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SunshineSaar

vor 3 Jahren

2. Leseabschnitt: Kapitel 7 - 14, Seite 37 – 73 „Eine bizarre Situation“ – „Saugende Erdenwürmer“
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Im zweiten Leseabschnitt geht der Autor mehr auf die Charaktereigenschaften der Menschen ein und zeigt, welche teils absurden Situationen daraus entstehen, bei denen man eigentlich nur den Kopf schütteln kann. Aber irgendwie erkennt sich der ein oder andere bestimmt wieder in den Beschreibungen :-)

Von der Neugierde, Abenteuerlust, Arroganz bis hin zu der Selbstopferung durch Liebe schreibt der Autor, welche Eigenarten der Mensch an sich hat und welche chaotischen und fragwürden Situation in der Vergangenheit schon daraus entstanden sind. Das Ganze verpackt er mit einem Schuss Ironie. Wenn man ehrlich ist, erkennt man sich in der einen oder anderen Beschreibung wieder, auch wenn man weiß, dass solche Eigenarten nicht förderlich sind. So beschreibt der Autor zum Beispiel, dass wir - obwohl wir wissen, dass die Chancen nicht gerade gut stehen - immer wieder Lotto spielen, um unseren Spieltrieb zu befriedigen. Eher ist es wahrscheinlicher, dass wir "zweimal hintereinander das richtige Haar vorhersagen, dass uns am nächsten Tag ausfallen wird" (S.64). Da kommt man selbst ins Grübeln, denn ich bin auch leidenschaftlicher Lottospieler...

Auch das Essensverhalten der Menschen wird aufs Korn genommen. So werden z.B. Veganer und Vegetarier durch den Kakao gezogen (S. 57/58). Doch recht hat der Autor, denn die Menschen sind in Sachen Nahrungsmittel von Zeit zu Zeit sehr wählerisch geworden, was auch daran liegt, dass sie heutzutage auch eine große Auswahl haben.

Am Besten haben mir mit Abstand jedoch die Kapitel 13 und 14 gefallen. Darin wird auf lustige, nüchterne und amüsante Art und Weise erklärt, wie der menschliche Geschlechtsakt vollzogen wird, wie daraus ein Baby entsteht, dieses auf die Welt kommt und wie die ersten Tage im Leben dieses neuen Mensches aussehen (ich sage nur "Saugende Erdenwürmer"). Einige Schmunzler konnte ich mir bei diesen Beschreibungen wirklich nicht mehr verkneifen ;-)

Ich fand den zweiten Leseabschnitt sehr gut und besser als der Anfang des Buches. Ich hoffe, es geht nun genauso amüsant weiter...

sommerlese

vor 3 Jahren

2. Leseabschnitt: Kapitel 7 - 14, Seite 37 – 73 „Eine bizarre Situation“ – „Saugende Erdenwürmer“
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Dieser zweite Abschnitt enthält viele Infos über die Charaktereigenschaften des Menschen. Die Abhandlung über die Liebe hat mir gut gefallen. Besonders die Selbstopferung ist schon eine Besonderheit der menschlichen Spezies. Aber auch Abenteuerlust (Bunjee-Jumping) und Spielsucht kann man bei Tieren nicht finden.
Die Beschreibung der Fortpflanzung ist sehr gelungen. Hier können Außenstehende sicher alles gut begreifen, wenn sie diese "Methode" des Menschen nicht kennen sollten. Saugende Erdenwürmer stimmt, wie oft haben meine Kinder auf dem Boden liegend, wie Würmer gezappelt und gekrochen. :-)

Beim Essverhalten konnte ich häufig nicken. Trotz des Überflusses nichts zu essen, ja das ist sicher einzigartig.

Dieses Buch liest sich zwar wie eine wissenschaftliche Abhandlung, ist aber durchaus durch den ironischen Unterton einfacher zu lesen.

