Garry Disher

 4.2 Sterne bei 149 Bewertungen
Autor von Bitter Wash Road, Gier und weiteren Büchern.

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Hitze

Erscheint am 25.05.2019 als Taschenbuch bei PULP MASTER.

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Erscheint am 15.07.2019 als Hardcover bei Unionsverlag.

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Bitter Wash Road

Bitter Wash Road

 (19)
Erschienen am 15.02.2016
Gier

Gier

 (17)
Erschienen am 01.01.2015
Drachenmann

Drachenmann

 (17)
Erschienen am 16.02.2012
Dreck

Dreck

 (13)
Erschienen am 01.01.2012
Flugrausch

Flugrausch

 (12)
Erschienen am 15.03.2007
Leiser Tod

Leiser Tod

 (8)
Erschienen am 19.02.2018
Hinterhalt

Hinterhalt

 (8)
Erschienen am 01.01.2012
Dirty Old Town

Dirty Old Town

 (7)
Erschienen am 10.09.2013

Neue Rezensionen zu Garry Disher

Neu

Rezension zu "Bitter Wash Road" von Garry Disher

Will zuviel
patrick2804vor 3 Monaten

Constable Paul Hirschhausen, genannt Hirsch, gerät in Tiverton, einer Kleinstadt in Australiens Nirgendwo zwischen alle Fronten.

Der Constable kann einem schon leid tun; überall wo er auftaucht, begegnen ihm seine korrupten Polizeikollegen. Diese Thema zieht sich durch den ganzen Krimi, so daß der eigentliche Kriminalfall, der im Klappentext anklingt, fast auch schon im Nirgendwo verendet. Das ist für mich die große Schwäche des Krimis. Garry Disher will einfach zuviel. Ich habe mich zum Schluss gefragt, ob alle Polizisten so korrupt sind...aber nein, da gibt es ja den tapferen Hirsch, der sich nicht beirren lässt, und am Ende auch noch eine kleine romantische Begegnung hat. Wie gesagt, von allem ein bißchen zuviel, nur von den eigentlichen Ermittlungen erfährt man nicht viel. Dabei ist das Ganze noch nicht mal schlecht geschrieben, das Nirgendwo wird deutlich, die Beschreibungen der Natur fand ich sehr gut, darum auch noch drei Sterne. Vielleicht ist es auch einfach nicht der richtige Krimi für mich, denn immerhin war er 2017 der dritte Platz beim Deutschen Krimipreis International. 

Ich kann den Krimi nicht wirklich weiterempfehlen.

 

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Rezension zu "Leiser Tod" von Garry Disher

Jede Menge Stoff für einen spannenden Krimis aus Down Under
Haversvor 10 Monaten

Es läuft nicht rund bei Hall Challis und seinem Team von der Waterloo Crime Investigation Unit. Die wohlhabenden Bewohner der Mornington Peninsula beschweren sich über obszöne Graffiti an ihren Anwesen, ein Bankräuber ist offensichtlich in Richtung Waterloo unterwegs, ein Typ in Polizeiuniform vergewaltigt Frauen und hinterlässt keine Spuren, die man forensisch auswerten könnte, wohingegen es im Fall der Einbruchsserie immerhin Schuhabdrücke gibt. Zu dumm nur, dass ihn seine Freundin Ellen bei den Ermittlungen im Vergewaltigungsfall nicht unterstützen kann, da sie im Zuge einer Fortbildung für zwei Monate nach Europa muss. Und dann ist da noch die drohende Suspendierung, die sich Challis mit seinen Äußerungen zur chronischen Unterbesetzung seiner Unit, den über Gegühr anfallenden Überstunden und den ständigen Budgetkürzungen eingehandelt hat.

Ordentlich Stoff also, den Garry Disher in „Leiser Tod“, dem sechsten Band der Hall Challis-Reihe, in einem stimmigen Plot zu verarbeiten hat. Viele Autoren würden sich hierbei mit Sicherheit verzetteln, aber hier zeigt sich wieder einmal das Können Dishers. Da gibt es keine Hänger und keine Logiklücken, alles passt und fügt sich am Ende zu einem harmonischen Ganzen.

Und doch hat mir etwas gefehlt. Ich hätte mir mehr sozialkritische Untertöne gewünscht, so wie in „Bitter Wash Road“, denn da hat Challis sie genial in den Plot eingebaut. Mag vielleicht aber auch daran liegen, dass ich „Leiser Tod“ nach „Blut Salz Wasser“ der schottischen Autorin Denise Mina gelesen habe, die das meisterhaft beherrscht.

