptierens, Loslassens und Abschiednehmen.

    Meine Meinung:
    Dies war mein erstes Buch der Autorin Gabriele von Braun. Das Cover lässt nicht genau erahnen worum es in diesem Buch geht, das erfährt man jedoch gut beschrieben von der Inhaltsangabe.
    Der Einstieg gelingt gut und ist dem flüssigen Schreibstil der Autorin zu verdanken. Die Autorin zeigt in ihrem Buch auf, welch ein Schlag die Diagnose Krebs für die betreffende Person und ihre Familie ist. So ist das Stillschweigen der Eltern gegenüber Clara bis zur endgültigen Diagnose nachvollziehbar, genauso wie der Moment des Begreifens und des Schocks. Während Ruth sich für ihren Weg entscheidet, kämpft Clara noch damit, über ihren bevorstehenden Verlust zu verzweifeln und gleichzeitig die Starke zu spielen. Ruths Mann hingegen ignoriert die Krankheit ganz und entfernt sich von ihr.
    Ein Zitat von Ruth sprach mir aus dem Herzen: „Behandelt mich nicht so als wäre ich schon Tod“.

    Trotz dieser Diagnose dreht sich die Erde weiter und das Leben bleibt nicht stehen, dies versucht die Autorin einzubinden in dem Ruth eine alte Freundin wieder findet und den Sommer in der Uckermark genießt. Meiner Meinung nach, gibt die Autorin allerdings zu viel Raum für die Beziehung von Clara mit dem verheirateten Martin und der aufkeimenden Liebe zu Ruths Arzt. Etwas zu viel fand ich dann noch den Part mit der alten verschwiegenen Familientragödie, das wirkte schon etwas unrealistisch.

    Fazit:
    Leider konnte mich das Buch nicht von sich überzeugen. Keinem Protagonisten fühlte ich mich nah und es gab nur wenige Momente die so beschrieben waren das sie mich zu tiefst berührten.

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    Kiki77vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Geschichte über einen wünschenswerten Abschied durch Krankheit und einer Liebe die sich über viele Jahre aufgebaut hat.
    Ein wünschenswerter Abschied

    Das Geschenk eines Sommers“ geschrieben von Gabriele von Braun ist ein sehr gefühlvoller und wunderbar geschriebener Roman. Er zeigt die Möglichkeit Abschied von einander zu nehmen auf sehr harmonische Art und Weise. Auch die Liebe kommt in diesem Roman nicht zu kurz. Es ist nicht selbstverständlich, dass man Abschied auf eine gewisse Zeit nehmen kann, denn meist kommt der Tod plötzlich und ohne Vorwarnung. Die Beschreibung der verbleibenden Zeit in den Kreisen seiner Lieben ist eine Form des Sterbens die alle betroffenen als besonders intensiv empfinden; das heißt aber nicht dass man weniger Schmerz empfindet, wenn der Tod dann eintrifft.
    Clara lebt in München und hat eine Affäre mit Martin, der leider verheiratet ist. Clara ist immer für Martin da und wünscht sich die erste Geige zu spielen. Nach einem ins Wasser gefallenen Wochenende mit Martin, fährt sie nach Hause zu ihren Eltern nach Berlin. Dort erfährt sie, dass ihre Mutter Bauchspeicheldrüsenkrebs hat, der bereits so gestreut hat, dass ihr nur noch wenig Zeit zum Leben bleibt. Für die gesamte Familie ist das natürlich ein Schock, aber sie nutzen die Zeit um verschiedene Sachen, die Ruth am Herzen liegen noch zu unternehmen. Der behandelnde Arzt Philipp ist ein guter Freund der Familie und Clara ist mit ihm aufgewachsen. Für die letzten Monate ziehen alle in ein Haus in der Uckermark. Clara und Philipp kommen sich näher, da aber beide noch eine Beziehung haben sind sie gehemmt. Nach der Beendigung der Beziehungen gestehen sich beide ihre Liebe und heiraten im Beisein von Claras Eltern. Kurz darauf findet Ruth das Ziel ihre Letzte Reise, den friedvollen Tod.
    Für mich ein sehr gefühlvoller, trauriger aber auch hoffnungsvoller Roman, der zeigt, dass ein Leben einen Kreislauf hat, von Geburt an, über Stolpersteine im Leben und natürlich dem Tod. Sehr empfehlenswertes Buch.

