Gaia Coltorti Die Alchemie der Nähe

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Inhaltsangabe zu „Die Alchemie der Nähe“ von Gaia Coltorti

Ambitioniert, anspielungsreich und zugleich von berührender Unmittelbarkeit: Ein großes literarisches Debüt Romeo und Julia heißen heute Giovanni und Selvaggia und sind Schüler. Diesmal sind es nicht gesellschaftliche Schranken, die der absoluten Liebe im Wege stehen, sondern das vielleicht letzte und größte Tabu unserer Zeit: Geschwisterliebe. Denn Giovanni und Selvaggia sind Zwillinge, die einander jedoch bis zu ihrem achtzehnten Lebensjahr kaum gesehen haben, da ihre Eltern sich früh trennten. Der Junge lebte beim Vater in Verona, seine Schwester Hunderte von Kilometern entfernt bei der Mutter, einer Kommissarin, die zu wenig Zeit für sie aufbringt. Nach fast fünfzehn Jahren versuchen es die Eltern noch einmal miteinander, und Giovanni und Selvaggia leben plötzlich unter einem Dach. Und entdecken Gefühle und Leidenschaften, die sie kaum mehr zügeln können. Ihr Leben wird zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.

Man spürt förmlich die verbotene Liebe und Hingerissen Zeit...

— jockel12
jockel12

Ein erotischer Jugendroman, unterhaltsam aber mit deutlichen Längen.

— Daninsky
Daninsky

Eine Liebe die so berührend schön und doch so abstoßend ist.Ein Buch, was ein Tabuthema aufgreift,weil nicht sein darf, was nicht sein kann.

— ginnykatze
ginnykatze

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  • Eine Liebe, die nicht sein darf

    Die Alchemie der Nähe
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    18. January 2015 um 22:25

    Die Zwillinge Giovanni und Selvaggia sind heute beide 17 Jahre alt. Sie wuchsen seit dem 1. Lebensjahr getrennt voneinander auf, Giovanni bei seinem Vater in Verona und Selvaggia bei der Mutter in Genua, nachdem die Eltern sich getrennt hatten. Zu seiner Mutter hatte Giovanni nur sporadisch Kontakt, was ein Treffen mit seiner Schwester nicht mit einbezog. Nach vielen Jahren getrennt sein wollen die Eltern es noch ein weiteres Mal miteinander versuchen, zumal die Mutter dienstlich auch nach Verona versetzt wurde. Schon beim ersten Zusammentreffen der Zwillinge kann Giovanni die Augen nicht von seiner Schwester lassen. Er ist ihr von Anfang an verfallen. Sie haben beide Anlaufschwierigkeiten miteinander, aber bald schon merken sie, dass zwischen ihnen mehr ist als nur Geschwisterliebe. Viel mehr, als gut für sie ist und als zwischen ihnen sein darf ...  Giovanni lebt gemeinsam mit seinem Vater in Verona und ist mit dem Leben sehr zufrieden. Die Mutter und seine Zwillingsschwester vermisst er nicht. Viel zu flatterhaft war seine Mutter, als dass er an sie mit positiven Gedanken denken würde. Die Zwillinge zumindest glauben nicht ernsthaft an ein Happyend zwischen ihren Eltern und versuchen für die kurze Zeit das beste aus der Situation zu machen. Giovanni ist seiner Schwester von Beginn an sehr zugetan. Er empfindet für sie mehr als nur geschwisterliche Liebe. Selvaggia ist ihm gegenüber ein kleines Biest, nutzt ihn aus und versucht ihn weitgehend links liegen zu lassen. Aber selbst Selvaggia kann irgendwann nicht anders, als sich und Giovanni einzugestehen, dass sie für ihn mehr empfindet als es unter Geschwistern üblich ist. Sie lieben sich beide und müssen, obwohl sie diese Liebe voll ausleben, ihren Eltern und ihrer Umgebung verheimlichen. Die Gefahr, entdeckt zu werden ist sehr groß und sie haben Angst davor. Ihre Mutter wird misstrauisch, da sie doch recht viel zusammen sind und vieles über das Normale hinaus gemeinsam machen. Eine Zeit der Lügen beginnt. Das Buch wurde von der jungen Autorin Gaia Coltorti geschrieben, die dieses Buch bereits mit 17 Jahren schrieb, sich aber nicht getraute zu veröffentlichen. Nie im Leben hätte ich vermutet, dass dieses Buch von einer so jungen Autorin geschrieben wurde. Sie greift ein Tabuthema auf, über das sich sicher auch nicht leicht schreiben ließ. Sie schreibt das Buch aus der Sicht einer dritten Person, aus der Sicht von Giovanni. Fast scheint es so, als wäre diese Person ein Erzähler, der im Rückblick die Ereignisse noch einmal zur Sprache bringt. Ein ungewöhnlicher und gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, aber findet in ihn doch recht schnell herein. Die Protagonisten sind die Zwillinge Giovanni und Selvaggia. Die beiden verbindet eine Liebe, die stark und tief ist. Sie könnte für beide die Erfüllung aller Träume bedeuten, wenn es nicht eine verbotene Liebe wäre. Giovanni zeichnet sich durch extrem starke Eifersucht aus und Selvaggia anfangs durch ausgesprochenes Desintresse an ihrem Bruder. Sie war mir regelrecht unsympathisch, schien ihn nur auszunutzen.  Ich war ziemlich skeptisch, was das Thema angeht und vor allem die Tatsache, ob die Autorin nicht zu jung wäre, dieses Thema anzugehen. Ich wurde jedoch positiv überrascht, sowohl, wie sie sich ans Thema herangewagt hat, wie auch ihrem Schreibstil. Obwohl leicht gewöhnungsbedürftig zu Beginn, war es dann jedoch flüssig zu lesen. Eine Liebe, die nicht sein darf, ja sogar strafbar ist. Wer gern mal etwas anderes lesen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen.

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  • Langeweile inbegriffen__Mini-Spoiler!!!

    Die Alchemie der Nähe
    bond

    bond

    01. November 2013 um 17:45

    Im Konjunktiv geschrieben__ Ein Geschwisterpaar/Zwillinge durch die Trennung der Eltern über Jahre voneinander entfernt, findet durch die Wiedervereinigung von Vater und Mutter zusammen.Giovanni und Selvaggia brechen bewusst- unbewusst ein Tabu .Sie verlieben sich ,das Mädchen wird schwanger_-die Eltern verhassen die Situation__Selbstmord scheint die Erlösung__ Mein Fazit:Ein wichtiges Thema langweilig erzählt!

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  • Ein schwieriges Thema, verpackt in einem guten Buch

    Die Alchemie der Nähe
    Tami

    Tami

    30. October 2013 um 11:03

    Der Blessing Verlag hat mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt. Besonders neurierig gemacht ha mich aber nicht nur das Thema des Romans, sondern auch seine Autorin, die schon mit 17 Jahren dieses Buch schrieb. Mein Lieblingszitat Wahre Liebe entsteht erst, wenn Schwierigkeiten auftreten, seien sie nun klein oder groß, die gemeinsam überwunden werden müssen. Und dafür muss jedes Mal diese besondere Alchemie hergestellt werden. Liebe ist nicht nur etwas für gute Zeiten. -Seite 261f Genre Auf den ersten Blick scheint es eine Liebesgeschichte zu sein, wie es viele gibt. Doch schnell wird klar, dass diese Liebe eine ist, die uns normalerweise abstößt. Was passiert? Auf den ersten Blick scheinen Giovanni und Selvaggia ein ganz normales Liebespaar. Auf den zweiten Blick jedoch, gleicht ihre Liebe der von Romeo und Julia. Doch bedroht nicht die Feinschaft ihrer Familien die Beziehung der beiden, sondern ein gesellschaftliches Tabu. Sie sind ein Liebespaar…und sie sind Geschwister. Meine Meinung Ein Tabuthema zu behandeln erfordert immer sehr viel Fingerspitzengefühl. Bei der Geschwisterliebe, die uns auf den ersten Blick so abstoßend erscheint, ist es wichtig sich dem Thema auf eine Weise zu nähern, die den Leser an die Geschichte fesselt, statt ihn einfach nur abzustoßen. Erstaunlicherweise schafft die Autorin dies mit Bravour, obwohl sie das Buch mit jungen 17 Jahren verfasste. Immer wieder schafft sie es den Leser vergessen zu lassen, in welcher Situation die zwei unglückseligen Liebenden sich befinden. Einzigartig an diesem Buch, abgesehen vom Thema ist auch der Schreibstil der Autorin. Obwohl man tief in die Gefühls- und Gedankenwelt, von Giovanni eintaucht, ist das Buch nicht etwa aus seiner sich geschrieben. Viel mehr gibt es einen Erzähler, der nie in Erscheinung tritt aber die gesamte Geschichte – wenn man es so ausdrücken will -  mit Giovanni bespricht. Für die ersten paar Seiten wirkt dieser Schreibstil sehr befremdlich auf den Leser, aber man gewöhnt sich schnell daran und auf eine Weise ist er auch sehr erfrischend. Ein Abzug den man machen muss ist allerding die Langatmigkeit, die ab und an aufkommt. Meist passiert in dieser Zeit nicht viel und oft scheint es dann als ob sich die Autorin in den Tiefen von Giovannis Welt verirrt hätte. Eines der seltenen Bücher, das zugleich abstößt wie bewegt. In einem Satz… Dieses Buch lässt dich nachdenklich zurück – schockiert, verwirrt und irgendwie atemlos.

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  • Geschwisterliebe

    Die Alchemie der Nähe
    Bri

    Bri

    25. October 2013 um 20:21

    Giovanni, 17, lebt seit seiner frühesten Kindheit alleine mit seinem Vater in Verona. Getrennt von seiner Mutter, die zusammen mit Giovannis Zwillingsschwester Selvaggia in Genua lebt. Zwillinge – so sagt man – haben ein besonderes Geschwisterverhältnis, sie verstehen einander wie sonst kein Mensch den anderen. Wenn Zwillinge getrennt werden, getrennt aufwachsen und sich das erste Mal begegnen, empfinden sie ein tiefes Wiedererkennen der eigenen Person – Erkenntnisse, die auch die Zwillingsforschung wissenschaftlich untermauert. Das erste Treffen von getrennt lebenden Zwillingen, die sich nicht aktiv an den Bruder, die Schwester erinnern können, wird mit Aufregung erwartet und löst häufig zunächst zwiespältige Gefühle aus, die meist rasch in das Gefühl der absoluten Übereinstimmung und Nähe umschlagen. Giovannis Reaktion auf die Ankündigung seines Vaters, dass Selvaggia mit ihrer Mutter wieder nach Verona ziehen wird, ist zunächst Abweisung. Hat er doch so viele Jahre auch ohne die beiden verbracht. Außerdem kennt er seine Mutter nur als recht flatterhaftes Wesen, das keine dauerhafte Beziehung eingehen kann oder will. Selvaggia hingegen ist ihm fremd und er befürchtet eher negative Auswirkungen auf das Familienleben durch ihre Anwesenheit. Das erste Treffen der Zwillinge scheint diese Befürchtungen zu bestätigen. Selvaggia wirkt abweisend, fast schon arrogant und höchst manipulativ. Und doch ist da etwas, das ungekannte und verstörende Regungen in Giovanni auslöst. Er ist ein junger Mann, mitten im Erwachsenwerden und teilweise noch stark im Würgegriff der eigenen Körperchemie gefangen.Überrascht und gleichzeitig angewidert von den eigenen Gefühlen, stellt er fest, dass Selvaggia ihn nicht nur als Schwester interessiert … Die Alchemie der Nähe ist der Debütroman der selbst noch blutjungen Italienerin Gaia Coltorti, der die ewige Geschichte von verbotener Liebe erzählt. Coltorti erweitert die klassische Tragödie von Romeo und Julia, die sich aufgrund einer Familienfehde nicht lieben dürfen, um ein starkes Tabuthema: Inzest. Sie tut dies überraschend einfühlsam und leichtfüßig. Hie und da zeigen Verweise auf Klassiker – nicht nur der italienischen Literatur – dass die Autorin ihren Kanon kennt. Dennoch lässt mich ihre Entscheidung, die Geschichte der Zwillinge aus der Du-Perspektive, die ausschließlich Giovanni anspricht, zwiegespalten zurück. Zu Beginn ist der Leser sofort mitten im Geschehen, da er die Ereignisse seit des ersten (fatalen) Aufeinandertreffens mit Selvaggia gemeinsam mit Giovanni Revue passieren lässt. Hier entwickelt sich ein gewisser Sog, der aber aufgrund der immer selben Perspektive auf Dauer etwas ermüdend wirkt. Zu gerne hätte ich die direkten Gefühle Selvaggias erfahren. Und das nicht nur aus dritter Hand, über die Erinnerungen ihres Bruders und den damit verbundenen Unschärfen. Immer ist es Giovannis Sicht der Dinge, die die Verwirrung der beiden jungen Leute zeigt – leider. Eine Gegenschau von Selvaggia hätte dem Ganzen einen zweiten, eigenen Ton geben können, der den Bruch des Tabus vielleicht nicht ganz so hormongeschwängert hätte wirken lassen. Auf mir ein wenig zu langen 366 Seiten werden die Qualen des liebeskranken jungen Paares, das mit sich und den Umständen kämpft sehr deutlich. Ein stetiges Wechselbad der Gefühle, ein ständiges Anziehen und Abstoßen des einen Menschen, der die Erfüllung aller Träume verheißt, der einen selbst zu vervollständigen scheint, ohne den man sich halb vorkommt anstelle von ganz – das hätte vielleicht auch auf ein paar Seiten weniger gepasst. Aber all das ist für eine siebzehnjährige Autorin (so alt war Coltorti, als sie das Buch schrieb), die sich an ein durchaus gewagtes Tabuthema traut, vielleicht auch etwas viel verlangt. Die Alchemie der Nähe ist auf jeden Fall ein gewagtes, mutiges und gelungenes Debüt.

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  • es ist, obwohl es nicht sein darf

