Gao Xingjian Das Buch eines einsamen Menschen

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Inhaltsangabe zu „Das Buch eines einsamen Menschen“ von Gao Xingjian

Hongkong zur Zeit der chinesischen Kulturrevolution. Durch die leidenschaftliche Liebe zu einer deutschen Jüdin wird der Erzähler zur Auseinandersetzung mit seiner schwierigen Heimat China gezwungen. Ein farbenprächtiges Wechselspiel von Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend, dem Wunsch nach Vergessen und einem neuen Leben entsteht. Fragen über seine chinesische Identität, die Emigration und die Bewältigung traumatischer Erfahrungen durch politischen Terror sowie die Möglichkeiten und Grenzen literarischen Schreibens, aber auch seine zahlreichen Liebesbeziehungen bilden den Kern des sinnlichen und zugleich reflektierten Romans. Ein beeindruckendes Buch von zarter melancholischer Stille, eine überwältigende Sichtung des unbekannten China.

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  • Rezension zu "Das Buch eines einsamen Menschen" von Gao Xingjian

    Das Buch eines einsamen Menschen

    DrGordon

    20. August 2011 um 08:15

    Die Geschichte eines Schriftstellers in der Zeit des kommunistischen Chinas ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und macht Freude zu lesen. Auch die sinnlich, erotischen Beschreibungen der sexuellen Beziehungen zu den verschiedenen Frauen macht Spaß und Lust auf mehr. Xingjian erzählt unpatethisch und nicht moralisierend den Finger hebend das Leben während der Kulturrevolutionen speziell die allmächtigen Partei. Der alltägliche Terror und Gewalt, die Angst der Menschen und deren Kampf ums Überleben im System des Überwachungsstaates. Die Hauptfigur des Buches durchläuft verschiedene Phasen in seinem Verhältnis zur Partei und des kommunistschen Systems. Gefeierter Schriftsteller und Aushängeschild des Staates und der Partei, Mitglied einer revolutionären Gruppe die die wahren Werte Maos verteidigen wollen bis zu seiner Zeit auf dem Land in einem Arbeitslager als Dorflehrer. Zuletzt Asyl in Frankreich und Bruch mit allem was China ist und wahr bis auf die chinesische Sprache, in der der Erzähler weiterhin schreibt. Gao Xingjian beschreibt sehr anschaulich, dass die Menschen versuchen durch Erreichung von Macht und Einfluss selbst Terror, Gewalt und Vernichtung von Dritten im kommunistischen System zu erreichen, anstatt das politische System als solches zu bekämpfen. Nur um das eigene Überleben im wortwörtlichen Sinne zu garantieren. Auch im Wissen, dass es letztlich nie Garantien im Kommunismus laut XIngjian gibt. Was heute gilt kann morgen verboten sein, Wer heute ein Held der Partei und des Kommunismus ist, kann morgen ein Staatsfeind sein, im Arbeitslager geschickt gleich getötet werden. Bis zu Spitzen der Partei die von denen angeklagt werden welche Sie jahrelang verfolgt und terrorisiert werden. Nur um mit dem gleichen Mitteln betraft zu werden. Der Erzähler liebt Frauen, hauptsächlich sexuell und Frauen lieben ihn. Katharina, eine deutsche Jüdin, die ihn letzlich zwingt sich mit seiner eigenen Vergangenheit, Identität und Emigration auseiner zu setzen. Die Übersetzerin für Chinesisch würde ihn sogar heiraten, er liebt die Frau wirklich schafft diesen Schritt aber letzlich nicht. Sicher auch aufgrund seiner letzlich gescheiterter Ehe mit Xu Qian. Einer Frau, welcher er sicherlich anfangs sexuell attraktiv findet. Um seine Einsamkeit im Arbeitslager und Verbannung zu bekämpfen heiratet er sie.

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  • Rezension zu "Das Buch eines einsamen Menschen" von Gao Xingjian

    Das Buch eines einsamen Menschen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. February 2010 um 14:28

    "Das Buch eines einsamen Menschen" wirkt zuerst mal unzusammenhängend, verwirrend und unstrukturiert. Hat das Buch einen roten Faden? Ja. Es beschreibt die Einsamkeit eines Menschen, ohne Pathos, ohne Wehmut, ohne Wertung. Ich persönlich verbinde Einsamkeit mit einem negativen Gefühl. Gao beschreibt Einsamkeit als einen neutralen Zustand, als Dasein eines Menschen im maostischen China, der ausbricht und Trost, nein Lust und Ablenkung bei Frauen sucht und dennoch einsam bleibt. Gekonnt ändert Gao die Perspektive: du und er, Zeit und Ort, narrativ und philosophisch. Ob damit der Nobelpreis gerechtfertigt ist? Mag sein. "Das Buch eines einsamen Menschen" ist jedenfalls Gaos bestes.

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  • Rezension zu "Das Buch eines einsamen Menschen" von Gao Xingjian

    Das Buch eines einsamen Menschen

    rudithewanderer

    29. November 2007 um 12:14

    Das Buch, für das Gao - aus meiner Sicht, gegen alle Kontroversen: zu recht - den Nobelpreis gekriegt hat. Autobiographie eines in die Provinz Verbannten in der Kulturrevolution, der dort als Dorfschullehrer zu sich findet.

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