Gareth P. Jones Constable & Toop

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Inhaltsangabe zu „Constable & Toop“ von Gareth P. Jones

London, Ende des 19. Jahrhunderts: Sam Toop, Sohn des Bestattungsunternehmers Mr Toop, kann Geister sehen. Jedoch sehr zu seinem Leidwesen, denn häufig nerven ihn die Geister der frisch Verstorbenen damit, dass er ihren Liebsten Botschaften aus dem Jenseits überbringen soll. Richtig dramatisch wird es für Sam aber erst, als er Lapsewood begegnet, einem phlegmatisch-ergrauten Geist, der von der Geisterbehörde mit einem mysteriösen Fall beauftrag wurde: Er soll herausfinden, warum aus Londons Häusern die Hausgeister verschwinden. Und ist die Schwarze Fäule, die sich daraufhin in den Häusern ausbreitet, noch irgendwie aufzuhalten? Die beiden kommen einer Riesenverschwörung auf die Spur.

Ein spannendes Abenteuerbuch mit einem gewissen Gruselfaktor für geübte Leser ab 12-13 Jahren.

— Buchraettin
Buchraettin

Spannend, unterhaltsam - absolut beGEISTERnd!

— disadeli
disadeli

Alle grossen *Geist-Genie" von Oscar Wilde, Emily Bronté, Charles Dickens usw..sind hier enthalten, toll. Vom Geist empfohlen:) Love!

— BuecherFeenkiste
BuecherFeenkiste

It's as much fun to scare as to be scared. - scheint zumindest das Thema des Buches zu sein. Leicht geschrieben, humorvolle Gruselstory

— AndreaKristina
AndreaKristina

Gruselig, spannend, einzigartig gestaltete und gut durchdachte Charaktere und vor allem eine tolle Geschichte!

— Melancholia
Melancholia

Spannend, humorvoll und ein bisschen gruselig: eine tolle Gespenster-Geschichte!

— BookHook
BookHook

Ein spannender, vielleicht etwas zu blutiger Geisterkrimi, der sich flott lesen lässt.

— Grandville
Grandville

Witzig, spannend und gruselig. Aber bitte die Altersempfehlung beachten!

— Igelmanu66
Igelmanu66

Geisterhaftes Jugendbuch, wenn auch teilweise ganz schön gruselig...

— esposa1969
esposa1969

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    Constable & Toop
    disadeli

    disadeli

    Mord, Blut, Geister, Exorzismen - 'Constable & Toop' ist spannend, unterhaltsam und nichts für Zartbesaitete. Man wechselt zwischen Geister- und realer Welt, begleitet gut ausgearbeitete und sehr individuelle Charaktere und fiebert dabei tüchtig mit. Der britische Humor kommt nicht zu kurz und man fühlt sich tatsächlich nach London zum Ende des 19. Jahrhunderts versetzt. Sowohl die Handlungsstränge als auch die Charaktere führt der Autor gekonnt zusammen. Sehr gelungen und somit nicht nur von Geistern sondern auch von mir klar empfohlen!

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    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    28. October 2014 um 08:56
  • "Ich kann tote Menschen sehen" - in viktorianisch!

    Constable & Toop
    Traeumeline

    Traeumeline

    13. October 2014 um 15:12

    London, Ende des 19. Jahrhunderts. Sam Toop lebt und arbeitet mit seinem Vater beim Bestattungsunternehmen "Constable & Toop". Sam kann mit den Geistern sprechen, die da unter anderem beerdigt werden. Für ihn ist es eine Last, da es immer Gefälligkeiten sind, die er da als letzten Wunsch für sie erfüllen muss. Dann ist da noch Mr. Lapsewood. Bürogeist von Beruf im großen Geisteramt, bei dem es für jeden noch so kleinen Vorgang einen Antrag gibt. Ohne Antrag läuft nichts. Es kommt zur mysteriösen Vorkommnissen in London. Eigentlich geht man davon aus, dass es in Häusern spukt. Doch die Geister, die dort hausen, verschwinden plötzlich. Eine dunkle, böse Macht verbreitet sich, die jeder - tot und lebendig - spürt. Sam Toop sowie auch Lapsewood machen sich auf die Suche nach der Ursache - so wie auch Lapsewood und einige andere Charaktere, die irgendwie alle miteinander verknüpft sind. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. Das viktorianische London wurde sehr atmosphärisch beschrieben - besonders gut gefallen hat mir die Beschreibung der Häuser! Aber auch die Ausarbeitung des Geisteramtes ist gelungen - im Totenreich werden die Beamten-Klischees also auch noch erfüllt, so so. :-) Eine interessante Darstellung, wie Sam Botengänge für die Toten erledigt und sie dann ein "Klopfen" hören, wenn sie so weit sind, auf die andere Seite zu gelangen. Auch die dunkle Macht, die sich dort breit macht, klingt plausibel. Als ob es dies alles wirklich gegeben hat. Hat es vielleicht auch? Ein toller Schauerroman für Leser ab 12 Jahre - ich habe mich wunderbar gegruselt und mich in meinem viktorianischen London, wie ich es mir vorstelle, sehr wohl gefühlt. Klare Empfehlung!

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  • Leserunde zu "Constable & Toop" von Gareth P. Jones

    Constable & Toop
    ueberreuter_Verlag

    ueberreuter_Verlag

    Grusel mit Tiefgang und Humor – Erlebt in Constable & Toop den Gänsehaut-Flair Londons im 19. Jahrhundert! Von Geistern empfohlen: „Eine außergewöhnlich originelle Geschichte, die treffsicher das Leben der Toten schildert und fesselnd dem Tod der Lebenden beschreibt.“ (Der Geist von Oscar Wilde)  „Ich wünschte, ich hätte diese Geschichte geschrieben.“ (Der Geist von Charles Dickens) London, Ende des 19. Jahrhunderts: Sam Toop, Sohn des Bestattungsunternehmers Mr Toop, kann Geister sehen. Jedoch sehr zu seinem Leidwesen, denn häufig nerven ihn die Geister der frisch Verstorbenen damit, dass er ihren Liebsten Botschaften aus dem Jenseits überbringen soll. Richtig dramatisch wird es für Sam aber erst, als er Lapsewood begegnet, einem phlegmatisch-ergrauten Geist, der von der Geisterbehörde mit einem mysteriösen Fall beauftrag wurde: Er soll herausfinden, warum aus Londons Häusern die Hausgeister verschwinden. Und ist die Schwarze Fäule, die sich daraufhin in den Häusern ausbreitet, noch irgendwie aufzuhalten? Die beiden kommen einer Riesenverschwörung auf die Spur ... Vorsicht, wenn sich die kalte Hand um dein Herz legt! Lest exklusiv Gareth P. Jones‘ Buch, auf das alle Geister neidisch sind - Constable & Toop ist soeben erschienen. Wenn ihr an der Verlosung von 15 Exemplaren teilnehmen wollt, verratet uns doch bis zum 24. August: Welchem verstorbenem Schriftsteller würdet ihr gerne begegnen? Dem Geist von Erich Kästner? Goethe? Oder doch eher Astrid Lindgren? Freut euch auf skurrile Charaktere und ein atmosphärisches Setting im alten London. An der Adaption für das britische Fernsehen wird bereits gearbeitet! Wenn ihr schon jetzt einen ersten Eindruck vom atmosphärischen London erhalten wollt, ladet euch hier die Leseprobe herunter. Und hiergibt es etwas auf die Ohren: Den „Constable & Toop“- Song, gesungen vom Autor Gareth P. Jones.

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  • It's as much fun to scare as to be scared.

    Constable & Toop
    AndreaKristina

    AndreaKristina

    29. September 2014 um 20:12

    Sam's Vater gehört zur Hälfte ein Bestattungsunternehmen im London des 19. Jahrhunderts. Doch es scheint nicht genug zu sein, dass Sam ständig von leblosen Körpern umgeben ist, er hat dazu auch die Gabe Geister zu sehen und mit ihnen sprechen zu können. Geister sehen ihn als eine Art Verbindung zur lebenden Welt und bitten ihn daher, ihnen in einigen Angelegenheiten zu helfen.  Als Sam dann aber auf Lapsewood und Tanner trifft, stellt sich sein Leben plötzlich auf den Kopf und er steht vor einer grossen, bislang unbekannten Aufgabe.  Als ich die Leserunde sah, wollte ich das Buch um jeden Preis lesen. Das Cover hat mich bereits angesprochen und machte mir das Buch natürlich umso schmackhafter. Dazu muss man aber noch sagen - das Buch ist wohl eher für ein jüngeres Publikum geschrieben, daher ist das Cover auch sehr  kindlich gestaltet. Ich persönlich finde es aber genau deshalb so faszinierend - es weckt in mir eine Seite, die bisher durch den grauen Arbeitsalltag verborgen blieb :-) (jeder kennt doch Gruselgeschichten von früher.. wuuhuu) Das Buch  ist relativ einfach geschrieben, trotzdem aber interessant gehalten. Es war zwar nicht eines diese Bücher, welches ich fast nicht aus der Hand legen konnte, aber einige Kapitel musste ich schon lesen.  Wer es anspruchsvoll mag und gerne viel Spannung und knifflige Aufgaben hat, ist hier wohl nicht ganz richtig. Dieses Buch regt eher dazu an, in seiner Vergangenheit zu schwelgen und sich daran zu erinnern, wie  gut einfache Gruselgeschichten sein können. 

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  • Ein humorvolles aber auch gruseliges Geister-Buch...

    Constable & Toop
    Melancholia

    Melancholia

    26. September 2014 um 08:05

    In London, Ende des 19. Jahrhunderts, lebt Sam als Kind von Mr. Toop, dem Partner vom Bestattungsunternehmen "Constable & Toop". Er besitzt die Gabe Geister zu sehen und hilft ihnen, ungeklärte Angelegenheiten zu erledigen. Eines Tages begegnet er zwei Geistern, Tanner & Lapsewood, die dabei sind, London vor einem schrecklichen Ende zu bewahren. Denn seit einiger Zeit macht sich in Londons Gebäuden die schreckliche schwarze Fäule breit. Was und wer steckt dahinter?... Das Cover dieses Buches hat es mir sehr angetan. Die Zeichnung zeigt einige Charaktere, die man im Laufe des Buches zuordnen kann und eine tragende Rolle spielen. Ich bin vor allem sehr begeistert von den vielen Details! Der Schreibstil ist locker und gut zu lesen, was gut ist, denn ansonsten wäre dieses Buch an einigen Stellen, an denen es härter zur Sache geht wirklich überhaupt nichts für Kinder ab 12. Ich konnte mich durch die guten und detaillierten Beschreibungen von Personen/Handlungen und Orten sehr gut in die Geschichte hineinfinden und wurde vor allem von den abwechselnden Perspektiven gefesselt. Man findet nämlich nicht nur Perspektiven aus dem Diesseits, sondern darf die Geschichte aus den Augen einiger Geister beobachten. Generell war die Geschichte sehr ausgereift und oftmals auch humorvoll, was ebenso zur Lockerung beigetragen hat. z.B. haben mir die Beschreibungen der Geisterwelt sehr gefallen. Der Gedanke, dass auch dort alles bürokratisch zugeht, hat mich oftmals sehr zum Schmunzeln gebracht! Die Charaktere sind wirklich sehr liebevoll gestaltet und gut durchdacht, so, dass ich mir gar nicht sicher bin, welcher mein Lieblingscharakter war. Jeder hatte seine Eigenarten und eine andere Sicht der Dinge. Zusamenfassend lässt sich sagen, dass dieses Geisterbuch wirklich sehr gelungen ist und nicht nur empfehlenswert für jüngere! Ich selbst habe es sehr genossen, habe oft geschmunzelt, mich oft gegruselt und auch ab und zu traurig. Das Buch fasst nämlich einige Emotionen auf und ist perfekt durchdacht, nämlich so, dass das schwere Thema nicht zu Balast wird.

