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SunshineSaar

vor 3 Jahren

6. Leseabschnitt: Kapitel 37 – 40, Seite 193 – 225 „Frauen lieben, was Männer hassen – und umgekehrt“ – „Verdummung in Würde“
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Im sechsten Leseabschnitt geht es amüsant weiter. Kapitel 37 dreht sich dabei um die recht komplizierte Partnerschaft zwischen Mann und Frau sowie deren ausgeprägte Gegensätze. Dies erinnert mich ab und zu an das Comedyprogramm von Mario Barth. Doch neue Erkenntnisse findet man darin nicht.

Die weiteren Kapitel des Abschnitts widmen sich dem körperlichen und physischen Verfalls des menschlichen Körpers und endet mit dem Thema "Tod", das auf ehrliche Art und Weise angesprochen wird. Dabei werden auch die Versuche der Menschen, dem Verfall mit allen möglichen Mitteln entgegenzuwirken, unter die Lupe genommen und kritisch beäugt. Auch Krankheiten wie Krebs und Alzheimer sowie die Probleme mit Pflegeheimen werden angesprochen. Gerade für Pflegebedürftige ist es schwer zu akzeptieren, dass sie ihr Leben nicht mehr selbst in der Hand haben, sondern auf Hilfe angewiesen sind... ein durchaus schwieriges Thema, das aber vom Autor wieder sehr ehrlich und gut beschrieben wird...

SaSu13

vor 3 Jahren

6. Leseabschnitt: Kapitel 37 – 40, Seite 193 – 225 „Frauen lieben, was Männer hassen – und umgekehrt“ – „Verdummung in Würde“
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Der 6. Abschnitt beginnt mit der Darstellung der Beziehung zwischen Mann und Frau (auch hier Homosexualität nicht erwähnt?!). Dabei finde ich, dass der Autor sich hier einfach an Klischees bedient : Der Mann, der als einziger in der Beziehung eigentlich Geschlechtsverkehr will und die Frau, die das nur über sich "ergehen lässt". Quatsch, wie ich finde.

Das nächste Kapitel beschäftigt sich mit dem Tod. Diesen würden wir so lang wie möglich ignorieren, so wie viele andere unangenehme Dinge. Dem kann ich nur zustimmen. Das sieht man vor allem bei älteren Menschen, die mit einer schlechten Diagnose vom Arzt kommen, diese aber niemandem mitteilen und in sich hineinfressen. Ebenso, dass wir unser Essensfleisch nicht als totes Tier ansehen oder wir (zum Glück) nicht jeden Tag mit dem Tod konfrontiert werden, stimmt.

Weiter geht es dann mit dem Altern, wobei Phänomene wie Haarausfall, Zahnprobleme und Midlifecrisis aufgeführt werden. Hier gibt es auch an der ein oder anderen Stelle was zu schmunzeln, es ist aber um einiges schwächer als zu Anfang.

In Kapitel 40 schließlich wird geschildert, wie ältere Menschen gegen den Tod ankämpfen um zB. noch möglichst viel von den Enkeln zu sehen. Auch, dass man dann zurückblickt und nur sieht, was für "Trödel" man letztendlich dafür bekommen hat, dass man sein ganzes Leben lang geschuftet hat, finde ich passend.
Was mit gar nicht zugesagt hat ist wie über Demenzkranke geschrieben wurde. Es klingt so, als würden sie aus Absicht die falsche Zahnbürste nehmen und absichtlich den Pflegern Ärger bereiten. Natürlich ist so etwas schwierig, aber man darf diese Menschen nicht als Ballast ansehen, die eigentlich sterben sollten. Sie können ja auch nichts für eine Krankheit und die Pflegebedürftigkeit, die damit einhergeht. Zumindest hat dieser Absatz mir so ein Gefühl vermittelt.

SunshineSaar

vor 3 Jahren

6. Leseabschnitt: Kapitel 37 – 40, Seite 193 – 225 „Frauen lieben, was Männer hassen – und umgekehrt“ – „Verdummung in Würde“
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SaSu13 schreibt:
Der 6. Abschnitt beginnt mit der Darstellung der Beziehung zwischen Mann und Frau (auch hier Homosexualität nicht erwähnt?!). Dabei finde ich, dass der Autor sich hier einfach an Klischees bedient : Der Mann, der als einziger in der Beziehung eigentlich Geschlechtsverkehr will und die Frau, die das nur über sich "ergehen lässt". Quatsch, wie ich finde.

Da kann ich dir nur zustimmen. Der Mann wird als triebgesteuert beschrieben, der nichts anderes im Kopf hat, als dass er Geschlechtsverkehr will. Und die Frau ist das Naivchen, das nix dagegen tut? Sondern einfach nur mitmacht? Das ist sehr klischeebehaftet...

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thenight

vor 3 Jahren

6. Leseabschnitt: Kapitel 37 – 40, Seite 193 – 225 „Frauen lieben, was Männer hassen – und umgekehrt“ – „Verdummung in Würde“

margarete007 schreibt:
Zitat: „Demenz als *Verdummung* zu bezeichnen. empfinde ich als grenzwertig.“ Da muss ich Gard Meneberg aber Schützenhilfe geben, denn „Demenz“ leitet sich von „de“ (abnehmend) und „mens“ (Verstand) ab. Im Klartext: ein immer weiter abnehmender Verstand. „Demens“ heißt aber auch „unvernünftig“ und zwischen „dumm“ und „unvernünftig“ ist im Wesentlichen kein Unterschied. Eine „dumme Göre“ ist auch eine unvernünftige Göre!

wenn man das Wort einfach übersetzt stimmt das schon, da habe ich wieder was gelernt, allerdings frage ich mich trotzdem ob es so angewandt werden muss, ich finde nein

Xirxe

vor 3 Jahren

6. Leseabschnitt: Kapitel 37 – 40, Seite 193 – 225 „Frauen lieben, was Männer hassen – und umgekehrt“ – „Verdummung in Würde“
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Den Beiträgen von vielen meiner 'VorschreiberInnen' stimme ich zu: Klischee über Klischee und Verallgemeinerungen ohne Ende, leider wieder ohne allzu viel Humor (ab und zu ist ein Funken zu entdecken ;-)). Ich habe es mittlerweile aufgegeben, mir Notizen zu machen, denn letztendlich wiederholt sich die Art und Weise nur. Der Autor mag die Menschen nicht, hält nichts von ihnen und schreibt sich seinen Frust vom Leibe. Nun gut, wenn er sich danach besser fühlt... ;-)
Noch eine Anmerkung zu meinem Psychogramm ;-) : Einige Dinge revidiere ich, doch im Großen und Ganzen finde ich meine Annahmen noch immer zutreffend. Herr Unbekannt ist Akademiker, vielleicht sogar promoviert und zwar im Bereich der Wissenschaften, die er so ablehnt. Biologie, Chemie, Physik? Seine Ablehnung der KollegInnen rührt vermutlich aus der fehlenden Anerkennung in diesem Gebiet und nun muss er seinen Lebensunterhalt mit Tätigkeiten verdienen, die seinen hohen Ansprüchen nicht im Entferntesten genügen. Daneben hat er seine (wie er meint) Begabung für das Schreiben entdeckt, was jedoch ebenfalls (noch) nicht entsprechend anerkannt wurde. Eine Partnerschaft gab oder gibt es nicht (aufgrund schlechter Erfahrungen?) und so ist kaum verwunderlich, dass er mit seiner Umwelt hadert.
Herr Unbekannt, Sie sind bestimmt nicht meine persönliche Antipathiefigur, ganz im Gegenteil. Sie tun mir leid, dass Sie offenbar mit so wenig Gutem im Leben beschenkt wurden, sodass Sie so ein Buch schreiben mussten. Ich wünsche Ihnen wirklich aufrichtig (ohne jede Ironie), dass es Ihnen irgendwann in Ihrem Dasein noch gelingen möge, einen liebevolleren Blick auf die Menschheit zu werfen - mit all ihren Vor- und Nachteilen.
Und nun weiter zum letzten Teil.

StMoonlight

vor 3 Jahren

6. Leseabschnitt: Kapitel 37 – 40, Seite 193 – 225 „Frauen lieben, was Männer hassen – und umgekehrt“ – „Verdummung in Würde“
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Natürlich darf auch bei der ganzen Lebenszyklusbeschreibung des Menschen auch dessen Tod nicht fehlen. Sehr anschaulich ist hier beschrieben, dass manch einer seinen verstorbenen gar nicht mehr wieder erkennt. Ich denke aber nicht, dass dies (nur) an der „gegangenen Seele“ liegt, sondern vor allen Dingen an der Arbeit der Bestatter. Immerhin haben zu Lebzeiten die wenigstens Wattepads in ihren Wangen und so mancher Mann wohl auch kein Make Up. In einem anderen Kapitel heißt es weiter, dass Männer das hassen was Frauen lieben. Zumindest mag es oft so erscheinen. Ich denke jedoch eher, dass es viel mehr an mangelnder Kommunikation zwischen den Geschlechtern liegt.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

6. Leseabschnitt: Kapitel 37 – 40, Seite 193 – 225 „Frauen lieben, was Männer hassen – und umgekehrt“ – „Verdummung in Würde“

StMoonlight schreibt:
[...] In einem anderen Kapitel heißt es weiter, dass Männer das hassen was Frauen lieben. Zumindest mag es oft so erscheinen. Ich denke jedoch eher, dass es viel mehr an mangelnder Kommunikation zwischen den Geschlechtern liegt.

Oh ja an mangelnder bzw. an falscher Kommunikation liegt das mit Sicherheit. Erst kürzlich haben wir uns mit diesem Problem in der Schule anhand des Vier-Seiten-Modells von Friedemann Schulz von Thun beschäftigt, woran man sehr gut erkennen kann, wie schnell eine Nachricht oder Botschaft falsch aufgenommen und interpretiert werden kann. Hierzu ein kleines Beispiel: Mann und Frau sitzen am Esstisch. Der Mann fragt sie, was denn das Grüne in der Suppe sei. Darauf erwidert die Frau gereizt, er solle doch gleich sagen, dass sie eine schlechte Köchin sei. Wenn man das von den verschiedenen Ebenen des Modells betrachtet, sagt der Mann folgendes:

Sachebene: Da ist was Grünes in der Suppe.
Selbstoffenbarung: Ich weiß nicht, was es ist.
Beziehung: Du wirst es wissen.
Appell: Sag mir, was es ist!

Bei der Frau kommt es jedoch missverständlich an:

Sachebene: Da ist was Grünes in der Suppe.
Selbstoffenbarung: Mir schmeckt das nicht.
Beziehung: Du bist eine miese Köchin!
Appell: Lass nächstes Mal das Grüne weg!

Daran sieht man wieder einmal, dass die Sprache, die eigentlich der leichteren Verständigung dienen sollte, oftmals zu Irritationen führt.

thenight

vor 3 Jahren

6. Leseabschnitt: Kapitel 37 – 40, Seite 193 – 225 „Frauen lieben, was Männer hassen – und umgekehrt“ – „Verdummung in Würde“

Ein LovelyBooks-Nutzer schreibt:
Oh ja an mangelnder bzw. an falscher Kommunikation liegt das mit Sicherheit. Erst kürzlich haben wir uns mit diesem Problem in der Schule anhand des Vier-Seiten-Modells von Friedemann Schulz von Thun beschäftigt, woran man sehr gut erkennen kann, wie schnell eine Nachricht oder Botschaft falsch aufgenommen und interpretiert werden kann. Hierzu ein kleines Beispiel: Mann und Frau sitzen am Esstisch. Der Mann fragt sie, was denn das Grüne in der Suppe sei. Darauf erwidert die Frau gereizt, er solle doch gleich sagen, dass sie eine schlechte Köchin sei. Wenn man das von den verschiedenen Ebenen des Modells betrachtet, sagt der Mann folgendes: Sachebene: Da ist was Grünes in der Suppe. Selbstoffenbarung: Ich weiß nicht, was es ist. Beziehung: Du wirst es wissen. Appell: Sag mir, was es ist! Bei der Frau kommt es jedoch missverständlich an: Sachebene: Da ist was Grünes in der Suppe. Selbstoffenbarung: Mir schmeckt das nicht. Beziehung: Du bist eine miese Köchin! Appell: Lass nächstes Mal das Grüne weg! Daran sieht man wieder einmal, dass die Sprache, die eigentlich der leichteren Verständigung dienen sollte, oftmals zu Irritationen führt.

Ernsthaft? wenn mein Mann zu mir sagt
Da ist was grünes in der Suppe
sag ich
Ja das weiß ich, das habe ich da reingetan
wenn er fragt
was ist das grüne in der Suppe?
sag ich
Petersilie

was daran missverständlich sein soll, wird mir nie klar werden
Ich werde aber auch nie verstehen warum man nicht einfach sagen kann was man denn nun will und das gilt für Mann und Frau

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

6. Leseabschnitt: Kapitel 37 – 40, Seite 193 – 225 „Frauen lieben, was Männer hassen – und umgekehrt“ – „Verdummung in Würde“
@thenight

Also ich habe sowas schon mehrmals mitbekommen. Sei es bei meinen Eltern am Esstisch oder im Straßenverkehr vor einer grün werdenden Ampel. Diese Situationen finde ich jedes Mal wieder zum Schreien komisch, auch wenn die Beteiligten das mit Sicherheit nicht so sehen.

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Leuchtturmwaerterin

vor 3 Jahren

6. Leseabschnitt: Kapitel 37 – 40, Seite 193 – 225 „Frauen lieben, was Männer hassen – und umgekehrt“ – „Verdummung in Würde“
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Wie unterschiedlich doch Männer und Frauen sind. Unglaublich! Da fragt man sich doch manchmal ernsthaft, ob es auf die Dauer überhaupt Sinn macht eine Beziehung zu führen. Aber ich denke in der gleichgeschlechtlichen Liebe läuft das ganz genauso ab. Das hat sicher weniger etwas mit Mann oder Frau zu tun, eher mit dem Part in einer Beziehung, den man einnimmt (ob gewollt oder erzwungen).
Ja, und dann das Leben jedes einzelnen. Im Endeffekt beginnt der Sterbeprozess bereits direkt nach der Geburt. Das Entwickeln ist ein Reifen und irgendwann beginnt man zu gammeln, wenn man überreif ist. =)
Ich glaube nicht, dass Menschen, die unter Demenz leiden, verdummen. Ich finde die Wortwahl nicht ganz gelungen und würde eher davon sprechen, dass sie einfach den Feind: das Vergessen, nicht mehr besiegen können und somit der Gedankenprozess rückwärts läuft. Wissen, wie bei einem Baby. Und ich würde nicht sagen, dass Babys dumm sind, nur weil sie weniger wissen, als ein erwachsener Mensch.

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