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    niknaks avatar
    niknakvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sehr emotionales Buch über Krebs und den Verlust der eigenen Mutter.
    Genieß das Leben, das dir noch bleibt

    Inhalt:
    Clara wohnt in München, ist erfolgreich im Job, hat einen leicht übergewichtigen Kater und eine Affäre mit Martin, der allerdings immer noch mit einer anderen verheiratet ist. Zufällig erfährt sie, dass ihre Mutter Ruth unheilbar an Krebs erkrankt ist. Um die verbleibende gemeinsame Zeit noch zu nutzen, beschließt Clara zu ihrer Mutter nach Berlin zufahren und bis zum Schluss ihrer Mutter beizustehen. Gemeinsam fahren die Zwei in die Uckermark, wo Ruth aufgewachsen ist und verbringen dort eine sehr emotionale Zeit miteinander. Ruth kann sich ihrer Vergangenheit stellen und Clara wird in Sachen Liebe auf eine harte Probe gestellt.
    Beide versuchen das Beste aus der noch verbleibenden Zeit zu machen.

    Mein Kommentar:
    Die Autorin Gabriele von Braun hat in diesem Buch einen sehr flüssigen und emotionalen Schreibstil gewählt. Das Thema Krankheit, Krebs und Tod wird sehr klar und in allen Facetten dargestellt. Man kann sich ein sehr gutes Bild von den beteiligten Protagonisten machen und erfährt, was diese Diagnose bei allen Beteiligten bewirkt. Die Geschichte wird zwar aus Sicht von Clara erzählt, die dabei ist, ihre Mutter zu verlieren.  Dennoch wird meiner Meinung nach auch die Sichtweise der anderen Betroffenen sehr gut dargestellt.
    Die Emotionen und Gefühle spielen in dieser Geschichte eine sehr große Rolle und man kann von Anfang an mit Ruth und Clara mitfühlen und mitleiden.
    Es geht aber nicht nur um die Erkrankung von Ruth, sondern Clara muss sich auch die Frage stellen, wie es mit ihrer Affäre zu Martin weitergehen soll und was sie vom Leben möchte. Ich finde, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist auch diese Geschichte im Buch unterzubringen, ohne dass die Krankheit dadurch in den Hintergrund rückt.
    Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und kommen auch beim Leser sympathisch an. Man konnte sich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitleben. Die Gedanken von Clara waren durch eine andere Schriftart gekennzeichnet und somit sehr gut von der eigentlichen Geschichte zu unterscheiden. So gab es keine Verwechslungen zwischen Gedanken und Wirklichkeit, was ich sehr gut finde.
    Meiner Meinung nach hat es die Autorin in diesem Buch sehr gut geschafft die Krankheit Krebs zu thematisieren und dabei aber auch alle Aspekte sehr genau und gefühlvoll dargestellt. Sie hat auch nichts beschönigt und es ist ratsam sich beim Lesen eine Packung Taschentücher bereitzuhalten. Dieses Buch hat mich auch nach dem Ende nicht losgelassen, da es einem aufzeigt, wie schnell sich das Leben drehen kann und wie schnell es auch zu Ende sein kann. Nach diesem Buch lebt man wieder bewusster und genießt das Leben.

    Mein Fazit:
    Ein Buch, das den Leser von der ersten Seite an emotional gefangen nimmt und nicht mehr loslässt. Außerdem lässt es uns auch über das eigene Leben nachdenken und wie wichtig es ist, jeden Tag zu genießen.
    Diese Geschichte klingt noch eine Weile nach Beendigung des Buches in einem nach.

    Ganz liebe Grüße,
    Niknak

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    vicky_1990s avatar
    vicky_1990vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr gefühlvoll!
    Der Moment in dem wir leben

    Das Cover zieht durch die schlichte aber farbenstarke Gestaltung den Blick auf sich – es ist nett gemacht und gefällt mir gut. Ich finde das Bild, die Farben und die Schrift(position in der Baumkrone) sind gut aufeinander abgestimmt. Wobei ich nach wie vor rätsle was das Fahrrad darauf zu suchen hat.

