Dieses Buch ist ein aufschlussreiches und nicht nur spannendes Leseerlebnis gewesen. Denn es zeigt für Norwegen, was sicher auch für andere Länder gilt: Im Widerstand gegen den Faschismus gewesen zu sein, heißt nicht, nur Gutes getan zu haben. Und die, die ihre Nachkriegskarriere auf ihrem Ruhm als Widerstandskämpfer aufgebaut haben, müssen nicht wirklich die Helden gewesen sein, für die sie sich ausgeben. Sprachlich Schwächen und inhaltliche Konstruktionsmängel halten mich aber davon ab, weitere Bände aus der Tommy-Bergmann-Reihe zu lesen.
Gard Sveen

Lebenslauf
Alle Bücher von Gard Sveen
Teufelskälte (Ein Fall für Tommy Bergmann 2)
Der letzte Pilger (Ein Fall für Tommy Bergmann 1)
Der einsame Bote (Ein Fall für Tommy Bergmann 3)
Die stille Tochter (Ein Fall für Tommy Bergmann 4)
Der schwarze Sommer (Ein Fall für Tommy Bergmann 5)
Der schwarze Sommer: Kriminalroman (Ein Fall für Tommy Bergmann 5)
Teufelskälte (Ein Fall für Tommy Bergmann 2)
Die stille Tochter (Ein Fall für Tommy Bergmann 4)
Neue Rezensionen zu Gard Sveen
Fazit
Kommissar Tommy Bergmann steht am Abgrund. Von der 13-jährigen Amanda gibt es bis heute keine Spur, trotz einer Monatelangen suche. Das Mädchen wurde nun für tot erklärt, der Mörder angeblich beerdigt und der Fall offiziell abgeschlossen. Bergmann muss sich entscheiden - gibt er seine Ermittlungen nicht auf, wird er suspendiert. Aber er kann nicht anders, er muss an diesem hoffnungslosen Fall weiterarbeiten. Dafür wird er von seinen Kollegen isoliert. Fast will er aufgeben, da stößt er auf die Spuren einer Sekte. Ihr Anführer sieht sich als weiser Hirte, der das einfache Leben liebt und glaubt, dass ein Mörder erlöst werden kann, wenn ein junges Mädchen geopfert wird. Wie Amanda. Oder wie die Tochter von Susanne Bech, Bergmanns Kollegin.
Fazit
Ich konnte leider so gar keinen Bezug zu den Charakteren aufbauen, in die Handlung kam ich auch nicht wirklich rein. Für mich ist dieses Buch nichts.
Ein brutaler Mord in Oslo bringt einen Ermittler an Grenzen, die er nicht unbedingt erkunden wollte. Dieser Fall führt ihn in die Vergangenheit, in die Zeit des 2. Weltkrieges mit seinen Gräueln durch die Naziherrschaft. Beide Zeitebenen werden deutlich separiert und sind so gut zu verfolgen. Die Problematik der Kriegszeit finde ich gut eingefangen. Durch die Entwicklung der anspruchsvollen Story werden zwei Ebenen gekonnt miteinander verwoben.
Der Schreibstil lässt den Leser mit fiebern und bietet Raum für eigene Spekulationen. Dieser fesselnd erzählte Krimi ist logisch aufgebaut und in sich schlüssig, man behält immer den Überblick. Der Autor verknüpft viele unterschiedliche Aspekte, die gut miteinander harmonieren; die Themenvielfalt hat mich begeistert. Ein privater Strang mit interessanter Problematik ist bestens integriert.
Dieses Buch mit seinem ungewöhnlichen Plot hat mir gut gefallen, gerne empfehle ich es Lesern von Krimis und/oder Thrillern.
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