Gaby Köster Die Chefin

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Inhaltsangabe zu „Die Chefin“ von Gaby Köster

Marie Sanders Leben ist in Schieflage geraten. Bei der erfolgreichen Rocksängerin, von allen nur »Die Chefin« genannt, läuft’s nicht mehr. Es sitzt sich nur noch. Und zwar im Rollstuhl. Schlaganfall, kurz nach ihrem zweiundvierzigsten Geburtstag. Also ideale Voraussetzungen, um die Verfolgung einer verbrecherischen Bande aufzunehmen. Um sich auf eine Odyssee durch halb Europa zu begeben, sich in einen selbstverliebten Bodybuilder zu verlieben und zwei Kindern ihre Eltern wiederzugeben. Kurzum: das Leben neu anzugehen.

Eine geniale Geschichte mit viel Humor, geilen Sprüche die zeigen egal wie doof das Leben gerade ist, gib ja nicht auf !

— Lyreen

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  • Die Chefin

    Die Chefin

    christiane_brokate

    06. April 2017 um 08:33

    Darum geht es : Marie Sanders Leben ist in Schieflage geraten. Bei der erfolgreichen Rocksängerin, von allen nur »Die Chefin« genannt, läuft’s nicht mehr. Es sitzt sich nur noch. Und zwar im Rollstuhl. Schlaganfall, kurz nach ihrem zweiundvierzigsten Geburtstag. Also ideale Voraussetzungen, um die Verfolgung einer verbrecherischen Bande aufzunehmen. Um sich auf eine Odyssee durch halb Europa zu begeben, sich in einen selbstverliebten Bodybuilder zu verlieben und zwei Kindern ihre Eltern wiederzugeben. Kurzum: das Leben neu anzugehen. Meine Meinung: Ich habe das Buch vom Piperverlag als ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Danke dafür. Dies tut aber keinen Einfluss auf meine Meinung nehmen. Ein sehr schöner Roman mit viel Witz und Humor  in dem auch viel das Schicksal der Autorin wieder gespiegelt wird. Es war traurig und sehr gefühlvoll geschrieben und der Leser hat einen genauen Einblick in das Leben und die Gefühlswelt von Marie Sanders bekommen. Ihren Mut dennoch zu versuchen weiter zu machen und nicht aufzugeben und zu kämpfen, hat konnte der Leser auch sehr stark spüren. Bei diesem Buch hatte ich mehrfach das Gefühl weinen zu können , musste aber dennoch lachen. Es war einfach sehr gut aufgebaut und die Autorin hat es geschafft ihren eigenen Charme und ihr Schicksal geschickt in das Buch einzubauen. Marie Sanders ist eine erfolgreiche Frau und auf einmal ändert sich ihr Leben, sie ist gefesselt an einem Rollstuhl. Der Leser bekommt sofort ein Bezug zu ihr und fühlt mit ihr. Für mich war es ein Wechselbad der Gefühle , ich musste weinen und lachen. Ich spürte ihre Verzweiflung sehr intensiv und ich weiss selber wie schwer es ist wieder neu anzufangen, zu akzeptieren das alles anders ist und damit um zugehen. Die Geschichte spielt im wahren Leben, und auch die Protagonistin ist sehr lebendig beschrieben. Ich konnte mich mit ihr identifizieren , mit ihr mitfühlen und alles hautnah miterleben, wie als ob ich es gerade erlebe. Der Humor von Gabi Köster macht das Buch sehr intressant , es geht nicht nur um denn Schlaganfall sondern auch um ein Road Trip in ein neues leben und auch viel vergnügliche Szenen sind in dem Buch verpackt. Jeder kommt auf seine Kosten in diesem Buch , und hut ab das Gabi Köster es geschrieben hat , sie ist einfach einzugartig ,was auch ihr Buch wiederspiegelt. Es ist spannend ,abenteuerlich , traurig, detalliert und mit viel Herz geschrieben. 4 von 5 Punkten

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  • DIe Chefin

    Die Chefin

    Kleine8310

    11. February 2017 um 04:11

    Buchidee:  Die Buchidee machte auf mich den typischen Gaby Köster - Eindruck. Die Tatsache, dass die Protagonistin ebenfalls einen Schlaganfall erleidet, in Kombination mit einer Prise Humor. Das klang für mich erstmal sehr vielversprechend!   Handlung:  In diesem Buch geht es um die Protagonistin Marie Sanders. Marie ist gerade zweiundvierzig Jahre alt geworden, als ein Schlaganfall sie in den Rollstuhl und ihr bisheriges Leben komplett durcheinanderbringt. Doch die erfolgreiche Rocksängerin ist keine Person, die leicht aufgibt und als eine Verbrecherbande ihren Weg kreuzt, hält sie auch der Rollstuhl nicht auf, die Verfolgung aufzunehmen ...    Schreibstil:  Der Schreibstil von Gaby Köster ist locker und leicht zu lesen. Er besticht durch witzige Szenen und freche Wortgefechte, die mir mehr als einmal ein schmunzeln entlockt haben. Charaktere:  Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet, auch wenn ich gestehen muss, dass mir manches ein bisschen zu krass dargestellt wurde. In manchen Momenten und bei einigen Handlungen hätte ich etwas weniger wahrscheinlich als etwas mehr empfunden!   Spannung:  Mit viel Spannung hatte ich in der Geschichte gar nicht gerechnet und so wurde ich auch nicht groß enttäuscht. Die Story rund um Marie ist locker, leicht, humorvoll, teilweise satirisch, aber nicht wirklich spannend aufgebaut. In manchen Momenten hätte ich mir etwas mehr Dichte gewünscht, denn so war die Handlung ab und an ein bisschen langatmig.   Emotionen:   Die Emotionen hat Gaby Köster sehr gut rübergebracht und ich konnte auch mit Marie mitfühlen. Teilweise war mir nur der Sarkasmus ein bisschen zuviel und dass obwohl ich selbst durchaus ab und an sowas an den Tag lege. Mich hat hier nur die Häufigkeit gestört, da sie das emotionale in manchen Passagen unnötig abgeschwächt hat. Das fand ich ein bisschen schade!    "Die Chefin" ist eine nette Mischung aus Gefühl und Witz, die mir in manchen Passagen leider ein bisschen zu überzogen war, aber dennoch eine gute, kurzweilige Unterhaltung bietet!