SaSu13

vor 3 Jahren

2. Leseabschnitt: Kapitel 7 - 14, Seite 37 – 73 „Eine bizarre Situation“ – „Saugende Erdenwürmer“
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Beim 2. Abschnitt kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen, denn er war wirklich amüsant und ehrlich.
Vor allem dem Satz "[...]: Wenn wir könnten, würden wir dieser Phase nie entwachsen."(S.73) kann ich nur zustimmen, denn wer wäre nicht lieber ein gut behütetes, sorgenfreies Kind ?

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Regenmaedchen

vor 3 Jahren

2. Leseabschnitt: Kapitel 7 - 14, Seite 37 – 73 „Eine bizarre Situation“ – „Saugende Erdenwürmer“
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"Selbst bei so gut wie nicht vorhandenen Gewinnchancen beharren sie auf ihrem Glück. Im Vergleich dazu ist die Aussicht, vom Blitz erschlagen zu werden, noch ungleich höher. Oder die Wahrscheinlichkeit, zweimal hintereinander das Haar vorherzusagen, das ihnen am nächsten Tag ausfallen wird. Ja, es ist sogar wesentlich einfacher, die richtige Minute zu erraten, in der sie aus dem Leben scheiden werden!"
Meiner Meinung nach sind die Kapitel, in denen es um Glück und verschiedene Wahrscheinlichkeiten geht, schon arg verallgemeinert. Es gibt sicher viele Menschen, die sich nicht aus der Masse heben, aber trotzdem ist jeder verschieden und handelt unterschiedlich.

Bisher fehlen mir noch die positiven Aspekte des Menschen wie die Fähigkeiten, Empathie zu empfinden und aufeinander einzugehen. Aber vielleicht kommen die ja noch!

Mir gefällt allerdings, wie die Säuglinge beschrieben werden und auch den Teil über Religionen finde ich interessant.

Gard_Meneberg

vor 3 Jahren

2. Leseabschnitt: Kapitel 7 - 14, Seite 37 – 73 „Eine bizarre Situation“ – „Saugende Erdenwürmer“
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Xirxe schreibt:
(1) Faktische Fehler mag es laut Herrn Menebergs Wissen nicht geben, aber meines Wissens schon ;-) Zum Beispiel der Satz mit den Ratten (S.61): "...würde der dünkelbehaftete Homo sapiens...niemals auf die Idee kommen...eine...Ratte als intelligente Lebensform zu bezeichnen." Das ist schlicht falsch, denn genau zu diesem Thema gibt es bereits jede Menge Forschungen und Untersuchungen, die genau dies aussagen: Ratten sind intelligent (nur EIN Beispiel: http://www.planet-wissen.de/natur/haustiere/ratten/pwwbratten100.html) (2) Auch die Reduzierung der Neugierde auf die Beantwortung von Fragen stimmt nicht so ganz. Hier wäre ein Blick in das allwissende Wiki ganz hilfreich gewesen; "Neugier (auch Neugierde) ist das als ein Reiz auftretende Verlangen, Neues zu erfahren und insbesondere Verborgenes kennenzulernen." (https://de.wikipedia.org/wiki/Neugier) (3) Was mir eher leidgetan hat, sind manche der Beispiele für bestimmte Zeitgenossen unserer Spezies: Ein Mensch, der aus lauter Neid seinem Nachbar so schadet, dass er sogar seinen eigenen Tod dafür in Kauf nimmt.

(1) Sie amüsieren mich. Glauben Sie im Ernst, dass Hinz und Kunz eine Kanalratte mit einer intelligenten Lebensform in Verbindung bringt? Oder dass sich SETI-Forscher Wesen mit den kognitiven Leistungen einer Ratte vorstellen, wenn sie auf der Suche nach Außerirdischen sind? Es ist eben immer eine Frage, wo Sie das Level für Intelligenz ansetzen. Wenn Sie die Fähigkeit, einen paarungsbereiten Artgenossen zu finden, als eine Form der Intelligenz einstufen, dann sind auch Stubenfliegen und Motten intelligent. Ob Ihnen da die Mehrheit der Menschen zustimmen wird, ist allerdings eine andere Frage.

