Gabrielle Alioth Die griechische Kaiserin

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Inhaltsangabe zu „Die griechische Kaiserin“ von Gabrielle Alioth

Als Ehefrau Ottos II. ist die junge Theophanu hinterhältigen Intrigen und politischen Ränkespielen ausgesetzt, die ihre Stellung und ihr Leben immer wieder in Gefahr bringen. Doch sie kann sich als kluge Politikerin und mächtige Frau im Reich behaupten. Als der Kaiser überraschend stirbt, muß Theophanu den Thron für ihren Sohn Otto III. retten – mit Mut, List und einem geschickten Täuschungsmanöver weiß sie ihre Gegenspieler auszuschalten … Farbenprächtig und packend erzählt Gabrielle Alioth die Geschichte der erstaunlichsten Frau des Mittelalters.

Ein schöner historischer Roman, sehr fundiert und gut geschrieben. Tolle Atmosphäre und wunderbare Sprache.

— Hikari
Hikari

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  • Leserunde zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    Gabrielle_Alioth

    Gabrielle_Alioth

    Im Juli 980 kommt im Reichswald von Kleve ein Kind zur Welt. Martje, die eilig herbeigerufene Hebamme, merkt bald, dass diese Geburt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern die ganze westliche Welt verändern wird, denn das Kind ist der erste und einzige Sohn von Kaiser Otto II. und Kaiserin Theophanu. Martje wird zur Kinderfrau des Thronfolgers und beobachtet die Geschehnisse am kaiserlichen Hof aus nächster Nähe, ebenso der Astrologe Stephanos, der einst mit Theophanu aus Konstantinopel kam. Die bei ihrer Heirat mit Otto II. als Griechin beschimpfte und verachtete Kaiserin hat sich in den ersten Jahren ihrer Ehe gegen ihre Gegner am Hof durchgesetzt. Um ihren Sohn aber in Rom zum Kaiser krönen zu lassen, muss sie sich nicht nur mit ihrer Schwiegermutter Adelheid aussöhnen, sondern nach dem Tod von Otto II. auch die Regentschaft für ihren Sohn übernehmen als ersten Kaiserin des Westens. --> Leseprobe Wir verlosen 20 Exemplare der „griechischen Kaiserin“ an Leserinnen und Leser, die gern mit mir über die Geschichte von Theophanu und die Zeit, in der sie lebte, diskutieren würden, und auch darüber, wie man über historische Ereignissen einen Roman schreibt und warum historische Romane gelesen werden. Und ja, ich sag es gleich vorneweg: Diese Geschichte spielt vor einem ziemlich komplizierten politischen Hintergrund. Manche Leser haben Lust, sich mit diesem zu beschäftigen, und für die gibt es eine Personenliste hinten im Buch. Andere Leser haben keine Lust während dem Lesen zu Blättern, und ich bin sicher, dass es auch nicht nötig ist, um Spaß an dem Buch zu haben. Also nehmt an der Verlosung der Leseexemplare teil und schreibt mir bis zum 30. September, ob ihr euch schon einmal vorgestellt  habt, in einer anderen Zeit zu leben? Natürlich sind auch alle, die das Buch schon gelesen haben, herzlich willkommen mitzudiskutieren.

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    Federchen

    Federchen

    20. November 2012 um 12:08

    Theophanu ist die Ehefrau des Kaisers Otto II. und ist in der Familie und in der Politik hinterhältigen Intrigen ausgesetzt. Ständig lebt sie in der Gefahr ihre Stellung ja gar ihr Leben zu verlieren. Besonders ihre Schwiegermutter beobachtet sie mit genauem Blick. Doch Otto steht zu ihr, besonders weil er ihr Klugheit und Stärke zu schätzen weiß. Er scheint vieles zu verzeihen, doch dann stirbt er überraschend… ♦ Gabrielle Alioth hat einen sehr gut recherchierten Historischen Roman geschrieben. Ein Roman, der sehr viele Fakten enthält, aber auch große zeitliche Sprünge macht. Die Autorin hat einen guten flüssigen Schreibstil. Die Figuren und ihre Charaktere sind recht gut herausgearbeitet, allerdings wurde ich mit keiner so richtig warm. Theophanu war sicher im wirklichen Leben eine starke Frau, aber im Roman hätte ich sie mir doch ein wenig weicher gewünscht. Denn so gut recherchiert der Roman auch ist, so wenig lässt er sich nebenbei lesen. Wer eine Mischung aus ganz viel Fakten und wenig Roman lesen möchte, ist hier genau richtig, aber ein warmer historischer Roman mit ganz viel Kopfkino ist es für mich leider nicht.

