Gard Meneberg

 3,4 Sterne bei 43 Bewertungen
Autor*in von Absurde Menschheit.

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Cover des Buches Absurde Menschheit (ISBN: 9783902987037)

Absurde Menschheit

 (43)
Erschienen am 10.08.2015

Neue Rezensionen zu Gard Meneberg

Cover des Buches Absurde Menschheit (ISBN: 9783902987037)
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Rezension zu "Absurde Menschheit" von Gard Meneberg

Eine psychologische Keule
HonestAnniesBruvor 8 Jahren

Sicher, es ist nicht einfach (wie im vorliegenden Fall) Fakten ironisch-satirisch darzustellen, ohne den Wert der vermittelten Botschaft zu schmälern oder gar durch Verharmlosen in sein Gegenteil zu verkehren. Gard Meneberg hat das über eine Gratwanderung versucht und seine Ironie dystopisch gewichtet, was wohl auch der Grund dafür gewesen sein mag, dass manche Leser, die auf Anspruchslosigkeit, Unterhaltung und Aktion fixiert waren, enttäuscht wurden.

Ich bin der Meinung, dass Meneberg die wirklich akuten brandheißen Probleme unserer Gesellschaft unter den Tisch hat fallen lassen. Mit voller Absicht, denn Außerirdische, die sich vielleicht mit unserer Spezies beschäftigen, sind sehr wohl im Bilde, auf welcher primitiven Entwicklungsstufe wir uns noch befinden und sind sicher nicht daran interessiert, uns eine Abkürzung zu zeigen, um über ein solches unverdientes Geschenk auf ein höheres Entwicklungs-bzw. Wissensniveau zu gelangen.

Auch glaube ich nicht, dass Meneberg dieses Buch aus Enttäuschung (oder gar aus der Sicht eines Lebensverneiners) geschrieben hat. Ich glaube, er hat es geschrieben, um aufzuzeigen, wie weit weg wir noch vom wahren Menschen entfernt sind. Dass wir größtenteils werteblind sind, selbstverliebt, egoistisch, asozial – und krankhaft gierig nach Macht und Einfluss!
Trotz unserer Zivilisation, trotz unserer technischen Errungenschaften, unterscheiden wir uns kaum von den Menschen, die vor zweitausend Jahren gelebt haben; das Tier in uns ist nach wie vor in der Rolle des souveränen Beherrschers; ja, es ist – ohne ins Detail zu gehen - das alles Delegierende, alles Bestimmende auf der politischen Weltenbühne.


Cover des Buches Absurde Menschheit (ISBN: 9783902987037)
Leuchtturmwaerterins avatar

Rezension zu "Absurde Menschheit" von Gard Meneberg

Wie Außerirdische die Menschheit sehen würden
Leuchtturmwaerterinvor 9 Jahren


Inhalt:


Als man in den Siebzigerjahren die Voyager-Sonden ins All schickte, legte man eine Datenplatte mit Botschaften bei, die sich an außerirdische Zivilisationen richteten. Doch die Wahrheit über den Menschen wurde darin verschwiegen. Gard Meneberg geht der Frage nach, was man stattdessen hätte enthüllen sollen. In vierundvierzig unterhaltsamen Kapiteln fasst er die absurdesten Tollheiten unserer Spezies zusammen. Dabei beschreibt er nicht nur, wie arrogant der Mensch anderen Affenwesen gegenüber auftritt, sondern auch, zu welchen Skurrilitäten ihn die Lust zuweilen treibt, wie gummiartig seine Werte sind und warum ihn das eigene Entschwinden in Panik versetzt. Ein Buch mit dem Potenzial, sogar Außerirdische zum Schmunzeln zu bringen.


Meine Meinung zum Buch:

Das war ja eine Achterbahn der Eindrücke. Herangegangen bin ich mit der Erwartung einen Roman zu finden á la Per Anhalter durch die Galaxis, mit jeder Menge schrägem Humor. Den musste ich dann aber wirklich mit der Lupe suchen. Dafür hat mich das Buch extrem nachdenklich gestimmt. In Einigem konnte ich dem Autor wirklich zustimmen und habe immer wieder nickend und über die Menschheit kopfschüttelnd dagesessen. Aber an manchen Aussagen scheiden sich dann doch die Geister. 
Der Beginn war wirklich lustig und grandios geschrieben. Ich musste oft schmunzeln. Und die Vorstellungen, wie man einem Alien erklärt was die Menschen so treiben, wie sie so sind und wofür sie leben, das ist schon echt witzig gewesen.
Und dann wird es etwas nachdenklich und teilweise wirklich ungemütlich für die Menschheit. Denn Meneberg lässt eigentlich kein gutes Haar mehr an ihr. Man merkt schnell, dass er die Menschheit eigentlich ziemlich satt hat und am liebsten irgendwo auf einem fernen Planeten leben will mit einer komplett anderen Spezies.
Leider kommen die Anmerkungen des Autors oft nicht gerade lustig rüber, sondern eher flach. Das ist sehr schade, denn wie man bei anderen Büchern dieser Art schon lesen konnte, ist dies durchaus möglich.

