Gaia Coltorti

 3.9 Sterne bei 15 Bewertungen

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Die Alchemie der Nähe

Die Alchemie der Nähe

 (15)
Erschienen am 30.09.2013
Le affinità alchemiche

Le affinità alchemiche

 (0)
Erschienen am 01.03.2014

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Katzenpersonal_Kleeblatts avatar

Rezension zu "Die Alchemie der Nähe" von Gaia Coltorti

Eine Liebe, die nicht sein darf
Katzenpersonal_Kleeblattvor 4 Jahren

Die Zwillinge Giovanni und Selvaggia sind heute beide 17 Jahre alt. Sie wuchsen seit dem 1. Lebensjahr getrennt voneinander auf, Giovanni bei seinem Vater in Verona und Selvaggia bei der Mutter in Genua, nachdem die Eltern sich getrennt hatten.

Zu seiner Mutter hatte Giovanni nur sporadisch Kontakt, was ein Treffen mit seiner Schwester nicht mit einbezog.

Nach vielen Jahren getrennt sein wollen die Eltern es noch ein weiteres Mal miteinander versuchen, zumal die Mutter dienstlich auch nach Verona versetzt wurde.

Schon beim ersten Zusammentreffen der Zwillinge kann Giovanni die Augen nicht von seiner Schwester lassen. Er ist ihr von Anfang an verfallen.

Sie haben beide Anlaufschwierigkeiten miteinander, aber bald schon merken sie, dass zwischen ihnen mehr ist als nur Geschwisterliebe. Viel mehr, als gut für sie ist und als zwischen ihnen sein darf ... 


Giovanni lebt gemeinsam mit seinem Vater in Verona und ist mit dem Leben sehr zufrieden. Die Mutter und seine Zwillingsschwester vermisst er nicht. Viel zu flatterhaft war seine Mutter, als dass er an sie mit positiven Gedanken denken würde. Die Zwillinge zumindest glauben nicht ernsthaft an ein Happyend zwischen ihren Eltern und versuchen für die kurze Zeit das beste aus der Situation zu machen.

Giovanni ist seiner Schwester von Beginn an sehr zugetan. Er empfindet für sie mehr als nur geschwisterliche Liebe. Selvaggia ist ihm gegenüber ein kleines Biest, nutzt ihn aus und versucht ihn weitgehend links liegen zu lassen.

Aber selbst Selvaggia kann irgendwann nicht anders, als sich und Giovanni einzugestehen, dass sie für ihn mehr empfindet als es unter Geschwistern üblich ist.

Sie lieben sich beide und müssen, obwohl sie diese Liebe voll ausleben, ihren Eltern und ihrer Umgebung verheimlichen. Die Gefahr, entdeckt zu werden ist sehr groß und sie haben Angst davor.

Ihre Mutter wird misstrauisch, da sie doch recht viel zusammen sind und vieles über das Normale hinaus gemeinsam machen. Eine Zeit der Lügen beginnt.


Das Buch wurde von der jungen Autorin Gaia Coltorti geschrieben, die dieses Buch bereits mit 17 Jahren schrieb, sich aber nicht getraute zu veröffentlichen. Nie im Leben hätte ich vermutet, dass dieses Buch von einer so jungen Autorin geschrieben wurde. Sie greift ein Tabuthema auf, über das sich sicher auch nicht leicht schreiben ließ.


Sie schreibt das Buch aus der Sicht einer dritten Person, aus der Sicht von Giovanni. Fast scheint es so, als wäre diese Person ein Erzähler, der im Rückblick die Ereignisse noch einmal zur Sprache bringt.

Ein ungewöhnlicher und gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, aber findet in ihn doch recht schnell herein.


Die Protagonisten sind die Zwillinge Giovanni und Selvaggia. Die beiden verbindet eine Liebe, die stark und tief ist. Sie könnte für beide die Erfüllung aller Träume bedeuten, wenn es nicht eine verbotene Liebe wäre.

Giovanni zeichnet sich durch extrem starke Eifersucht aus und Selvaggia anfangs durch ausgesprochenes Desintresse an ihrem Bruder. Sie war mir regelrecht unsympathisch, schien ihn nur auszunutzen. 


