Bitter Wash Road

von Garry Disher 
3,7 Sterne bei7 Bewertungen
Bitter Wash Road
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (4):
Pashtun Valley Leader Commanders avatar

vom Elend der Landeier. zu unrecht bei vielen unbekannter autor von down under

Kritisch (1):
vanessablns avatar

Der australische Krimi hat mich sehr enttäuscht, vom angepriesenen Meisterstück konnte ich nichts entdecken... Langweilig und eindimensional

Alle 7 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Bitter Wash Road"

In der Nähe von Tiverton, einer Kleinstadt in Australiens Nirgendwo, wird ein Mädchen tot am Straßenrand gefunden. Constable Paul Hirschhausen, genannt Hirsch, übernimmt den Fall. Er glaubt nicht an einen Unfall mit Fahrerflucht. Einsam und isoliert durchquert der Constable die unwirtliche Landschaft, vorbei an mageren Schafen, schäbigen Höfen, stellt unbeirrt seine Fragen und lernt eine Kleinstadt kennen, unter deren Oberfläche Enttäuschung und Wut, Rassismus und Sexismus brodeln. Hirsch rüttelt an der trügerischen Stille und wirbelt nicht nur den Staub der ausgedörrten Straßen auf.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783293207776
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Unionsverlag
Erscheinungsdatum:24.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,7 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne2
  • 4 Sterne2
  • 3 Sterne2
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Schlehenfees avatar
    Schlehenfeevor 6 Monaten
    Korruption an allen Ecken

    Constable Paul Hirschhausen, genannt „Hirsch“ wird aus der Großstadt in die südaustralische Provinz versetzt, nachdem er gegen seine korrupten Ex-Kollegen ausgesagt hat. Auch im Busch sieht er sich Anfeindungen seiner Polizeikollegen ausgesetzt, die einen Maulwurf und Verräter in ihm sehen.
    Als ein jungen Mädchen tot am Straßenrand gefunden wird und herauskommt, dass sie angefahren wurde, setzt Hirsch alles daran, herauszufinden, ob unabsichtlich oder nicht. Er fängt an, unter den von Gewalt, Fremdenhass und Sexismus geprägten Buschbewohnern nach der Wahrheit zu graben.

    „Bitter Wash Road“ war ein eher deprimierendes Leseerlebnis. Warum? Die Grundstimmung des Romans ist hoffnungslos und depressiv an sich. Die Einsamkeit im Busch, Gewalt, Aussichtslosigkeit, Drogen, Sex und überall Korruption. Ich glaube nicht, dass der Autor Garry Disher sich mit seinem Werk bei Australiens Polizei beliebt gemacht hat. Unterstellt er nämlich fast allen seiner Cops Korruptheit oder Polizeibrutalität (gegen Aborigines hauptsächlich).
    Durch den Korruptionssumpf durchzublicken schien mir am Anfang fast unmöglich und ich konnte zunächst nicht begreifen, warum Hirsch so angefeindet wird.
    Zu meinem Unverständnis trug auch Dishers Schreibstil bei, der so trocken ist wie der südaustralische Busch. Normalerweise mag ich eine schnörkellose Erzählweise, doch hier war mir das Geschehen zu spartanisch beschrieben. Sehr gut kam dagegen die Beschreibung der Landschaft, der Trostlosigkeit und Einsamkeit der Gegend bei mir an.

    Der Fall um das Mädchen barg wenige Wendungen. Sobald man einen Hinweis hatte, was vor sich ging, blieb es auch dabei. Lediglich ganz am Ende kam eine Überraschung dazu. Hirschs Ermittlungstätigkeit war relativ solide und langweilig. Ohne Tipp wäre er wohl kaum auf die Spur des Täters gelangt. Ich hatte den Eindruck, dass für den Autor der Korruptionssumpf in der Polizei im Vordergrund stand.