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  • Rezension zu "Constable & Toop" von Gareth P. Jones

    Constable & Toop
    dorli

    dorli

    23. September 2014 um 11:02

    London, spätes 19. Jahrhundert. Immer mehr Hausgeister verschwinden auf unerklärliche Weise aus ihren Häusern. Während Bürogeist Lapsewood sich auf die Suche nach der Ursache macht, hat Sam Toop ganz andere Probleme. Nicht nur, dass Geister ihn ständig für Botengänge engagieren, plötzlich taucht auch sein von der Polizei gesuchter Onkel Jack auf… Angelockt von dem wundervoll gestalteten Cover und den Empfehlungen namhafter Geister (Mary Shelly, Edgar Allan Poe, Sir Arthur Conan Doyle u.a. :-)) war ich sehr neugierig auf „Constable & Toop“ - und wurde durchweg prima unterhalten. Gareth P. Jones wartet hier mit einer fesselnden Geschichte und einer Reihe ganz außergewöhnlicher Figuren auf. Da ist zunächst einmal der 13-jährige Sam Toop. Sam arbeitet bei seinem Vater in einem Bestattungsunternehmen. Er ist ein „Sprechender“, das heißt, er kann Geister sehen und hören. Diese Gabe ist für Sam eine große Last, denn es gibt viele Geister, die ihn mit Botschaften zu ihren Hinterbliebenen schicken möchten. Sam war mir schnell sympathisch und hat mir dabei auch mächtig Leid getan, denn die Geister, die ihn um Hilfe bitten, waren meist sehr aufdringlich und nervig. Auch die 15-jährige Clara habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Clara hat ihren eigenen Kopf, ist neugierig und wissensdurstig. Sie möchte Artikel für die Zeitung schreiben, daher beobachtet sie ihre Umgebung sehr genau. Clara kann die Geister in ihrem Haus spüren. Tanner ist ein ehemaliger Gassenjunge, der jetzt als Schurkengeist (das ist ein Geist ohne Papiere bzw. Lizenz) durch London streift und dabei eine Menge Spaß hat. Tanner ist pfiffig und gewieft – mein absoluter Liebling in diesem Buch. Und dann ist da noch Bürogeist Lapsewood. Ein einfacher, überaus korrekter Angestellter im Geisteramt. Lapsewood wird gegen seinen Willen in eine neue Abteilung versetzt und mit einer für ihn sehr unangenehmen Aufgabe betraut. Lapsewood muss zwar ein paar Rückschläge einstecken, wächst aber im Laufe der Geschichte über sich hinaus und hat mich mit seiner liebenswerten, höflichen Art begeistert. Natürlich gibt es auch allerlei finstere Gestalten und ein paar Bösewichte in dieser Geschichte. So treibt zum Beispiel Sams Onkel Jack, ein Dieb und Mörder, sein Unwesen in der Stadt und mit Pastor Fallowfield tingelt ein erbarmungsloser Mann, der Geister exorziert, durch Londons Häuser. Gareth P. Jones erzählt die Geschichte sehr spannend, die Figuren sind ausdrucksstark gezeichnet und glänzen alle durch ihre besonderen Eigenarten. Der Autor lässt seine Helden in unterschiedlichen Handlungssträngen auftreten und konfrontiert jeden auf eine andere Weise mit den merkwürdigen Geschehnissen in London. Jeder der vier erlebt seine eigene Geschichte, wobei manche von ihnen sich in der einen oder anderen Szene begegnen. Erst zum großen Showdown betreten dann alle gleichzeitig die Bühne. Besonders die düstere Atmosphäre Londons im viktorianischen Zeitalter wird toll vermittelt. In den dunklen Ecken und verwinkelten Gassen geht es schaurig zu. Manchmal auch recht brutal. Eine Brutalität, die in einigen Szenen deutlich beschrieben wird, so dass ich es für unbedingt ratsam halte, dass empfohlene Lesealter nicht zu unterschreiten. Mir hat dieser Ausflug in die Geisterwelt sehr gut gefallen. Eine fesselnde Geschichte, die auch erwachsene Leser zu begeistern vermag.

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  • Lizenz zum Spuken

    Constable & Toop
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    „Das ist eine Kopie der Londoner Anwohner-Liste. In der rechten Spalte ist jedes Geisterhaus in London aufgelistet. In der linken steht der Bewohner und das Datum seiner Geistgeburt. Doris hat die andere Kopie. Sie müssen nach London und sie finden. … Antworten Sie nicht. Mrs. Pringle wird Sie mit allen Lizenzen und Erlaubnisscheinen ausstatten, die Sie brauchen. Viel Glück, Lackwood.“ London im Jahre 1884. Lapsewood hat sich an sein Dasein gewöhnt. Seit seinem Tod und seiner Geistgeburt geht er jeden Morgen ins Amt, um in der Abfertigungsabteilung neue Todesfälle zu bearbeiten. Der neue Auftrag, den er jetzt bekommen hat, wird ihn zurück in die Welt der Lebenden führen – für Lapsewood eine enorm stressige Angelegenheit. Was er dann aber entdeckt, lässt aus dem Stress ganz schnell einen Alptraum werden: Eine Gefahr, die die gesamte Geisterwelt bedrohen kann! Immer mehr Geister verschwinden spurlos und Geisterhäuser werden von einer unheimlichen Seuche befallen, die „Schwarze Fäule“ genannt wird. Eigenartigerweise scheint das Amt keinerlei Interesse zu haben, gegen diese Bedrohung anzugehen. Zum Glück findet Lapsewood noch Verbündete in seinem aussichtslos erscheinenden Kampf: Einen Geisterjungen namens Thanner und den 13jährigen Sam, der der Sohn eines Leichenbestatters ist und als „Sprechender“ die seltene Gabe besitzt, nicht nur als Lebender Geister sehen, sondern auch mit ihnen sprechen zu können… In diesem Jugendbuch wird eine komplette neue Welt geschaffen, eine Welt von Geistgestalten, die überall um uns Lebende herum existiert. Diese Welt wird so detailliert beschrieben, dass ich gleich an Harry Potter erinnert wurde – nur, dass es sich hier nicht um Zauberer, sondern um Geister handelt. In diese Welt einzutauchen, machte mir großen Spaß. Ich las, wieso man nach seinem Tod zum Geist wird und was es mit der unsichtbaren Tür auf sich hat. Ich erfuhr, was Geister so mit ihrer Ewigkeit anfangen und wie überaus bürokratisch so ein Geisterdasein verwaltet wird. Ich lernte schüchterne Geister kennen und angeberische, faule und ehrgeizige, nette und bösartige. Wer denkt, dass so ein Geist einfach drauflos spuken kann, der irrt sich gewaltig… „Ich habe eine Lizenz für seltene Sichtbarkeit, bis zu sechzig Prozent auf der Undurchsichtigkeits-Skala, entsprechend dem Regelwerk über das Spuken an öffentlichen Orten.“ „Was heißt’n das?“, fragte Tanner. „Es heißt, er taugt fürs Touristengeschäft“, antwortete Lapsewood. Wie man an diesem Zitat schon merken kann, steckt auch eine Menge Ironie in der Geschichte. Das macht Spaß und ist allein schon sehr unterhaltsam – aber dieses Buch kann noch mehr: Es wird sehr spannend und stellenweise richtig, richtig schaurig. Ich würde daher empfehlen, die Altersempfehlung, die wohl bei 12 Jahren liegt, nicht zu unterschreiten. Das Cover ist meines Erachtens nach irreführend, denn es spricht sicher auch jüngere Kinder an. Meine 16jährige Tochter, die sich schon durch diverse Bücher von Stephen King gelesen hat, las dieses Buch auch und sie bestätigte mein Gefühl. Sie empfand vor allem das hier eingearbeitete Thema Exorzismus als unpassend für jüngere Kinder. Eine weitere besondere Welt, die hier erschlossen wird, ist die von Sam, dem schon erwähnten 13jährigen Sohn eines Leichenbestatters. Als „Sprechender“ steht er in ständigem Kontakt mit Geistern und übernimmt (da er sehr gutmütig ist) häufig Botenfunktion für diese. Trauernden Angehörigen noch Nachrichten zu übermitteln oder noch nicht geregelte Erbschaftsangelegenheiten zu ordnen kann aber ganz schön nervenaufreibend sein, weswegen Sam seine Gabe nicht selten als Belastung empfindet… Ein Klopfen war zu hören, ungleich jedem weltlichen Geräusch. Und doch war es eins, das Sam viele Male zuvor gehört hatte. Es war das Geräusch, das Geister vernahmen, bevor sie durch die Unsichtbare Tür traten. „Das ist für mich, nicht wahr?“, sagte Viola. Sam nickte. „Ich habe Angst.“ „Ja“, sagte Sam. Er hatte keine beruhigenden Worte für Viola Trump. Sie würde gleich durch eine Tür treten, die zu irgendetwas führte, was außerhalb von Sams Vorstellungskraft lag. Er erwartete keinen Dank und er erhielt auch keinen. Die Toten waren selten dankbar für seine Hilfe. Sam ist ein wirklich sympathischer Junge und man fühlt richtig mit ihm mit. Noch weitere liebenswerte Charakter tauchen auf und die Geschichte ist – trotz der vielen Toten ;-) – sehr lebendig geschrieben. Die Kapitel sind kurz und die insgesamt 350 Seiten sollten auch von 12jährigen bewältigt werden können, die sich noch nicht an etwas dickere Bücher gewagt haben. Allerdings weiß ich nicht, ob sie schon die Ironie der Geisterverwaltung wahrnehmen werden. Und bei besonders sensiblen 12jährigen würde ich überlegen, vielleicht noch zwei Jahre mit der Lektüre zu warten oder sie zumindest dabei zu begleiten. Als erwachsener Leser habe ich mich mit dem Buch an keiner Stelle gelangweilt, es war witzig, spannend und gruselig. Mich hat persönlich nur gestört, dass einige sehr nette Charaktere (oder Daseinsformen ;-) ein sehr unschönes Ende genommen haben. Natürlich weiß ich, dass nicht immer nur die Guten siegen, aber speziell bei diesem Buch hätte mich ein wenig mehr Happy End gefreut. Es ist ja nun auch wirklich kein Buch, das irgendeine Botschaft vermitteln oder sehr realistisch daherkommen will. Wobei – wer weiß das schon…? Fazit: „Von Geistern empfohlen“ steht auf dem Cover, ich schließe mich da gerne an und zitiere den Geist von Edgar Allan Poe, der nach der Lektüre schrieb: „Constable & Toop ist ein Buch voller Leben und vollgepackt mit Tod. Alles in allem eine großartige makabre und amüsante Erzählung.“ Aber bitte nicht für jüngere Kinder!