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. November 2012 um 15:13

    In „Die griechische Kaiserin“ wird die Geschichte Theophanus erzählt, der Ehefrau von Otto II. Nach mehreren Töchtern gebar sie den lang erwarteten Sohn, später Otto III. Nach dem Tod ihres Mannes übernahm sie die Regenschaft für ihren Sohn, doch es gibt zahlreiche Intrigen und Verschwörungen im Reich. Kann sich Theophanu behaupten und den Thron für ihren Sohn sichern? Bei diesem Roman handelt es sich nicht um einen der vielen historischen Romane. Er hebt sich dadurch von der Masse ab, dass die Geschichte sehr gut recherchiert ist und den Leser so einen „echten“ Blick in die Geschichte werfen lässt. Hier sind historische Ereignisse gut verpackt worden, sodass man sein Wissen nebenbei auch noch erweitern kann. Mir hat die Geschichte insgesamt gut gefallen. Die Autorin weiß wie sie die Leser an die Geschichte fesseln kann und dass obwohl es sich hier doch um historische Gegebenheiten handelt. Es ist aber eben nicht trocken wiedergegeben, sondern man hat das Gefühl mittendrin zu sein, was durch die verschiedenen Erzählperspektiven noch gesteigert wird. Gut gefallen hat mir auch das zusätzliche Material am Ende des Buches. Wer sich über Personen näher informieren möchte ist hier richtig aufgehoben. Gerade der Stammbaum kann einem das Lesen ein wenig erleichtern, ich hatte zu Beginn meine Schwierigkeiten alle Personen genau zuordnen zu können oder die ganzen „Ottos“ zu unterscheiden. Das Buch ist mit knapp 280 Seiten nicht besonders lang, steckt teilweise aber voller Spannung und es geht manchmal auch schneller durch einige Begebenheiten. Auf der anderen Seite gibt es aber auch einige wenige Passagen, die eher langatmig waren. Das macht es schwierig in einem einheitlichen Lesefluss zu bleiben und man muss schon mit Konzentration an das Buch herangehen. Zusammenfassend kann man sagen, dass ich von dem Buch recht positiv überrascht worden bin, denn die historischen Geschehnisse sind wirklich gut dargestellt worden, ohne langweilig auf den Leser zu wirken, da es wirklich schön und spannend geschrieben worden ist. Wer also wirklich Geschichte in einem Roman entdecken will, sollte unbedingt dieses Buch lesen!

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    nirak03

    nirak03

    05. November 2012 um 08:11

    Inhalt: Erzählt wird die Geschichte der Frau Otto II, Theophanu. Sie lebte im 10 Jahrhundert und stammte aus Konstantinopel. Sie wurde mit Otto in jungen Jahren verheiratet, gemeinsam bekamen sie mehre Kinder, darunter auch den zukünftigen König Otto III. Da ihr Mann bereits früh verstarb musste sie den Thron für ihren Sohn schützen. Welche Höhen und Tiefen sie dabei überwinden musste wird hier geschildert. Meine Meinung: „Die griechische Kaiserin“ ist der zweite Band um Theophanu, aber es ist nicht zwingend nötig den ersten Teil gelesen zu haben um diesen Teil zu verstehen. Auch so werden die Fakten schnell klar. Die Geschichte ist gut recherchiert und so hatte ich einen guten Einblick in das Leben am Hof der Ottonen und rund um ihr Umfeld. Das Machtspiel und die Intrigen der Hofleute um das 10 Jahrhundert wurden gut und glaubhaft dargestellt. Das Buch ist interessant zu lesen allerdings fehlte jegliche Spannung. Es störte mich in diesem Fall aber nicht, da ich die Geschichte um Otto sehr interessant finde und hier einiges gelesen habe, was ich so noch nicht wusste. Außerdem hat die Autorin die Geschichte in mehrere Erzählstränge gegliedert, sodass man die Zeit am Hof nicht nur aus der Perspektive der Theophanu sieht sondern auch aus der Sicht der Hebamme Martje, die sich auch eine Zeitlang um den heranwachsenden Otto kümmerte. Dann kommt noch der Sternendeuter Stephanos zu Wort. Er ist der Astrologe den Theophanu aus Konstantinopel mitgebracht hat. Durch diese Wechsel der Perspektiven hatte ich das Gefühl ein Dokument zu lesen welches die Ereignisse der Zeit schildert und nicht wirklich einen historischen Roman. Mir hat dieser Schreibstil aber gut gefallen. Auf den letzten Seiten gibt es dann noch mal viel Informatives zum realen Hintergrund der Geschichte. So erläutert die Autorin die wichtigsten Personen noch einmal und einen Stammbaum der Familie Ottos gibt es ebenfalls. Ich fand auch das ziemlich Interessant. Mein Fazit: „Die griechische Kaiserin“ ist ein historischer Roman der auf Fakten passiert die gut recherchiert sind. Allerdings ist es auch kein Roman der sich so einfach weg lesen lässt. Man sollte sich als Leser schon auf die Geschichte an sich einlassen können und daran denken, dass es hier um das Leben einer Frau geht die im 10 Jahrhundert gelebt und gearbeitet hat und dabei in einer Männerwelt sehr erfolgreich war. Vielleicht hätte die Autorin auch die Liebe, die Theophanu sicherlich zu einem Mann gehabt hat näher ausschmücken können, aber ich fand es so glaubwürdiger auch wenn es Zeitweise doch etwas langatmig war. Mir hat „Die griechische Kaiserin“ überwiegend gut gefallen und für alle die sich für das Leben am Hof von Otto II interessieren kann ich es nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    Janna_Stati

