Gaea Schoeters’ Das Geschenk hat mich nach meinem eher verhaltenen Eindruck von Die Trophäe dennoch neugierig gemacht. Und tatsächlich: Das Buch zeigt eindrücklich, wie politische Machtspiele funktionieren und wie hilflos Akteure in ihren eigenen Strukturen gefangen sind.
Trotzdem bleibt der Roman für mich hinter seinem Potenzial zurück. Viele Figuren und Situationen wirken überzeichnet, manche Klischees zu bemüht. Vor allem aber fehlt dem Text ein erzählerischer Höhepunkt – die Handlung plätschert solide dahin, ohne je wirklich zu packen.
Unterm Strich ein ordentliches Buch, aber die Autorin und ich werden wohl keine literarischen Freunde.





