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    • 12
  • Das etwas andere Bestattungsunternehmen

    Constable & Toop
    ChrischiD

    ChrischiD

    16. September 2014 um 22:37

    Constable & Toop ist kein gewöhnliches Bestattungsunternehmen. Sam Toop, Sohn des Bestatters, kann Geister sehen. Und so kommt es, dass diese ihn für ihre Dienste einspannen. Plötzlich aber sieht er sich mit einer Aufgabe konfrontiert, die alles bisher Dagewesene übersteigt. In London verschwindet ein Hausgeist nach dem anderen und die Schwarze Fäule breitet sich immer weiter aus. Gibt es zwischen den Ereignissen einen Zusammenhang und wie kann man diesen Vorgang aufhalten? Doch nicht nur Sam beschäftigt sich mit dem Thema, dabei verfolgt jeder sein ganz eigenes Ziel... Geistererscheinungen und unerledigte Aufgaben auf Erden, weshalb die Toten nicht in Frieden ruhen können: An sich kein neues Thema, doch wie so häufig kommt es auf die Umsetzung an. Hier fängt es schon damit an, dass es sich eigentlich um ein eher ungewöhnliches Thema für ein Kinder- bzw. Jugendbuch handelt. Überhaupt ist die Umsetzung gut gelungen, ohne allzu viele Klischees zu bedienen, durch die man schon im Vorhinein gewusst hätte womit man es zu tun hat. Entsprechend ist durchgängig Spannung vorhanden, häufig auf hohem Niveau. Es gibt ein, zwei kurze Passagen, die leicht einzuknicken drohen, wodurch die Spannungskurve minimal absinkt, im Großen und Ganzen ist aber eine gewisse Kontinuität ersichtlich. Die Beschreibungen und Darstellungen sind dermaßen detailliert, dass man die Szenerie direkt vor sich sehen kann, obwohl man sich am Ende des 19. Jahrhunderts in London befindet, was wohl kein Leser persönlich miterlebt hat. Es ist aber mehr als vorstellbar, dass solche oder ähnliche Ereignisse stattgefunden haben, zumindest wird das Geschehen in einer solch authentischen Weise herübergebracht. Einziger Kritikpunkt ist, dass es möglicherweise an einigen Stellen zu brutal für das angegebene Alter ab 12 Jahren sein könnte. Sicherlich muss man das immer individuell betrachten, da jedoch manche Sequenzen sehr ins Detail gehen, teilweise sogar mehr als so manch ein Krimi für Erwachsene, ist hier ein wenig Vorsicht geboten. Vielleicht als Eltern(teil) selber kurz anlesen, um ein Empfinden dafür zu bekommen, ob das Kind die Passagen „verdauen“ kann.

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  • Spannend, humorvoll und ein bisschen gruselig: eine tolle Gespenster-Geschichte!

    Constable & Toop
    BookHook

    BookHook

    16. September 2014 um 08:27

    Zum Inhalt: Sam Toop, der im Bestattungsunternehmen seines Vaters arbeitet, hat eine ganz besondere Gabe: Er kann Geister sehen und mit ihnen sprechen, was manchmal ganz schön nervig sein kann. Doch als sich die mysteriöse „schwarze Fäule“ im viktorianischen London immer weiter ausbreitet und die Geisterwelt in Aufruhr versetzt, hilft ihm seine Gabe, den Dingen auf den Grund zu gehen… Meine Meinung: Die vielleicht größte Stärke von „Constable & Toop“ sind für mich die tollen Charaktere, die Gareth P. Jones ins literarische Leben gerufen hat, sowohl auf Seiten der Lebenden als auch bei den Geistern. Sam und Clara sind zwei tolle Protagonisten, die sowohl Jungs als auch Mädchen eine passende Identifikationsfigur bieten, und die man von Beginn an einfach nur mögen kann! Noch besser haben mir persönlich aber die beiden Geister-Protagonisten Lapsewood und Tanner gefallen: Sie sind beide auf ihre eigene Art total schräg aber absolut liebenswert. Aber auch die Schurken hat Gareth P. Jones sehr plastisch und individuell erschaffen. Die Story hat mich nicht nur von Anfang an gefesselt, sondern auch durchweg überzeugt. Es gab keine Ungereimtheiten und auch keine wesentlichen offenen Fragen am Ende. Ich habe sehr schnell in die Geschichte hineingefunden und auch die Spannung konnte Gareth P. Jones schnell aufbauen und dann über das ganze Buch hinweg aufrechterhalten. Im letzten Viertel des Buches haben sich die Ereignisse dann schon fast überschlagen, so dass hier aufmerksames Lesen gefragt war. Hier hätten dem Buch vielleicht 30 – 50 Seiten mehr gut getan, um das Tempo ein wenig zu drosseln. Ein zweiter kleiner Kritikpunkt ist die teilweise etwas zu direkte Schilderung von Mord und Gewalt, da es sich ja immerhin um ein Kinderbuch mit einer Leseempfehlung ab 12 Jahren handelt. Auch hier wäre etwas weniger mehr gewesen!  FAZIT: „Constable & Toop“ bietet eine spannend und überzeugende Story sowie klasse Charaktere, sowohl bei den Menschen als auch bei den Geistern. Eine absolut tolle Mischung aus Gespenster- und Kriminalgeschichte für jugendliche Leser.