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  • Superheldin auf Rädern

    Die Chefin

    LaMensch

    24. December 2015 um 11:57

    Die Bühnenkarriere von Marie ist nach einem Schlaganfall beendet. Seit sie die Reha beendet hat ist sie alleine. Oft beobachtet sie den gut trainierten Bodybuilder in der Wohnung gegenüber. Als dieser sie entdeckt beginnt eine aufregende Zeit. Es ist das 2. Buch dieser Autorin. Wieder hat sie es geschafft, den Leser vollkommen in das Buch einzusaugen. Die Geschichte wird hautnah miterlebt und dank des weitgehend einfachen Schreibstils (wenn man die verschiedenen Dialekte mal nicht beachtet) leicht zu lesen. Die eben angesprochenen Dialekte noch an der Sache zusätzlich etwas auf, sie bieten Abwechslung und bringen Lebendigkeit ins Buch. Doch leider muss ich auch sagen, dass an manchen Stellen die Geschichte doch etwas flach wirkt, natürlich hat die Autorin von vornherein einen ich sage mal direkten Schreibstil, aber diese ist leider an vereinzelten Stellen unpassend. Ich vergebe 4 von 5 Sternen ein wirklich abwechslungsreiches und ansprechendes Buch.

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  • Ganz anders als Gaby - unlustig

    Die Chefin

    sarahsuperwoman

    08. October 2015 um 19:48

    Gaby Köster begann mit einem tollen Start in das Buch. Sie sensiblisierte mich und stellte mich Marie vor – der Hauptprotagonistin. Gaby schrieb unglaublich witzig, so wie man sie kennt und liebt und genau das ließ mich einfach total gespannt und amüsiert weiterlesen. Marie sitzt im Rollstuhl durch ihren Schlaganfall und hat viele Ähnlichkeiten mit Gaby. Sie ist witzig, hat ihren Mund am rechten Fleck und weiß wie sie sich wehren kann. Was mich dann aber absolut frustrierte war, dass Marie sich als so witzig gab, dass es einfach nur noch grundlos übertrieben war. Die Handlungen waren vor allem absolut unlogisch, denn dass sie ihren Nachbarn beobachtet, er dann vorbeikommt und dann mit ihm in ein Abenteuer gerät, in dem sie zwei rumänische Kinder retten will vor irgendwelchen Schlägertypen. Für mich ist das einfach nur so unsinnig gewesen, sodass die Geschichte für mich keine Unterhaltung mehr bot. »Wenn das Schicksal zu einem seiner berüchtigten Schläge ausholt, stehen wir ohne Deckung da und lassen uns von dem Miststück ausknocken.« [Seite 6] Zwischendurch kamen zwar solche typischen Standardwitze, die dann auch noch übertrieben wurden, sodass ich nicht mehr das Gefühl hatte, Gaby ihr Werk zu lesen. Irgendwie tat mir das richtig im Herzen weh, denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Gaby eine sehr gute Autorin ist – hat sie auch schon in ihrem ersten Buch gezeigt. Mir waren es zu viele Zufälle aufeinmal. Die Witze waren unlustig und auch die Geschichte kam durch den Schreibstil schleppend voran. Auch wenn Gaby Köster Marie etwas von sich einverleiben wollte und dem Leser zeigen wollte, was für eine Welt in Rumänien herrscht – leider kam es bei mir überhaupt nicht an. Es berührte, sensiblisierte und kam emotional null bei mir an, was ich wirklich schade finde. Dieses Thema kann zum Nachdenken anregen, aber das wars leider nicht. »Dabei Tränen wichtig. So wie Wasser lässt Baum wachsen in Höhe, Tränen lassen dein Seele wachsen. Aber mein Seele lebt in Wüste.« [Seite 43] Ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte eher um Marie geht und nicht, dass aufeinmal ihr Rollstuhl in einen Porsche passt und sie mit ihrem Geld herumschmeißt, nur weil sie mal ein Rockstar war. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, während ich das Buch las, dass sie ein solcher Mensch ist, der damit herumschmeißen will. »Am schönsten ist das Leben nicht, wenn man atmet, sondern wenn es einem den Atem raubt!« [Seite 115] Ich finde es so schade, dass „Die Chefin“ von Gaby Köster kein Genuss für mich war. Ich musste mich von Kapitel zu Kapitel hangeln und das mit vielen Hindernissen. So muss ich sagen, dass ich kein Fan von dieser Geschichte werde, aber dennoch gern ihr erstes Werk lesen würde.