    Janna_Stati

    04. November 2012 um 15:24

    Inhalt Die Geschichte der ersten Kaiserin geht weiter! Als Ehefrau Ottos II. ist Theophanu ständig Intrigen am Hof und politischen Ränkespielen ausgesetzt. Sie muss sich gegen mächtige Gegner behaupten und starke Verbündete für sich gewinnen. Mit der Geburt Otto III. scheint der Thronfolger bestimmt, aber nicht alle Fürsten wollen sich damit zufrieden geben, denn noch ist der zukünftige Kaiser ein kleiner junge. Wird Thea es schaffen den Thron ihres Sohnes zu schützen? Meine Meinung Spannend und unterhaltsam beschreibt Gabrielle Alioth die Geschichte der Kaiserin Theophanu. Sie erweckt historische Fakten und Persönlichkeiten zu Leben und schafft es wahrheitsgetreu und dennoch lebendig das Leben am Ende des 10 Jahrhunderts zu schildern. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und ist dadurch zu Anfang etwas verwirrend. Allerdings lichtet sich "der Wald" nach ein Paar Seiten, sobald der Leser in die Geschichte eintaucht. Rückblickend muss ich sogar feststellen, das der Perspektivenwechsel hilfreich und nützlich ist. Er erlaubt es dem Leser die Motive mehrerer Figuren nachzuvollziehen und macht die Handlung differenzierter. Ebenfalls überrumpelt fühlt man sich durch die vielen Figuren des Werkes. Sehr hilfreich fand ich deshalb den Stammbaum und das Verzeichnis zu den historischen Personen am Ende des Buches, in das ich hin und wieder einen Blick geworfen habe. Im Laufe des Buches kann man das die einzelnen Figuren besser auseinander halten und kennt sie. Sehr gefallen hat mir die Sprache und der Stil des Buches. Sowohl Dialoge, Beschreibungen und Gedanken sind in Einklang miteinander und gut proportioniert. Bei manchen Gesprächen fehlte der Beisatz und dadurch wusste ich nicht, wer genau da sprach (das war nicht allzu störend). Allerdings ist mir aufgefallen, das bei Gesprächen oft nur Rede und Gegenrede kommt und zum Beispiel nicht die Gedanken geäußert werden und die Beisätze deshalb sehr kurz ausfallen. Ich mochte die Briefe von Mathilde und Willigis. Sie waren schön formuliert und die Gefühle der Verfasser offen. Die Briefe haben den Roman abgerundet und immer wieder die wichtigsten politischen Ereignisse präsentiert und somit die Not genommen, diese auf andere Weise zu erklären. "Die griechische Kaiserin" hat schöne und glückliche aber auch traurige und bedrückende Szenen. Die Wahrheit kann nicht nur positiv sein und deshalb finde ich es gut, dass Gabrielle alles erzählt hat und dem Leser auf diese Weise einen runden Roman präsentiert! Fazit Es ist ein historischer Roman, durch den ich viele neue Informationen erhalten konnte und ihn schon allein deshalb absolut weiterempfehlen kann. Des weiteren ist er schön und spannend geschrieben und deshalb lesenswert für alle Erwachsenen und Jugendlichen, die gerne historische Romane lesen!

