Gabriella Wollenhaupt Grappa im Netz

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Inhaltsangabe zu „Grappa im Netz“ von Gabriella Wollenhaupt

Die Reporterin Maria Grappa soll ›aushilfsweise‹ eine Flirtshow für das Regionalfernsehen konzipieren – und das macht ihr gar keinen Spaß. Viel lieber würde sie Bierstadts Oberbürgermeister Jakob Nagel suchen, der im Jemen verschollen ist, oder wenigstens die Frau stellen, die fremdgehende Männer in Hotelzimmer lockt und vergiftet. Zumal Grappas Chatpartner ›Strammer Hengst‹ behauptet, die Reporterin habe etwas mit den Morden zu tun …

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  • Rezension zu "Grappa im Netz" von Gabriella Wollenhaupt

    Grappa im Netz
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. December 2010 um 09:45

    Grappa verdient sich sauer Brötchen, wahrlich. Eine Flirt-Show für TV Fun zu konzipieren, ist nur solange lustig, wie man keinen Kontakt zu möglichen Kandidaten hat. Diese erst machen den Brötchenerwerb so richtig schwierig und nerven Grappa mit ihren erotischen Wünschen und eindeutigen Fotos. Da braucht man Nerven aus Stahl - oder die Aussicht, dass man nach langen sechs Monaten wieder zurück an den geliebten Schreibtisch darf. Immerhin, ein bisschen Zeit bleibt ja, um die Spekulationen und Aktionen um den verschwundenen Oberbürgermeister Nagel ins Fernsehen zu bringen. Was macht der im Jemen und warum kommen so skurrile Forderungen auf Dortmund zu? Gleichzeitig sind auch die Morde an untreuen Ehemännern wesentlich aufregender als die Flirt-Show, zumal Grappa von einem Unbekannten auf dem Laufenden gehalten wird ... und ausgerechnet Grappas Chat-Partner Opfer des Mörders werden. Grappa ist wieder da und mit ihr ein Krimi voller Biss und Humor. Das Buch lebt ganz entscheidend von seinen urigen Dialogen, von Grappas verbalen Gefechten mit ihrem Kater Eberhard, potenziellen Liebhabern und Kollegen. Die Krimihandlung selber führt immer wieder auf zahlreiche falsche Fährten, die sich am Ende erst vollständig auflösen. Selbst die Ahnungen, wer mit alledem zu tun haben könnte, liefern keinen Grund für die Taten - und damit bleibt's bis zum Ende spannend. Wollenhaupt kann sich dank ihres so spöttischen Stils sehr originelle Details erlauben. Kater Eberhard fordert zum Beispiel das Rausschreiben einer Person aus der Handlung (Wollenhaupt gehorcht dem Kater auch noch) und der verschwundene Oberbürgermeister selbst lässt Grappa am Ende des Buchs gehörig nach Luft schnappen (einmalig witzig, dieses Ende!). Einen so schrägen Stil kenne ich bisher von keinem anderen Autoren und dieser Stil sichert Wollenhaupt in meinen Augen ein sicheres Plätzchen in der deutschen Krimiwelt. Am Ende meines zweiten Grappas sage ich dasselbe wie nach meinem ersten: Das war nicht mein letzter.

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