    Die Alchemie der Nähe
    loewe

    loewe

    10. October 2013 um 20:13

    Verlagsinfo, Klappentext “Romeo und Julia heißen heute Giovanni und Selvaggia und sind Schüler. Diesmal sind es nicht gesellschaftliche Schranken, die der absoluten Liebe im Wege stehen, sondern das vielleicht letzte und größte Tabu unserer Zeit: Geschwisterliebe. Denn Giovanni und Selvaggia sind Zwillinge, die einander jedoch bis zu ihrem achtzehnten Lebensjahr kaum gesehen haben, da ihre Eltern sich früh trennten. Der Junge lebte beim Vater in Verona, seine Schwester Hunderte von Kilometern entfernt bei der Mutter, einer Kommissarin, die zu wenig Zeit für sie aufbringt. Nach fast fünfzehn Jahren versuchen es die Eltern noch einmal miteinander, und Giovanni und Selvaggia leben plötzlich unter einem Dach. Und entdecken Gefühle und Leidenschaften, die sie kaum mehr zügeln können. Ihr Leben wird zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.” ISBN: 978-3-89667-507-1 Blessing Mein Buchgefühl Romeo und Julia auf modern. Das sind die ersten Gedanken die mir nach dem Buch so im Kopf rumgeistern. Der Schreibstil war für mich sehr ungewöhnlich. Die Form des erzählens war mir auf den ersten Seiten noch etwas unangenehm….Ich musste mich wirklich erst einlesen um den Stil zu verinnerlichen. Als diese kleine Hürde überwunden war hat mich das Buch im Sturm erobert. Selvaggia und Giovanni sind Geschwister, Zwillinge um genau zu sein. Ihre Eltern leben seit langem getrennt und beide kennen sich überhaupt nicht. Nun kommt es zu dem Umstand, das Selvaggias Mutter einen Job in Verona bekommt und sich wieder mit Goivannis Vater trifft. Anscheinend entdecken die Eltern erneut ihre Liebe zueinander. Gleich beim ersten Treffen zwischen Selvaggia und Goivanni funkt es, zumindest bei Goivanni, der von Selvaggia ab sofort nur noch Johnny genannt wird. Zwischen beiden bahnt sich etwas an…kann man es Liebesgeschichte nennen? Selvaggia scheint ihren Johnny doch irgendwie nur auszunutzen. In einem Moment ist sie zuckersüß zu ihm und im nächsten Augenblick lässt sie ihn hinten runter fallen. Es ist ein ewiges Hin und Her mit beiden. Johnny/Giovanni ist einfach nur verliebt über beide Ohren. Klar weiss auch er, dass die sich als Geschwister nicht lieben dürfen, aber wohin mit den Gefühlen? Im Laufe des Buches kommen dann auch Selvaggias Gefühle immer mehr zum Vorschein. Auch sie kann nicht ohne ihren Bruder, aber anscheinend auch nicht mit ihm. Als sich Selvaggia auf einer Feier einer Freundin anvertraut kommt alles ans Tageslicht. Schon wenden sich alle Freunde von dem Paar ab… Ein schwieriges Thema, hat die Autorin hier gewählt. Eine rührende Geschichte die dem Leser in eine verbotene Welt zieht. Was können , was dürfen zwei Liebende ? Und was nicht ? Die beiden haben doch gar keine Wahl…Man kann Liebe doch nicht einfach mal so abschalten!!! Ich vergebe 4 Sterne für das moderne Romeo und Julia Stück

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  • Ein klasse Roman mit einem überraschendem Ende