Ich war ziemlich skeptisch, was das Thema angeht und vor allem die Tatsache, ob die Autorin nicht zu jung wäre, dieses Thema anzugehen. Ich wurde jedoch positiv überrascht, sowohl, wie sie sich ans Thema herangewagt hat, wie auch ihrem Schreibstil. Obwohl leicht gewöhnungsbedürftig zu Beginn, war es dann jedoch flüssig zu lesen.


Eine Liebe, die nicht sein darf, ja sogar strafbar ist. Wer gern mal etwas anderes lesen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen.

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bonds avatar

Rezension zu "Die Alchemie der Nähe" von Gaia Coltorti

Langeweile inbegriffen__Mini-Spoiler!!!
bondvor 5 Jahren

Im Konjunktiv geschrieben__
Ein Geschwisterpaar/Zwillinge  durch die Trennung der Eltern über Jahre voneinander entfernt, findet durch die Wiedervereinigung  von Vater und Mutter zusammen.Giovanni und Selvaggia brechen bewusst- unbewusst ein Tabu .Sie verlieben sich ,das Mädchen wird schwanger_-die Eltern verhassen die Situation__Selbstmord scheint die Erlösung__

Mein Fazit:Ein wichtiges Thema langweilig erzählt!

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Tamis avatar

Rezension zu "Die Alchemie der Nähe" von Gaia Coltorti

Ein schwieriges Thema, verpackt in einem guten Buch
Tamivor 5 Jahren

Der Blessing Verlag hat mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt. Besonders neurierig gemacht ha mich aber nicht nur das Thema des Romans, sondern auch seine Autorin, die schon mit 17 Jahren dieses Buch schrieb.

Mein Lieblingszitat

Wahre Liebe entsteht erst, wenn Schwierigkeiten auftreten, seien sie nun klein oder groß, die gemeinsam überwunden werden müssen. Und dafür muss jedes Mal diese besondere Alchemie hergestellt werden. Liebe ist nicht nur etwas für gute Zeiten.

-Seite 261f

Genre

Auf den ersten Blick scheint es eine Liebesgeschichte zu sein, wie es viele gibt. Doch schnell wird klar, dass diese Liebe eine ist, die uns normalerweise abstößt.

Was passiert?

Auf den ersten Blick scheinen Giovanni und Selvaggia ein ganz normales Liebespaar. Auf den zweiten Blick jedoch, gleicht ihre Liebe der von Romeo und Julia. Doch bedroht nicht die Feinschaft ihrer Familien die Beziehung der beiden, sondern ein gesellschaftliches Tabu. Sie sind ein Liebespaar…und sie sind Geschwister.

Meine Meinung

Ein Tabuthema zu behandeln erfordert immer sehr viel Fingerspitzengefühl. Bei der Geschwisterliebe, die uns auf den ersten Blick so abstoßend erscheint, ist es wichtig sich dem Thema auf eine Weise zu nähern, die den Leser an die Geschichte fesselt, statt ihn einfach nur abzustoßen. Erstaunlicherweise schafft die Autorin dies mit Bravour, obwohl sie das Buch mit jungen 17 Jahren verfasste. Immer wieder schafft sie es den Leser vergessen zu lassen, in welcher Situation die zwei unglückseligen Liebenden sich befinden. Einzigartig an diesem Buch, abgesehen vom Thema ist auch der Schreibstil der Autorin. Obwohl man tief in die Gefühls- und Gedankenwelt, von Giovanni eintaucht, ist das Buch nicht etwa aus seiner sich geschrieben. Viel mehr gibt es einen Erzähler, der nie in Erscheinung tritt aber die gesamte Geschichte – wenn man es so ausdrücken will -  mit Giovanni bespricht. Für die ersten paar Seiten wirkt dieser Schreibstil sehr befremdlich auf den Leser, aber man gewöhnt sich schnell daran und auf eine Weise ist er auch sehr erfrischend.
Ein Abzug den man machen muss ist allerding die Langatmigkeit, die ab und an aufkommt. Meist passiert in dieser Zeit nicht viel und oft scheint es dann als ob sich die Autorin in den Tiefen von Giovannis Welt verirrt hätte.
Eines der seltenen Bücher, das zugleich abstößt wie bewegt.

In einem Satz…

Dieses Buch lässt dich nachdenklich zurück – schockiert, verwirrt und irgendwie atemlos.

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