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  • Sam und die Geister von London

    Constable & Toop
    Grandville

    Grandville

    13. September 2014 um 22:47

    London, Ende des 19. Jahrhunderts. Sam und sein Vater sind Bestatter, dass alleine macht das Leben nicht gerade einfacher. Doch Sam hat dazu noch zwei Probleme: er kann Geister sehen und mit ihnen Reden. Und sein Onkel Jack taucht auf - ein Dieb, der gerade einen Polizisten umgebracht hat. Das alles führt zu ungeahnten Verwicklungen und vor allem wird es sehr gefährlich. Nicht nur Sam, sondern auch für die Geister. Zusammen ermitteln sie sozusagen auf allen Ebenen. Dies war mein erstes Buch von Gareth P. Jones.  Bisher ist von ihm auf Deutsch nur seine "Power Ninjas"- Reihe erschienen, was bedauerlich ist. Ich habe es nicht so mit Erdmännchen und Ninjas, aber ich würde gerne weitere Bücher von Jones lesen. Mir hat die Geschichte um Sam und die Londoner Gespenster sehr gut gefallen. Jones sprüht vor Ideen und macht taucht mit Leichtigkeit ein in dieses London und vor allem in die Gespensterwelt. Die Geschichte ist in sich logisch aufgebaut und man hat die ganze Zeit über das Gefühl, dass der Autor weiß wovon er schreibt. Die Geschichte hat einen klaren Hintergrund, ich habe das Gefühl, dass ich den Autor Nachts aufwecken und fragen könnte, ob es auch Geisterkatzen gibt und er mir alles in Einzelheiten erklären könnte. Ich finde, dass dieses Fundament muss jeder Autor, auch bei Liebesschmökern und Historienschmonzetten, haben, damit ich ihm die Geschichte auch wirklich abnehmen kann. Leider vermisse ich gerade diese Detailverliebtheit in letzter Zeit immer häufiger. Das Buch ist voll von skurrilen und liebenswerten Figuren, denen man gerne in ihre jeweiligen Welten folgt. Der Autor hat eine sehr schönen und gut lesbaren Stil, auch die Übersetzung hat mir gefallen. Es liest sich sehr flüssig, dazu kommt das die Geschichte fesselnd und auch spannend ist. An einigen Stellen war sie mir allerdings für die vom Verlag angepeilte Zielgruppe ab 12 Jahren eigentlich ein wenig zu brutal. Wenn man allerdings bedenkt, das "Tribute von Panem" als Film ab 12 Jahre freigegeben ist (was ich ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen kann) ist das Buch auch nicht schlimmer. Allerdings hab ich schon ein wenig gestutzt, wie genau die Morde beschrieben werden - sowohl der Menschen, als auch der Toten (der erste passiert auf S. 9). Im Vergleich dazu empfinde ich das Cover schon fast kindisch und hätte es mir auch in Bezug auf die Geschichte ein wenig anders gewünscht. Aber vielleicht bin ich auch einfach zu altmodisch. Die Kapitel sind nach einer Stichprobe zwischen 5 und 10 Seiten lang. Schriftgröße und Zeilenabstand würde ich als "normal" beschreiben. Da die Kapitel eine angenehme Länge haben und ich die Geschichte nicht als langweilig, sondern als eher spannend empfunden habe und der Autor vor Ideen sprüht, kann ich mir das Buch trotz seines Umfangs von 355 Seiten auch für eher nicht so gerne Leser vorstellen. Ich fühlte mich von diesem Buch gut unterhalten. Man konnte ich gruseln, schaudern, mitzittern, mitermitteln, aber auch an der ein oder anderen Stelle leise schmunzeln. Viel zu schnell war das Buch zu Ende. So wie es aussieht handelt es sich um einen Einzelband, was ich persönlich als sehr gut empfinde. Bin gespannt, ob es dabei bleibt. Ein Krimi mit menschlichen und geisterhaften Ermittlern, der sich sehr flüssig lesen lässt. Ein Krimi-Schmöker, auch für Erwachsene. Harry-Potter-Liebhaber könnte auch hier dran gefallen finden. Nur Zauberer, die kommen nicht drin vor.

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  • [Rezension] Ein unterhaltsamer Geisterroman für jede Zielgruppe!

    Constable & Toop
    Schneekatze

    Schneekatze

    13. September 2014 um 15:08

    Klappentext: "London, Ende des 19. Jahrhunderts: Sam Toop, Sohn des Bestattungsunternehmers Mr Toop, kann Geister sehen. Jedoch sehr zu seinem Leidwesen, denn häufig nerven ihn die Geister der frisch Verstorbenen damit, dass er ihren Liebsten Botschaften aus dem Jenseits überbringen soll. Richtig dramatisch wird es für Sam aber erst, als er Lapsewood begegnet, einem phlegmatisch-ergrauten Geist, der von der Geisterbehörde mit einem mysteriösen Fall beauftragt wurde: Er soll herausfinden, warum aus Londons Häusern die Hausgeister verschwinden. Und ist die Schwarze Fäule, die sich daraufhin in den Häusern ausbreitet, noch irgendwie aufzuhalten? Die beiden kommen einer Riesenverschwörung auf die Spur ..." Cover & Titel: Gut gewählter Titel, macht neugierig, was es mit diesen Namen auf sich hat. Auch das Cover ist ansprechend, sehr detailliert und charakteristisch. Später im Buch kann man sich dann auch ableiten, welche Protagonisten die Figuren darstellen. Idee & Umsetzung: In Londons Straßen verschwinden Hausgeister und niemand weiß, wieso. Lapsewood soll nun herausfinden, was dort passiert. Er wird aus der Parallelwelt der Geister in die wirkliche Welt hinausgeschickt. Die Umsetzung ist super, für jüngere Leser teilweise vielleicht etwas gruselig, aber auf jeden Fall unterhaltsam und spannend. Figuren: Die Charaktere sind allesamt sehr lebendig gezeichnet und entstehen sofort vor dem inneren Auge; auch die Nebenprotagonisten besitzen einen Wiedererkennungswert. Und wenn es sie im wirklichen Leben geben würde und sie vor mir ständen, könnte ich sie sicher sofort wiedererkennen. Da gibt es den Geist Lapsewood, der die meiste Zeit im Büro verbracht hat und nun das erste Mal in den Straßen der Stadt arbeiten soll. Dann den jungen Kindergeister Tanner, der schon ziemlich lange als Geist in London spukt, sehr dynamisch und mutig wirkt, wie ein erwachsener Geist im Körper eines Kindes, der seine Pfiffigkeit jedoch nicht verloren hat. Sam, der Sohn von Mr. Toop, der mit Mr. Constable zusammen ein Bestattungsunternehmen führt; er kann Geister sehen und oft verlangen sie Hilfe von ihm. Schreibstil: Ein bildlicher Stil, der den Leser in das Buch hineinzieht und auch nicht wieder loslässt. Sehr schön fand ich die zahlreichen Anspielungen auf den Tod, so wird die Geisterwelt und der Unterschied zur wirklichen Welt deutlicher. Fazit: 5/5 Nicht nur für Jugendliche, auch für Erwachsene: Ein spannendes Geisterbuch für jeden! Lieblingszitate: „Mit blutleerem Körper war Erröten rein physisch nicht möglich, aber Alice kam dem so nahe, wie ein Geist nur konnte.“ „Genau genommen war Mr Dickens so nett, mich nach seinem Tod mit den letzten Kapiteln zu versorgen.“ „Das wahre London wird von Gaslaternen erhellt und nicht vom Sonnenlicht.“