    Die Alchemie der Nähe
    Fami

    Fami

    03. October 2013 um 17:13

    Meine Meinung: Dies ist der Debütroman der mittlerweile 20jähirgen Gaia Coltorti. Sie greift hier ein Thema auf, welches in unserer Gesellschaft ein absolutes Tabuthema ist und in Deutschland auch unter Strafe gestellt werden kann wenn daraus Nachwuchs herausgeht: Geschwisterliebe. Es geht um Giovanni, auch Johnny genannt und seine Zwillingsschwester Selvaggia. Die beiden wachsen getrennt voneinander auf, Giovanni bei dem Vater und Selvaggia bei der Mutter. Nach 15 Jahren Trennung der Eltern werden ihre beiden Leben wieder zusammen geschmissen. Giovanni ist vom ersten Augenblick an, wo er seine Schwester wieder sieht, fasziniert ja im Laufe der Geschichte sogar, wie ich finde, besessen von ihr. Selvaggia dagegen versteckt ihre wahren Gefühle bis sie sie doch akzeptiert und dann durch ihr Verhalten die ganze Story ihren Lauf nimmt. Selvaggia ist am Anfang eine schwer einzuschätzende Persönlichkeit. Sie ist launisch, zickig, unhöflich, verschließt sich und dann ist sie auf ein mal wieder lieb, öffnet sich und sucht die Nähe von Johnny (nur sie nennt ihn so). Was mich an ihr gestört hat waren nicht unbedingt ihre Launen sondern eher , das sie Johnny am Anfang ausnimmt und mit ihm spielt. Aber ihr ganzes Verhalten erklärt sich im Laufe des Buches, so das man es nachvollziehen kann. Ihr Verhalten ist es auch was die Story am Laufen hält, weil sie diejenige ist, nachdem sie sich ihre Gefühle auch eingesteht, die es nicht unbedingt geheim halten will das sie mit ihrem Bruder zusammen ist. Außer vor den Eltern, da will auch sie es geheim halten, weil sie weiß das ihre Mutter alles tun würde um die beiden zu trennen und eine Trennung ist das Letzte was sie möchte. Giovanni dagegen ist vom ersten Moment an mit jeder Faser seines Körpers in sie verliebt. Er möchte ihre Beziehung allerdings vor jedem geheim halten, den sie kennen. An ihm hat mich teilweise seine, fast schon Besessenheit von Selvaggia, ein bisschen gestört. Er ist stellenweise auf alles und jeden eifersüchtig und möchte seine gesamte Zeit nur mit ihr verbringen, wodurch er seine ganzen Freunde vernachlässigt.   Die Eltern konnte ich eigentlich gar nicht verstehen. Die sind so mit ihrem Neuanfang beschäftigt das ihnen angeblich, vor allem dem Vater, nichts auffällt. Einzig die Mutter scheint zwischenzeitig eine Ahnung zu haben, weil ihr auffällt das Giovanni und Selvaggia ungewöhnlich viel Zeit miteinander verbringen. Aber diese Befürchtungen können die beiden, durch Ausreden und Lügen zerstreuen. Zum Schreibstil muss ich sagen, das er am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist. Ich musste mich erst an die Schreibweise im Konjunktiv gewöhnen aber das hat mich nach einigen Seiten nicht mehr gestört. Außerdem wird die gesamte Geschichte aus Giovannis Sicht erzählt und zwar in der Du-Form.  Zum Ende der Geschichte möchte ich gar nichts sagen, weil man dieses Ende ohne Vorkenntnisse/Vorstellungen/Erwartungen lesen sollte. Fazit: Ein Buch was mich fesseln konnte und mit seinem Ende absolut überraschte. Das Thema wird mich noch ein paar Tage beschäftigen. Ich werde die Autorin auf jeden Fall im Auge behalten und freue mich schon auf weitere Veröffentlichungen von ihr. Außerdem bin ich gespannt ob sie weiterhin Tabuthemen aufgreifen wird.

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  • „Liebe ist nicht nur etwas für gute Zeiten.“