(2) Ich lese in dem Satz "… für die Beantwortung mancher Kardinalfrage würden wir so gut wie alles tun" nichts, das dem widerspricht.

(3) Manchmal hilft es, die Scheuklappen abzunehmen und sich umzusehen. Oder lesen Sie mal in Geschichtsbüchern, zu welchen Handlungen sich manche Leute hinreißen ließen. Sie werden überrascht sein, was sich außerhalb Ihrer wahrgenommenen Realität so abspielt.

Xirxe

vor 3 Jahren

2. Leseabschnitt: Kapitel 7 - 14, Seite 37 – 73 „Eine bizarre Situation“ – „Saugende Erdenwürmer“

Gard_Meneberg schreibt:
(1) Sie amüsieren mich. Glauben Sie im Ernst, dass Hinz und Kunz eine Kanalratte mit einer intelligenten Lebensform in Verbindung bringt? Oder dass sich SETI-Forscher Wesen mit den kognitiven Leistungen einer Ratte vorstellen, wenn sie auf der Suche nach Außerirdischen sind? Es ist eben immer eine Frage, wo Sie das Level für Intelligenz ansetzen. Wenn Sie die Fähigkeit, einen paarungsbereiten Artgenossen zu finden, als eine Form der Intelligenz einstufen, dann sind auch Stubenfliegen und Motten intelligent. Ob Ihnen da die Mehrheit der Menschen zustimmen wird, ist allerdings eine andere Frage. (2) Ich lese in dem Satz "… für die Beantwortung mancher Kardinalfrage würden wir so gut wie alles tun" nichts, das dem widerspricht. (3) Manchmal hilft es, die Scheuklappen abzunehmen und sich umzusehen. Oder lesen Sie mal in Geschichtsbüchern, zu welchen Handlungen sich manche Leute hinreißen ließen. Sie werden überrascht sein, was sich außerhalb Ihrer wahrgenommenen Realität so abspielt.

(1) Wie schön, dass ich SIE amüsiere :-) Mit Ihrem Buch gelingt mir das zumindest bis zum dritten Abschnitt leider immer noch nicht.
Ich glaube im übrigen nicht im Ernst, sondern nehme nur das wahr, was Sie schreiben. Und Sie schreiben so gut wie auf allen Seiten (beispielsweise auch auf dieser mit den Ratten) stets vom Homo sapiens ganz allgemein, incl. Ihrer selbst. Das mag Ihre Auffassung sein, doch nichtsdestotrotz ist sie falsch, denn eben nicht ALLE weisen das von Ihnen aufgezeigte Verhalten und/oder Wissen auf. In Ihrer Antwort beschränken Sie es plötzlich auf 'Hinz und Kunz', wobei das doch interessant wäre, wen Sie damit meinen. Eine gewisse Differenzierung hätte Ihrem Werk sicherlich gut getan, denn damit wäre eine Reihe von Falschaussagen vermieden worden.
(2) Auch hier der gleiche Fehler: Verallgemeinerung eines Sachverhaltes, der durchaus vorkommt, aber garantiert nicht in dieser Form.
(3) Und nochmals das Gleiche. Statt mir in Ihrer Antwort Scheuklappen vorzuhalten (Erstaunlich, was SIe so Alles von mir wissen!), wäre auch hier eine Differenzierung schön. Wenn Sie nur solche Menschen kennen, mag das ja für Ihre These stehen, aber es gibt auch andere Menschen - ich hoffe mal, Sie gehören dazu ;-)

