Garth Stein Im Licht des Augenblicks

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Inhaltsangabe zu „Im Licht des Augenblicks“ von Garth Stein

Der Roman „Im Licht des Augenblicks“ von Garth Stein erzählt eine poetische, atmosphärische und tiefgründige Familiengeschichte aus dem Nordwesten der USA.

Der 14-jährige Trevor besucht mit seinem Vater das heruntergekommene Familien-Anwesen in der Nähe von Seattle, in dem sein Großvater und seine Tante wohnen. Trevor stöbert durch längst verlassene Zimmer, in Geheimgänge hinter Tapetentüren, immer auf der Suche nach Antworten, vor denen die Erwachsenen zurückscheuen: Warum verletzt man immer wieder die, die man am meisten liebt? Wie kann man Schuld wiedergutmachen? Wie schwer wiegt ein Geheimnis, das man anderen vorenthalten hat? Seit Generationen scheint ein Fluch auf Trevors Familie zu lasten. Doch nun macht sich der gewitzte Trevor auf, die Wahrheit zu entdecken und auszusprechen.

„Ich habe „Im Licht des Augenblicks“ verschlungen. Ein großes, wunderbares, Generationen umspannendes Epos, das im Nordwesten der USA spielt. Garth Stein hat uns erneut einen einzigartigen, gefühlvollen Erzähler für die Ewigkeit geschenkt, der uns in eine Geschichte voller Geheimnisse und Sehnsüchte mitnimmt.“ (Maria Semple, Autorin von „Wo steckst du, Bernadette?“)

Interessanter Ansatz mit einigen Längen - 3 Sterne

— Isaopera

Fesselnde Geistergeschichte

— Avalee

Einfach nicht mein Schreibstil

— Fabella

Eine tragische Familiengeschichte.

— Sancro82

Konnte meinen Erwartungen an eine besondere Familiengeschichte nur teilweise entsprechen

— Frieda-Anna

Ein mitreißender Generationenroman mit authentischen Familienmitgliedern und einer atmosphärischen Grundstimmung.

— paintedautumn

Mitreißende amerikanische Familiengeschichte über eine Holzdynastie und viele Geheimnisse aus der Vergangenheit verschiedener Generationen.

— Hermione27

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  • Im Licht des Augenblicks

    Im Licht des Augenblicks

    Kleine8310

    07. November 2017 um 22:59

    Lesegrund:  Bei diesem Buch hat die Inhaltsbeschreibung direkt meine Neugier geweckt. Zudem mag ich Geschichten um jüngere Protagonisten, da es sehr toll sein kann, wenn der Autor/die Autorin die Welt aus der Sicht eines Kindes beleuchtet.     Handlung:  In diesem Roman geht es um den vierzehnjährigen Protagonisten Trevor. Trevor ist gerade mit seinem Vater zu Besuch bei seinem Großvater und seiner Tante und geniesst es durch das heruntergekommene Anwesen zu stöbern, Geheimgänge zu entdecken und er ist immer auf der Suche nach Antworten, auf die verschiedensten Fragen. Seine Fragen treffen bei den Erwachsenen jedoch häufig auf wunde Punkte und darauf schauen sie dann nicht gerne. Zudem gibt es einen rätselhaften Fluch, der auf Trevor's Familie lastet und Trevor ist wild entschlossen die Wahrheit darüber in Erfahrung zu bringen.   Schreibstil:  Der Schreibstil von Garth Stein ist bildhaft und beinahe schon philosophisch. Zudem enthält die Geschichte sehr viele Dialoge und ein paar rätselhafte Tagebucheinträge von jemandem, den man zunächst nicht richtig zuordnen kann. Charaktere:  Die Ausarbeitung der Charaktere ist liebevoll und detailliert. Besonders Trevor hat mir als Protagonist gut gefallen und er ist ein durchaus besonderer Junge. Natürlich wirkt er, aufgrund seiner Überlegungen, älter, als er ist, aber das hat mich gar nicht so gestört, denn es passte auf eine Art gut zu ihm. Auch die Nebencharaktere sind gut dargestellt worden und machten die Geschichte rund. Es gab eine gute Mischung aus verschiedenen Personen, ohne in der Anzahl Überhand zu nehmen.   Spannung:  Der Spannungsbogen war, meiner Meinung nach, leider nicht ganz optimal angesetzt, da er häufig eher niedrig war. Das lag, in meinen Augen, oftmals an den ab und an eher langatmigen Passagen, die es an ein paar Stellen des Romans gab. Meist fehlte mir die Spannung, in den philosophischen Momenten, die manchmal ziemlich ausufernd waren.    Emotionen:    Die Emotionen hat Garth Stein recht gut rübergebracht. Alleine schon durch die Themen mit denen er Trevor auf die Suche nach Antworten schickt, regt er zum Nachdenken an und liess mich als Leserin auch emotional nicht kalt. In wenigen Momenten hätte ich mir aber auch von den anderen Charakteren mehr emotionale Reaktionen gewünscht, was seltener der Fall war.    "Im Licht des Augenblicks" ist eine schöne Geschichte mit einem tollen Protagonisten. Leider hat mich der Autor in Sachen Spannung und Gefühl nur bedingt überzeugen können, was den guten Gesamteindruck etwas getrübt hat.

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  • Geheimnisvoll

    Im Licht des Augenblicks

    SunshineBaby5

    22. October 2017 um 03:26

    In diesem Buch geht es um den 14-jährigen Trevor, der mit seinem Vater zum Haus seiner Kindheit nach Seattle fährt. Ursprünglich mit dem Plan es zu verkaufen. Trevor lernt dort seine Tante Serena und seinen Opa kennen. Der Vater hatte all die Jahre ebenfalls keinen Kontakt zu den beiden. Schon zu Beginn des Buches wird also klar, dass eine Last auf der Familie liegt. Das Haus selbst liegt in wunderschöner Landschaft, mitten im Wald, abgeschieden von der Stadt und ist riesen groß, so dass Trevor jede Menge entdecken kann. Es soll dort spuken und Geheimgänge und -kammern geben. Trevor wird wunderbar intelligent, mutig, aber auch einfühlsam dargestellt. Erzählt ist es aus seiner Sicht. Dies bringt jede Menge Humor mit in das Buch. Die Beziehungen der Charaktere untereinander entwickeln sich im Laufe des Buches und es kommt zu einigen Überraschungen. Ganz besonders zu Herzen geht einem die Beziehung zwischen Trevor und seinem Opa, die sich ganz unvoreingenommen kennen und mögen lernen.  Die Abschnitte über die Erkundungen des Hauses sind sehr spannend und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Es enthält viel geheimnisvolles, aber auch wunderschöne Zitate und Landschaftsbeschreibungen. Auch wenn ich lieber realistische Geschichten lese, mochte ich dieses Buch besonders gerne. Die Geisterszenen stören überhaupt nicht, sondern verleihen dem Buch etwas ganz besonderes. Fast hätte ich dem Buch die volle Punktzahl gegeben, da es mir insgesamt wirklich sehr gut gefällt. Einzig hat mir der Epilog nicht gefallen, da er etwas aus der Reihe fällt und meiner Meinung nach den besonderen Charme etwas zunichte macht. Ich gehe aber davon aus, dass ich mit diesem speziellen Aspekt nicht die Meinung der Mehrheit treffe. Insgesamt also absolut empfehlenswert!

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  • Tolle Idee, leider mangelt es bei der Umsetzung

    Im Licht des Augenblicks

    Silkchen2909

    25. September 2017 um 10:06

    Der vierzehnjährige Trevor verbringt den Sommer gemeinsam mit seinem entfremdeten Vater in der einst prächtigen, nun jedoch heruntergewirtschafteten Familienvilla der Riddels. Dort lernt er außerdem seine Tante sowie seinen Großvater kennen und er begibt sich auf die Erkundung seiner Familiengeschichte. "Im Licht des Augenblicks" ist eine wirklich seltsame Geschichte. Inhaltlich steht eine einzige, recht komprimierte Handlung im Fokus, und abgesehen davon geschieht nicht viel. Der Protagonist Trevor war mir durchaus sympathisch und auch die anderen Figuren wurden von Garth Stein fein herausgearbeitet. Leider kam - auch, wenn es inhaltlich durchaus möglich gewesen wäre - keine rechte Spannung auf und das Buch hat bei mir auch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen können. Fazit: Idee ok, Umsetzung na ja...