    In 'Über dieses Buch' kann man sich bereits einen kurzen aber recht guten Eindruck vom Inhalt der Geschichte holen. Das Zitat von Anatole France zu Beginn gefällt mir ganz gut und ist ein wunderbar passender Einstieg in das Buch.

    Die Autorin Gabriele von Braun hat es in Kapitel eins bereits nach ein paar Zeilen geschafft mich von der Geschichte zu fesseln. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und jede für sich wächst im Verlauf der Geschichte an den Ereignissen. Der Dialekt von Frau Obermaier ist etwas gewöhnungsbedürftig aber zugleich genial dargestellt – sie ist mir sehr sympathisch.

    Zeitweise hat mich das Buch an einen Spruchkalender erinnert bzw. kam mir Claras-Mutter stellenweise wie solch ein Sprüche-Buch vor. Und ja, ich muss gestehen: ich habe mir einige davon rausgeschrieben weil sie mir so gut gefallen haben! Außerdem haben sie gut in die Geschichte reingepasst – die Autorin hat sie, finde ich, gut einfließen lassen.

    Fazit: Der Anfang war mir zu schleppend, erst ab Kapitel vier wurde es besser und am Ende waren mir die Ereignisse zu schnell - deswegen ziehe ich auch einen Stern ab. Aber danach hat mich das Buch gefesselt und nicht mehr losgelassen. Sehr gefühlvoll und emotional, manchmal auch witzig aber stellenweise auch aufwühlend - echt wie das Leben!

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    Gartenkobolds avatar
    Gartenkoboldvor einem Jahr
    Kurzmeinung: emotionaler Roman - Leseempfehlung
    Genieß die Zeit, die bleibt

    Clara, die Protagonistin des Romans, lebt in München mit ihrem alten, leicht übergewichtigen Kater und hat eine Liaison mit einem verheirateten Mann. Regelmäßig besucht sie ihre Eltern in Berlin und als sie sich wieder einmal ankündigt, erfährt sie, dass ihre Mutter unheilbar schwer erkrankt ist – Clara lässt alles stehen und liegen, nimmt Urlaub und fährt zu ihren Eltern. Ihre Mutter Ruth möchte einen letzten Sommer in der Uckermark verbringen, wo sie aufgewachsen ist und gemeinsam fahren Mutter und Tochter los…
    Die Autorin schreibt leicht und flüssig, nimmt den Leser direkt von Beginn an mit auf diese eine, ganz besondere Reise, die sich hauptsächlich um Mutter und Tochter dreht. Die Charaktere wirken sehr authentisch, Claras Mutter Ruth, die eine Chemotherapie beginnt, diese aber nach schwersten Nebenwirkungen abbricht, Claras Vater, der mit der Diagnose auf seine eigene Art und Weise versucht fertig zu werden, indem er sich zurückzieht und Clara, die zu Beginn versucht, ihre Mutter ein wenig zu bevormunden, es aber schnell lässt, denn Ruth bewahrt trotz der Diagnose ein wenig ihren Sinn für Humor und ihre eigene Art, mit der Situation umzugehen.
    Ruth, die seit Jahren nicht mehr in der Uckermark war, möchte ihren Frieden schließen zwischen der Vergangenheit und Clara denkt über ihre Lebenssituation ebenso nach wie ihr Vater, alle zusammen versuchen eine gemeinsame Balance zu finden, zwischen dem Unausweichlichen, dass alle verbindet, was jeder jedoch auf seine eigene Weise und mit seiner eigenen Kraft lösen muss. Jeder ist gefordert, sich auf seine Stärken zu besinnen und zu lernen, mit den Schwächen umzugehen.
    Gabriele von Braun hat einen wundervollen Roman geschaffen, der immer genau den Punkt trifft, zwischen einer gewissen Tiefgründigkeit und einer Prise Humor, der sehr realistisch beschreibt, wie unterschiedlich Menschen mit solchen Situationen umgehen.
    Es ist ein Roman, der dem Leser zwischen den Zeilen eine wichtige Botschaft vermittelt, dafür einzutreten, das zu tun, was uns glücklich macht und nicht unbedingt das, was wir vielleicht für das Beste halten.