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  • Leserunde zu "Die Chefin" von Gaby Köster

    Die Chefin

    Piper_Verlag

    Gaby Kösters Romanheldin ist ihr Alter Ego: die eine Seite vom Schlaganfall gelähmt, das Mundwerk nicht zu stoppen! »Die Chefin« ist ein Roadmovie der Extraklasse, spannend, lustig, abenteuerlich. Rock'n Roll-stuhl von Menschen, die das Glück nicht gerade gepachtet haben. Egal, dass das Leben manchmal ein Arschloch ist: Wenn's läuft, dann läuft's, auch wenn das Laufen schwerfällt.  Mehr zum Buch: Marie Sanders Leben ist in Schieflage geraten. Bei der erfolgreichen Rocksängerin, von allen nur »Die Chefin« genannt, läuft's nicht mehr. Es sitzt sich nur noch. Und zwar im Rollstuhl. Schlaganfall, kurz nach ihrem zweiundvierzigsten Geburtstag. Also ideale Voraussetzungen, um die Verfolgung einer verbrecherischen Bande aufzunehmen. Um sich auf eine Odyssee durch halb Europa zu begeben. Um sich in einen selbstverliebten Bodybuilder zu verlieben. Um zwei Kindern ihre Eltern wiederzugeben. Um das Leben neu anzugehen. Jetzt in das Buch reinlesen Mehr zur Autorin: Gaby Köster gehört seit Jahren zu den bekanntesten und erfolgreichsten Gesichtern der deutschen Comedy-Szene. In ihrem Bestseller »Ein Schnupfen hätte auch gereicht« berichtete sie ebenso berührend wie humorvoll von dem Schlaganfall, den sie 2008 erlitt, und ihrem Weg zurück ins Leben. Nun legt sie mit »Die Chefin« ihren ersten Roman vor, den sie gemeinsam mit Thomas Köller schrieb. Und stellt einmal mehr unter Beweis, dass sie eine der lustigsten Frauen Deutschlands ist.  Wir vergeben 20 Exemplare von »Die Chefin« an alle, die Lust darauf haben, humorvolle Lesestunden mit unserer Gaby Köster zu verbringen, die gleichzeitig mit ihrer Schlagfertigkeit dem Schicksal die lachende Schulter zeigt. Ihr müsst euch dafür nur bewerben* und folgende Frage beantworten: Welche Charaktereigenschaft würdet ihr euch gerne bewahren, wenn euch so etwas wie ein Schlaganfall oder ein anderer Schicksalsschlag trifft? Wir sind gespannt auf eure Antworten und drücken die Daumen!  * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 356
  • Kein Witz und Humor

    Die Chefin

    winterdream

    01. June 2015 um 16:36

    Inhalt: Marie Sanders Leben ist in Schieflage geraten. Bei der erfolgreichen Rocksängerin, von allen nur »Die Chefin« genannt, läuft's nicht mehr. Es sitzt sich nur noch. Und zwar im Rollstuhl. Schlaganfall, kurz nach ihrem zweiundvierzigsten Geburtstag. Also ideale Voraussetzungen, um die Verfolgung einer verbrecherischen Bande aufzunehmen. Um sich auf eine Odyssee durch halb Europa zu begeben. Um sich in einen selbstverliebten Bodybuilder zu verlieben. Um zwei Kindern ihre Eltern wiederzugeben. Um das Leben neu anzugehen. Cover: Das Cover hat mir gut gefallen und ich fand es sehr lustig gestaltet. Das hätte ich mir im Geschäft auf jeden Fall näher angesehen. Mein Fazit: Ich muss hier leider sagen, dass ich von dem Buch total enttäuscht war. Ich hatte mir doch sehr viel mehr Witz und Humor vorgestellt und auch gewünscht, aber leider plätscherte das Buch nur so vor sich hin. Da hatte ich etwas ganz anderes erwartet. Es ist zwar gut geschrieben und man kann es auch schnell und flüssig lesen, aber dafür, dass es ein Comedy-Star geschrieben hat, ist es echt schlecht. Das kann man bei dem Buch keinesfalls erkennen. Marie ist auch während des gesamten Buches für mich nicht wirklich greifbar gewesen. Es war irgendwie alles sehr oberflächlich. Ich kann hier leider nur 2 von 5 Punkten vergeben.

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  • Road-Trip durch Osteuropa

    Die Chefin

    Primrose24

    12. May 2015 um 20:47

    Die Protagonistin und Rocksängerin Marie ist nach einem Schlaganfall einseitig gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Trotzdem versucht sie sich in ihr altes Leben zurückzukämpfen. Nachdem sie eines Tages in der Nachbarwohnung einen Einbruch, ausgeführt durch zwei rumänische Kinder, beobachtet, wird sie mehr oder weniger unfreiwillig in ein Netz aus rumänischen Schmugglern und zwielichtigen Menschenhändlern reingezogen. Zusammen mit Tarkan, einem türkischstämmigen Muskelprotz und den beiden Kindern macht sie sich auf den Weg die Eltern der beiden unfreiwilligen Diebe zu finden. Quer durch Europa reisen die Vier und treffen dabei mehr als ein Mal auf Hindernisse. Doch es gibt scheinbar keine Hürde aus der sich Marie mit ihrer großen Klappe und einer gehörigen Portion Schlagfertigkeit nicht herausreden kann. Gaby Kösters Alter Ego Marie Sanders begibt sich auf einen Road-Trip quer durch Osteuropa. Um mit den positiven Aspekten der Geschichte anzufangen, finde ich generell die Grundaussagen und das Thema, welches das Buch aufgreift, beachtenswert. Die Situation in Rumänien und der Handel mit Menschen sowie deren schreckliche Unterbringung und die Arbeitsverhältnisse vor allem der Roma hier in Deutschland, aber auch in ihren Heimatländern, halte ich für eine erschreckende Realität. Was jedoch bei diesem Buch das eigentliche Problem ist, ist die Umsetzung. Die Ernsthaftigkeit des Themas verliert sich allzu oft in aufgesetzten, überzogenen, ja schon zwanghaften Versuchen Witz in die Sache zu bringen. Platte Sprüche ohne die Möglichkeit ein ordentliches, ernsthaftes Gespräch zustande kommen zu lassen, sind für mich keine Art mit diesem Thema umzugehen. Selbst in den unpassendsten Momenten wird noch versucht einen Witz unterzubringen. Mit dieser Art der Erzählung kann ich mich also leider nicht anfreunden. Schön wiederum finde ich, wie dem Leser gezeigt wird, dass man selbst mit einem körperlichen Hindernis alles erreichen kann, was man will und sich durch nichts abschrecken lassen sollte. Inhaltlich ist die Geschichte neben einer soliden Grundstory und teilweise etwas langen Fahrtbeschreibungen für meine Begriffe zu oft von zufallhaften Begebenheiten geprägt. Das ermittlerische und systematische Vorgehen bei der Suche nach den Eltern der beiden Kinder, ist eigentlich nicht erfolgversprechend. Nur durch Zufälle scheint die Gruppe in ihrer Suche voranzukommen. Eigentlich schade, da sie sich bei ihren Einfällen, die Eltern zu finden doch sehr viel Mühe geben und diese Zufälle eigentlich völlig unnötig erscheinen. Alles in allem ist der Versuch einem so ernsthaften Thema mit Witz zu begegnen für meine Begriffe einfach schiefgegangen. An den richtigen Stellen hätte dem Buch etwas Ernsthaftigkeit besser gestanden. Trotzdem verdient Marie Sanders für ihre Art mit den Problemen ihres Alltages umzugehen meinen Respekt und es ist offensichtlich, dass gerade ihre „große Klappe“ dabei eine entscheidende Rolle spielt.

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  • Was ist denn hier bitte passiert?!

    Die Chefin

    Kartoffelschaf

    09. May 2015 um 10:37

    Vorweg: Ich bewundere Gaby Köster. Ihr Lebensmut, ihre Stärke, ihr Humor - als Schauspielerin ist sie absolut großartig, was habe ich "Ritas Welt" geliebt! Was allerdings das Schreiben anbetrifft - und ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich ihr erstes Buch nicht kenne - bin ich absolut enttäuscht. So sehr, dass ich weiteren Büchern von ihr keine Chance mehr geben werde. Ich hatte mich auf einen charmanten, witzigen, klugen Roman gefreut (eben einer, der Gabys Wesen entspricht) und eine platte, langweilige, überzogene Geschichte ohne Zusammenhang oder erkennbaren Sinn bekommen. Selten habe ich mich derart durch ein Buch gequält. Hätte ich es nicht für eine Leserunde gelesen - ich hätte nach spätestens 50 Seiten abgebrochen und das passiert mir zu Glück nicht so häufig. Ich weiß nicht, was hier los war... die Protagonistin hätte unsympathischer nicht sein können - völlig überdreht, überzogen, gezwungen lustig, mit einem unglaublich fürchterlichen  Hang zum fluchen... Sie ist eine erwachsene Frau, die einen Schicksalsschlag verwinden muss - davon allerdings merkt man nicht viel. Vielmehr meint man es, mit einem pubertierenden Teenie zu tun zu haben, dessen Handlungen keiner Logik folgen. Ich habe mich auf die Suche nach dem roten Faden begeben, wurde jedoch leider nicht fündig. Der Schreibstil ist gruselig, was auch an der nicht vorhandenen Story und den unsympathischen Charakteren hängt.  Die ganze Handlung ist unglaubwürdig und völlig an den Haaren herbeigezogen. Da wird ein Rollstuhl mal eben in einen alten Porsche verfrachtet - dazu 4 Menschen (wie das gehen soll - ich habe keine Ahnung) und die Protagonistin, die eben noch in besagtem Rollstuhl sitzt, klemmt sich nun hinter das Steuer dieses PS-Monsters und liefert sich nebenbei ein Rennen mit dubiosen Verfolgern.... Das ist nur als ein Beispiel dieser völlig abstrusen Erzählung.  Hier passt einfach gar nichts. Und das ist so, so unendlich schade. Wie gerne hätte ich dieses Buch gemocht! Es tut mir eigentlich weh, eine derart vernichtende Kritik abzugeben, aber mir fällt nichts, wirklich gar nichts positives zu diesem "Werk" ein. Das betrübt mich. :( Ich kann es nicht empfehlen - in keinster Weise und werde mich definitiv von weiteren Büchern von Gaby Köster distanzieren. 