StMoonlight

vor 3 Jahren

2. Leseabschnitt: Kapitel 7 - 14, Seite 37 – 73 „Eine bizarre Situation“ – „Saugende Erdenwürmer“
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Eine Apparatur die bei 10.000 gestellten Fragen nur 1 beantwortet - und in den anderen den Fragesteller in Luft auflöst. Was würde "Mensch" machen? Halten wir mal fest: Der Mensch ist von Natur aus wissbegierig und auch risikofreudig. Irgendjemand würde sich wohl finden, der DIE Frage stellen würde. - Ich fragte mich, was dieser Mensch wohl zu fragen hätte. In Gedanken lasse ich den bunten Querschnitt der Menschheit an meinem geistigen Auge vorbeiziehen ... und ... alle stellen Fragen wie z.B.: "Wer wird Fußballweltmeister" oder "Welche Lottozahlen werden am Samstag gezogen?" ... Auf die Idee nach wirklich "wichtigen" Dingen zu fragen kommt niemand .... So ist er eben, der Mensch ...

burro

vor 3 Jahren

2. Leseabschnitt: Kapitel 7 - 14, Seite 37 – 73 „Eine bizarre Situation“ – „Saugende Erdenwürmer“

Spannende Kapitel. Die Gier des Menschen. Wohin führt sie? Ist sie zu stoppen? Der Mensch will immer mehr... immer höher - immer weiter. Um jeden Preis. Ich frage mich, ob es das wert ist. Was kann den Menschen dazu bewegen, sich im Hier und Jetzt aufzuhalten?

Leuchtturmwaerterin

vor 3 Jahren

2. Leseabschnitt: Kapitel 7 - 14, Seite 37 – 73 „Eine bizarre Situation“ – „Saugende Erdenwürmer“
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Was für ein Leseabschnitt. Ich schwanke zwischen genial, nicht schlecht und so gar nicht mein Fall. Verrückt, aber das liegt wohl einfach an den Einzelthemen, die mir teilweise doch zu nahe kamen. Eben deshalb, weil ich mich als Mensch dann doch nicht von allem freimachen kann.
Teilweise machen die Kapitel doch sehr nachdenklich. Gerade jetzt das letzte dieses Leseabschnitts. Und ich fand die Vorstellung der "kalten Wirklichkeit" des Erwachsenseins irgendwie zu düster. Ich liebe das Erwachsensein und kann trotz allem im Herzen Kind bleiben. Leider kommt auch mir der Humor einfach zu kurz in den Kapiteln.
Und jetzt muss ich noch etwas loswerden, was hier vielleicht schon das ein oder andere Mal erwähnt wurde, was ich aber jetzt noch nicht gelesen habe. Ich bin im Kapitel 11 mit dem Begriff der "Herrenrasse" nicht klar gekommen. Für mich, wie für viele andere auch, ist dieses Wort zu sehr negativ behaftet und ein "3. Reich-"Wort, sodass ich ein Problem damit habe, mit diesem Begriff als Mensch beschrieben zu werden. Ich distanziere mich davon und muss gestehen, dass ich mich angegriffen fühle. Ich finde einfach, dass solch ein Begriff in Büchern dieser Art nichts zu suchen haben sollten.
Jetzt bin ich gespannt, wie sich das Buch weiter entwickeln wird.

elane_eodain

vor 3 Jahren

2. Leseabschnitt: Kapitel 7 - 14, Seite 37 – 73 „Eine bizarre Situation“ – „Saugende Erdenwürmer“

Obwohl die einzelnen Kapitel kurz sind, empfinde ich den Text insgesamt als teilweise langatmig. Der Inhalt ist immer wieder richtig gut, wirkt auf mich aber langgezogen, gedehnt. Ich mache mir Gedanken über das Gelesene und kann bei einigen Beschreibungen zustimmend nicken. Natürlich ist es eine grobe Verallgemeinerung, aber das ist Satire und das ist ok, finde ich. Ich kann mich selbst davon abgrenzen, das muss nicht der Autor für mich tun. Das Problem damit verstehe ich nicht. Nun nachdem die "W-Fragen" geklärt sind, geht es über zur Entstehung und Entwicklung des Menschen. Hier steckt mehr Interessantes für mich drin.

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