Im Licht des Augenblicks

von Garth Stein 
3,7 Sterne bei16 Bewertungen
Im Licht des Augenblicks
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Isaoperas avatar

Interessanter Ansatz mit einigen Längen - 3 Sterne

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Fesselnde Geistergeschichte

Alle 16 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Im Licht des Augenblicks"

Der Roman „Im Licht des Augenblicks“ von Garth Stein erzählt eine poetische, atmosphärische und tiefgründige Familiengeschichte aus dem Nordwesten der USA.

Der 14-jährige Trevor besucht mit seinem Vater das heruntergekommene Familien-Anwesen in der Nähe von Seattle, in dem sein Großvater und seine Tante wohnen. Trevor stöbert durch längst verlassene Zimmer, in Geheimgänge hinter Tapetentüren, immer auf der Suche nach Antworten, vor denen die Erwachsenen zurückscheuen: Warum verletzt man immer wieder die, die man am meisten liebt? Wie kann man Schuld wiedergutmachen? Wie schwer wiegt ein Geheimnis, das man anderen vorenthalten hat? Seit Generationen scheint ein Fluch auf Trevors Familie zu lasten. Doch nun macht sich der gewitzte Trevor auf, die Wahrheit zu entdecken und auszusprechen.

„Ich habe „Im Licht des Augenblicks“ verschlungen. Ein großes, wunderbares, Generationen umspannendes Epos, das im Nordwesten der USA spielt. Garth Stein hat uns erneut einen einzigartigen, gefühlvollen Erzähler für die Ewigkeit geschenkt, der uns in eine Geschichte voller Geheimnisse und Sehnsüchte mitnimmt.“ (Maria Semple, Autorin von „Wo steckst du, Bernadette?“)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426281444
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Droemer
Erscheinungsdatum:01.03.2017

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor 10 Monaten
    Im Licht des Augenblicks

    Lesegrund: 

    Bei diesem Buch hat die Inhaltsbeschreibung direkt meine Neugier geweckt. Zudem mag ich Geschichten um jüngere Protagonisten, da es sehr toll sein kann, wenn der Autor/die Autorin die Welt aus der Sicht eines Kindes beleuchtet.

       

    Handlung: 

    In diesem Roman geht es um den vierzehnjährigen Protagonisten Trevor. Trevor ist gerade mit seinem Vater zu Besuch bei seinem Großvater und seiner Tante und geniesst es durch das heruntergekommene Anwesen zu stöbern, Geheimgänge zu entdecken und er ist immer auf der Suche nach Antworten, auf die verschiedensten Fragen. Seine Fragen treffen bei den Erwachsenen jedoch häufig auf wunde Punkte und darauf schauen sie dann nicht gerne. Zudem gibt es einen rätselhaften Fluch, der auf Trevor's Familie lastet und Trevor ist wild entschlossen die Wahrheit darüber in Erfahrung zu bringen.

     

    Schreibstil: 

    Der Schreibstil von Garth Stein ist bildhaft und beinahe schon philosophisch. Zudem enthält die Geschichte sehr viele Dialoge und ein paar rätselhafte Tagebucheinträge von jemandem, den man zunächst nicht richtig zuordnen kann.

    Charaktere: 

    Die Ausarbeitung der Charaktere ist liebevoll und detailliert. Besonders Trevor hat mir als Protagonist gut gefallen und er ist ein durchaus besonderer Junge. Natürlich wirkt er, aufgrund seiner Überlegungen, älter, als er ist, aber das hat mich gar nicht so gestört, denn es passte auf eine Art gut zu ihm. Auch die Nebencharaktere sind gut dargestellt worden und machten die Geschichte rund. Es gab eine gute Mischung aus verschiedenen Personen, ohne in der Anzahl Überhand zu nehmen.

     

    Spannung: 

    Der Spannungsbogen war, meiner Meinung nach, leider nicht ganz optimal angesetzt, da er häufig eher niedrig war. Das lag, in meinen Augen, oftmals an den ab und an eher langatmigen Passagen, die es an ein paar Stellen des Romans gab. Meist fehlte mir die Spannung, in den philosophischen Momenten, die manchmal ziemlich ausufernd waren. 

     

    Emotionen:   

    Die Emotionen hat Garth Stein recht gut rübergebracht. Alleine schon durch die Themen mit denen er Trevor auf die Suche nach Antworten schickt, regt er zum Nachdenken an und liess mich als Leserin auch emotional nicht kalt. In wenigen Momenten hätte ich mir aber auch von den anderen Charakteren mehr emotionale Reaktionen gewünscht, was seltener der Fall war. 

     

    "Im Licht des Augenblicks" ist eine schöne Geschichte mit einem tollen Protagonisten. Leider hat mich der Autor in Sachen Spannung und Gefühl nur bedingt überzeugen können, was den guten Gesamteindruck etwas getrübt hat.

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    S
    SunshineBaby5vor einem Jahr
    Geheimnisvoll

    In diesem Buch geht es um den 14-jährigen Trevor, der mit seinem Vater zum Haus seiner Kindheit nach Seattle fährt. Ursprünglich mit dem Plan es zu verkaufen. Trevor lernt dort seine Tante Serena und seinen Opa kennen. Der Vater hatte all die Jahre ebenfalls keinen Kontakt zu den beiden. Schon zu Beginn des Buches wird also klar, dass eine Last auf der Familie liegt. Das Haus selbst liegt in wunderschöner Landschaft, mitten im Wald, abgeschieden von der Stadt und ist riesen groß, so dass Trevor jede Menge entdecken kann. Es soll dort spuken und Geheimgänge und -kammern geben. Trevor wird wunderbar intelligent, mutig, aber auch einfühlsam dargestellt. Erzählt ist es aus seiner Sicht. Dies bringt jede Menge Humor mit in das Buch.

    Die Beziehungen der Charaktere untereinander entwickeln sich im Laufe des Buches und es kommt zu einigen Überraschungen. Ganz besonders zu Herzen geht einem die Beziehung zwischen Trevor und seinem Opa, die sich ganz unvoreingenommen kennen und mögen lernen. 

    Die Abschnitte über die Erkundungen des Hauses sind sehr spannend und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Es enthält viel geheimnisvolles, aber auch wunderschöne Zitate und Landschaftsbeschreibungen.

    Auch wenn ich lieber realistische Geschichten lese, mochte ich dieses Buch besonders gerne. Die Geisterszenen stören überhaupt nicht, sondern verleihen dem Buch etwas ganz besonderes.

    Fast hätte ich dem Buch die volle Punktzahl gegeben, da es mir insgesamt wirklich sehr gut gefällt. Einzig hat mir der Epilog nicht gefallen, da er etwas aus der Reihe fällt und meiner Meinung nach den besonderen Charme etwas zunichte macht. Ich gehe aber davon aus, dass ich mit diesem speziellen Aspekt nicht die Meinung der Mehrheit treffe.

    Insgesamt also absolut empfehlenswert!

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    Silkchen2909s avatar
    Silkchen2909vor einem Jahr
    Tolle Idee, leider mangelt es bei der Umsetzung

    Der vierzehnjährige Trevor verbringt den Sommer gemeinsam mit seinem entfremdeten Vater in der einst prächtigen, nun jedoch heruntergewirtschafteten Familienvilla der Riddels. Dort lernt er außerdem seine Tante sowie seinen Großvater kennen und er begibt sich auf die Erkundung seiner Familiengeschichte. "Im Licht des Augenblicks" ist eine wirklich seltsame Geschichte. Inhaltlich steht eine einzige, recht komprimierte Handlung im Fokus, und abgesehen davon geschieht nicht viel. Der Protagonist Trevor war mir durchaus sympathisch und auch die anderen Figuren wurden von Garth Stein fein herausgearbeitet. Leider kam - auch, wenn es inhaltlich durchaus möglich gewesen wäre - keine rechte Spannung auf und das Buch hat bei mir auch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen können. Fazit: Idee ok, Umsetzung na ja...

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    Avalees avatar
    Avaleevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Fesselnde Geistergeschichte
    "Clever Trevor"

    Trevor reist zum ersten Mal in seinem Leben mit seinem Vater Jones in das Familienanwesen seiner Familie: Riddell House. Dort lernt er seine Tante Serena und seinen Opa Samuel kennen. Aber auch sein längst verstorbener Urgroßonkel Benjamin nimmt Kontakt zu Trevor auf, während dieser die Familiengeschichte zu ergründen versucht. Dabei wird klar, dass Ben andere Wünsche für Riddell House und das dazugehörige Land hat, als Jones und Serena, die ihre Pläne für einen Verkauf des Anwesens durchsetzen wollen. Trevor muss entscheiden, wen er unterstützen wird: Die Lebenden oder die Toten.

    Nach dem zu diesem Roman dazugehörigen Klappentext, war es überraschend festzustellen, dass auch Geister in der Geschichte auftauchen. Allerdings fügen sich die paranormalen Erscheinungen gut in die Handlung ein und erzeugen zusätzliche Spannung. Riddell House ist ein Anwesen, das ich selbst gerne erkunden würde, da es so viele Geheimnisse in sich birgt. Es ist fesselnd wie Trevor diesen auf der Spur ist und Licht ins Dunkel bringt.
    Während Samuel sehr liebenswürdig erscheint, wirkt Serena manipulativ und unfreundlich. Darüber hinaus weiß sie ihre Reize genau einzusetzen und macht schamlos von diesem Wissen Gebrauch.
    Negativ anzumerken ist lediglich, dass Trevor sich für seine vierzehn Jahre viel zu „erwachsen“ verhält. Zwar wird die Geschichte vom erwachsenen Trevor erzählt, doch deshalb kann das damalige Verhalten nicht plötzlich so „erwachsen“ sein. Das führt teilweise zu Irritationen beim Leser, da beispielsweise andere Reaktionen erwartet werden würden.

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    Fabellas avatar
    Fabellavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Einfach nicht mein Schreibstil
    Einfach nicht mein Schreibstil

    Inhalt:
    Trevor ist 14, als ihn sein Vater mit auf eine Reise in seine Vergangenheit nimmt. Zusammen fahren sie in das Familienanwesen, wo seine Tante und sein Großvater leben. Dort angekommen, muss sich Trevor erstmal zurecht finden, in diesem riesigen Haus und mit den verdrehten Erzählungen seines Großvaters. Doch nach und nach fügen sich die Bausteine zusammen. Denn die Wahrheit kommt immer ans Licht.

    Meine Meinung:
    Puh .. ok .. das war definitiv kein Buch für mich. Der Inhalt klang so ansprechend, so spannend, so mysteriös. Doch was mich erwartete war irgendwie total wirr. Große Strecken fragte ich mich eher, ob ich einem Philosophen zuhörte. Alles war so ausschweifend und für mich dabei inhaltslos. Dann wieder konnte ich nicht mehr erkennen, was ist Realität, was Fantasie der Protagonisten und wo sind die Grenzen von Beidem?

    Ich fand die Geschichte über lange Strecken sehr zäh und mühseelig. Der Autor liebt Konversationen und so lauscht der Leser fast ununterbrochen den selbigen. Unterbrochen von Tagebucheinträgen, in denen ein längst verstorbener von seinem Leben erzählt, von seinen Verfehlungen und doch hier und da ein bisschen Licht ins Dunkle bringt.

    Ich denke einfach, man muss ein Liebhaber eines solchen Schreibstils sein. Meinen Geschmack hat es leider verfehlt. Doch trotzdem habe ich bis zum Ende durchgehalten, einfach, weil ich wissen wollte, ob sich das Ganze noch entknotet, ob man erfährt, was nun Fantasie und was Realität war. Und ja, teilweise gab es tatsächlich Erklärungen und ich war froh, diese gelesen zu haben - aber teilweise blieb es für mich genau so wirr.

    Fazit:
    Ich glaube, ich bin hier tatsächlich auf die Grenzen meines Geschmacks gestoßen, was den Schreibstil eines Autors anbelangt. Insofern ist meine Bewertung auch wirklich reine Geschmackssache .. meins war das Buch einfach nicht. Ich würde hier 2,5 Sterne vergeben, weil die Geschichte an sich ganz interessant war und ich zumindest bis zum Ende durchgehalten habe, was sich nur halb für mich lohnte.

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    Sancro82s avatar
    Sancro82vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine tragische Familiengeschichte.
    Eine tragische Familiengeschichte

    Jones und sein 14 Jähriger Sohn Trevor reisen in das Elternhaus von Jones. In dem über 100 Jahre alten Haus leben immer noch Jones Vater Samuel und seine Schwester Serena. Samuel ist mittlerweile an Demenz erkrankt und Serena kümmert sich um ihn. Allerdings möchte Serena gerne das alte Anwesen samt mehrere Hektar Wald verkaufen und Samuel in einem Altersheim unterbringen. Nachdem Trevor allerdings seltsame Beobachtungen in dem Haus gemacht hat, beginnt er in seiner Familiengeschichte nachzuforschen und entdeckt erstaunliches...

    „Im Licht des Augenblicks“ beginnt in den 90ern und führt uns zurück durch Tagebucheinträge von Trevors Vorfahren bis ins Jahr 1890. Gegen Ende befinden wir uns in der Gegenwart zusammen mit Trevor, seiner Frau, seinen Kindern und seiner Mutter. Die Geschichte ist aus Trevors Perspektive geschrieben dadurch bekommt man die gesamte Gefühlswelt des Protagonisten mit. Was mir persönlich sehr gut gefiel. Die anderen Protagonisten waren mir am Anfang zu oberflächlich und seltsam, aber nach und nach erkennt man wieso sie sich so seltsam verhalten. Deswegen las es sich teilweise wie ein Krimi wobei auch jede Menge Drama in der Geschichte steckt. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und bekommt von mir 4 Sterne.

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    _zeilenspringerin_s avatar
    _zeilenspringerin_vor einem Jahr
    Atmosphärische Geschichte

    Ich hatte anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden, da zunächst sehr viele Fragen aufgenommen werden, die aber erst recht spät beantwortet werden. Dabei werden zahlreiche Erzählfäden aufgenommen, die gegen Ende alle zusammenlaufen und alles stimmig erklären. Die Auflösung selbst fand ich dann jedoch etwas zu simpel.

    Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des heute erwachsenen Trevor. Daher ist die Erzählperspektive sehr erwachsen. Den Reiz des Buches macht für mich die besondere Atmosphäre aus. Neben der normalen Handlung sind Gruselgeschichten eingearbeitet, die sich schön in die Gesamthandlung einfügen.

    Die Charaktere sind individuell gestaltet und haben mich im Gesamtbild überzeugt. Trevor ist als Protagonist sehr reif, intelligent und neugierig. Er will um jeden Preis den Geheimnissen des Hauses auf den Grund gehen. Zudem ist er sehr mutig.

    Fazit:

    Trotz einiger Längen hat mir "Im Licht des Augenblicks" gut gefallen. Man muss sich jedoch auf die Geschichte einlassen.

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    Frieda-Annas avatar
    Frieda-Annavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Konnte meinen Erwartungen an eine besondere Familiengeschichte nur teilweise entsprechen
    Eine verzwickt geheimnisvolle Familiengeschichte

    Der erzählende Protagonist Trevor fährt mit seinem Vater auf das Anwesen dessen Vorfahren. Großvater Samuel und seine Tante Serena leben noch dort und sind durch eine Grenerationen zurückliegende Abmachung an "Riddel House" gekettet. 

    Ein "Spuk" umgibt das Anwesen und alle Anwesenden machen ein Geheimnis um die Geschichte der verstorbenen Verwandten. Was mag dort passiert sein? Trevor, bereits unheimlich erwachsen mit seinen 14 Jahren, macht sich auf die Suche und merkwürdige Ereignisse beginnen sich ihm zu offenbaren. 

    Die Figur Trevor ist ein sympathischer Teenie, der in herrlich ehrlicher, erfrischender Art dargestellt wird. Dies passte meiner Meinung nach manchmal nicht zur sonst eher mysteriösen Atmosphäre des Buches. Mit dem "Spuk" in Riddel House konnte ich wenig bis gar nichts anfangen und so bekam die weitere Handlung für mich einen eher unwirklichen Charakter, auf den ich mich nicht gut einlassen konnte. Die Verhaltensweisen der übrigen Fiuren gaben oft Überraschingsmomente vor, die dann im weiteren Verlauf teils im Sande verliefen oder dessen näherer Sinn sich mir scheinbar nicht erschließen wollte. 

    Erst das Ende komnte mich wieder einigermaßen mit dem Buch versöhnen, welches trotzdem meinen anfänglichen Erwartungen nur teils entsprechen konnte. 

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    paintedautumns avatar
    paintedautumnvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein mitreißender Generationenroman mit authentischen Familienmitgliedern und einer atmosphärischen Grundstimmung.
    Packender Generationenroman mit Spukelementen

    Vorweg sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich in der Thematik noch ein Neuling bin. Die einzigen Bücher, die ich mit einer ähnlichen Richtung gelesen habe waren Whisper und Salzige Küsse aus dem Jugenbuchbereich. Also bin ich vollkommen frei in das Buch eingestiegen.
    Und dieser Einstieg verlief wirklich flüssig. Trevor übernimmt die Erzählstimme und berichtet in dem Roman „Im Licht des Augenblicks“ über die Geschehnisse im Sommer 1990 als er gemeinsam mit seinem Vater Zeit auf dessen Familienanwesen verbrachte.  An der einen oder anderen Stelle weist der „heutige“ Trevor auch auf Erkenntnisse hin, welche er damals, obwohl er für sein Alter ausgesprochen clever war, noch nicht erlangt hatte. Ich konnte mich dabei sofort auf Trevors bedachte Erzählart einlassen und mich in seine Gefühlswelt besonders in Bezug auf seine Familiensituation hineinversetzen. 
    Die anderen Charaktere sind ebenfalls sehr griffig und charakterstark. Sie haben alle ihre Eigenheiten und bleiben diesen auch treu, sodass sie plastisch und glaubwürdig erscheinen. Die Familienstruktur ließ sich gut erfassen und es kam in keinem Fall Verwirrung auf, in welcher Generation der Riddell Familie, die genannte Person zu verorten ist. Mir hat es zudem sehr zugesagt, wie der Autor offenlegte, dass sich Mitglieder einer Familie trotz der Verwandtschaft stark in ihren Interessen und Motiven unterscheiden können.
    Insgesamt empfand ich die Szenerie als sehr atmosphärisch, besonders auch durch unterschiedliche Einschübe - wie visionsartige Träume, Einblicke in Trevors Kindheit vor dem besagtem Sommer, oder zahlreiche Briefe und Tagebucheinträge. Die generationsübergreifende Handlung entfaltete sich so sehr schlüssig und harmonisch. Ich hatte über weite Passagen hinweg wirklich das Gefühl, ich würde einen Film schauen.
    Stellenweise herrschte für meinen Geschmack aber ein zu langsames Erzähltempo. Gerne hätte ich schon in der ersten Hälfte mehr über das Geheimnis im Hause gelesen, doch ich verstehe, dass der Autor zunächst erst einmal eine Verbindung zu den unterschiedlichen Charakteren aufbauen wollte. Dennoch empfand ich den Ablauf generell als etwas zu vorhersehbar, sodass auch das Ende nicht wirklich überraschend kam. Dennoch trägt der gewählte Abschluss dazu bei, dass die Grundstimmung intensiviert und das Buch mir noch länger im Gedächtnis bleiben wird.

    Insgesamt bin ich mit meiner ersten richtigen Erfahrung im Bereich der generationsübergreifenden Familienromane mit Spukelementen aber doch zufrieden und vergebe solide 4 von 5 Sternen.

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    esposa1969s avatar
    esposa1969vor einem Jahr
    Was ist die Wahrheit?


    Klappentext:

    Der 14-jährige Trevor besucht mit seinem Vater das heruntergekommene Familien-Anwesen in der Nähe von Seattle, in dem sein Großvater und seine Tante wohnen. Trevor stöbert durch längst verlassene Zimmer, in Geheimgänge hinter Tapetentüren, immer auf der Suche nach Antworten, vor denen die Erwachsenen zurückscheuen: Warum verletzt man immer wieder die, die man am meisten liebt? Wie kann man Schuld wiedergutmachen? Wie schwer wiegt ein Geheimnis, das man anderen vorenthalten hat? Seit Generationen scheint ein Fluch auf Trevors Familie zu lasten. Doch nun macht sich der gewitzte Trevor auf, die Wahrheit zu entdecken und auszusprechen.


    Leseeindruck:


    Mit "Im Licht des Augenblicks" von Garth Stein liegt dem Leser ein lesenswerte Familienzeitreise vor. Der Roman trägt uns ins Jahr 1990 und wir aus der Ego-Perspektive des seinerzeit 14-Jährigen Trevors berichtet, der zum ersten Male seinen Großvater Samuel und seine Tante besucht. Fasziniert von dem riesigen heruntergekommenen Haus, in dem die beiden leben - Riddell House - spürt er dessen Vergangenheit allgegenwärtig. Eine amerikanische Familiensaga mit all ihren tiefen Geheimnissen und Abgründen. Diese Familiengeheimnisse versucht Trevor zu ergründen und begibt sich auf Erkundungstouren durch die längst vergessenen Zimmer und Geheimngänge auf der Suche nach Antworten....

    Dieser Roman hat mir gut gefallen, man kann sich in Trevor gut hineinversetzen, denkt und fühlt mit ihm.

    Die Szenerien hatte ich gut und bildhaft vor Augen. Der Roman hat mir insgesamt gut gefallen und las sich lesenswert und flüssig. Sehr gerne vergebe ich 4 Sterne!


    @ esposa1969



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