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. November 2012 um 13:56

    Inhalt Thea ist die Ehefrau von Kaiser Otto II. durch ihre Position muss sie sich mit allerhand politischen Angelegenheiten auseinander setzen, und nicht immer meinen es alle gut mir ihr. Vor allem als ihr Ehemann stirbt und sie den Thron für ihren Sohn halten muss, muss sie all ihre Fähigkeiten einsetzen.. Gestaltung Ich finde das Cover wirklich sehr schön. Es wirkt sehr kunstvoll und auch sehr passend zum Buch. :) Meinung Sehr gespannt war ich auf dieses Buch, bei der eine Frau zeigen muss was in sie steckt, ich mag das immer sehr. Die Geschichte an sich ist sehr ereignisvoll, im Laufe von Theas Leben geschehen so einige Dinge, bei manchen hatte man das Gefühl, dass die Ausführung ein wenig zu kurz geraten ist und man es einfach noch umfangreicher hätte erzählen können, allerdings gab es auch Ereignisse bei denen ich froh war, dass sie so kurzgehalten waren, weil sie den Fluss der Geschichte einfach ausehalten hätten. ;) Was man der Autorin allerdings anmerken lassen muss und ihr auch zu gute heißen muss ist, dass sie wirklich unglaublich gut recherchiert hat. Es sind sehr viele geschichtliche Details eingebaut, und die Autorin hat sich wirklich Mühe gegeben, so viel Wahres ins Buch zu packen wie möglich. An gewissen stellen war mir das Buch dann allerdings zu wenig ein Roman sondern mehr ein Geschichtsbuch, fand ich schade, da ich an der Geschichte einfach großen Gefallen gefunden habe. Die Geschichte wurde sehr interessant dargestellt, auch durch die verschiedenen Perspektiven aus der sie erzählt wurde. So hat man einfach viele Aspekte mitbekommen und das ganze einfach auch aus anderen Sichten nachvollziehen können. :) Vom Schreibstil war die Geschichte sehr angenehm zu lesen, man hat sich gut in die Geschichte einfinden können. Fazit Ein gut recherchierter Roman, bei den man sich nicht nur unterhalten fühlt sondern auch noch was lernt. :)

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    irishlady

    irishlady

    26. October 2012 um 20:13

    Über Die griechische Kaiserin Theophanu berichtet Gabrielle Alioth in ihrem historischen Roman über die Frau Ottos II. und Mutter Ottos' III. Theophanu war Mitkaiserin im damaligen deutschen Reich und schafft es, als Frau, die Regentschaft für ihren Sohn zu übernehmen und zu sichern, trotz jener Zeit der Intrigen, falscher Machtansprüche und des Verrats. Dieser Roman beinhaltet vier Erzählstränge, die alle die damalige Situation wiedergeben. So kommen die Hebamme Martje, der Astronom Stephanos, Thea und ihre Schwägerin, die Äbtissin Mathilde, zu Wort. Nur durch sehr feine gestalterische Mittel wird der Perspektivwechsel dieser Stränge für den Leser sichtbar und kann an manchen Stellen zu Irritationen für den Leser führen. Die Geschichte beginnt mit der Geburt des Thronfolgers Otto des III. und berichtet in kurzen Abständen über die politische Lage und dem, was während des Lebens Theophanus' passierte. In zügigen Schritten und oftmals großen Zeitsprüngen erfährt der Leser wichtige Lebensstationen, die letztendlich auch die Biografie Theophanus' prägten und sie zu einer politischen Frau machten. Ebenfalls integriert in diese Erzählung sind kleinere Liebesgeschichten und die Intrigen. Gabrielle Alioth hat eine gute Sprache gewählt, sodass man als Leser wunderbar in die Geschichte reinkommen konnte und sie leicht auch weiterverfolgte. Leider gibt es jedoch auch einige Dinge zu bemängeln, die das Lesevergnügen trübten. Als ich das Buch in den Händen hielt, war ich zuerst positiv überrascht. Endlich ein historischer Roman, der nicht über 600 Seiten ging, sondern nur ca. 280 Seiten füllte. Dies wirkte sich jedoch - meiner Meinung nach - auch gleich negativ aus. Zu viel sollte auf zu wenig Seiten erzählt werden. Denn es sind einfach zu viele und zu große Zeitabstände zwischen dem Erzählten vorhanden. So konnte man letztendlich nicht wirklich der Geschichte folgen und könnte dazu geführt haben, dass es eine gewisse Distanz zwischen mir als Leser und den Protagonisten gab. Sachlich berichtet konnte ich keine Verbindung aufbauen und entdeckte keine emotionalen oder spannende Elemente. Die Geschichte plätschert dahin ohne mich zu packen. Vertiefende Informationen über Theophanu konnte ich nicht erhalten und finde, dass die Autorin an der Oberfläche verhaften blieb. Herausragend dafür aber der Anhang mit dem Personenregister und dem Stammbaum. Gut recherchiert mit echten Personen und einer realen Geschichte, aber es bleibt ein "Dazwischen"-Buch: Zwischen Sachbuch und Roman und einem " dazwischen-mal-lesen"-Buch. In Erinnerung wird es mir leider wohl eher nicht bleiben.

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    kessi

    kessi

    24. October 2012 um 10:55

    Zum Inhalt: Die junge Theophanu wird die Frau von Otto II. Doch dieser kommt zu Tode Und nun steht sie alleine mit ihrem Sohn Otto III in der Welt wo Macht, Ränke und Verschwörungen sowie Intrigen eine große Rolle spielen.So kommt Teaophsanu und ihr Sohn immer wieder in lebensbedrohliche Situationen. Aber Theophanu ist eine sehr starke Frau und eine kluge Politikerin. Und als mächtige Frau im Reich kann sie sich letztendlich behaupten. Sie schaltet durch Überlegungen, Täuschungsmanövern nach und nach ihre Gegner aus....... Wird es ihr auf diese Art gelingen den Thron für ihren Sohn zu sichern? Meine Meinung: Dies ist ein historischer Roman nicht so, wie man ihn vielleicht erwartet. Es geht hier nicht um eine reine Liebesgeschichte, denn dieser Roman beruht auf gut recherchierte Daten zur Zeit des Kaisers Otto II und seiner Frau, die sich als Witwe um die Thronfolge für ihren Sohn Otto III einsetzt. Man könnte fast meinen, das es sich um eine Mischung aus Sachbuch und historischen Roman handelt. Nun, dieser Weg den Thron für den rechtmäßigen Nachfolger, nämlich Otto III zu sichern, gestaltet sich nicht als einfach und so gerät Teophanu in eine Strudel von Intrigen und Verrat. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, es ist sehr sachlich und ich freue mich, dass ich eine Epoche deutscher Geschichte auf diesem Weg von einer ganz anderen Sicht erfahren konnte. Man sollte bei diesem Buch dazu bereit sein, sich auf eine Reise der Geschichte einer ganz anderen Art zu begeben. Denn das Buch hat verschiedene Erzählstränge, die einen zu Beginn des Buches etwas verwirren können.Mir jedenfalls hat es gefallen.

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    scarlett59

    scarlett59

    22. October 2012 um 17:33

    Es wird die Geschichte von Theophanu, der Frau von Otto II., erzählt. Es ist eine Mischung aus „Geschichtsbuch“ und historischem Roman, jedoch von den tatsächlichen Umständen -soweit diese bekannt sind- geprägt. Ein stilistischer Kunstgriff ist es, die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln / von verschiedenen Personen erzählen zu lassen. Trotzdem liest es sich sehr angenehm und flüssig. Dem m.E. gut recherchierten Hintergrund ist es geschuldet, daß sehr viele „wichtige“ Personen in die Handlung eingebaut werden; oftmals mit gleichem (Vor-)Namen. Am Ende des Buches ist jedoch ein Stammbaum abgebildet, der hier weiterhilft. Ferner gibt es dort auch eine Liste fast aller erwähnten Personen mit weiteren Details. Ich persönlich habe diese jedoch erst nach Abschluß des Buches genutzt, da ich sie nicht brauchte, um der Geschichte folgen zu können. Einen besonderen Spannungsbogen baut das Buch nicht auf, dazu ist es zu wenig Roman. Auch gibt es teilweise recht große Zeitsprünge, jedoch bin ich beim Lesen dann einfach davon ausgegangen, daß zwischendurch nichts Erwähnenswertes passiert ist. Das Buch war interessant und ich habe viel über die damalige Zeit erfahren. Wer jedoch einen „klassischen“ Historienroman erwartet, wird ob der fehlenden Dramatik enttäuscht sein.