Fazit:


Ein nicht ganz einfaches Buch und definitiv falsch in der Ecke HUMOR. Auch wenn man nicht immer die Meinung des Autors vertreten muss ein lesenswertes Buch, da einem in einigen Dingen wirklich die Augen geöffnet werden.

Bewertung: 3 von 5 Sterne

Cover des Buches Absurde Menschheit (ISBN: 9783902987037)
Ricchizzis avatar

Rezension zu "Absurde Menschheit" von Gard Meneberg

Nichts für schwache Nerven
Ricchizzivor 9 Jahren

Durch die Verlosung bin ich an ein Exemplar geraten. Zu Beginn konnte ich mich mit dem Buch eher nicht anfreunden. Gewöhnt man sich allerdings an den Autor, so nimmt es langsam Form an. 


Inhalt: 
Das Buch "Absurde Menschheit" soll eine Grundlage oder vielmehr eine Zusammenfassung über den Menschen für Außerirdische sein. Der Autor spricht über den Menschen in unterschiedlichen Kategorien. Zwischen Arbeit, Liebe, Sex und das Streben nach Glück versucht Gard Meneberg den Menschen zu erklären. Was wir sind, wieso wir so sind und was uns antreibt. Durch einen sehr eigenen Humor wird der Mensch von seinen eher negativen Seiten vorgestellt. Positive Merkmale scheint der Mensch fast gar nicht vorzuzeigen. Zumindest aus der Sicht des Autors. 

Was mir an dem Buch gefiel: 
Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, konnte ich mir das ein oder andere Schmunzeln nicht verkneifen. Der Autor hat in vielerlei Kategorien recherchiert und scheut sich nicht davor hier und dort ein wenig Fachjargon fallen zu lassen. Es wird zunehmend deutlich, dass sich Herr Meneberg sehr viel Arbeit mit seiner Geschichte über den Menschen gemacht hat. Dies möchte ich ihm unbedingt zugute reden. In einigen Punkten stimme ich dem Autor zu, was seine stark negative Ansicht über den Menschen betrifft. 

Was mir an dem Buch nicht gefiel: 
Vorab muss ich sagen, dass ich an der Verlosung aufgrund des sehr verlockend klingenden Klappentextes teilgenommen habe. Das Buch versprach die Marotten des Menschen aus einer humorvollen Perspektive darzustellen. Wenn man mit dieser Einstellung das Buch zu lesen beginnt, wird man am Anfang recht schnell enttäuscht sein. Weshalb ich einige Zeit brauchte, um mich an den Stil und die Richtung des Buches zu gewöhnen. 
Die ersten Kapitel verlaufen eher holprig. Zudem wiederholt sich der Autor mehrfach und betont seine Intention ein paar Mal zu oft. 
Ich muss gestehen, dass mich das Buch eher runtergezogen hat, als dass ich mich daran erfreuen konnte. Der Autor stellt den Menschen als glücklos und ja quasi sinnlos dar. Gewiss kann ich nachvollziehen, dass wir wirklich "nichts" sind, in Relation zum Rest des Universums. Sollte die Welt plötzlich verschwinden, bezweifle ich auch, dass uns irgendjemand vermissen wird. Und dennoch finde ich es schade, dass wirklich jede Kleinigkeit des Menschens in den Abgrund gezogen wird. Selbst Glück scheint es nicht zu geben, zumindest nicht über einen Moment hinaus. 


Fazit: 
Das Buch spaltet die Geschmäcker. Tatsächlich sollte man sich vielleicht vorab eine Leseprobe gönnen, um herauszufinden, ob dies das richtige Buch für einen ist. Es hat mich zwischendurch unterhalten, allerdings stimmte mich das Buch eher nachdenklich und traurig.

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