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    JoJansens avatar
    JoJansenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Teilweise ergreifend, aber zu viel Drumherum
    Teilweise ergreifend, aber zu viel Drumherum

    Clara lebt mit der Hoffnung, dass ihr geliebter Martin sich ganz zu ihr bekennen und dafür seine Frau verlassen wird. »Ich bin doch kein Friseurtermin«, beschreibt den Stand ihrer Beziehung am Anfang des Buches ziemlich treffend. Plötzlich jedoch verlieren Claras Liebesleben und sogar ihr Job an Bedeutung, denn ihre Mutter Ruth ist schwer erkrankt. Bauchspeicheldrüsenkrebs im Endstadium, Ruth bleibt nur noch dieser Sommer. Ich fand es unheimlich traurig, die lebenslustige, humorvolle Ruth am Rande des Sterbens sehen zu müssen. Ihr (schwarz-) humoriger Umgang mit der Situation gefiel mir. Ebenso, dass Clara Job und Beziehung hinten anstellt und den Sommer über nur für ihre Mutter da sein will. Interessant der unterschiedliche Umgang Ruths nächster Angehöriger mit der Diagnose. Trauriges Nichtloslassenwollen durch Nähe auf der Seite von Clara, Rückzug, Sprachlosigkeit, Verweigerung, Nichtwahrhabenwollen bei Ruths Ehemann. Beides extreme, aber menschliche Reaktionen.

    Die Autorin spricht Vieles an, was den Alltag eines Krebskranken angeht. Sie beschreibt Ruths körperlichen Verfall so detailliert, dass es wehtut, umso mehr, wenn man weiß, dass eigenes Erleben der Anlass für dieses Buch war. Plötzlich verschieben sich Wertigkeiten im Leben,  darüber lohnt es sich auch als gesunder Mensch nachzudenken. Bis dahin war ich voll gefangen von Ruths immer wieder Aufbegehren gegen die Krankheit, ihrem »Galgen-«Humor, Claras Schwanken zwischen Dankbarkeit für diese Nähe und Verzweiflung vor dem drohenden Verlust. Dann wurde es mir im Drumherum etwas zu viel des Guten. Der verschwiegene Tod von Ruths Eltern, die ehemals beste Freundin, Philipp, der Mister Perfekt in Weiß ... Für mich wäre Ruths Erkrankung und deren Auswirkung auf die Beziehung zur Tochter und zum Mann genug Stoff für dieses Buch gewesen, dazu Martin als Nebenfigur mit Klärungsbedarf. Ich hätte mich gern auf diese Konstellation konzentriert, den Hauptfiguren über die Schulter geschaut, wie sie diese Herausforderung meistern. Das wäre Drama genug gewesen, und ein Happy End erwartet wohl niemand bei so einer Geschichte.

    Fazit: Teilweise ergreifend, aber zu viel Drumherum 3***

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    Leseeule35s avatar
    Leseeule35vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Rührende Geschichten über das Leben, die Liebe, den Tod und den wirklich wichtigen Entscheidungen, die zu tragen.
    Die wirklich wichtigen Herzensangelegenheiten im Leben...

    Das Geschenk eines Sommers – Autorin Gabriele von Braun , erschienen 01. August 2017 Verlag: beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, als Taschenbuch und eBook

    Mit diesem emotionalen Buch begibt man sich auf eine Reise von Ruth und ihre Tochter Clara, die beide mit der Diagnose Krebs umgehen lernen müssen. Mir war die Autorin zuvor unbekannt und somit ist es mein erstes Buch von ihr.
    Vielen Dank an die Community und Austauschplattform Lesejury von Bastei Lübbe, für die ich dieses Buch lesen, bewerten und natürlich rezensieren durfte.

    Zum Inhalt: Clara, Ende dreißig, ist erfolgreich im Job, hat eine schicke Wohnung in München, einen alten, leicht übergewichtigen Kater und eine Liebe: Martin. Doch der ist mit einer anderen verheiratet. Als sie sich für einen Besuch bei ihren Eltern in Berlin ankündigt, die sie viel zu lange nicht gesehen hat, erfährt sie, dass ihre Mutter Ruth schwer krank ist. Die Diagnose: Bauchspeicheldrüsenkrebs, metastasiert, unheilbar. Clara ist am Boden zerstört, aber Ruth beschließt, die Zeit, die ihr noch bleibt, zu genießen und den Sommer noch einmal zu spüren. Gemeinsam fahren Mutter und Tochter in die Uckermark, wo Ruth aufgewachsen ist. Eine schöne, aber vor allem sehr emotionale Zeit beginnt, die zeigt, was wirklich wichtig ist, und Clara die Augen auch in Sachen Liebe öffnet...

    „Die Wahrheit ist: Das Leben ist entzückend, schrecklich, charmant, grauenvoll, süß, bitter - und das ist alles.“

    Clara arbeitet als Personalreferentin bei einem großen Autokonzern.
    Seit zwei Jahren ist sie mit Martin zusammen. Wenn sie zusammen sind, dann ist es ein Spiel mit Oberflächlichkeiten. Ängste und Sorgen teilen sie kaum, dazu reichte die Zeit nicht. Ist Clara nur eine netter Zeitvertreib für Martin?
    Ruth, ihre Mutter, war Lehrerin für Kunst und Musik, vor ging einigen Monaten erst in Rente. Für Clara ist sie die stärkste Frau der Welt. Sie ist die einzige Person die sich nie selbst bemitleidet. Ihr Herz für andere ist so groß wie der Erdball und ihre eigenen Befindlichkeiten stellt sie hintenan. Clara ist wohlbehütet aufgewachsen und wurde verwöhnt. Erst mit ihrem Wegzug nach München erfährt sie Unabhängigkeit und eigene Selbstständigkeit. München ist weit weg von Berlin, jedoch ist die Beziehung zu ihren Eltern immer innig. Doch plötzlich bricht Clara´s heile Welt zusammen, ihr größter Albtraum wird wahr, ihre Mutter ist nicht unverwundbar. Ruth letzter Wunsch, sich ihre persönliche „Bucket List“ zu erfüllen. Und Clara beginnt auf dieser Reise Prioritäten und Wünsche zu setzen.

    „Wenn du keine innere Schönheit hast, nutzt dir auch die äußere nichts.“

    Die Geschichte fühlt sich nicht nur authentisch an, ist auch, denn auch ich habe ähnliche Lebenserfahrungen mit einem engen Familienmitglied durchleben müssen. Der Umgang aller Angehörigen der Familie und engen Freunden ist sehr einfühlsam und auch natürlich nervenaufreibend beschrieben. Zudem gibt es einen außerordentlich gelungenen Wortwitz mit einer tollen amüsanten Gedankenwelt und das Buch ist mit Zitaten, Sprüchen und Anekdoten gespickt. Und natürlich kommt auch die Liebe und dazugehörige Romantik nicht zu kurz, obwohl sie hier meiner Meinung nach eine zweitrangige Rolle spielt.
    Den einzelnen Geschehnissen konnte ich sehr gut nachempfinden und ich fühlte mich sofort in der Handlung angekommen. Die Geschichte ist mitten aus dem Leben gegriffen und ab und zu braucht man einfach sowas. Ich mag die Authentizität , Ehrlichkeit, die Gedankenanregung und den anhaltenden Effekt der Erinnerung.
    daran und ab und an brauch man auch Geschichten, mit denen man sich verbunden fühlt und identifiziert kann. Die Geschichte steckt voller Gefühl und Traurigkeit.

    „Mein Lieblingswort: Scheißscheißviech – einfach herrlich und muss ich mir merken!“

    Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Dieser war leicht und locker. Die einzelnen Kapitel haben eine ungefähre gleichbleibende Leselänge und es liest sich fließend. Die einzelnen Charakteren wurden toll herausgearbeitet. Clara ist von wertvollen Freunden umgeben und macht so ihre Erfahrungen.

    „Die einzigen Feinde des Menschen sind seine eigenen negativen Gedanken, hat Albert Einstein gesagt. Verliere dich nicht darin!“

    Das Cover ist von einer meiner Lieblingsfarben „grün“ geprägt und mir gefällt die schöne sommerliche Leichtigkeit darin, obwohl sich jetzt nicht direkt die Handlung damit verbinden würde.

    Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen, da sich die Ereignisse zum Ende hin doch sehr schnell überschlagen haben. Gerne hätte hier noch etwas mehr ausgebaut werden können. Zu der Beziehung mit dem Bruder von Ruth und die Weiterführung hätte ich auch gerne mehr erfahren.

    Mein Fazit: Eine wunderbare authentische Geschichten aus dem Leben gegriffen, die mich sehr an vergangene Zeiten erinnert hat und wieder aufzeigt, was wirklich wichtig im Leben ist und worauf es ankommt.

    „Clärchen, folge immer deinem Herzen. Denk nicht darüber nach, was andere Leute von dir denken könnten.“

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    Andrea-Leserattes avatar
    Andrea-Leserattevor einem Jahr
    Sehr emotional und authentisch

    Ruth erhält eine schreckliche Diagnose: Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ihre - erwachsene - Tochter Clara wird von dieser Diagnose völlig aus der Bahn geworfen, lässt in München alles liegen und stehen und verbringt den Sommer an der Seite ihrer Mutter. In dieser sehr emotionalen Zeit begleitet sie aber nicht nur ihre Mutter auf ihrem letzten Weg, sondern beschreitet auch für sich selbst einen Weg in eine neue Zukunft. Auch wenn mir das gegen Ende mit Clara und der neuen Liebe etwas zu schnell ging. Was alles in diesem letzten Sommer geschieht müsste ihr allerdings selber lesen... Die Autorin hat einen schönen Schreibstil; ich konnte ganz in der Geschichte versinken. Trotz des sehr ernsten Themas hat eine Prise Humor nicht gefehlt; was dem Buch gut tut und es aufgelockert. Die Autorin hat es geschafft mich zu berühren und die Emotionen von Clara, Ruth und ihrem Ehemann direkt im Herzen spüren zu lassen. Daher waren auch über das gesamte Buch hinweg Taschentücher meine treuen Begleiter. Die Charaktere wirken sehr authentisch. Ruth, die mit (schwarzem) Humor versucht mit der Diagnose klar zu kommen, der Ehemann, der überhaupt nicht mit der Situation klarkommt und sich immer mehr zurückzieht bis bei ihm endlich der Knoten platzt und Clara, die verzweifelt ist. Aber wie geht man auch damit um, wenn die eigene Mutter solch eine Diagnose bekommt? Clara hat ganz klar das Bedürfnis ihrer Mutter zur Seite zu stehen. Nachvollziehbar. Die Gefühle von Clara und auch Ruth wurden sehr schön herausgearbeitet. Clara und Ruth versuchen die Balance zu finden zwischen Trauer über das was unaufhaltsam kommen wird und dem Geniessen der letzten verbleibenden Zeit; Zeit die niemals mehr zurückkommt. Fazit: Ich kann das Buch sehr empfehlen. Von mir erhält es 4,5 Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Gabriele_von_Brauns avatar

    Hallo, liebe Leseratten,

    gerade ist mein neuer Roman „Das Geschenk eines Sommers“ erschienen. Zusammen mit Bastei Entertainment verlose ich zehn EBOOKS.

    Darum geht es:

    Clara, Ende dreißig, ist erfolgreich im Job, hat eine schicke Wohnung in München, einen alten, leicht übergewichtigen Kater und eine Liebe: Martin. Doch der ist mit einer anderen verheiratet. Als sie sich für einen Besuch bei ihren Eltern in Berlin ankündigt, die sie viel zu lange nicht gesehen hat, erfährt sie, dass ihre Mutter Ruth unheilbar an Krebs erkrankt ist. Clara ist am Boden zerstört, aber Ruth beschließt, die Zeit, die ihr noch bleibt, zu genießen und den Sommer noch einmal zu spüren. Gemeinsam fahren Mutter und Tochter in die Uckermark, wo Ruth aufgewachsen ist. Eine schöne, aber vor allem sehr emotionale Zeit beginnt, die zeigt, was wirklich wichtig ist, und Clara die Augen auch in Sachen Liebe öffnet ...

    Wenn ihr ein EBOOK gewinnen wollt, dann beantwortet bitte folgende Frage: Wofür seid ihr besonders dankbar?

    Mitmachen könnt ihr bis 1. September. Ich freue mich schon sehr auf eure Antworten.


    Herzliche Grüße
    Gabriele

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