Gail Tsukiyama

 4,2 Sterne bei 44 Bewertungen
Autor*in von Die Straße der tausend Blüten, Der Garten des Samurai und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Gail Tsukiyama

Cover des Buches Die Straße der tausend Blüten (ISBN: 9783426639474)

Die Straße der tausend Blüten

(24)
Erschienen am 01.07.2010
Cover des Buches The Street of a Thousand Blossoms (ISBN: 9781250000668)

The Street of a Thousand Blossoms

(2)
Erschienen am 24.05.2011
Cover des Buches The Language of Threads (ISBN: 9781429909716)

The Language of Threads

(1)
Erschienen am 01.04.2007
Cover des Buches Dreaming Water (ISBN: 0312316089)

Dreaming Water

(1)
Erschienen am 01.07.2008
Cover des Buches China-Seide (ISBN: 9783426650127)

China-Seide

(0)
Erschienen am 01.11.1999

Neue Rezensionen zu Gail Tsukiyama

Cover des Buches Die Straße der tausend Blüten (ISBN: 9783426639474)
engineerwifes avatar

Rezension zu "Die Straße der tausend Blüten" von Gail Tsukiyama

engineerwife
Tiefe Einblicke in die japanische Seele ...

In den Jahren von '39 bis '66 darf ich die beiden Brüder Hiroshi und Kenji in ein für mich bis dato selbst noch nicht besuchtes Land ein Stück des Weges begleiten. Durch die Augen und Schreibfeder der Autorin Gail Tsukiyama reise ich ins ferne Japan und nehme teil am bewegten Leben der Brüder, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während der ältere der beiden, Hiroshi, davon träumt eines Tages ein berühmter Sumo Ringer zu werden, hat der jüngere und zartere Bruder sein Herz an die traditionelle Maskenschnitzerei für das weit über seine Grenzen hinaus bekannte Tokioter No-Theater verloren. Die beiden Jungs, die ihre Eltern früh durch einen Unfall verloren haben, werden von liebevollen Großeltern in Yanaka, einem ruhigen Viertel Tokyos erzogen, doch auch sie können die Jungs nicht vor den Schrecken des Zweiten Weltkriegs und den schrecklichen Atombomben Abwürfen in Hiroshima und Nagasaki bewahren. Ihrer aller Leben werden von alter Tradition geprägt, die ganz langsam – sehr zum Leidwesen der Großeltern - einem modernen und westlicher geprägten Lebensstil Platz machen. Hiroshi und Kenji haben einen steinigen Weg vor sich, der jedoch mit viel Liebe und auch Erfolg gepflastert ist und beide finden das Glück auf ihre ganz eigene Weise …


Was für ein wunderbar kluger Roman, der es auf ganz besondere Art schafft, alt Hergebrachtes mit dem Neuen zu verbinden und so ein komplexes Bild der japanischen Kultur zu vermitteln. Alle Charaktere sind authentisch und lebendig gezeichnet, so dass sie mir trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit den für uns ungewohnten japanischen Namen schnell ans Herz wuchsen. Ich brauchte ein wenig, bis die Geschichte für mich rund wurde, hier ist etwas Geduld angesagt, aber wenn man sich eingelesen hat, möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Von mir gibt es 4,5 sehr verdiente Sterne und eine Empfehlung an alle, die sich gerne mal mit dem Land und seinen Gebräuchen auseinandersetzen möchten. Ich habe sehr viel gelernt und mich in dem Buch sehr wohl gefühlt. 

Cover des Buches Die Straße der tausend Blüten (ISBN: 9783426639474)
Tilman_Schneiders avatar

Rezension zu "Die Straße der tausend Blüten" von Gail Tsukiyama

Tilman_Schneider
großer Roman über Japan

Im alten Japan im Jahre 1939 treffen wir auf die ungleichen Brüder Hiroshi und Kenji. Liebevoll kümmern sich die Großeltern um die Beiden Jungs, denn die Eltern sind ums Leben gekommen. Während Kenji sich für das Theater interessiert und gerne Schnitzer für die Masken werden möchte, findet Hiroshi gefallen am Sumo-Ringen. Das friedliche heran wachsen wird durch den Krieg je unterbrochen. Alles soll sich ändern und alte Freunde und Liebschaften scheinen weit entfernt und für die Beiden bricht eine harte Zeit heran. Gail Tsukiyama hat einen großen Roman über Japan geschrieben mit viel Geschichte und gut gezeichneten Bildern einer vergangenen Zeit. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und authentisch und man bekommt einen tollen Einblick in eine ferne Kultur.

Cover des Buches Die Straße der tausend Blüten (ISBN: 9783426639474)
Zen-Colas avatar

Rezension zu "Die Straße der tausend Blüten" von Gail Tsukiyama

Zen-Cola
Zwei interessante Leben in Momentaufnahmen

»Die Straße der tausend Blüten« erzählt die Geschichte zweier Brüder in Japan, begonnen in den 30er-Jahren, am Vorabend des Pazifikkriegs, bis in die 60er-Jahre hinein. Während Hiroshi bereits als Kind die Leidenschaft für Sumo entdeckt und zu trainieren beginnt, ist Kenji fasziniert vom Kunsthandwerk der No-Masken-Schnitzkunst.

Der Leser begleitet die beiden durch ihre Leben, durch Höhen und Tiefen. Darüber hinaus wird die Handlung aber auch aus weiteren Perspektiven erzäht. So aus Sicht der Großeltern, aus Sicht von Kenjis Lehrmeister oder Frauen, die eine zentrale Rolle einnehmen.

Das Buch ist von Beginn an interessant und mir wurde es niemals langweilig, obwohl meine Lieblingsbuchdicke bei etwa der Hälfte der Seiten liegt. Sehr gelungen fand ich, wie die Autorin es schafft, zwischen jedem Kapitel etwa ein Jahr vergehen zu lassen und in den einzelnen Kapiteln Situationen einzufangen, die repräsentativ für das gesamte Jahr sind, sodass sich ein großes Ganzes ergibt.

Ich würde das Buch nicht unbedingt melancholisch nennen, da alle Gefühle vertreten sind, würde es aber letztlich als eher etwas schwermütig als schwerelos bezeichnen.

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