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  • Roadmovie à la Gaby Köster

    Die Chefin

    Buecherwurm1973

    28. April 2015 um 23:23

    Marie Sanders ist nach einem Schlaganfall einseitig gelähmt. Laufen kann sie nur unter grössten Anstrengungen. Vor ihrem Zusammenbruch war sie eine erfolgreiche Rocksängerin. Sie wurde nur die „Die Chefin“ genannt. Eines Tages wird sie Zeugen eines Einbruchs im Nachbarhaus. Zusammen mit ihrem Nachbarn überführt sie zwei Kinder. Sie müssen mit den Kindern sofort flüchten.   Der Einstieg ins Buch gefällt mir sehr gut. Man erkennt sofort Gaby Köster hinter den Sprüchen. Doch irgendwann wirken die Sprüche ermüdend und überdreht. Die Szenen der überstürzten Flucht wirken wie ein Kinofilm, dem zu viele Szenen rausgeschnitten wurden. Der Ablauf der Handlung wirkt nicht realistisch. Der Mittelteil, der sich um das Schicksal der Romas dreht, hat dem Buch gutgetan. Es nimmt ihm die Überspanntheit. Der Handlungsablauf wird nicht klarer und authentischer. Aber er hat mich nicht mehr gravierend gestört. Das Lesen war wie eine Achterbahnfahrt. Mal fand ich es witzig und spannend. Dann war wieder Kopfschütteln angesagt. Dann wurde es sentimental und ernst (dies war mein Lieblingsteil) und dann wurde es wieder mühsamer und dann ein fulminanter spannender Schluss. Fazit: Dem Roman hätten weniger Sprüche und weniger Fluchtaktionen gutgetan. Diese im Überangebot vermiesen einem die Leselaune.

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  • Die Chefin - Gaby Köster

    Die Chefin

    Ines-R

    28. April 2015 um 20:51

    Zitate: „Sie sahen Bedürftige, arme Schlucker, Hungerleider, Bettler, Schnorrer, Maggler, Heimatlose, Ausgebeutete, Ausgegrenzte, verlorene Seelen, vernarbte Herzen, kleine Gauner und große Not. Menschen, die – wie wir alle – das Buch ihres Lebens mit ihrem eigenen Blut schreiben, doch bei denen der Füllfederhalter gewaltig leckte. Kein Leben in Schönschrift.“ "Und was ist, wenn dir plötzlich eine Katze oder eine Wildschwein vors Auto springen?" "Dann fahr ich zum TÜV und lass das Tier eintragen!" Klappentext Eine Seite vom Schlaganfall gelähmt, das Mundwerk nicht zu stoppen. »Die Chefin« ist ein Roadmovie der Extraklasse, spannend, lustig, abenteuerlich. Rock'n Roll-stuhl von Menschen, die das Glück nicht gerade gepachtet haben. Egal, dass das Leben manchmal ein Arschloch ist: Wenn's läuft, dann läuft's, auch wenn das Laufen schwerfällt. „Kann es sein, dass Marie mich an Gaby erinnert? Marie ist die stärkste und lustigste Frau, die ich kenne. Ja – kann wohl sein.“ Mike Krüger Meine Meinung So ganz kann ich dem Klappentext nicht zustimmen, denn wirklich spannend und lustig las sich das Buch nicht. Hier und da konnte man zwar mal schmunzeln, vielleicht auch mal lachen, aber ansonsten reihen sich altbekannte Sprüche teilweise so eng aneinander, dass es den Lesefluss stört und nur noch gezwungen wirkt. Es ist Gaby Köster, die da spricht (und das gleich in mehreren Figuren, die alle die gleiche Schlagfertigkeit zu besitzen scheinen), keine Frage, aber ein Buch funktioniert halt nicht so wie eine Comedy-Bühne. Spannend wird es eigentlich nie, na ja, gegen Ende vielleicht ein bisschen. Außerdem gibt es zu viele Zufälle in diesem Buch, und die zweifelsohne gut recherchierten Beschreibungen der Zustände in den Roma(und anderen)vierteln sensibilisieren den Leser zwar ein wenig für diese Problematik, aber so, wie es geschrieben wurde, passt es nicht wirklich zur Handlung. Die wird zu oft mit der Erzählung bzw. Auflistung der Historie einzelner Orte/Vorkommnisse gespickt, sodass es fehl am Platze wirkt. Man kann nicht wirklich in die Geschichte abtauchen. Gaby Kösters Schreibstil ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, da sie oft unvollständige Sätze schreibt, also Nebensätze als eigenständige Hauptsätze. Es finden sich auch mächtig verschachtelte Sätze, die gleich mehrere Aussagen beinhalten und dadurch verwirrend klingen. Ansonsten schreibt sie oft, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, wie man so schön sagt, was sich aber nicht störend auswirkt. Gegen Ende spürt man dann Gaby Köster zu 100%: Meiner Meinung nach spiegeln sich ihre Empfindungen deutlich in der Hauptfigur Marie wider. Das ist ein wirklich schöner Teil des Charakters. Marie verwandelt sich im Laufe der Geschichte wieder zur selbstbewussten „Chefin“, eigentlich sogar ziemlich schnell, denn ihre frechen Sprüche samt Sarkasmus hat sie trotz Schicksalsschlag beibehalten. Man bekommt aber auch immer wieder kleine Einblicke in das Seelenleben der taffen Frau. Ich glaube das ist es auch, was mich bei der Stange hielt, dieses Durchblitzen von Gaby Köster in Marie. Zum Buch selbst: Die Hardcover-Variante besitzt ein Lesebändchen, was ich immer toll finde. Auch der Schutzumschlag ist schön gestaltet – ich mag es, wenn erhabene Teile darauf vorkommen, wie hier der Name der Autorin. Mein Fazit „Die Chefin“ ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Im Verlaufe der Geschichte liest es sich besser. Ob das an der Gewöhnung oder am Schreibstil liegt, kann ich nicht genau sagen. Auf jeden Fall nehmen ab der Mitte des Buches die ach so coolen Sprüche ein wenig ab, was das Lesen gleich angenehmer gestaltet. Ich denke, wer Gaby Köster mag, sollte auch dieses Buch lesen. Für Nicht-Fans wird es wohl zu gezwungen und zu spannungsarm. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Wenigleser eher Gefallen an dieser Geschichte finden, als Vielleser, denn der Schreibstil ist ein wenig unprofessionell. Auf der Bühne ist Gaby Köster definitiv besser aufgehoben.