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  • Gruselspaß für Ältere

    Constable & Toop
    Imoagnet

    Imoagnet

    13. September 2014 um 13:40

    Mit Constable & Toop ist dem Autor Gareth P. Jones ein gruseliges Meisterwerk gelungen. Überzeugt hat mich schon das Cover. Schnell wird dem Leser auch klar, um welche Gestalten es sich dabei handelt. Zugegeben, einige der Hauptpersonen habe ich mir etwas anders vorgestellt. Trotzdem ist das Buch genau so liebevoll geschrieben, wie das Cover gezeichnet ist. Das Buch ist für Kinder ab 12 Jahren empfohlen, wobei ich mir bei einigen Szenen nicht so sicher bin, ob Leser in diesem Alter dann nicht schon etwas abgehärtet sein müssen. Inhaltlich geht es darum, dass der Junge Sam, der mit seinem Vater und dessen Geschäftspartner Mr. Constable in einem Bestattungsunternehmen arbeitet, ein Sehender ist. Bald kommt Onkel Jack „zu Besuch“. Das bedeutet nichts Gutes. Im Gegenteil. Zeitgleich wird in der Geisterwelt Mr. Lapsewood, ein sehr gewissenhafter Geist, strafversetzt. Er soll eine verschollene Mitarbeiterin aus dem Geisteramt wiederfinden. Dabei trifft Lapsewood auf Tanner, einen anderen Geist. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche. Dass es nicht nur bei dem bloßen Erfüllen des Auftrages geht, ist dem Leser schon recht zeitig klar. Im Roman verstricken sich die verschiedenen Welten, Geister und Menschen treffen aufeinander und am Ende stellt sich die Geisterwelt als logisch nachvollziehbar, aber auch irgendwie trotzdem geheimnisvoll dar. Der Schreibstil ist wunderbar. Ich habe mich sofort im Buch heimisch gefühlt und bin nun doch ein wenig traurig, dass es zu Ende ist. Die Idee des Buches finde ich für Kinder durchaus geeignet, die Umsetzung manchmal zu gruselig bzw. zu detailliert beschrieben. Dennoch erhält das Buch „Constable & Toop“ eine volle Lesempfehlung von mir.

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  • Constable & Toop

    Constable & Toop
    milapferd

    milapferd

    12. September 2014 um 07:52

    Constable & Toop ist der Name des Bestattungsunternehmens, dass Sams Vater zusammen mit Mr. Constable in London betreibt. Doch was beide nicht wissen ist, das Sam ein Sprechender ist. Er kann Geister sehen und mit ihnen kommunizieren. Immer wieder führt er Botengänge für sie aus. So auch diesmal als der Geist eines Verstorbenen unbedingt auf einem bestimmten Friedhof beerdigt werden möchte. Sam wird zu der Kirche die zu dem Friedhof gehört geschickt, um die Beerdigung zu besprechen. doch der Pastor benimmt sich komisch und weigert sich sogar in seine Kirche zu gehen. Sam macht einen Handel aus, wenn er rausbekäme was die Kirche so düster erscheinen lässt, dann findet die Beerdigung statt. Als Sam die Kirche betritt legt sich ein dunkler Schatten über ihn und hält ihn gefangen. Zeitgleich wird Lapswood, ein Mitarbeiter des Geisteramtes, nach London geschickt, um eine verschwundene Mitarbeiterin zu finden. Schon bald muss er erkennen, dass viele Häuser von der schwarzen Fäule befallen sind. Diese kann nur aufgehalten werden, wenn die Häuser wieder einen Hausgeist bekommen. Verzweifelt versucht Lapswood seine Vorgesetzten von der Gefahr zu überzeugen, doch man glaubt ihm nicht und wirft ihn ins Gefängnis. Anscheinend gibt es Leute im Amt die ein falsches Spiel treiben und auch ein Excorzist treibt in London sein unwesen. So breitet sich die Schwarze Fäule rasend schnell aus. Kann sie gestoppt werden? Und was hat Clara, die Tochter aus gutem Hause mit der ganzen Geschichte zu tun?   Der Schreibstil lässt sich gut lesen und man ist immer neugierig was als nächstes passiert. Da es ein Buch ist, dass für ältere Kinder geschrieben wurde, findet man keine angsterregenden Szenen (jedenfalls nicht als Erwachsener).  Was man allerdings schon zu lesen bekommt, ist wie die Geister zu tode gekommen sind (z.B. durch erhängen und das aus dem Würgemal ständig glibberige Flüssigkeit suppt) und es wird auch gemordet. Darum würde ich sagen, dass Buch ist etwas für junge Leser im Harry Potter- Alter. Ich gebe dem Buch 5 Sterne, weil mich die Geschichte gut unterhalten hat und der Gruselfaktor für die Zielgruppe föllig in Ordnung ist.

