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Neue Rezensionen zu Gard Meneberg

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Sicher, es ist nicht einfach (wie im vorliegenden Fall) Fakten ironisch-satirisch darzustellen, ohne den Wert der vermittelten Botschaft zu schmälern oder gar durch Verharmlosen in sein Gegenteil zu verkehren. Gard Meneberg hat das über eine Gratwanderung versucht und seine Ironie dystopisch gewichtet, was wohl auch der Grund dafür gewesen sein mag, dass manche Leser, die auf Anspruchslosigkeit, Unterhaltung und Aktion fixiert waren, enttäuscht wurden.

Ich bin der Meinung, dass Meneberg die wirklich akuten brandheißen Probleme unserer Gesellschaft unter den Tisch hat fallen lassen. Mit voller Absicht, denn Außerirdische, die sich vielleicht mit unserer Spezies beschäftigen, sind sehr wohl im Bilde, auf welcher primitiven Entwicklungsstufe wir uns noch befinden und sind sicher nicht daran interessiert, uns eine Abkürzung zu zeigen, um über ein solches unverdientes Geschenk auf ein höheres Entwicklungs-bzw. Wissensniveau zu gelangen.

Auch glaube ich nicht, dass Meneberg dieses Buch aus Enttäuschung (oder gar aus der Sicht eines Lebensverneiners) geschrieben hat. Ich glaube, er hat es geschrieben, um aufzuzeigen, wie weit weg wir noch vom wahren Menschen entfernt sind. Dass wir größtenteils werteblind sind, selbstverliebt, egoistisch, asozial – und krankhaft gierig nach Macht und Einfluss!
Trotz unserer Zivilisation, trotz unserer technischen Errungenschaften, unterscheiden wir uns kaum von den Menschen, die vor zweitausend Jahren gelebt haben; das Tier in uns ist nach wie vor in der Rolle des souveränen Beherrschers; ja, es ist – ohne ins Detail zu gehen - das alles Delegierende, alles Bestimmende auf der politischen Weltenbühne.


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Leuchtturmwaerterins avatar

Rezension zu "Absurde Menschheit: oder Was Voyager eigentlich über die Menschheit hätte berichten sollen" von Gard Meneberg

Wie Außerirdische die Menschheit sehen würden
Leuchtturmwaerterinvor 3 Jahren


Inhalt:


Als man in den Siebzigerjahren die Voyager-Sonden ins All schickte, legte man eine Datenplatte mit Botschaften bei, die sich an außerirdische Zivilisationen richteten. Doch die Wahrheit über den Menschen wurde darin verschwiegen. Gard Meneberg geht der Frage nach, was man stattdessen hätte enthüllen sollen. In vierundvierzig unterhaltsamen Kapiteln fasst er die absurdesten Tollheiten unserer Spezies zusammen. Dabei beschreibt er nicht nur, wie arrogant der Mensch anderen Affenwesen gegenüber auftritt, sondern auch, zu welchen Skurrilitäten ihn die Lust zuweilen treibt, wie gummiartig seine Werte sind und warum ihn das eigene Entschwinden in Panik versetzt. Ein Buch mit dem Potenzial, sogar Außerirdische zum Schmunzeln zu bringen.


Meine Meinung zum Buch:

Das war ja eine Achterbahn der Eindrücke. Herangegangen bin ich mit der Erwartung einen Roman zu finden á la Per Anhalter durch die Galaxis, mit jeder Menge schrägem Humor. Den musste ich dann aber wirklich mit der Lupe suchen. Dafür hat mich das Buch extrem nachdenklich gestimmt. In Einigem konnte ich dem Autor wirklich zustimmen und habe immer wieder nickend und über die Menschheit kopfschüttelnd dagesessen. Aber an manchen Aussagen scheiden sich dann doch die Geister. 
Der Beginn war wirklich lustig und grandios geschrieben. Ich musste oft schmunzeln. Und die Vorstellungen, wie man einem Alien erklärt was die Menschen so treiben, wie sie so sind und wofür sie leben, das ist schon echt witzig gewesen.
Und dann wird es etwas nachdenklich und teilweise wirklich ungemütlich für die Menschheit. Denn Meneberg lässt eigentlich kein gutes Haar mehr an ihr. Man merkt schnell, dass er die Menschheit eigentlich ziemlich satt hat und am liebsten irgendwo auf einem fernen Planeten leben will mit einer komplett anderen Spezies.
Leider kommen die Anmerkungen des Autors oft nicht gerade lustig rüber, sondern eher flach. Das ist sehr schade, denn wie man bei anderen Büchern dieser Art schon lesen konnte, ist dies durchaus möglich.

Fazit:


Ein nicht ganz einfaches Buch und definitiv falsch in der Ecke HUMOR. Auch wenn man nicht immer die Meinung des Autors vertreten muss ein lesenswertes Buch, da einem in einigen Dingen wirklich die Augen geöffnet werden.