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  • In Buchform ist Gaby Köster nicht ganz mein Fall

    Die Chefin

    Lilli33

    19. April 2015 um 21:47

    Inhalt: Marie Sanders, 42, ehemalige erfolgreiche Rocksängerin „Die Chefin“, ist nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt und sitzt im Rollstuhl, wo sie ihre Tage nutzlos und leicht verbittert verbringt. Bis sie eines schönen Tages Knall auf Fall ihren Nachbarn Tarkan und zwei rumänische Roma-Kinder an der Backe hat und sich die vier auf eine Reise quer durch Europa machen, um die Eltern der Kinder zu finden. Meine Meinung: Ich mag Gaby Köster und ihren Humor eigentlich wirklich sehr, aber als Buch kam das nicht wirklich gut. Vielleicht wirkt es als Hörbuch, zumal wenn es von Gaby Köster selbst gelesen wird, besser. Auch als Film könnte ich mir diese Geschichte durchaus vorstellen. Aber vom Buch war ich etwas enttäuscht. Die Handlung ist absolut unrealistisch, ein rasanter Roadtrip mit sehr, sehr vielen Zufällen. Das hat mich aber noch nicht mal gestört. Gestört hat mich, dass die Geschichte mit „witzigen Gags“ überladen war, die aber meistens gar nicht so witzig waren, weil sie entweder unter die Gürtellinie gingen oder schon so alt waren, dass meine Großmutter sie schon kannte. Teilweise kamen sie so geballt, dass dadurch die Handlung einfach nicht mehr weiterging. Mir scheint, da sollte einfach alles untergebracht werden, was das Brainstorming hergab. Aber ich kann nur sagen: Weniger wäre mehr gewesen. „Überall nur neureiche schwäbische Schwangerschaftsbäuche und postnatale Schwabbelbäuche. Man sollte den guten alten Prenzlberg in Pregnant Hill umbenennen! Wenn du hier ’nen Film drehen würdest, wär das ein Schwangerschaftsstreifen! Wenn du hier nicht mindestens drei Blagen hast, giltst du als kinderlos!“ (S. 200) In diesem Abschnitt hätte einer der Sätze gereicht, und ich hätte schon kapiert, dass es dort viele Kinder gibt ;-) Ein weiteres Problem für mich war, dass die Handlung einen ernsten Hintergrund hat. Es geht um die elenden Zustände, unter denen Roma in Deutschland und in Rumänien leben. Hier steckt viel Gesellschaftskritik drin, die durch den Witz entwertet wird. Da passt einfach nicht beides zusammen.

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  • Komik und ernstes Thema passen nicht zusammen...

    Die Chefin

    labbelman

    19. April 2015 um 11:52

    Gaby Köster hatte ich in ihrer TV- Zeit ins Herz geschlossen und mit ihrer Autobiografie "Ein Schnupfen hätte auch gereicht" hat sie mich gänzlich für sich einnehmen können, daher war ich sehr gespannt auf diesen Roman. Im Buch geht es wie sollte es anderes sein um eine Frau im besten Alter, die an den Rollstuhl gefesselt ist. Das Leben der ehemaligen Rocksängerin besteht von nun aus dem Beobachten anderer Menschen. Doch plötzlich sieht sie etwas, dass ihr Leben vielleicht für immer verändert. Wird dieses Abenteuer sie aufrütteln? Erst einmal ist klar, dass man von Gaby ein witziges Buch bekommt, das ist auch hier gegeben. Fand ich den Humor anfänglich noch sehr spritzig, ging er mir im Laufe der Geschichte immer mehr auf die Nerven. Es waren einfach zu viele Sprüche, die nicht recht zum ernsten Thema passen wollten. Der Roadtrip, den unsere Chefin da absolviert, war in meinen Augen totaler Humbug und kaum nachvollziehbar. Die ganze Handlung ist völlig überdreht. Hätte ich das Buch nicht in einer Leserunde gelesen, dann hätte ich es wohl ab der Mitte abgebrochen, weil ich einfach keinen Zugang zu den Protagonisten fand und Witz allein ist nun mal nicht alles. Fazit: Mit diesem Roman konnte mich Frau Köster leider nicht überzeugen und ich bleibe enttäuscht zurück... Von mir daher keine Leseempfehlung.