Am gelungensten fand ich übrigens den Handlungsstrang mit Grace, der von Beginn an bekannten Einbrecherin mit Vergangenheit, die stark an Wallace Strobys Crissa Stone erinnert. Ich hoffe, dass wir von ihr auch in den nächsten Challis-Krimis lesen werden. Vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit…

Eine Bemerkung zum Schluss: Ich schätze die Übersetzungen Peter Torbergs üblicherweise sehr, aber ein „boom-boomender Subaru“ (soll das Lautmalerei sein?), die „Hühnerparty der Gemeindeangestellten“ oder ein Vergewaltigungsopfer, das „erschöpft und gestaucht“ aussieht – da hätte ich mir doch etwas mehr Sprachgefühl des renommierten Übersetzers erwartet.

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Rezension zu "Leiser Tod" von Garry Disher

Sie lässt sich nicht fangen ...
Gwhynwhyfarvor einem Jahr

»Grace taugte als Name so gut wie jeder andere, und an diesem Morgen war Grace in Hobart, schlenderte durch eine wohlhabende Ecke von Sandy Bay und besah sich die abgelegenen Anwesen.«

Grace ist eine Berufseinbrecherin. Wie auch immer sie heißt. Zur Zeit nennt sie sich Grace, eine Frau mit vielen Pässen. Sie arbeitet sehr genau, beobachtet, googelt, überprüft, der kleinste Verdacht, jemand könnte sie beobachten, jemand könnte zu Hause sein, lässt sie abbrechen. Sie arbeitet allein, pfuscht nicht und die Spuren, die sie hinterlässt, sind gewollt, Männerschuhe, Größe 46. Sie arbeitet im ganzen Land, wechselt ständig die Leihwagen, hat verschiedene Gelddepots und immer einen Plan B in der Tasche. Ihr Zuhause ist in Peninsula. Beschmutze nie deine Heimat, Peninsula ist tabu!

»Es ist zehn Uhr nachts, Sie sind verletzt, haben Angst, rennen um ihr Leben, sind zu arm für ein Handy, es gibt kein öffentliches Telefon mehr, vor den Türen des dunklen Polizeireviers gibt es einen Knopf, und wenn man draufdrückt, läuft ein Band ab, Sie möchten doch bitte den Notruf wählen.«

Australien, Waterloo, eine Kleinstadt auf Mornington-Peninsula, unweit von Melbournes, die Polizei ist einem Serien-Vergewaltiger auf der Spur. Ist der Mann ein Polizist? Chief Hal Challis ermittelt nach allen Seiten und als wenn er nicht genug Ärger hätte, lässt er sich von einem Journalisten dazu hinreißen, über die schlechten Arbeitsbedingungen bei der Polizei zu wettern. Es geht eine Warnung über einen Bankräuber ein, der eine Bank nach der anderen überfällt, er ist in Richtung Peninsula unterwegs. Er und sein Team haben alle Hände voll zu tun.

Ein Mann namens Galt ist Grace auf der Spur, behauptet, er wäre Polizist, zeigt überall seine Marke, wo er Grace vermutet.

»›Die Leichenstarre setzt als Erstes in Gesicht und Unterkiefer ein‹, sagte sie, als würde sie zu Studenten sprechen oder laut denken, ›gefolgt von den oberen Gliedmaßen, dann Hüfte und Beine. Sie sah zu den Gestalten hoch, die sie beobachteten.«

Zwei Geschichten, parallel erzählt, die aufeinander zuwandern. Garry Disher ist ein großartiger Erzähler, ein feiner Beobachter. Seine Charaktere handeln immer von Menschen wie du und ich, keine Superhelden. Auch hier hat er wieder feinpointierte Charaktere entworfen, jeder ist ein Unikum. Disher braucht keine Klischees. Es gibt in diesem Krimi keine Hauptperson. Challis hat ein Team mit unterschiedlichen Typen, z. B. Constable Pam Murphy, die ihren Platz im Leben sucht und Scobie Sutton, der seinen Platz in der Familie gefunden hat, sein Job ihn dabei stört, ein Büroarbeiter, der Menschen nicht lesen kann. Spannend geschrieben, im ständigen Perspektivwechsel zwischen den Personen, atmosphärische Dichte, glaubhafte Charaktere, fein gezeichnet, das alles macht diesen Roman zu einem des besten Krimis, die ich in diesem Jahr gelesen habe.

Garry Disher lebt südlich von Melbourne und wurde mit dem australischen Krimipreis, dem Ned Kelly Award, und dreimal mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet.

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