    Die Alchemie der Nähe
    ginnykatze

    ginnykatze

    30. September 2013 um 09:40

    „Liebe ist nicht nur etwas für gute Zeiten.“ Zum Inhalt: Der siebzehnjährige Giovanni lebt zusammen mit seinem Vater, einem Notar, in Verona. Seine Eltern trennten sich, als er mal gerade drei Jahre alt war. Auch hat Giovanni eine Zwillingsschwester. Selvaggia hingegen lebt bei ihrer Mutter, einer Kommissarin, in Genua. Nach langer Trennung haben die Eltern beschlossen, es noch einmal miteinander zu versuchen. Nun haben Giovanni und Selvaggia wieder Kontakt zueinander. Viele Jahre haben sie sich nicht gesehen und sind nun wieder täglich zusammen. Sofort ist da etwas zwischen ihnen. Die Gefühle, die Giovanni gegenüber seiner Zwillingsschwester empfindet, können aber nicht natürlich sein. Er begehrt sie aus tiefstem Herzen und auch Selvaggia kann ihre Augen nicht von ihrem Bruder lassen. Nach vielen vorsichtigen Annäherungen kommt immer wieder „das darf man doch nicht, das ist unmoralisch und verboten!“ bei Beiden zum Vorschein. Aber sie können nicht miteinander und ohneeinander auch nicht. Sie fühlen sich magisch voneinander angezogen. Langsam aber sicher rutschen sie immer tiefer in den Sog der Liebe. Als es dann zum Letzten kommt, können Beide nicht mehr aus ihrer Haut. Sie lieben sich über alle Maßen und müssen sich trotzdem vor Allen verstecken. Doch Selvaggia traut sich, ihrer Freundin einen Hinweis zu geben. Auf  einer Silvesterparty lüften sie ihr schwer gehütetes Geheimnis und sofort halten alle Freunde Abstand. Ihre Eltern ahnen von nichts, nur kommt es ihnen doch manches Mal komisch vor, dass die Beiden immer so eng zusammenhängen. Als dann Selvaggia eines Morgens über extreme Übelkeit klagt und sie sich ständig übergeben muss, wird die befreundete Ärztin gerufen. Nun kommt alles, was die Beiden eigentlich geheim halten wollten, ans Tageslicht. Mehr verrate ich nicht. Lest selbst. Fazit: Die sehr junge Autorin Gaia Coltorti hat hier ein Buch geschrieben, was wirklich sehr in die Tiefe geht. Ein absolut schwieriges Thema, was ständig totgeschwiegen wird, weil nicht sein darf, was nicht sein kann. Aber es gibt immer diese Ausnahmen von der Regel. Der Schreibstil ist sehr schön. Mich allerdings störte die Form schon ein wenig. Fast ein ganzes Buch in der dritten Person zu schreiben, macht es dem Leser nicht leicht, den Stoff richtig zu verinnerlichen. Aber nach vielen Seiten habe ich mich dann daran gewöhnt und hing förmlich an den Lippen des Erzählers. Die Figuren beschreibt die Autorin sehr klar und mit viel Herz und Einfühlungsvermögen. Ich konnte mich sofort in die Charaktere hinein fühlen, was mir so manches Mal eine Gänsehaut verursachte. Giovanni und Selvaggio sind wirklich gut getroffen. Er, derjenige der mehr der ruhende Pol ist und Selvaggio doch mehr die durchgeknallte, aber doch tiefgründige Persönlichkeit. Viele tolle Sätze, die das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis werden lassen,  sind hier zu lesen, wie auch meine Überschrift, die in mir ein Aha-Erlebnis auslösten. Hier noch eine kleine Kostprobe: „Entweder du entscheidest dich für eine Ewigkeit ohne mich oder für ein Leben mit mir.“ Von mir gibt es hier die volle Punktzahl und eine eindeutige Leseempfehlung. Danke an den  Blessing-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • eines der letzten Tabuthemen gut umgesetzt