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  • Schwierig. Sprüche klopfen kombiniert mit ernstem Thema …

    Die Chefin

    Sunreading

    17. April 2015 um 14:57

    Erster Satz: „Das Glück ist ein lausiger Gastgeber.“ Marie Sanders, alias „Die Chefin“ – ehemals sehr erfolgreiche Rocksängerin – ist erst 42 Jahre jung, sitzt aber nach einem Schlaganfall bereits seit 11 Monaten halbseitig gelähmt im Rollstuhl. Ohne eine besondere Lebensaufgabe im Rücken, beobachtet sie nun regelmäßig aus ihrem Fenster die Loftwohnungen gegenüber – sitzend selbstverständlich. Innerhalb weniger Tage überschlagen sich die Ereignisse. Zuerst wird sie von Tarkan während seines Boddybuildings beim Spitzeln erwischt und kurz darauf beobachtet sie im Loft gegenüber einen Raubüberfall. Die Täter sind zwei rumänische Kinder. Hals über Kopf entstehen neue Freund- und Feindschaften, Flucht und Verfolgungen und die Suche nach einem verschollenen Elternpaar ... Plötzlich nimmt das Leben der Chefin wieder rasant an Fahrt auf. Und sie hat für alle Gelegenheiten den passenden Spruch parat. „Etwa zu Fuß? Mit mir? … Da können wir uns genauso gut `ne Wanderdüne als Fluchtfahrzeug nehmen!“ (S. 36) Meine Meinung zum Buch: Ich habe den Roman unterwegs begonnen zu lesen und war begeistert, dass in das hochwertige Hardcover sogar ein Lesezeichenband integriert ist. Auch die kurzen Kapitellängen waren sofort sehr angenehm. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit habe bei diesem Buch zuerst das Nachwort gelesen – und war sehr froh darum. Denn neben Danksagungen enthält dies auch eindringliche Hinweise der Autorin, wie intensiv sie für ihren Roman recherchiert hat und wie viele Orte, Gegebenheiten und menschenunwürdige Hintergründe ihrer Geschichte (bezüglich der Roma) der Realität entsprechen. Mit diesem Wissen habe ich natürlich ganz anders begonnen zu lesen und war trotz des vielfach humorigen Untertons an so manchen stellen doch viel interessierter und nachdenklicher bei der Sache, als hätte ich dies nicht gewusst. Den Schreibstil fand ich anfangs einfach nur toll. Humorvoll, knackig, scharfsinnig und hier und da auch sehr tiefgründig. Oftmals mit wenigen Worten viel gesagt und tolle Metaphern und Vergleiche genommen. Auch diverse bekannte Persönlichkeiten und Politiker bekommen hier streckenweise ganz schön ihr Fett weg. Man muss schon einen bestimmten Namen haben, um so schreiben zu dürfen, denke ich ;-) Mit der Zeit jedoch wurden die Sprüche einfach zu viel und passten oftmals auch gar nicht mehr so recht zu der eigentlich ernst zu nehmenden Geschichte der beiden Kinder. Vor allem in der Buchmitte konnte ich streckenweise nicht einmal mehr schmunzeln. Immer öfter habe ich gedacht, das Buch wäre als Serie/Film mit Gaby Köster in der Hauptrolle vielleicht besser rübergekommen, als in schriftlicher Form. Denn – auch wenn man (wie ich ) den Humor der Autorin sehr gerne mag – wird man im Verlaufe doch hier und da regelrecht mit einer Sprüche-Aneinanderreihung bombardiert, die jedweden Fortschritt der eigentlichen Romanhandlung vollständig unterbricht. Ginge es hier wirklich nur um die Geschichte und Hintergründe der Roma selbst, wäre das Buch auch mit wesentlich weniger Seiten ausgekommen. Aber dann hätte die Comedy-Seite wiederum gefehlt. Vor allem der Mittelteil verlangt es einem als Leser mental ab, sich von einem sehr von Humor geprägten ersten Abschnitt hineinkatapultieren zu lassen in einen vollkommen ernst zu nehmenden weiteren Teil, Rumänien und die Roma-Gettos betreffend. Ich selbst musste da ganz schön schlucken und hätte mir gewünscht, Gaby Köster hätte sich in ihrem Roman für eine Seite entschieden. Entweder möchte sie durch die Hauptprotagonistin Marie wieder Gaby Köster als „Rita“ aus der Serie „Ritas Welt“ auferstehen lassen und mich nur humorvoll unterhalten, oder aber sie möchte mir ein wichtiges gesellschaftliches Thema näherbringen in einer spannenden Geschichte, die diese Art von Dauersprüchen aber eigentlich nicht so sehr verträgt – und mich dadurch auch nicht mehr wirklich lachen lässt. Der Versuch, hier beide Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, ist meiner Meinung nach nicht so ganz gelungen. „Aber er freute sich aufrichtig, dass Maries schärfste Waffe, ihre Zunge, immer noch funktionierte wie ein gut gewetztes Schwert. Denn zum Glück hatte der Schaganfall in keinster Weise ihr Sprachzentrum beschädigt … Sollte Marie tatsächlich einmal sterben, so war Bonkert sich sicher, müsste man ihren Mund extra totschlagen.“ (S. 67) Um das Roma-Thema in seiner Komplexität rüberzubringen, hätte Marie von Anfang an etwas reduzierter/ernster in ihrer Art sein müssen, anstatt sie und auch so einige andere Charaktere des Buches mit spitzen Dauersprüchen auszustatten. Was mir hier und da auch den Lesespaß beeinträchtigt hat sind die vielen glücklichen Zufälle, die die eigentlich in einer Sachgasse steckende Story wieder ans Laufen bringen. Oftmals sind sie derart unrealistisch oder in ihrer Häufigkeit übertrieben gewählt, dass ich den Roman überhaupt nicht mehr richtig ernst nehmen konnte. Fazit: Auch wenn ich Gaby Köster sehr gerne mag und ihren Lebensweg bewundere, wäre es (im Zusammenhang mit meinen anderen Rezensionen) unfair gewesen, hier höher zu bewerten. Für mich sind es aufgerundete 2,5 Sterne. Die Lesemomente, in denen ich noch herzhaft lachen konnte oder aber ernsthaft wissen wollte, wie es weitergeht, waren einfach zu wenige. Für mich war der Roman eine Komposition aus Sprüche klopfen und ernstem Gesellschaftsthema, die nicht wirklich gut harmoniert. Aber das ist absolut Geschmackssache. Ich kann nur jedem empfehlen, zuerst das Nachwort zu lesen und erst dann mit dem Roman zu beginnen. Das war für mich persönlich eine gute Reihenfolge.

