Charlotte Schiller: Leben und Schreiben im klassischen Weimar

von Gaby Pailer 
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Charlotte Schiller: Leben und Schreiben im klassischen Weimar
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Bemerkenswerte Frau. Eine Künstlerin, die ihr Talent lange zugunsten von ihrem Gatten unter den Scheffel stellte. Trotzdem einiges geschafft

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Inhaltsangabe zu "Charlotte Schiller: Leben und Schreiben im klassischen Weimar"

Hätte Schiller vor 250 Jahren als "Friederike" das Licht der Welt erblickt, wäre alles anders gekommen: Frauen seiner Zeit traute man Kreativität nur in Ausnahmefällen zu und selbst dann stand ihr Geschlecht schnell wieder im Zentrum. "Frauenzimmerlichkeiten" nannte es Goethe, wenn Weimarer Damen dichteten. Als Autorinnen interessierten Frauen kaum, die Biographen erzählten stattdessen ihre Beziehungen zu berühmten Männern.

Friedrich Schillers Ehefrau Charlotte galt von jeher als mustergültig in der Erfüllung ihrer weiblichen Pflichten. Dass und was sie in fast einem halben Jahrhundert schrieb, erfährt dagegen nur, wer sich ins Archiv begibt: Gedichte und Balladen, Erzählungen und Romanentwürfe, historische Dramen und Komödien, Reiseschilderungen und Reflexionen über Literatur und Philosophie.

Gaby Pailer räumt in diesem Hörbuch mit angestaubten Mythen auf und stellt erstmals Charlotte Schillers literarische Tätigkeit im persönlichen und kulturellen Umfeld dar - vor, mit und nach dem "Klassiker" an ihrer Seite.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B077FVJXFW
Sprache:Deutsch
Ausgabe:herunterladbare Audio-Datei
Verlag:SAGA Egmont
Erscheinungsdatum:15.11.2017

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    Wedmavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Bemerkenswerte Frau. Eine Künstlerin, die ihr Talent lange zugunsten von ihrem Gatten unter den Scheffel stellte. Trotzdem einiges geschafft
    Eine gut gelungene Kurzbiographie von Schillers Frau.

    Klappentext:„Hätte Schiller vor 250 Jahren als ‚Friederike‘ das Licht der Welt erblickt, wäre alles anders gekommen: Frauen seiner Zeit traute man Kreativität nur in Ausnahmefällen zu und selbst dann stand ihr Geschlecht schnell wieder im Zentrum. „Frauenzimmerlichkeiten“ nannte es Goethe, wenn Weimarer Damen dichteten. Als Autorinnen interessierten Frauen kaum, die Biographen erzählten stattdessen ihre Beziehungen zu berühmten Männern.
    Friedrich Schillers Ehefrau Charlotte, gebürtige von Lengefeld (1766-1826), galt von jeher als mustergültig in der Erfüllung ihrer weiblichen Pflichten. Dass und was sie in fast einem halben Jahrhundert schrieb, erfährt dagegen nur, wer sich ins Archiv begibt: Gedichte und Balladen, Erzählungen und Romanentwürfe, historische Dramen und Komödien, Reiseschilderungen und Reflexionen über Literatur und Philosophie. Gaby Pailer hat die handschriftlichen Nachlässe in Weimar und Marbach a. N. ausgewertet. Sie räumt mit angestaubten Mythen auf und stellt erstmals Charlotte Schillers literarische Tätigkeit im persönlichen und kulturellen Umfeld dar – vor, mit und nach dem ‚Klassiker‘ an ihrer Seite.“


    Es ist eine kurze, aber recht gut gelungene Biographie von Charlotte Schiller. Sie war adelig von der Geburt her, genoss gute Bildung, las viel, auch englische und französische Literatur, zeichnete gern. Zudem durfte sie in den jungen Jahren in die Schweiz reisen, was damals für junge Frauen nicht unbedingt üblich war. Schiller hat sie bei der ersten Begegnung erst gar nicht beeindruckt. Erst später, als er in sie und ihre (unglücklich) verheiratete Schwester verliebt war, kam es dann doch zur Heirat. Charlotte heiratete unter ihrem Stand, was so manche Mitleidsbekundung aus den adeligen Kreisen mich sich brachte. Schiller war bürgerlich. Geadelt wurde er erst später. Auch war es nicht abzusehen, ob er seine Familie hätte gut versorgen können. Charlotte brachte vier Kinder zur Welt: zwei Jungen und zwei Mädchen. Schiller war eher kränklich. Sie hat ihn um 21 Jahre überlebt. Und erst nach seinem Tod erblühte ihr Talent. Bis dahin erachtete sie sich selbst nicht als eine Künstlerin, was auch der damaligen konventionellen Erziehung entsprach. Obwohl sie keine Romane oder ähnl. schrieb, als sie Schillers Frau war, nahm sie aber Unterricht im Zeichnen. Irgendeine kreative Betätigung musste sie haben. Später konnte sie sich den Dramen, Komödien, Reisebeschreibungen, usw. widmen.


    Sie starb nach einer wenig geglückten Operationen an den Augen. Es war kein Kampf. Sie war sanft entschlafen.


    Später, in 2008, wurde die Familie exhumiert und die sterblichen Überreste den wissenschaftlichen Untersuchen unterzogen. Alle vier Kinder stammten von Schiller. Das steht fest. Charlotte war perfekt in Ausübung der fraulichen Pflichten, was auch soweit ging, dass sie ihr Talent, ihr kreatives Licht zu seinen Gunsten unter den Scheffel stellte.


    Fazit: Eine gut gelungene Kurzbiographie von Schillers Frau.


    Hörbuch, Spieldauer: 2 Stunden und 16 Minuten, ungekürzte Ausgabe. Gesprochen von Kerstin Hoffmann.

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