    Die Alchemie der Nähe
    Manja82

    Manja82

    30. September 2013 um 08:14

    Kurzbeschreibung: Romeo und Julia heißen heute Giovanni und Selvaggia und sind Schüler. Diesmal sind es nicht gesellschaftliche Schranken, die der absoluten Liebe im Wege stehen, sondern das vielleicht letzte und größte Tabu unserer Zeit: Geschwisterliebe. Denn Giovanni und Selvaggia sind Zwillinge, die einander jedoch bis zu ihrem achtzehnten Lebensjahr kaum gesehen haben, da ihre Eltern sich früh trennten. Der Junge lebte beim Vater in Verona, seine Schwester Hunderte von Kilometern entfernt bei der Mutter, einer Kommissarin, die zu wenig Zeit für sie aufbringt. Nach fast fünfzehn Jahren versuchen es die Eltern noch einmal miteinander, und Giovanni und Selvaggia leben plötzlich unter einem Dach. Und entdecken Gefühle und Leidenschaften, die sie kaum mehr zügeln können. Ihr Leben wird zu einer emotionalen Achterbahnfahrt. (Quelle: Blessing Verlag) Meine Meinung: Giovanni und Selvaggia sind Zwillinge, die allerdings getrennt voneinander aufwachsen. Kurz vor ihrem 18. Geburtstag beschließen ihre Eltern es nochmal miteinander zu versuchen und so wohnen die Zwillinge schon bald unter einem Dach. Von der ersten Begegnung an sind Giovanni und Selvaggia voneinander fasziniert und bald schon entwickeln sie Gefühle füreinander, die über die Geschwisterliebe hinausgehen. Es beginnt eine Zeit wo beide in einem Gefühlschaos stecken, Versteckspiel inklusive, denn diese Liebe darf nicht sein. Bis zu dem Tag der die Zukunft von beiden vollkommen verändert … Der Roman „Die Alchemie der Nähe“ stammt von der jungen Autorin Gaia Coltorti. Es ist das Debütwerk der Autorin und sie greift in ihm ein Thema auf von dem viele nicht zu sprechen wagen. Die Protagonisten des Buches sind die Zwillinge Giovanni und Selvaggia. Bis zu ihrem 18. Geburtstag leben sie getrennt voneinander bei jeweils einem der Elternteile. Giovanni wächst beim Vater auf. Er ist ein großartiger Schwimmer, trainiert hart dafür. Er ist recht beliebt und hat Freunde. Als er Selvaggia das erste Mal sieht ist er begeistert von ihr. Es dauert nicht lange bis er sich unsterblich in sie verliebt. Man kann sogar sagen er ist regelrecht besessen von ihr, will sie für sich alleine haben. Giovanni, auch Johnny, wie Selvaggia ihn nennt, zeigt im Verlauf auch typische Eifersuchtselemente. Selvaggia hat ihn regelrecht in der Hand. Bei Giovanni sind der Selbstekel und das Schamgefühl ziemlich ausgeprägt und er tut alles dafür, dass die Beziehung zu seiner Schwester nicht rauskommt. Selvaggia ist ein hübsches junges Mädchen. Zuerst verhielt sie sich wie eine Zicke. Sie ist bei ihrer Mutter aufgewachsen und als diese wieder mit dem Vater zusammenkommt lernt sie Giovanni kennen und lieben. Zuerst öffnet sich Selvaggia kaum, lässt Giovanni oftmals auflaufen und nutzt ihn teilweise auch aus. Sie genießt es das er sie liebt. Dann aber erfolgt irgendwie ein Wandel bei ihr und sie zeigt Gefühle. Allerdings ihre Launen bleiben und diese waren für mich teilweise nur schwer ertragbar. Die Liebesgeschichte der beiden ist schwierig, da verboten aber dennoch schön beschrieben. Man kann sich gut einfühlen. Die Eltern der Zwillinge lösten bei mir oft Unverständnis aus. Immer wieder habe ich mich gefragt wieso sie nichts von den Gefühlen ihrer Kinder mitbekommen haben. Aber jeder sieht halt nur das was er sehen will. Einzig die Mutter wird mit der Zeit aufmerksamer und misstrauischer, doch wirklich eingreifen tut sie auch nicht. Der Schreibstil der Autorin war für mich zu Beginn schwierig. Sie schreibt im Konjunktiv und spricht den Leser direkt an. Sie erzählt die Geschichte von Giovanni und Selvaggia aus Sicht von Giovanni, in der Du-Form. Ich musste mich ein wenig einlesen, dann aber kam ich flüssig voran und wurde immer mehr gefesselt vom Verbotenen. Die Handlung greift das wohl letzte Tabuthema der Gesellschaft auf, die Liebe zwischen Geschwistern. Es ist ein schwieriges Thema, das zum Nachdenken anregt. Der Roman ist bewegend und eindringlich geschrieben, ohne belehrend zu wirken. Eher im Gegenteil, die Autorin zeigt auf wie Menschen, die solche Gefühle haben, sich fühlen. Zum Ende hin spitzt sich die Lage sehr zu und das eigentliche Ende ist unvorhersehbar. Ich finde es aber mehr als passend gewählt und auch nach dem Beenden lässt einen dieses Thema nicht so schnell los. Fazit: „Die Alchemie der Nähe“ von Gaia Coltorti ist ein wirklich gelungenes Debütwerk der jungen Autorin. Das Thema ist schwierig aber es wird hier gut umgesetzt, auch wenn der sprachliche Stil nicht unbedingt leicht ist. Die Protagonisten sind gut beschrieben und man wird als Leser zu Nachdenken angeregt. Durchaus lesenswert!

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