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  • herrlich gruselig

    Constable & Toop
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    09. September 2014 um 17:49

    Das Cover gefällt mir gut, obwohl ich mir Sam und Clara ein bisschen anders vorgestellt habe. Die Kapitel finde ich mit der Überschrift sowie der Länge gelungen. Ich gebe es zu, ich habe mich herrrlich gegruselt. Die Geister erscheinen den Leser, wie sie gestorben sind. Besoners Tanner finde ich super gelungen. Frech und klug weiß er sich durchzuschlagen und seinen Weg zu meistern. Aber auch Sam finde ich sehr sympathisch. Er wird uns als netter Junge vorgestellt, der versuchen möchte den Geistern zu helfen und sich gleichzeitig seine Pflichten unter den Lebenden bewusst.  Ich finde es toll, wie es dem Autor gelungen ist,, jedem Geist einen eizigartigen Charakter zu verleihen. Die Örtlichkeiten finde ich gut beschrieben. Die Geschichte ist sehr spannend, Ich habe auch oft ( besonders wenn Tanner dabei war) schmunzeln müssen. Die verschiedenen Todesarten fand ich interessant, jedoch glaube ich, dass manche Kinder im empfohlenen Alter von 12 Jahren kann es dem einen oder anderen Leser zu viel werden. Auch werden den Kindern und Jugendlichen einige Begrifflichkeiten unbekannt sein. Fazit: Gruseliger Lesespaß - vielleicht aber erst ab 13 oder 14 Jahren

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  • Geisterkrimi

    Constable & Toop
    esposa1969

    esposa1969

    06. September 2014 um 16:35

    Hallo liebe Leser, gemeinsam mit meinem knapp 11-jährigen Sohn durfte ich an einer Leserunde teilnehmen: == Constable & Toop - Von Geistern empfohlen == Autor: Garteh P. Jones == Buchrückentext: == London, Ende des 19. Jahrhunderts: Sam Toop, Sohn des Bestattungsunternehmers Mr Toop, kann Geister sehen. Jedoch sehr zu seinem Leidwesen, denn häufig nerven ihn die Geister der frisch Verstorbenen damit, dass er ihren Liebsten Botschaften aus dem Jenseits überbringen soll. Richtig dramatisch wird es für Sam aber erst, als er Lapsewood begegnet, einem phlegmatisch-ergrauten Geist, der von der Geisterbehörde mit einem mysteriösen Fall beauftrag wurde: Er soll herausfinden, warum aus Londons Häusern die Hausgeister verschwinden. Und ist die Schwarze Fäule, die sich daraufhin in den Häusern ausbreitet, noch irgendwie aufzuhalten? Die beiden kommen einer Riesenverschwörung auf die Spur ... == Das Cover: == Am Cover erkennt man natürlich sofort, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Auch wirken die rötlichen Farben (Bei Rot verbinde ich diese Farbe immer mit "blutrot" ) erkenne ich auch ein wenig, das Kriminalistische des Romans. Und der schwebenden Geistgestalten wegen, wissen wir auch: Hier sind u.a. Geister die Protagonisten. == Unsere Leseeindrücke: == Die Handlung spielt im 19. Jahrhundert im alten London. Wir lernen gleich zu Beginn der Handlung das Bestattungsunternehmen Cobstable & Topp samt Bestattet Charles Topp und dessen 13-jährigen Sohn Sam, der eine besondere Gabe hat: Er kann mit den verstorbenen Geistern kommunizieren. Prompt muss er für diese den Botenjungen zwischen den Toten und den Hinterbliebenen spielen. Alsbald trifft er dann auf den Geisterjungen Tanner - der im Buch hervorragend herausgearbeitet wurde - und dem reifen Geist Lapsewood. Plötzlich ist nichts mehr wie es war, denn nun gibt es plötzlich eine Mission, die es zu erfüllen gilt ... Begonnen habe ich dieses Buch gemeinsam mit meinem knapp 11-jährigen Sohn. Lesealterempfehlung liegt allerdings auch bei von 12 bis 15 Jahren, daher habe ich nach etwa der Hälfte des Buches alleine weitergelesen. Viele Worte kennt er einfach gar nicht so. Was ist ein Paternoster? Was ist ein Vollstrecker? Was ist Tohuwabohu? Was ist ungebärdig? Was ist eine Zynikerin? Was ist ein Nachzügler? Usw usf. Also die Sprache ist für ihn nicht gut verständlich. Wenn ich ihm vorlese, kann ich es ja gleich erklären, aber allein lesende Kinder werden da schon teilweise ins Stocken geraten und mein Sohn wird übernächsten Monat schon 11 Jahre und ist ein geübter Leser, liegt also knapp unter der Lesealterempfehlung. Ich würde die Lesealterempfehlung daher weitaus höher ansetzen. Viele der Szenen sind auch sehr blutrünstig und brutal und grausam. Ein weiterer Grund, warum dieses Buch doch erst für ältere Jugendliche empfehlenswert wird. Die Handlung selbst finden wird prima, hätten uns aber gerne auch noch ein paar Skizzen gewünscht, die das Gelesene unterstützen und auflockern. Insgesamt fand ich die Idee spannend gedacht und gut umgesetzt, nur eben für meinen Sohn werde ich noch ein paar Jahre warten, bis ich ihm das Buch wieder in die Hand geben werde. Vielen Dank! by esposa1969

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