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  • Rezension Die Chefin

    Die Chefin

    Linny

    17. April 2015 um 09:35

    Die Chefin   Gaby Köster   Das Buchcover ist ein echter Hingucker, eine Schildkröte auf Rädern. Und ihr ist eine Rakete umgeschnallt. Was tut man wenn das bisherige Leben ausgebremst wird?. Warten, das ein Wunder passiert. Was sowie so nicht eintritt. Einfach sein Leben, leben. Auch mit Ecken und Kanten. So ist auf einmal Marie Sanders leben. Es fängt alles ganz harmlos an, Marie früher Fußgängerin, sitzt seid einiger Zeit im Rollstuhl, Das Leben außerhalb ihrer Wohnung zieht an ihr vorbei. Eines Abend beobachtet sie, ihren Nachbarn Tarkan durch Fenster, er bekommt dies mit. Und so verabreden sie beide sich zum Frühstück. Nur beim Frühstück alleine bleibt es nicht. Bei einen anderen Nachbarn wird eingebrochen, dieses wollen die beiden verhindern und fangen die beiden Diebe. Und damit fängt das Abenteuer erst richtig an. Mehr verrate ich nicht. Denn selber lesen macht viel mehr Spaß.   Gaby Köster und Thomas Köller haben gemeinsam einen sehr heiteren und auch stellenweise sehr nachdenklichen Roman geschrieben. Etwas was wir fast nur aus den Nachrichten kennen, spielt in dieser Handlung eine große Rolle. Flüchtlinge, wie wird mit ihnen umgegangen. Dies hat mich persönlich beim lesen echt nachdenklich gestimmt. Wie gut es uns selber eigentlich geht. Und es wird einen bewusst, was wirklich wichtig ist im Leben. Und das ist nicht mit Geld zu bezahlen.        

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  • Die Chefin

    Die Chefin

    Simi159

    15. April 2015 um 07:19

    Marie Sanders, eine erfolgreiche Rocksängerin, hat mir knapp 42 Jahren einen Schlaganfall. Und so verbringt sie einen Großteil ihrer Zeit vor dem Fernseher oder mit dem Fernglas am Fenster, denn seit dem Schlaganfall ist sie halbseitig gelähmt. Ihr Lieblingsbeobachtungsobjekt ist ihr Nachbar Tarkan, ein Ex-Polizist und Bodybuilder. Ihm ist nicht unbemerkt geblieben, dass er beobachtet wird und so verabredet er sich spontan mit Marie zum Frühstück. Während sie Frühstücken, beobachten sie Beide, wie ins Nachbarhaus eingebrochen wird. Tarkan stellt die Einbrecher, zwei Kinder, die zum Einbrechen gezwungen werden. Marie, die schon zu Musikzeiten den Spitznamen, "Chefin" hatte, macht sich auf die Suche nach den Eltern der Kinder....und eine verrückte Reise durch halb Europa mit so mancher Überraschung beginnt. Fazit: Das ist eine lustige, teilweise sehr skurrile Geschichte. An vielen Stellen habe ich gelacht, an manchen den Kopf geschüttelt und ein paar mal den Atem angehalten, denn eine priese Spannung gibt es auch. An einigen Stellen, hatte ich das Gefühl, da ist die Phantasie mit der Autorin, Gaby Köster, durch gegangen, bzw. das kommt mir aber bekannt vor. doch das tut, dem Lesefluß, wenn man mal reingekommen ist, keinen Abbruch. Ich tat mich am Anfang etwas schwer mit dem in die Geschichte reinkommen, denn es ist schon etwas viel Humor und Witz der hier in den Kapiteln und auch zwischen den Zeilen steht. Und das war mir manchmal etwa zuviel. Doch alle die Gaby Köster mögen, ihre Art von Humor oder auch ihre Fernsehsachen, die werden hier sehr viel Spass haben. Die Charakter, sind für mich nicht unbedingt lebensnah, auch wenn das Schicksal der Kinder schon sehr realistisch gezeichnet ist. Doch Marie und Tarkan sind mir an vielen Stellen etwas überzeichnet, und nich so recht authentisch. Maries Anwalt mochte ich,denn er ist der normalste und unter den ganzen Verrückten Charakteren in dem Buch. Es ist das ein Buch für Zwischendurch, für alle die Witze, alla RTL, mögen. Von mir gibt es dafür 3 STERNE.

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