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  • "Clever Trevor"

    Im Licht des Augenblicks

    Avalee

    05. June 2017 um 11:13

    Trevor reist zum ersten Mal in seinem Leben mit seinem Vater Jones in das Familienanwesen seiner Familie: Riddell House. Dort lernt er seine Tante Serena und seinen Opa Samuel kennen. Aber auch sein längst verstorbener Urgroßonkel Benjamin nimmt Kontakt zu Trevor auf, während dieser die Familiengeschichte zu ergründen versucht. Dabei wird klar, dass Ben andere Wünsche für Riddell House und das dazugehörige Land hat, als Jones und Serena, die ihre Pläne für einen Verkauf des Anwesens durchsetzen wollen. Trevor muss entscheiden, wen er unterstützen wird: Die Lebenden oder die Toten. Nach dem zu diesem Roman dazugehörigen Klappentext, war es überraschend festzustellen, dass auch Geister in der Geschichte auftauchen. Allerdings fügen sich die paranormalen Erscheinungen gut in die Handlung ein und erzeugen zusätzliche Spannung. Riddell House ist ein Anwesen, das ich selbst gerne erkunden würde, da es so viele Geheimnisse in sich birgt. Es ist fesselnd wie Trevor diesen auf der Spur ist und Licht ins Dunkel bringt. Während Samuel sehr liebenswürdig erscheint, wirkt Serena manipulativ und unfreundlich. Darüber hinaus weiß sie ihre Reize genau einzusetzen und macht schamlos von diesem Wissen Gebrauch. Negativ anzumerken ist lediglich, dass Trevor sich für seine vierzehn Jahre viel zu „erwachsen“ verhält. Zwar wird die Geschichte vom erwachsenen Trevor erzählt, doch deshalb kann das damalige Verhalten nicht plötzlich so „erwachsen“ sein. Das führt teilweise zu Irritationen beim Leser, da beispielsweise andere Reaktionen erwartet werden würden.

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  • Einfach nicht mein Schreibstil

    Im Licht des Augenblicks

    Fabella

    05. May 2017 um 05:45

    Inhalt:Trevor ist 14, als ihn sein Vater mit auf eine Reise in seine Vergangenheit nimmt. Zusammen fahren sie in das Familienanwesen, wo seine Tante und sein Großvater leben. Dort angekommen, muss sich Trevor erstmal zurecht finden, in diesem riesigen Haus und mit den verdrehten Erzählungen seines Großvaters. Doch nach und nach fügen sich die Bausteine zusammen. Denn die Wahrheit kommt immer ans Licht.Meine Meinung:Puh .. ok .. das war definitiv kein Buch für mich. Der Inhalt klang so ansprechend, so spannend, so mysteriös. Doch was mich erwartete war irgendwie total wirr. Große Strecken fragte ich mich eher, ob ich einem Philosophen zuhörte. Alles war so ausschweifend und für mich dabei inhaltslos. Dann wieder konnte ich nicht mehr erkennen, was ist Realität, was Fantasie der Protagonisten und wo sind die Grenzen von Beidem?Ich fand die Geschichte über lange Strecken sehr zäh und mühseelig. Der Autor liebt Konversationen und so lauscht der Leser fast ununterbrochen den selbigen. Unterbrochen von Tagebucheinträgen, in denen ein längst verstorbener von seinem Leben erzählt, von seinen Verfehlungen und doch hier und da ein bisschen Licht ins Dunkle bringt.Ich denke einfach, man muss ein Liebhaber eines solchen Schreibstils sein. Meinen Geschmack hat es leider verfehlt. Doch trotzdem habe ich bis zum Ende durchgehalten, einfach, weil ich wissen wollte, ob sich das Ganze noch entknotet, ob man erfährt, was nun Fantasie und was Realität war. Und ja, teilweise gab es tatsächlich Erklärungen und ich war froh, diese gelesen zu haben - aber teilweise blieb es für mich genau so wirr.Fazit:Ich glaube, ich bin hier tatsächlich auf die Grenzen meines Geschmacks gestoßen, was den Schreibstil eines Autors anbelangt. Insofern ist meine Bewertung auch wirklich reine Geschmackssache .. meins war das Buch einfach nicht. Ich würde hier 2,5 Sterne vergeben, weil die Geschichte an sich ganz interessant war und ich zumindest bis zum Ende durchgehalten habe, was sich nur halb für mich lohnte.

