Gabrielle Vincent Ernest und Celestine

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Inhaltsangabe zu „Ernest und Celestine“ von Gabrielle Vincent

Gute Kinderbücher zeichnen sich häufig dadurch aus, dass sie auch eine therapeutische Komponente haben. Geschichten helfen Kindern z. B., Angst auslösende Situationen zu bewältigen, indem sie seelische Vorgänge externalisieren und so aus der Distanz beobachtbar machen.§Für das Programm des Carl-Auer Verlags stellen solche Bücher eine sinnvolle Erweiterung dar sei es als Begleitlektüre zur therapeutischen Arbeit mit Kindern, sei es als niederschwellige Therapie ohne Krankenschein .§Die Bücher der französischen Autorin Gabrielle Vincent sind dafür ein gutes Beispiel. Célestine, die Maus, und der Bär Ernest erleben exemplarisch, was Kinder in ihrer Beziehung mit Erwachsenen beschäftigt.§Ernest vertritt als alleinerziehender Adoptivvater die Erwachsenenwelt. Er kümmert sich rührend um die kleine Célestine. Er will sie nie enttäuschen und ist immer bemüht, sie glücklich zu machen. Ernest ist der große Starke, an den man sich anlehnen kann, dem man vertrauen kann, der sich kümmert und sorgt. Célestine ist emotional, kindlich, nah an ihren Gefühlen, die sie unmissverständlich ausdrückt. Ernest ist ihr Ansprechpartner, ihr Vertrauter und Zuhörer in allen Dingen.§In dieser Geschichte bringt Célestine Ernest in große Verlegenheit, als sie ihn mit der Frage bedrängt, wo und wie sie geboren wurde. Ernest ist hin- und hergerissen zwischen Fürsorge und Vermeidung einer Antwort. Er hat Célestine aus dem Mülleimer gezogen und möchte ihr diese Wahrheit ersparen, weil er befürchtet, es könnte sie verletzen. Letztendlich erfährt sie von einem nahezu verzweifelten Ernest die Wahrheit. Um sie zu verarbeiten, spielt sie die eigene Geschichte wieder und wieder durch und kann so nach und nach ihre Biografie akzeptieren ganz so, wie es Kinder auch im richtigen Leben machen.§Ein wunderbares, nostalgisches Kinderbuch, das seine therapeutische Wirkung ganz nebenbei entfaltet.

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  • Ein wunderbares Bilderbuch, das sich insbesondere für Pflege – und Adoptivkinder eignet

    Ernest und Celestine
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    02. April 2013 um 10:26

    Die Französin Gabrielle Vincent (1928-2000) gehört nach wie vor zu den bekanntesten Bilderbuchkünstlerinnen im französischsprachigen Raum. Vor allem mit ihren fast zwei Dutzend Bilderbüchern über den Bären Ernest und die Maus Celestine ist sie berühmt geworden und mehrfach ausgezeichnet worden.   Im letzten Buch der Reihe, das ursprünglich posthum 2001 im Original erschien, geht es um „Celestines Fragen“. Fragen, die der Bär Ernest seit vielen Jahren fürchtet und die er in diesem Buch so wahrheitsgetreu wie möglich beantwortet. Celestine will  nämlich wissen, wie sie geboren ist.   Und Ernest stellt sich der schwierigen Aufgabe, von der er wusste, dass sie irgendwann auf ihn zukommen würde, und erzählt Celestine, wie er sie als kleines Baby in einem Mülleimer gefunden und dann aufgezogen hat.   Immer wieder muss er die Geschichte wiederholen und irgendwann im Laufe des Tages gehen sie auch beide zu der Stelle, wo er sie damals fand. Und Celestine sagt: „Was für ein Glück, das du mich gehört hast.“   Und als Celestine schon längst zufrieden in ihrem Bett liegt, denkt Ernest dankbar nach: „Ich bin froh, wie sie das alles aufgenommen hat.   Jeden Tag muss ich ihr die Geschichte wieder erzählen … Ohne etwas auszulassen. Sie kennt sie auswendig.   Am Abend bin ich müde, aber glücklich.“   Ein abtrennbares Nachwort für Eltern, Erzieher und Vorleser schließt ein  wunderbares Bilderbuch ab, das sich insbesondere für Pflege – und Adoptivkinder eignet. Gerade in diesen Familien wird die Geschichte der Herkunft oft zu einem Geheimnis gemacht oder totgeschwiegen.   Welchen Segen für Eltern und Kinder das Erzählen von Geschichten darüber haben kann, zeigt das von  Heidi Varin und Christel Rech-Simon übersetzte Buch. Letztere, analytische Kinder- und Jugendlichentherapeutin, hat auch das Nachwort verfasst und zeichnet als Herausgeberin für die hoffnungsvoll gestartete neue Reihe „Carl-Auer-Kids“ verantwortlich.      

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