Dass in den Grappa-Krimis das „Personal“ häufig wechselt, ist eines der konstanten Merkmale dieser Reihe. Üblicherweise trifft es die Fotografen, Grappas Lover sowie manchmal einen Ermittler oder Staatsanwalt. Doch diesmal wird der Chefredakteur des Bierstädter Tageblatts, Peter Jansen, von heute auf morgen abgesetzt und Grappa sieht sich Dirk Jesberg als neuem Leiter gegenüber, der weder die rothaarige Reporterin selbst noch ihre „Krawallgeschichten“ leiden kann. „Das Bierstädter Tageblatt ist eine Familienzeitung und kein Schmuddelblatt“, sag er.
Nun ja, er wird schon noch merken aus welchem Holz Maria Grappa geschnitzt ist und wie schnell aus seinem Bürostuhl ein Schleudersitz wird.
Neben der Demontage des verhassten Chefs muss sich Grappa mit toten Callboys sowie frei gelassenen Zootieren beschäftigen und ahnt noch nicht, in welches Komplott sie hineingeraten wird. Zudem fällt es ihr diesmal schwer zu erkennen, wer ihre wirklichen Freunde sind.
Meine Meinung:
Wieder ist Gabriella Wollenhaupt ein rasanter Krimi gelungen. Obwohl bereits 2001 erschienen, wirkt dieser Krimi tagaktuell. Wenn man heute Nachrichten liest, scheint es, als feierten die Themen Homophobie, Alltagsrassismus, Fremden- und Frauenfeindlichkeit sowie (Wieder)Erstarken des rechten Gedankengutes eine fröhliche Wiederauferstehung. Einen nicht unbeträchtlicher Anteil daran tragen auch manche Medien, die durch entsprechende Chefredakteure und Journalisten für die Verbreitung von Fake News bzw. einseitiger Berichterstattung sorgen.
Fazit:
Freue mich schon auf die nächsten Grappa-Krimis. Hier gibt’s wieder 5 Sterne.




















