Garry Disher Bitter Wash Road

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Inhaltsangabe zu „Bitter Wash Road“ von Garry Disher

In der Nähe von Tiverton, einer Kleinstadt in Australiens Nirgendwo, wird ein Mädchen tot am Straßenrand gefunden. Constable Paul Hirschhausen, genannt Hirsch, übernimmt den Fall. Er glaubt nicht an einen Unfall mit Fahrerflucht. Einsam und isoliert durchquert der Constable die unwirtliche Landschaft, vorbei an mageren Schafen, schäbigen Höfen, stellt unbeirrt seine Fragen und lernt eine Kleinstadt kennen, unter deren Oberfläche Enttäuschung und Wut, Rassismus und Sexismus brodeln. Hirsch rüttelt an der trügerischen Stille und wirbelt nicht nur den Staub der ausgedörrten Straßen auf.

mein Einstieg in Bücher von G.Disher - absolut stark!

— WJ050

Gäbe es doch mehr Sterne !!!! 10 wären richtig

— zbaubf

Der australische Krimi hat mich sehr enttäuscht, vom angepriesenen Meisterstück konnte ich nichts entdecken... Langweilig und eindimensional

— vanessabln

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    Bitter Wash Road

    vanessabln

    29. November 2017 um 12:14

    Paul Hirschhausen ist der Neue und gleichzeitig Einzige in einer ganz kleinen Polizeistation in Tiverton, denn in dem übersichtlichen australischen Ort geschieht kaum etwas. Wie "Hirsch" dort hingeraten ist, wird schon am Anfang immer wieder angedeutet, bis man sich dann einen Reim draus machen kann. Er wird von seinen Polizeikollegen als Verräter angesehen und gemobbt. Wie er damit umgeht, ist anfangs noch gut und vorbildhaft zu lesen. Noch macht die Ironie die Schwerfälligkeit des Schreibstils wett, was aber nicht lange anhält. Beispielsweise heißt es bei Hirschs Betrachtung eines Astes, "Äußerlich kräftig und gesund, doch drinnen lauerte stiller Verfall. Ein wenig so wie bei der Polizei, eigentlich." Das ist dann auch gleich Motto des Buches, wie immer deutlicher wird. Eine Teenagerin wird scheinbar überfahren aufgefunden, aber Hirschs Kollegen interessieren sich nicht sonderlich dafür.Nachdem der Anfang also noch hoffen lässt, bleibt bald wenig übrig vom angekündigten "verdammten Meisterwerk" laut Rückseite. Die langen Landschaftsbeschreibungen gesellen sich zu allgemeiner Schwerfälligkeit. Auch wenn damit die Mentalität der Bewohner deutlich werden soll - die Handlung leidet genauso wie die Personenbeschreibungen. Irgendwie sind sie alle nur karge Statisten in einer öden Atmosphäre. Hirsch hätte (mangels anderer Sympathieträger) das Zeug zu einer interessanten Person, aber man erfährt kaum etwas über ihn und sein bisheriges Leben. Aus Einsamkeit möchte er lediglich einigen Frauen in die Haare fassen u. ä. Die Teenager des Ortes sind wiederholt "verwirrt und verloren", dabei wäre ihr Innenleben aufschlussreich gewesen. Die Männer haben eine "Fassbrust", das ewige "Sarge" und "Sir" kommt einem irgendwann nur noch überflüssig vor. "... in seinen tief liegenden Augen lag tiefer Schmerz" kann natürlich auch der Übersetzer fabriziert haben. Auf jeden Fall kommt trotz skandalösen Ereignissen das Buch nicht in Schwung und man bleibt als Leser seltsam unbeteiligt. Rückblickend fällt auf, dass es eigentlich auch an Handlung fehlt und natürlich an Überraschungen, denn immerhin soll es ein Kriminalroman sein. Anfängliche Vermutungen (immer wieder überdeutlich zu lesen) stellen sich als wahr heraus, das ist alles - trotz kleiner Wendung, die aber zu kurz abgehandelt wird. Ich habe mich lange nicht mehr so gelangweilt mit einem Buch (auf das ich sehr gespannt gewesen war). Wie es auf die "Krimibestenliste" geraten ist, ist mir ein Rätsel.

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