Gail Honeyman

 4.2 Sterne bei 258 Bewertungen
Autorin von Ich, Eleanor Oliphant, Ich, Eleanor Oliphant und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Gail Honeyman

Gail Honeyman, schaffte, wovon wie viele Nachwuchsautoren träumen: Sie landete mit ihrem Debütroman "Ich, Eleanor Oliphant" direkt einen Bestseller, der inzwischen in 27 Ländern erschien. Bis zu diesem Erfolg war es jedoch ein weiter Weg für die Autorin, die ihr Leben lang vom Schreiben träumte, aber erst 40 werden musste, um ihren Traum zu verwirklichen. Neben ihrem Vollzeit Job in der Verwaltung der Universität von Glasgow schloss sie sich einer Schreibgruppe an, ehe sie anstelle der vielen Kurzgeschichten von einem Roman träumte - und diesen schrieb. Die Autorin, die sich ungern über ihr Privatleben äußert, schreibt bereits an einem zweiten Roman.

Alle Bücher von Gail Honeyman

Ich, Eleanor Oliphant

Ich, Eleanor Oliphant

 (223)
Erschienen am 24.04.2017
Ich, Eleanor Oliphant

Ich, Eleanor Oliphant

 (16)
Erschienen am 24.04.2017
Ich, Eleanor Oliphant

Ich, Eleanor Oliphant

 (4)
Erschienen am 27.04.2018

Neue Rezensionen zu Gail Honeyman

Neu

Was tut man nicht alles, wenn man glaubt, die Liebe seines Lebens gefunden zu haben! Eleanor Oliphant, Heldin dieses Romans, nimmt so einiges auf sich, um sich auf ihr erstes Date mit dem Auserkorenen vorzubereiten: Sie kauft sich ein Notebook, um Recherchen über den Sänger einer Rockband anzustellen, geht mit ihrem Kollegen Raymond aus der IT aus, um schon einmal zu üben und arbeitet an ihrer äußeren Verwandlung.

Das Ganze ist umso erstaunlicher, als dass die Buchhalterin ein geregeltes und möglichst unauffälliges Leben führt. Ihre Mutter, mit der sie jeden Mittwoch telefoniert, wirft ihr Gemeinheiten an den Kopf, die nicht nur für sie, sondern auch für den Leser nur schwer zu ertragen sind. Kein Wunder, dass Eleanor den Kontakt zur Außenwelt auf ein Minimum reduziert. Die Schwärmerei für den Sänger erschien mir zu dem Zeitpunkt noch sehr unglaubwürdig.

Es ist weniger ihr neuer Schwarm – der noch nichts von seinem Glück ahnt – sondern vielmehr der Kollege Raymond und die gemeinsamen Erlebnisse, die sie allmählich aus der Reserve locken. Beim Besuch seiner Mutter erfährt sie das erste Mal Wärme und Anteilnahme, ebenso bei der Begegnung mit dem Rentner Sam, dem sie das Leben retten.

Die Geschichte liest sich stellenweise wie eine bissige und herrlich witzige Chick-Lit, teilweise aber auch wie ein Entwicklungsroman, in der eine Frau neue Dinge ausprobiert und sich immer mehr den Möglichkeiten und schönen Seiten des Lebens öffnet. Mit jedem Schritt, den sie aus sich herausgeht, reagiert auch die Außenwelt darauf und bietet ihr neue Chancen wie die Beförderung zur Office Managerin. Im zweiten Teil schlägt der Roman ganz andere Töne an, denn hier wird Eleanors traumatisches Kindheitserlebnis offenbart und verarbeitet – teilweise in etwas langatmigen Passagen. Im Ganzen bietet das Buch gelungene Unterhaltung mit starken Emotionen, Tiefgang und Stoff zum Nachdenken.

Kommentieren0
20
Teilen

Rezension zu "Ich, Eleanor Oliphant" von Gail Honeyman

Ein besonderes Buch
sursulapitschivor 2 Monaten

Bücher, die man verschlingt und jedes Wort inhaliert, die gibt es nicht oft. Dieses hier ist so eins.

Eleanor Oliphant ist eigen. Sie hat ihren Job im Büro, eine kleine Wohnung, ein geregeltes Leben und ist damit zufrieden. Freunde hat sie nicht, ihre Kollegen interessieren sie auch nicht. Einmal im Monat kommt ihre Betreuerin vorbei, aber sonst hat sie keinen Kontakt zu anderen Menschen. Sie legt Wert auf Vernunft und kultivierte Sprache und beides findet man bei anderen Menschen bedauerlich selten.
Als sie sich spontan verliebt, versteht sie sich selbst nicht mehr, sieht aber ein, dass sich Dinge ändern müssen.

Es ist urkomisch aber auch anrührend, wie Eleanor versucht, ins „normale Leben“ zu finden und sich dabei gnadenlos ehrlich selbst analysiert. Dazu fragt man sich noch ständig, was ist nur los mit ihr? Sie hat einen psychischen Knacks, aber warum? Nach und nach erfährt man mehr über Eleanors Geheimnis.

Ganz besonders möchte ich die Hörbuchversion empfehlen. Die Sprecherin verkörpert Eleanor wunderbar. Grandios, wie sie es schafft, die Zwiespältigkeit dieser Figur umzusetzen, mal arrogant, sperrig, rechthaberisch, mal verletzlich und manchmal sogar ein kleines Mädchen.

Dieses Buch ist so besonders wie seine Protagonistin und lässt sich nur schwer einem Genre zuordnen. Es ist ein Roman mit einer gehörigen Portion Psychothrill, obwohl eigentlich nichts Schreckliches passiert, es amüsiert und erschüttert gleichermaßen und fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. 

Kommentare: 3
10
Teilen
G

Rezension zu "Ich, Eleanor Oliphant" von Gail Honeyman

The roots of lonliness
Gabrielle_Mathieuvor 3 Monaten

Under the calm and measured pace of “Eleanor Oliphant is Completely Fine” lies hidden tension. Like the glimpse of a shark fin poking out of a tranquil sea, references to “Mummy” accumulate, making us wonder what trauma hides under Eleanor’s placid exterior. This story of an acerbic and rigid woman, and her boring daily routine, is unexpectedly suspenseful, as we accompany Elinor in her misguided effort to romantically pursue a musician she barely knows.
How can Eleanor, who is so intelligent, be convinced that the man of her dreams would be interested in her, or even make a good partner for her if he was? Why is it that Eleanor can recall her sole lover, who repeatedly slapped her and broke her arm, without having more of a reaction that she does when she observes office workers whispering and laughing about her? (which is to say, no reaction). And most importantly, what is wrong with her mother? Elinor, a lonely thirty-year old office-worker, seems to have internalized her mother’s voice in the many cutting observations she makes about food, and others social skills; yet we suspect that she does not share her mother’s cruelty and criminal tendency. That we come to sense how dangerous her mother is, though the story is written in the first-person narrative of Elinor, who is in denial, is testament to the skill of the narrator.
Funny and sad, Elinor’s story is not just about loneliness. It’s about emotional shutdown as a consequence of abuse, and the consequences it has on a person’s life. When Elinor is befriended by a homely chain-smoking co-worker at her office, she begins to realize what she’s been missing by shunning contact with others. Will she continue in her pursuit of “the perfect man”, the handsome musician she believes her mother would approve of? Or will she accept the genuine affection of her new friends, with all their frailties and bad habits.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 554 Bibliotheken

auf 148 Wunschlisten

von 17 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks