Die Autorin hat 47 Jahre (im Jahr 2001) nach den tragischen Ereignissen in Dien Bien Phu (Nordthailand), ihre Erinnerungen aufgeschrieben. Sie hat von März bis Mai 1954 als junge Frau auf dem Schlachtfeld von Dien Bien Phu als Krankenschwester gearbeitet. Als sog. Convoyeuse de l'air gehörte sie zu einer militärischen Einheit der französischen Armee, die die Aufgabe hatte, Verwundete aus den Schlachtfeldern der jeweiligen Kriegsorte zu evakuieren. Madame de Galard hatte sich freiwillig zu einem Flug nach DienBien Phu gemeldet, der sich als der letzte Flug dorthin erwies, weil danach kein Flugzeug mehr landen konnte aufgrund von Bombardierungen durch die Vietminh. Sie saß also in der Falle. Und hatte Tag und Nacht zu tun, die unzähligen Schwer- und Schwerstverletzten zu pflegen und zu versorgen. Dies hat sie offenbar mit unermüdlicher Zuwendung, Hingabe und Demut getan. Nach ihrer Befreiung sind ihr zahlreiche Ehrungen in der ganzen sog. freien Welt widerfahren.
Die Festung Dien Bien Phu war ein schwerer strategischer Fehler der französischen Generalität gewesen, angelegt in einer Talsohle, nur mit dem Flugzeug und nur aus einer Richtung erreichbar. Außerdem war der Gegner schwer unterschätzt worden, so dass die Vietminh einen grandiosen Sieg errungen haben, der allerdings auf beiden Seiten Tausende von Toten und Verletzten forderte. Die Niederlage der Franzosen war das Ende der französischen Konlonialherrschaft in Indochina.
Ich habe das Buch auf Französich gelesen und viele Vokabeln gelernt, auf Deutsch wäre es wohl nicht zu ertragen gewesen. Die Schrecken des Krieges werden mehr als eindrücklich beschrieben. Fazit: das Buch ist vor allem Reisenden nach Indochina sehr zu empfehlen.
Rezension zu "Une femme à Dien Bien Phu" von Galard Geneviève de