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  • Eine tragische Familiengeschichte

    Im Licht des Augenblicks

    Sancro82

    27. April 2017 um 17:07

    Jones und sein 14 Jähriger Sohn Trevor reisen in das Elternhaus von Jones. In dem über 100 Jahre alten Haus leben immer noch Jones Vater Samuel und seine Schwester Serena. Samuel ist mittlerweile an Demenz erkrankt und Serena kümmert sich um ihn. Allerdings möchte Serena gerne das alte Anwesen samt mehrere Hektar Wald verkaufen und Samuel in einem Altersheim unterbringen. Nachdem Trevor allerdings seltsame Beobachtungen in dem Haus gemacht hat, beginnt er in seiner Familiengeschichte nachzuforschen und entdeckt erstaunliches... „Im Licht des Augenblicks“ beginnt in den 90ern und führt uns zurück durch Tagebucheinträge von Trevors Vorfahren bis ins Jahr 1890. Gegen Ende befinden wir uns in der Gegenwart zusammen mit Trevor, seiner Frau, seinen Kindern und seiner Mutter. Die Geschichte ist aus Trevors Perspektive geschrieben dadurch bekommt man die gesamte Gefühlswelt des Protagonisten mit. Was mir persönlich sehr gut gefiel. Die anderen Protagonisten waren mir am Anfang zu oberflächlich und seltsam, aber nach und nach erkennt man wieso sie sich so seltsam verhalten. Deswegen las es sich teilweise wie ein Krimi wobei auch jede Menge Drama in der Geschichte steckt. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und bekommt von mir 4 Sterne.

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  • Atmosphärische Geschichte

    Im Licht des Augenblicks

    _zeilenspringerin_

    24. April 2017 um 22:25

    Ich hatte anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden, da zunächst sehr viele Fragen aufgenommen werden, die aber erst recht spät beantwortet werden. Dabei werden zahlreiche Erzählfäden aufgenommen, die gegen Ende alle zusammenlaufen und alles stimmig erklären. Die Auflösung selbst fand ich dann jedoch etwas zu simpel. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des heute erwachsenen Trevor. Daher ist die Erzählperspektive sehr erwachsen. Den Reiz des Buches macht für mich die besondere Atmosphäre aus. Neben der normalen Handlung sind Gruselgeschichten eingearbeitet, die sich schön in die Gesamthandlung einfügen. Die Charaktere sind individuell gestaltet und haben mich im Gesamtbild überzeugt. Trevor ist als Protagonist sehr reif, intelligent und neugierig. Er will um jeden Preis den Geheimnissen des Hauses auf den Grund gehen. Zudem ist er sehr mutig. Fazit: Trotz einiger Längen hat mir "Im Licht des Augenblicks" gut gefallen. Man muss sich jedoch auf die Geschichte einlassen.