Bewertung: 3 von 5 Sterne

Kommentare: 4
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Ricchizzis avatar

Durch die Verlosung bin ich an ein Exemplar geraten. Zu Beginn konnte ich mich mit dem Buch eher nicht anfreunden. Gewöhnt man sich allerdings an den Autor, so nimmt es langsam Form an. 


Inhalt: 
Das Buch "Absurde Menschheit" soll eine Grundlage oder vielmehr eine Zusammenfassung über den Menschen für Außerirdische sein. Der Autor spricht über den Menschen in unterschiedlichen Kategorien. Zwischen Arbeit, Liebe, Sex und das Streben nach Glück versucht Gard Meneberg den Menschen zu erklären. Was wir sind, wieso wir so sind und was uns antreibt. Durch einen sehr eigenen Humor wird der Mensch von seinen eher negativen Seiten vorgestellt. Positive Merkmale scheint der Mensch fast gar nicht vorzuzeigen. Zumindest aus der Sicht des Autors. 

Was mir an dem Buch gefiel: 
Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, konnte ich mir das ein oder andere Schmunzeln nicht verkneifen. Der Autor hat in vielerlei Kategorien recherchiert und scheut sich nicht davor hier und dort ein wenig Fachjargon fallen zu lassen. Es wird zunehmend deutlich, dass sich Herr Meneberg sehr viel Arbeit mit seiner Geschichte über den Menschen gemacht hat. Dies möchte ich ihm unbedingt zugute reden. In einigen Punkten stimme ich dem Autor zu, was seine stark negative Ansicht über den Menschen betrifft. 

Was mir an dem Buch nicht gefiel: 
Vorab muss ich sagen, dass ich an der Verlosung aufgrund des sehr verlockend klingenden Klappentextes teilgenommen habe. Das Buch versprach die Marotten des Menschen aus einer humorvollen Perspektive darzustellen. Wenn man mit dieser Einstellung das Buch zu lesen beginnt, wird man am Anfang recht schnell enttäuscht sein. Weshalb ich einige Zeit brauchte, um mich an den Stil und die Richtung des Buches zu gewöhnen. 
Die ersten Kapitel verlaufen eher holprig. Zudem wiederholt sich der Autor mehrfach und betont seine Intention ein paar Mal zu oft. 
Ich muss gestehen, dass mich das Buch eher runtergezogen hat, als dass ich mich daran erfreuen konnte. Der Autor stellt den Menschen als glücklos und ja quasi sinnlos dar. Gewiss kann ich nachvollziehen, dass wir wirklich "nichts" sind, in Relation zum Rest des Universums. Sollte die Welt plötzlich verschwinden, bezweifle ich auch, dass uns irgendjemand vermissen wird. Und dennoch finde ich es schade, dass wirklich jede Kleinigkeit des Menschens in den Abgrund gezogen wird. Selbst Glück scheint es nicht zu geben, zumindest nicht über einen Moment hinaus. 


Fazit: 
Das Buch spaltet die Geschmäcker. Tatsächlich sollte man sich vielleicht vorab eine Leseprobe gönnen, um herauszufinden, ob dies das richtige Buch für einen ist. Es hat mich zwischendurch unterhalten, allerdings stimmte mich das Buch eher nachdenklich und traurig.

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Gespräche aus der Community

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Fussel1986s avatar

Ein Buch, das sogar Außerirdische zum Schmunzeln bringen würde!

Habt ihr euch schon einmal die Frage gestellt, wie außerirdische Zivilisationen uns Menschen wohl beurteilen würden, wenn sie auf ihren Erkundungsmissionen auf die Erde stießen? Gard Meneberg ist diesem Thema nachgegangen und hat in „Absurde Menschheit“ die schrägsten Eigenschaften unserer Spezies zusammengefasst.

Hier im stimmungsvollen Buchtrailer gibt es einen ersten Einblick!
http://gardmeneberg.com/trailer-zur-absurden-menschheit/

Klappentext:
Als man in den Siebzigerjahren die Voyager-Sonden ins All schickte, legte man eine Datenplatte mit Botschaften bei, die sich an außerirdische Zivilisationen richteten. Doch die Wahrheit über den Menschen wurde darin verschwiegen. Gard Meneberg geht der Frage nach, was man stattdessen hätte enthüllen sollen. In vierundvierzig unterhaltsamen Kapiteln fasst er die absurdesten Tollheiten unserer Spezies zusammen. Dabei beschreibt er nicht nur, wie arrogant der Mensch anderen Affenwesen gegenüber auftritt, sondern auch, zu welchen Skurrilitäten ihn die Lust zuweilen treibt, wie gummiartig seine Werte sind und warum ihn das eigene Entschwinden in Panik versetzt. Ein Buch mit dem Potenzial, sogar Außerirdische zum Schmunzeln zu bringen.