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    PMelittaM

    PMelittaM

    21. October 2012 um 12:21

    Der Roman handelt von Theophanu, die aus Konstantinopel stammend im Jahr 972 Otto II zu heiratet, sie war Mitkaiserin, bekam mehrere Töchter und 980 endlich den ersehnten Sohn, den späteren Otto III. Nach dem Tod ihres Ehemannes regierte sie für ihren Sohn. Die Geschichte setzt mit der Geburt des Thronfolgers ein (die Vorgeschichte hat die Autorin in ihrem Roman „Die Braut aus Byzanz“ erzählt). Gabrielle Alioth erzählt die Geschichte aus vier Perspektiven, aus der der Hebamme und späteren Kinderfrau Otto III, Martje, die die westliche Sicht sowie die des niederen Volkes und die des Aberglaubens jener Zeit repräsentiert, aus der des Astromonen Stephanos, den Theophanu aus Konstantinopel mitbrachte, er repräsentiert die östliche Sicht, außerdem deutet er die Sterne. Die dritte Perspektive ist der des Erzählers vorbehalten, der vorwiegend aus Theas Sicht berichtet. Als vierte Perspektive kommen die Briefe, die Ottos II Schwester, die Äbtissin Mathilde an Willigis, den Erzbischof von Mainz schreibt, diese sind stark politisch motiviert. Allein durch diese vier Perspektiven wird der Roman sehr komplex, ein Weiteres tut der sehr umfängliche historische Hintergrund dazu, der zwar eine große Rolle spielt aber nicht immer näher erläutert wird. Dadurch ist das Buch keine leichte Lektüre sondern setzt konzentriertes Lesen sowie darüber hinausgehendes Interesse an der Materie voraus. Im Anhang befindet sich neben einem ausführlichen Personenregister auch ein Stammbaum, beides ist für das Verständnis des Romans auch nötig. Wahrscheinlich wäre es auch sinnvoll, den Vorgängerroman zuerst zu lesen, da viele frühere Geschehnisse eine große Rolle spielen aber oft nur angedeutet werden. Da ich den erwähnten Roman bisher nicht gelesen habe, ist dies allerdings nur ein Vermutung. Was mir besonders gut gefällt, ist die Sprache des Romans, sie zieht einen direkt in ihren Bann. Auch die Erzählung aus verschiedenen Perspektiven gefällt mir sehr gut, sie macht die Geschichte interessanter und greifbarer. Weiterhin kommen einem dadurch die Charaktere näher. Diese bleiben zwar größtenteils nur oberflächlich erfahrbar, durch die Perspektivenwechsel erhalten wir allerdings doch in gewissem Maße Einblick in ihre Emotionen und Gedanken. Wer keinen lockerleichten historischen Roman erwartet sondern eher eine sehr gut recherchierte Romanbiographie,sich auf den geschichtlichen Hintergrund einlassen kann und bereit ist sich über den Roman hinaus zu informieren, erhält dafür einen sprachlich schönes Buch über eine interessante, kluge und starke Frau, die leider viel zu früh gestorben ist.

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    KimyT

    KimyT

    20. October 2012 um 16:45

    Seit gestern frage ich mich nun schon, wie ich dieses Buch rezensieren soll. Auch darüber zu schlafen hat mich nicht sonderlich weitergebracht. Kennt ihr das? Einem fällt nichts positives zu dem Buch ein, aber trotzdem war es nicht ausnahmslos schlecht? Genau so geht es mir gerade und ich weiß nicht wie ich es am Besten benennen soll. Also werd ich mir nun mal etwas aus den Fingern saugen. Dieses Buch fiel für mich klar in die Schublade "kann man lesen, muss man aber nicht". Es ist ein sich ein gut recherchiertes und hauptsächlich auf Fakten beruhendes Buch. Vielleicht ist es auch das was mich gestört hat. Durch die wenig fiktive Handlung, kam man nur schwer in die Geschichte rein und auch eine gewisse Spannung konnte man nicht finden. Es war zu lesen, als ob man einfach mal so die Geschichte einer Familie runtergerattert hatte ohne große Hoch- und Tiefpunkte. Klar das Buch hatte auch seine emotionalen Momente, diese wiederrum waren so sachlich geschrieben, das sie einfach nicht ankamen. Dazu passend wäre eigentlich ein Hörbuch mit einem Erzähler, der das alles monoton runterrattert. Ich hoffe ihr versteht worauf ich hinaus will. So schwenke ich nun mal zu den Personen, zu Thea, Otto und Co. Diese Personen waren wie aus weiter ferne betrachtet, man konnte sie nie verstehen, und auch nicht mit ihnen leiden oder sich freuen, einfach weil man immer von der Autorin auf Distanz gehalten wurde. Ich finde selbst wenn das alles auf Fakten beruht, kann man es doch so gestalten, dass man trotzdem Nähe zu den Personen aufbauen kann. Was mich allerdings am meisten geärgert hat, waren riesen Zeitsprünge in dem Buch. Hat man gedacht das es nun zu einer Wende mit viel Intrigen, Verrat und Co. kommen müsste, wurde man enttäuscht, stattdessen gab es immer Zeitsprünge nach 5 Seiten von 2-3 Jahren und es wurde nur nacherzählt was in der Zeit alles geschehen ist. Also vollkommen ernüchternd. Seht ihr, das meinte ich, das klingt als sollte man das Buch zum beheizen benutzen, aber so war das ja gar nicht. Klar, ich werde es nicht behalten, aber es war wirklich nicht komplett schlecht. Ich versuche es jetzt mal aus Bildungs-Sicht zu sehen. Man konnte viel über das damalige Leben lernen und auch über viele historische Personen zu der damaligen Zeit hier im deutschen Raum, wo das Buch größtenteils spielt. (Okay, ich glaub ich mach mir grad selbst was vor, aber ich mach mal weiter) Ich habe vorher nie etwas von den handelnden Personen gewusst und habe auch nicht die Auffassung das ich etwas verpasst hätte. Denn irgendwie haben diese Personen nichts großartiges geleistet. Sie haben sich gegen Intrigen behauptet und all sowas, aber hat das damals nicht fast jeder? Mist, schon wieder auf der schlechtes Buch - Schiene... Ich glaube ich gebe es auf da was rauszuholen was nicht ist. grml... Fazit: Wer an historischen Fakten interessiert ist und nicht unbedingt Spannung braucht, sondern schlichtes erzählen, für den ist dieses Buch perfekt. Für mich allerdings war es schlichtes Lesen was ich als in Ordnung bezeichnen würde. 2 Sterne, obwohl mir das richtig Leid tut, es hätte einfach so schön sein können