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  • Eine verzwickt geheimnisvolle Familiengeschichte

    Im Licht des Augenblicks

    Frieda-Anna

    22. April 2017 um 20:51

    Der erzählende Protagonist Trevor fährt mit seinem Vater auf das Anwesen dessen Vorfahren. Großvater Samuel und seine Tante Serena leben noch dort und sind durch eine Grenerationen zurückliegende Abmachung an "Riddel House" gekettet.  Ein "Spuk" umgibt das Anwesen und alle Anwesenden machen ein Geheimnis um die Geschichte der verstorbenen Verwandten. Was mag dort passiert sein? Trevor, bereits unheimlich erwachsen mit seinen 14 Jahren, macht sich auf die Suche und merkwürdige Ereignisse beginnen sich ihm zu offenbaren.  Die Figur Trevor ist ein sympathischer Teenie, der in herrlich ehrlicher, erfrischender Art dargestellt wird. Dies passte meiner Meinung nach manchmal nicht zur sonst eher mysteriösen Atmosphäre des Buches. Mit dem "Spuk" in Riddel House konnte ich wenig bis gar nichts anfangen und so bekam die weitere Handlung für mich einen eher unwirklichen Charakter, auf den ich mich nicht gut einlassen konnte. Die Verhaltensweisen der übrigen Fiuren gaben oft Überraschingsmomente vor, die dann im weiteren Verlauf teils im Sande verliefen oder dessen näherer Sinn sich mir scheinbar nicht erschließen wollte.  Erst das Ende komnte mich wieder einigermaßen mit dem Buch versöhnen, welches trotzdem meinen anfänglichen Erwartungen nur teils entsprechen konnte. 

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  • Packender Generationenroman mit Spukelementen

    Im Licht des Augenblicks

    paintedautumn

    20. April 2017 um 17:15

    Vorweg sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich in der Thematik noch ein Neuling bin. Die einzigen Bücher, die ich mit einer ähnlichen Richtung gelesen habe waren Whisper und Salzige Küsse aus dem Jugenbuchbereich. Also bin ich vollkommen frei in das Buch eingestiegen. Und dieser Einstieg verlief wirklich flüssig. Trevor übernimmt die Erzählstimme und berichtet in dem Roman „Im Licht des Augenblicks“ über die Geschehnisse im Sommer 1990 als er gemeinsam mit seinem Vater Zeit auf dessen Familienanwesen verbrachte.  An der einen oder anderen Stelle weist der „heutige“ Trevor auch auf Erkenntnisse hin, welche er damals, obwohl er für sein Alter ausgesprochen clever war, noch nicht erlangt hatte. Ich konnte mich dabei sofort auf Trevors bedachte Erzählart einlassen und mich in seine Gefühlswelt besonders in Bezug auf seine Familiensituation hineinversetzen.  Die anderen Charaktere sind ebenfalls sehr griffig und charakterstark. Sie haben alle ihre Eigenheiten und bleiben diesen auch treu, sodass sie plastisch und glaubwürdig erscheinen. Die Familienstruktur ließ sich gut erfassen und es kam in keinem Fall Verwirrung auf, in welcher Generation der Riddell Familie, die genannte Person zu verorten ist. Mir hat es zudem sehr zugesagt, wie der Autor offenlegte, dass sich Mitglieder einer Familie trotz der Verwandtschaft stark in ihren Interessen und Motiven unterscheiden können. Insgesamt empfand ich die Szenerie als sehr atmosphärisch, besonders auch durch unterschiedliche Einschübe - wie visionsartige Träume, Einblicke in Trevors Kindheit vor dem besagtem Sommer, oder zahlreiche Briefe und Tagebucheinträge. Die generationsübergreifende Handlung entfaltete sich so sehr schlüssig und harmonisch. Ich hatte über weite Passagen hinweg wirklich das Gefühl, ich würde einen Film schauen. Stellenweise herrschte für meinen Geschmack aber ein zu langsames Erzähltempo. Gerne hätte ich schon in der ersten Hälfte mehr über das Geheimnis im Hause gelesen, doch ich verstehe, dass der Autor zunächst erst einmal eine Verbindung zu den unterschiedlichen Charakteren aufbauen wollte. Dennoch empfand ich den Ablauf generell als etwas zu vorhersehbar, sodass auch das Ende nicht wirklich überraschend kam. Dennoch trägt der gewählte Abschluss dazu bei, dass die Grundstimmung intensiviert und das Buch mir noch länger im Gedächtnis bleiben wird. Insgesamt bin ich mit meiner ersten richtigen Erfahrung im Bereich der generationsübergreifenden Familienromane mit Spukelementen aber doch zufrieden und vergebe solide 4 von 5 Sternen.

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  • Was ist die Wahrheit?

    Im Licht des Augenblicks

    esposa1969

    19. April 2017 um 21:30

    Klappentext:Der 14-jährige Trevor besucht mit seinem Vater das heruntergekommene Familien-Anwesen in der Nähe von Seattle, in dem sein Großvater und seine Tante wohnen. Trevor stöbert durch längst verlassene Zimmer, in Geheimgänge hinter Tapetentüren, immer auf der Suche nach Antworten, vor denen die Erwachsenen zurückscheuen: Warum verletzt man immer wieder die, die man am meisten liebt? Wie kann man Schuld wiedergutmachen? Wie schwer wiegt ein Geheimnis, das man anderen vorenthalten hat? Seit Generationen scheint ein Fluch auf Trevors Familie zu lasten. Doch nun macht sich der gewitzte Trevor auf, die Wahrheit zu entdecken und auszusprechen.Leseeindruck:Mit "Im Licht des Augenblicks" von Garth Stein liegt dem Leser ein lesenswerte Familienzeitreise vor. Der Roman trägt uns ins Jahr 1990 und wir aus der Ego-Perspektive des seinerzeit 14-Jährigen Trevors berichtet, der zum ersten Male seinen Großvater Samuel und seine Tante besucht. Fasziniert von dem riesigen heruntergekommenen Haus, in dem die beiden leben - Riddell House - spürt er dessen Vergangenheit allgegenwärtig. Eine amerikanische Familiensaga mit all ihren tiefen Geheimnissen und Abgründen. Diese Familiengeheimnisse versucht Trevor zu ergründen und begibt sich auf Erkundungstouren durch die längst vergessenen Zimmer und Geheimngänge auf der Suche nach Antworten....Dieser Roman hat mir gut gefallen, man kann sich in Trevor gut hineinversetzen, denkt und fühlt mit ihm.Die Szenerien hatte ich gut und bildhaft vor Augen. Der Roman hat mir insgesamt gut gefallen und las sich lesenswert und flüssig. Sehr gerne vergebe ich 4 Sterne!@ esposa1969

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  • Die Geister der Vergangenheit

    Im Licht des Augenblicks

    buecherwurm1310

    18. April 2017 um 11:22

    Seit Generationen ist Ridell House in Familiensitz. Aber Jones ist als Jugendlicher dort weggegangen und nie zurückgekommen. Aber reist er mit seinen 14jährigen Sohn Trevor an und wird von seiner Schwester in Empfang genommen. Serena kümmert sich dort um den Großvater, der mit Demenz zu kämpfen hat. Trevor ist fasziniert von dem alten Haus und macht sich daran, das riesige Haus zu entdecken. Er findet versteckte Gänge und Zimmer sowie alte Tagebücher und Briefe. Trevor will mehr wissen, doch sein Vater ist ständig abwesend, seine Tante gibt merkwürdig unklare Antworten und von seinem Großvater ist krankheitsbedingt auch nicht viel zu erfahren. Doch es scheint Geheimnisse in der Familie zu geben und Trevor will diese aufdecken. Was sind die Geheimnisse der Familie? Warum flüchtet Jones vor der Vergangenheit? Warum will Serena das Haus unbedingt loswerden? Die Geschichte verläuft sehr ruhig, ist aber so atmosphärisch dicht, dass sie mich von Anfang an gepackt hat. Berichtet wird das Ganze von dem erwachsenen Trevor, der auf die Zeit zurückblickt, als er sich mit seinem Vater in Riddell House aufhielt. Diese Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart wird geschickt kombiniert mit Übersinnlichem. Die Riddells waren im Holzgeschäft tätig, das ihnen zu Reichtum und Ansehen verhalf. Aber es gab auch immer wieder tragische Ereignisse. Alle Personen, sei es die lebenden oder die toten, sind sehr gut und vielschichtig beschrieben. Jones ist von Schuldgefühlen getrieben und Serena fühlt sich vom Leben benachteiligt. Aber besonders gut gefallen hat mir Trevor, der viel erwachsener wirkt. Beharrlich versucht er die Familiengeheimnisse zu ergründen und weiß sehr genau, wann er einen Vorstoß wagen kann oder wann er besser auf eine günstigere Gelegenheit wartet. Vorbehaltslos geht er auch mit seinem Großvater um. Auch die Geister, die im Haus warten, schrecken ihn nicht. Das Ende ist dramatisch, aber es klärt sich alles schlüssig. Ein außergewöhnliche Geschichte, die mir gut gefallen hat.

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  • Starke amerikanische Familiensaga

    Im Licht des Augenblicks

    Hermione27

    17. April 2017 um 17:06

    Der 14jährige Trevor besucht gemeinsam mit seinem Vater zum ersten Mal den uralten Familiensitz seiner Vorfahren - einer Holzdynastie - in dem noch sein Großvater und seine Tante leben. Trevor erkundet das Anwesen, Riddell House, und entdeckt dabei geheime Verstecke, alte Tagebücher, Briefe und weitere Zeugnisse der Vergangenheit. Die Familie scheint einiges zu verbergen zu haben. Sein Vater und seine Tante geben dem 14jährigen jedoch keine befriedigenden Antworten und sein Großvater scheint aufgrund einer Demenzerkrankung dazu nicht in der Lage zu sein. Wie wird Trevor zu befriedigenderen Antworten kommen? Was ist in all den Generationen in Riddell House passiert? Welche Absichten verfolgen seine Tante und sein Vater? Welche die vorherigen Generationen? Der Roman wird aus der Sicht Trevors erzählt, der inzwischen älter ist und auf die Erlebnisse seines 14jährigen Ichs im Jahr 1990 zurückblickt. Die Geschichte ist atmosphärisch sehr dicht geschrieben und ist unglaublich spannend gehalten durch die vielen Entdeckungen, die Trevor auf seinen Touren durch das alte Haus macht. Die Figuren aus Trevors Familie sind sehr lebendig gezeichnet und nachvollziehbar dargestellt. Man kann die Zeit um 1990 sehr gut nachspüren und auch das besondere amerikanische Flair in der Familie - á la Jonathan Franzen - nachvollziehen. Insgesamt eine mitreißende Familiengeschichte, die mich sehr in den Bann gezogen und gut unterhalten hat.

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  • Die Geister, die ich rief ...

    Im Licht des Augenblicks

    engineerwife

    13. April 2017 um 15:51

    Mit diesem Buch ist dem Autor Garth Stein, den ich schon von seinem Debütroman Enzo oder die Kunst, ein Mensch zu sein kannte, eine berührende Geschichte um eine Familie gelungen, deren Porträt bis zum Anfang des 20. Jahrhundert reicht. Verstörende Dinge passieren auf dem alten Riddle Anwesen, als Trevor mit seinem Vater dort ankommt um das riesige Stück Land zu begutachten und zu Geld zu machen. So der Plan von Jones und seiner Schwester Serena, nicht jedoch der des Großvaters Samuel, der nicht loslassen möchte. Unweigerlich wird der erst 14jährige Trevor in die Geschichte mit reingezogen. Doch er nimmt nicht alles als gegeben hin. Angetan von seinem Großvater, den er eben erst kennen- und sehr schätzen gelernt hat, setzt er es sich zum Ziel, die Vergangenheit zu erforschen und stößt dabei auf unglaubliche Dinge. Die „ghosts of the past“ scheinen lebendiger denn je, immer wieder tauchen sie auf und entblättern so nach und nach eine Familiengeschichte, die man nicht die eigene nennen möchte. Es gelingt dem Autor in diesem Buch wunderbar die Gegenwart mit der Vergangenheit zu verknüpfen. Die Grenzen verlaufen fließend und immer wieder ist man fasziniert von der Reife des Jungen und oft angewidert von der scheinbaren Unreife der erwachsenen Protagonisten. Das Ende belohnt mit einer schlüssigen Aufklärung der meisten Fragen. Garth Stein ist ein würdiger zweiter Roman gelungen, zu dem ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche.  

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  • Heilung alter Wunden

    Im Licht des Augenblicks

    michael_lehmann-pape

    28. March 2017 um 13:26

    Heilung alter WundenNun, ganz so treffend ist der Titel der deutschen Übersetzung des Romans von Garth Stein nicht gelungen. Denn es ist nicht ein Augenblick, den der Roman in den Mittelpunkt setzt. Wobei es natürlich immer „Augenblicke“ sind, in denen sich entscheidende Weichen stellen.Wenn dies rauchförmige Gestalt im „Geheimen Zimmer“ vor Trevor erscheint, der, Schritt für Schritt, durch Tagebücher und „traumhaft“ zugestellte Briefe den dunklen Fleck seiner Familiengeschichte entdeckt. Was lange dauert.Wenn der Vorfahr sich als reicher Mann zurücklehnen kann, aber die drängende Einsamkeit von allen Seiten drückt.Wenn Falmmen an zu züngeln fangen.Wenn Trevors Vater eine Frau zu retten gedenkt.Wenn Trevors Mutter ihren Kopf an die Schulter ihres Mannes lehnt. Was eigentlich physikalisch in diesem Augenblick unmöglich ist.Wenn „Riddel“, der Familiensitz der ehemaligen Holzfirma sich „anhört“, als würde das Haus sich „in den Boden hinein arbeiten“.Aber all diese Augenblicke ergeben eine über Jahrzehnte fortlaufende Geschichte von Erfolg und Misserfolg , von Versprechen, die lange nicht eingelöst werden und von Verstorbenen, die durchaus aktiv das Leben der Lebenden noch begleiten. Weil noch etwas offensteht.Das ganze erzählt Stein im ruhigen, teils zu ruhigen Tonfall mit Rückblenden, eingeschobenen Tagebucheinträgen, Briefen, mit, vor allem, Selbstfindungen nicht weniger Personen auf ihrem Weg in und um das Landhaus herum, das seiner eigentlichen Bestimmung seit Langem bereits wartet und doch noch nicht „erlöst“ worden ist.„Warst Du nicht traurig“?„Ich war sehr traurig“.Was Trevor erst später erfassen wird, denn zunächst ist er gerade der Kindheit entwachsender Jugendlicher, der zu verkraften hat, dass seine Mutter und sein Vater nicht gemeinsam mit ihm den Familiensitz besuchen und dass sein Vater mehr und mehr „merkwürdige“ Verhaltensweisen an den Tag legt. Nachts im Saal des Hauses steht und zu warten scheint, mit einer Machete einen hartnäckigen Brombeerstrauch zerhackt weil unter diesem eine wichtige Erinnerung seiner Kindheit verborgen liegt.Wie zudem Ben, ein Vorfahr Trevors, sichtbar unruhig noch das Haus „bevölkert“, bis er auf der Spitze eines Baumes Frieden finden wird.Beziehungen untereinander, die über Jahrzehnte einander bedingen und miteinander verbunden sind, die ein Gefühl der Unruhe zunächst in Trevor hervorrufen, dass immer greifbarer wird, je mehr er in die Geschichte seiner Familie eindringt. Ein Roman, der über die konkrete Geschichte hinaus die Wichtigkeit für den Leser betont, „sein Haus in Ordnung“ zu bringen und das „Versprechen“ bindend sind. Ob man sie erfüllt oder nicht, ob sie Lebenden oder Toten gelten.Ein Buch auch mit Längen, mit nicht hohem Tempo und teils zu sehr auf das „poetische Gefühlserleben“ abgestellt, aber sprachlich gelungen, weitestgehend schön zu lesen und den Leser sehr nahe an die Figuren heranbringend.„Ich fragte mich, was mich so anrührte. Es war wie eine Inspiration“.„“Es ist morsch“, sagte mein Vater“.Und beides stimmt.

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