Neugierig geworden? Hier geht's zur Leseprobe!

In Kooperation mit dem Artegenium Verlag verlosen wir 40 Exemplare von „Absurde Menschheit“ an Erdlinge ab sechzehn Jahren. In der anschließenden Leserunde diskutiert ihr, was euch an unserer Spezies gefällt / nicht gefällt, und ihr tauscht eure Leseeindrücke mit anderen Teilnehmern aus. Durchaus möglich, dass sich auch Gard Meneberg in das eine oder andere Gespräch einklinkt. Und wer weiß, vielleicht meldet sich sogar ein extraterrestrischer Beobachter zu Wort, der sich zufällig in Erdnähe befindet … Lassen wir uns überraschen!

Wenn ihr an der Leserunde teilnehmen wollt*, beantwortet bis einschließlich 13. September bitte folgende Gewinnfrage:
Welche menschliche Tollheit empfindet ihr als die schlimmste und welche als die sympathischste?


Bonus:
Ausgewählte Rezensionen werden auf Wunsch der galaktischen Ausgabe dieses Buchs beigelegt, falls einmal eine erscheinen sollte. Voraussetzung hierfür ist die schriftliche Genehmigung des Rezensenten.

Es können natürlich auch Interessierte an der Leserunde teilnehmen, die bereits ein Printbuch / E-Book besitzen oder es sich selbst besorgen möchten.

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.
DerFaengerImRoggens avatar
Letzter Beitrag von  DerFaengerImRoggenvor 3 Jahren
Es überrascht nicht, dass manche Leser „Absurde Menschheit“ mit einem Stern bewertet haben, eben, weil sich die wenigen dafür begeistern können, die ungeschönte Wahrheit zu sehen (Trolle tun das, um zu beleidigen, zu denunzieren und um die Missgunst zu schüren). Was die breite Masse will, sind nun mal Liebesromane, die meist von denen bevorzugt werden, die die große Liebe versäumt haben und die in schmachtender Sehnsucht dahintümpeln. Oder die nach blut- und intrigentriefenden Kriminalromanen gieren, um den eigenen Schweinehund teilzubefriedigen. Wie das eine Leserin von Stephen Kings „Finderlohn“ in diesem Forum mit „Ein bisschen blutiger hätte es für meinen Geschmack sein dürfen :)“ exakt auf den Punkt bringt. Wie dekadent, dreist und anmaßend manche Leserschaft inzwischen geworden ist, zeigt sich auch in einer Rezension eines „Bastian“, der die Bibel(!) mit einem Stern bewertet und unter anderem meint: „…. Auch diese klische hafte storyline *Kleiner Bauernjunge ist der auserwählte und rettet die welt* ist dauerhaft langweilig. Die Story ansich hat große logiklöcher. Insgesamt nicht weiter zu empfehlen.“ Man braucht sich nur die Rechtschreibung dieses "Bewerters" anzuschauen, dann weiß man, welch Geistes Kind der Betreffende ist. Das ist übrigens der Link zu „Bastians“ Rezension: http://www.amazon.de/product-reviews/3438015714/ref=acr_search_hist_1?ie=UTF8&filterBy=addOneStar&showViewpoints=0 Abschließend zu „seinem“ durchaus lesenswerten und emotional unterlegten Beitrag meint der „Bücherwurm“: „Ich überlege nur, ob das bei Ausserirdischen so wirklich anders sein wird?“ Dazu möchte ich nur bemerken, dass alles, was den Menschen ausmacht: sein Denken, sein Verstand, die kognitiven Fähigkeiten, seine Art der Sinne (um die Welt und das Universum wahrzunehmen), seine Wertvorstellungen, der von ihm eingeforderte Lebenssinn, die an und für sich primitive Art sich zu vermehren - ausschließlich ein Charakteristikum des Menschseins ist. Wenn es Außerirdische gibt, dann sind wir (in unserer Sinnenbefangenheit) nie und nimmer in der Lage, uns ein „Bild“ von ihnen zumachen. Und dass wir ihnen ein anthropomorphes Aussehen zurechtschneidern (bei den Ufos und „Engelerscheinungen“ etc.), ist nur das Eingeständnis unserer (System)Befangenheit. Abschließend noch eine rein private Bemerkung: Als Mensch mit Takt vermeide ich Einsternbewertungen einfach deswegen, weil ich den geistigen und materiellen Aufwand, den ein Autor erbracht hat, schätze. Aber ich nehme mir als Menschenfreund die Freiheit, literarische Arbeiten, die mir aus ethischen Gründen (oder wegen Verstöße gegen das Menschenrecht) nicht gefallen, erst gar nicht zu bewerten. Als Rezensent in mehreren Foren bin ich mir auch in solchen Fällen meiner menschlichen Verpflichtung bewusst.
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