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    Hikari

    Hikari

    19. October 2012 um 14:44

    Das Buch "Die griechische Kaiserin" ist im Prinzip ein zweiter Band, jedoch vollständig in sich geschlossen, sodass man ihn auch ohne Kenntnis des ersten lesen kann. Die historische Atmosphäre der Zeit kommt wunderbar rüber, es liest sich (nach anfänglichen Schwierigkeiten) sehr flüssig und gut. In dem Roman werden etliche Jahre der Kaiserin Theophanu behandelt, von der Geburt ihres Sohnes bis zu ihrem Tod. Trotz des eher episodenhaften Charakters, kommt die Geschichte nicht zu kurz. Ganz im Gegenteil - in diesem Falle wird sie dadurch unterstützt. Man fühlt, dass nichts ausgelassen wird, auch wenn nur bestimmte Geschehnisse beleuchtet werden. Geschildert wird das Buch aus 3 Perspektiven: Aus Theophanus Sicht, aus der der Hebamme, die den Sohn zur Welt brachte und aus dem Berater von Theophanu. Die Geschichte der Ottonen und der Griechin ist spannend und historisch gut belegt. Die Quellen werden gut genutzt und zu einem tollen Roman verwoben. Nachdem ich in das Buch reingekommen war, hab ich es innerhalb von 2 Tagen ausgelesen und kann es nur weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    Dreamworx

    Dreamworx

    19. October 2012 um 09:42

    Gabrielle Alioth schreibt in ihrem neuen Buch "Die griechische Kaiserin" über Theophanu, die Nichte des oströmischen Kaisers Johannes I. Tzimiskes aus Konstantinopel, Ehefrau des sächsischen Kaisers Otto II. und für 11 Jahre Mitkaiserin des römisch-deutschen Reiches um die Zeit 960 bis 991 nach Christus. Im Buch wird die Zeit von der Geburt Ottos III. bis zu ihrem Tod erzählt. Theophanu (kurz Thea), die nach dem Tode ihres Mannes selbst Kaiserin wird, um den Thron für ihren Sohn zu abzusichern, wird von der Autorin als sehr starke und mutige Frau dargestellt, die sich schon zu ihren Zeiten von Männern nichts einindoktrinieren lies, was sehr ungewöhnlich ist. Die Autorin Gabrielle Alioth stellt die tatsächlich gelebte Geschichte durch exzellente Recherchen sehr bildhaft dar und lässt auch die politischen Details nicht außer Acht. Es ist eine Lehrstunde über eine Zeit, die man im Geschichtsunterricht nur so ganz am Rande streift. Verschiedene Perspektiven, erzählt aus der Sicht von Theophanu, eines griechischen Astrologen namens Stephano, einer Amme des Thronfolgers Otto III. und Theophanus Schwägerin Mathilde, geben die damaligen Vorkommnisse jeweils aus einem anderen Blickwinkel wieder und machen so Geschichte lebendig. Wer einen historischer Roman sucht, wie man ihn eigentlich vermuten würde, der wird hier wohl enttäuscht sein. Wer aber gelebte Geschichte gut und detailgetreu nachlesen möchte, wird an diesem Buch nicht vorbei kommen. Gabrielle Alioth hat mir einige schöne Lesestunden beschert und gleichzeitig mein Interesse geweckt, mich wieder mehr mit der Historie meines eigenen Landes zu beschäftigen. Für jeden Liebhaber von Geschichte ein Lesemuss!

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    irismaria

    irismaria

    18. October 2012 um 12:08

    "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth ist ein historischer Roman, der sich um eine echte historische Persönlichkeit dreht: Theophanu, eine Nichte des Kaisers von Konstantinopel, die mit Kaiser Otto II. verheiratet war. Der Roman spielt um 1000, und umfasst die Geburt des ersehnten Thronfolgers Ottos III., Ottos Kampf gegen die Sarazenen, die Streitigkeiten nach dem Tode ihres Mannes bis zu Theophanus Tod. Gabrielle Alioth lässt die Geschichte durch den Blick verschiedener Personen lebendig werden: neben Theophanu wird auch die Sicht der Amme des Thronfolgers, des griechischen Astrologen, und Theophanus Schwägerin Mathilde dargestellt. Durch diesen Perspektivwechsel wurde für mich deutlich, wie unterschiedlich das Leben um sächsischen Kaiserhof und die große Politik empfunden wurde. "Die griechische Kaiserin" ist kein historischer Roman, bei dem man mit der Heldin mitfiebern kann, Thea wirkt auf mich unnahbar und man merkt, was für eine starke Frau sie war. Mir hat die Geschichte gut gefallen, sie hat mich einen mir kaum bekannten Teil deutscher Geschichte verstehen lassen. Gabrielle Alioth hat soweit ich das beurteilen kann gut recherchiert. Das ausführliche Personenverzeichnis am Schluss des Buches ist eine gelungene Zugabe, der die Personen des Romans in die Historie einordnet.

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  • Rezension zu "Die griechische Kaiserin" von Gabrielle Alioth

    Die griechische Kaiserin
    Cellissima

    Cellissima

    16. October 2012 um 22:13

    Theophanu muss sich schon früh behaupten: sie ist die Ehefrau Ottos II., Intrigen und politische Machtspiele sind alltäglich, ihr Platz in der Gesellschaft und ihr Leben werden immer wieder gefährdet. Eines Tages stirbt der Kaiser plötzlich und unerwartet, und nun muss Theophanu sich erneut behaupten: sie muss den Thron für ihren Sohn, Otto III., sichern. Kein leichtes Unterfangen, doch Theophanu ist klug, mächtig, auch in Sachen Politik bewandert ... und so gelingt es ihr, ihre Gegner mit ihren Mitteln außer Gefecht zu setzen ... Meine Meinung Gabrielle Alioth legt mit "Die griechische Kaiserin" einen authentischen und gut recherchierten historischen Roman zum Leben der klügsten und mächtigsten Frau des Mittelalters vor. Der Aberglaube und die politischen Konstellationen des Mittelalters bspw. sind gut herausgearbeitet. Alioth schreibt angenehm und flüssig lesbar, dabei stets authentisch. Zu Beginn der Lektüre fiel mir auf, dass die Gestaltung der einzelnen Erzählperspektiven noch etwas deutlicher hätte ausfallen können - allerdings gewöhnt man sich im weiteren Verlauf des Buches schnell daran und kann auch so die verschiedenen Perspektiven relativ gut voneinander trennen. Durch diese Perspektivwechsel kommt etwas Bewegung in die Erzählung. Zwischen den Zeilen passiert zwar sehr viel, doch ansonsten handelt es sich eher um ein Buch der leisen Töne, der langsamen, beobachtenden, analysierenden Erzählweise. Auf manche Leser wird dies sicher stagnierend, langweilig etc. wirken. - Ich persönlich fand es gut und passend. Man konnte so alles auf sich wirken lassen, viel über die Menschen des und das Leben im Mittelalter erfahren, entging der Gefahr, etwas Wichtiges zu überlesen. Ein wenig negativ könnte es sich auf den ein oder anderen Leser auch auswirken, dass die Geschichte, die maßgeblichen Ereignisse, das Leben der Theophanu, um die sich das Buch dreht, erst nach über der Hälfte der zu lesenden Seiten so richtig ins Rollen kommen und nur im letzten Teil beschrieben werden. Man kann hier sicher darüber streiten, ob es sich bis hierhin um einen zwingend notwendigen Vorspann handelt, oder ob man hier nicht hätte kürzen oder umschreiben können. Manche Figuren sind sehr gut gezeichnet, andere eröffnen dem Leser leider auch zum Ende hin keinen wirklichen Zugang. Fazit Theophanus Leben birgt ein großes Potenzial für einen historischen Roman. Die Umsetzung ist hier in Ansätzen gut gelungen, doch hätte man sicher noch Einiges verbessern oder anders machen können. So hat der Roman ein paar Schwächen.

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