    Nun ja, insgesamt konnte mich „Bitter Wash Road“ nicht sehr fesseln.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    vanessablns avatar
    vanessablnvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der australische Krimi hat mich sehr enttäuscht, vom angepriesenen Meisterstück konnte ich nichts entdecken... Langweilig und eindimensional
    Schwerfällig und arm an Handlung und Überraschungen

    Paul Hirschhausen ist der Neue und gleichzeitig Einzige in einer ganz kleinen Polizeistation in Tiverton, denn in dem übersichtlichen australischen Ort geschieht kaum etwas. Wie "Hirsch" dort hingeraten ist, wird schon am Anfang immer wieder angedeutet, bis man sich dann einen Reim draus machen kann. Er wird von seinen Polizeikollegen als Verräter angesehen und gemobbt. Wie er damit umgeht, ist anfangs noch gut und vorbildhaft zu lesen. Noch macht die Ironie die Schwerfälligkeit des Schreibstils wett, was aber nicht lange anhält. Beispielsweise heißt es bei Hirschs Betrachtung eines Astes, "Äußerlich kräftig und gesund, doch drinnen lauerte stiller Verfall. Ein wenig so wie bei der Polizei, eigentlich." Das ist dann auch gleich Motto des Buches, wie immer deutlicher wird. Eine Teenagerin wird scheinbar überfahren aufgefunden, aber Hirschs Kollegen interessieren sich nicht sonderlich dafür.

    Nachdem der Anfang also noch hoffen lässt, bleibt bald wenig übrig vom angekündigten "verdammten Meisterwerk" laut Rückseite. Die langen Landschaftsbeschreibungen gesellen sich zu allgemeiner Schwerfälligkeit. Auch wenn damit die Mentalität der Bewohner deutlich werden soll - die Handlung leidet genauso wie die Personenbeschreibungen. Irgendwie sind sie alle nur karge Statisten in einer öden Atmosphäre. Hirsch hätte (mangels anderer Sympathieträger) das Zeug zu einer interessanten Person, aber man erfährt kaum etwas über ihn und sein bisheriges Leben. Aus Einsamkeit möchte er lediglich einigen Frauen in die Haare fassen u. ä. Die Teenager des Ortes sind wiederholt "verwirrt und verloren", dabei wäre ihr Innenleben aufschlussreich gewesen. Die Männer haben eine "Fassbrust", das ewige "Sarge" und "Sir" kommt einem irgendwann nur noch überflüssig vor. "... in seinen tief liegenden Augen lag tiefer Schmerz" kann natürlich auch der Übersetzer fabriziert haben. Auf jeden Fall kommt trotz skandalösen Ereignissen das Buch nicht in Schwung und man bleibt als Leser seltsam unbeteiligt. Rückblickend fällt auf, dass es eigentlich auch an Handlung fehlt und natürlich an Überraschungen, denn immerhin soll es ein Kriminalroman sein. Anfängliche Vermutungen (immer wieder überdeutlich zu lesen) stellen sich als wahr heraus, das ist alles - trotz kleiner Wendung, die aber zu kurz abgehandelt wird. Ich habe mich lange nicht mehr so gelangweilt mit einem Buch (auf das ich sehr gespannt gewesen war). Wie es auf die "Krimibestenliste" geraten ist, ist mir ein Rätsel.

    Kommentare: 2
    2
    Teilen
    Pashtun Valley Leader Commanders avatar
    Pashtun Valley Leader Commandervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: vom Elend der Landeier. zu unrecht bei vielen unbekannter autor von down under
    Kommentieren0
    W
    WJ050vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: mein Einstieg in Bücher von G.Disher - absolut stark!
    Kommentieren0
    Z
    zbaubfvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Gäbe es doch mehr Sterne !!!! 10 wären richtig
    Kommentieren0
    Borusse70s avatar
    Borusse70vor 9 Monaten
    Boriss avatar
    Borisvor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks