Gary Ezzo

 2.7 Sterne bei 6 Bewertungen

Alle Bücher von Gary Ezzo

Babywise - Schlaf gut, mein kleiner Schatz

Babywise - Schlaf gut, mein kleiner Schatz

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Erschienen am 29.08.2014
Schlaf gut, mein kleiner Schatz

Schlaf gut, mein kleiner Schatz

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Erschienen am 01.07.2001
Die Baby-Schule

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Erschienen am 19.02.2004
Conociendo a Tu Bebe

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Erschienen am 01.01.2001

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Rezension zu "Babywise - Schlaf gut, mein kleiner Schatz" von Gary Ezzo

Baby, Schlaf, Essen, Trinken
DieBertavor 4 Jahren

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Gerth Medien (September 2014)
Sprache:Deutsch
ISBN-10: 3865919855
ISBN-13: 978-3865919854
Größe und/oder Gewicht: 15,7 x 2,2 x 23,3 cm

Klappentext: Wie bekomme ich ein zufriedenes Baby, das nachts durchschläft? Wie schaffe ich es, als Mutter oder Vater nicht ständig erschöpft zu sein? Spätestens, wenn Eltern vollkommen übermüdet sind und das Gefühl haben, auch das Baby kommt nicht wirklich zur Ruhe, sind sie auf der ‚Suche nach Rat. Und diesen Rat finden sie in der komplett überarbeiteten Version des aktuellen dieses Bestsellers.
Hier finden Eltern Anregungen, wie man einen guten Rhythmus zwischen Füttern und Schlafenetabliert. Sie bekommen Tipps zum Umgang mit Wachstumsschüben und den damit verbundenen Änderungen im Nahrungsbedürfnis des Kindes. Ferner erhalten Eltern ganz praktische Hilfen, um auf die sich ändernden Schlafbedürfnisse ihres Kindes besser eingehen zu können. Auch wird gezeigt, wie sie einen Tagesablauf so strukturieren können, sodass Baby und Eltern zu einem entspannten Miteinander finden.

Das Buch hat ein schönes Cover und eine handliche Größe, kann man auch gut mal im Bett lesen, wenn das Baby schläft. Das hellblaue Cover mit dem zufriede schlafenden Säugling machen Hoffnung. Allerdings werde ich als dreifache Mutter beim Klappentext doch etwas skeptisch. Das hört sich alles so leicht an, haben denn so viele Eltern immer alles falsch gemacht?

Empfehlen würde ich das Buch nur für werdende Eltern oder Eltern mit Neugeborenen, da hier die ersten 52 Wochen behandelt werden.

Als erstes lese ich ein paar Meinungen von Eltern über dieses Buch, natürlich wie zu erwarten alle durchgehend positiv. Wer druckt in seinem eigenen Buch schon negative Meinungen ab. Dann das Vorwort vom Autor, Robert Buckmann: eigene Erfahrungen, die sicher alle Eltern machen. Dann noch eine Einleitung vom zweiten Autor, Gary Ezzo über den liebevollen Umgang mit dem Baby und die Eltern oder auch Alleinerziehenden, die darauf achten sollten, dass nicht nur das Baby im Mittelpunkt steht, sondern die ganze Familie nicht zu kurz kommen sollte. Das hört sich doch schon mal gut an. Wenn man das umsetzen kann wäre doch prima.
Abschreckend finde ich die vielen Regeln und Tabellen. Irgendwann sind auch die Eltern müde und vielleicht nicht mehr ganz so diszipliniert, außerdem sind die Tagesabläufe nicht immer gleich und schon ist man wieder raus aus dem Rhythmus.
Sicher kann man darüber streiten, ob Babys im Elternbett schlafen sollten. Manche Kinder und auch manche Eltern möchten das gar nicht. Dann würde ich auch davon abraten, aber dass Eltern von den Geräuschen eines schlafenden Babys gestört werden und das Kind deshalb nicht im Elternschlafzimmer schlafen soll finde ich doch sehr abwegig. Ich denke das Gegenteil ist der Fall und das gemeinsame Zimmer, vor allem in den ersten Wochen, wird für alle Beteiligten sehr beruhigend sein.
Alles in allem haben meine drei Kinder, ähnlich wie im Buch in einem gewissen Rhythmus geschlafen, solange sie gesund waren und nicht gerade Zähne bekamen oder etwas außergewöhnliches, ungewohntes passiert ist, ohne dass die Babywise-Methode angewendet wurde. Alles drei hatten ihren eigenen Rhythmus. Wenn man sich als Mutter und Vater darauf einstellt können Baby und Eltern zufrieden schlafen und auch zufrieden wach sein - Ausnahmen bestätigen die Regel ;)
Kleine Tipps, wie Routine im Tagesablauf und beim schlafen gehen finde ich ganz wichtig. Allerdings finde ich die Tabellen überflüssig, weil jedes Kind anders ist. Es mag ja sein, dass einige Kinder direkt nach der Mahlzeit die Windel voll haben und sich ein Wechsel anbietet, es kann aber auch gut sein den Rhythmus so zu legen, dass direkt vor dem schlafen gehen die Windel gewechselt wird. So läuft man nicht Gefahr, dass das Kind wegen der gefüllten Windel nicht schläft. Solche Dinge sollten ausprobiert werden und man sollte sich nach den Bedürfnissen des Kindes richten.
Das Kind nicht direkt nach dem füttern schlafen zu legen halte ich für einen guten Tipp, da somit füttern und schlafen gehen auch für später nicht zwangsläufig aneinander gekoppelt sind. Das man nachts nach füttern und Windelwechsel gleich wieder ins Bett geht ist sicher eine Selbstverständlichkeit und liegt im Interesse der Eltern.
Ich würde sagen eigentlich braucht man das Buch nicht, wenn man sich in das Kind einfühlt und den Rhythmus des Kindes beachtet. Wenn die Eltern merken, dass das Kind ab 23 Uhr eine längere Schlafphase hat, als tagsüber, bietet es sich an sich selbst auch um diese Zeit schlafen zu legen. Somit erhält man dann automatisch die maximale Elternschlafzeit. Das kann sich aber eigentlich auch jeder selbst ausrechnen. Wenn ich dann das Spätprogramm im TV noch schauen muss ist es wohl mein Problem und nicht das Problem des Kindes, das nach gewisser Zeit wieder Hunger oder auch andere Bedürfnisse hat. So kann man sich dann mit der Zeit aneinander gewöhnen und den Rhythmus so oder so nach Bedarf anpassen.
Wenn man ein unruhiges Leben führt, hat man sicher auch ein unruhiges Kind. Wenn ein gesundes Kind regelmäßig, nach Bedarf gefüttert wird und man sich liebevoll kümmert, wird man sicher auch ein ruhiges Kind haben. Ausnahmen gibt es sicher immer und dann ist es sehr wichtig, dass man erkennt, warum das Kind unruhig ist. Dann braucht man Hilfe und kann nicht mit Tabellen „rumdoktern“, weil unruhige Nächte auch ernste Gründe haben können. Das zu übersehen halte ich für wesentlich gefährlicher als das schlafen im Elternbett.
Die Tipps im 6. Kapitel finde ich teilweise wieder sehr hilfreich. Von einer guten Hebamme bekommt man wahrscheinlich ähnliche Tipps und man kann auch noch mal nachfragen. Die Sache mit dem Tragetuch bezieht sich sicher auf einfache Tücher oder schlechte Tragehilfen. Wenn man sich gut beraten lässt und ein qualitativ hochwertiges Tragetuch bzw. einen hochwertigen Tragesitz erwirbt hat man sein Geld gut investiert, insbesondere, wenn schon ein größeres Kind in der Familie ist.
Ich habe gelesen, dass einige Mütter durch dieses Buch beruhigt wurden und ihnen Sicherheit gegeben wurde. Allerdings halte ich es auch für möglich, dass das Gegenteil der Fall sein könnte, wenn es mal nicht ganz nach Plan geht und dann zu Unsicherheit führt. Wichtig ist, dass die Eltern sich absprechen und an einem Strang ziehen und möglichst selbst Ruhe ausstrahlen. Auch sollte man, wenn es möglich ist Hilfe annehmen, wenn man sich überfordert fühlt, egal ob man alleinerziehend ist oder ein Elternteil aus beruflichen Gründen manchmal abwesend ist. Niemand ist perfekt und die Eltern, die behaupten bei ihnen laufe immer alles glatt werden sicher auch mal etwas flunkern oder vergessen in ihrem Babyglück ganz schnell die schlaflosen Nächte ;)
Ich empfehle allen werdenden Eltern eine gute Hebamme, dann kann dieses Buch sicher auch nicht schaden, weil man noch mal nachfragen kann. Wenn man das Buch in Ruhe in der Schwangerschaft liest und sich auch andere Meinungen anhört ist es sicher keine Fehl-Investitution . Ich würde aber immer erst auf die Bedürfnisse des Kindes hören und erst dann die Ratschläge aus dem Buch befolgen. Wenn dann beides zusammen passt ist ja alles super.

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cho-ices avatar

Rezension zu "Babywise - Schlaf gut, mein kleiner Schatz" von Gary Ezzo

Mein Rat an alle Eltern: Finger weg!
cho-icevor 4 Jahren

Als ich „Babywise“ in diesem Jahr zu lesen begann, war unser erstes Kind gerade 5 Monate alt geworden und ich dachte mir: „Das passt ja!“ Doch leider musste ich feststellen: Bei diesem Buch stimmt leider vieles hinten und vorne nicht.

Im Zentrum steht, wie der Titel vermuten lässt, das Schlafen bzw. das Antrainieren eines Schlaf-Rhythmus nach der Methode „Elterngelenktes Füttern“ (EFG). Hierbei steht klar das Wohl der Eltern im Vordergrund, nicht das Wohl des Kindes. Es wird außerdem suggeriert, dass alle Kinder sich in das vorgestellte Schema von Ezzo und Bucknam pressen lassen und nach 6-8 Wochen durchschlafen. Zwar wird netterweise auch mehrmals gesagt, dass jedes Kind individuell ist, aber letztlich gestehen sie nur Abweichungen von wenigen Wochen zu, bis sich ein Kind auf diesen Rhythmus eingestellt haben soll.

Dass ein Baby sich schlichtweg einzufügen hat in das Leben seiner Eltern, ist in meinen Augen eine fatale Einstellung für die gesunde Entwicklung eines Säuglings, der keine andere Möglichkeit hat, seine Bedürfnisse zu äußern als eben durch Schreien. Die Studien, die die Autoren anführen, um ihre Theorie zu belegen, sind meiner Meinung nach wissenschaftlich höchst fragwürdig, sowohl in punkto Fallzahlen, als auch im Hinblick auf die Methoden, da sie sich nicht überprüfen lassen. 

Was neben diesen inhaltlichen Punkten irritiert, ist die Herangehensweise der Autoren. Eigentlich ist „Babywise“ eine Einführung für Eltern in das erste Jahr mit ihrem Baby. Das Buch enthält viele gute und Anregungen zum Thema Stillen, Säuglingspflege, etc., die auf dem heutigen Kenntnisstand sind, und darüber hinaus wertvolle medizinische Hinweise (was bei einem Kinderarzt ja auch zu erwarten ist). Der Buchaufbau, Titel und Klappentext sind jedoch alle so um die propagierte EFG-Methode herum strukturiert, dass diese positiven Aspekte unter den Tisch fallen bzw. man sich erst beim Lesen des Buches dessen bewusst wird. Allerdings sind mir beim Lesen auch viele Tipps und Ansichten begegnet (z. B. zum Tragetuch, Schlafen in einem Bett, Bauchlage, Fieber), die ich fragwürdig bzw. übertrieben und unsinnig fand.

Zusammenfassend halte ich dieses Buch für gefährlich, denn es weckt falsche Erwartungen bei Eltern und vermittelt falsche Erkenntnisse über die Entwicklung von Kindern im ersten Lebensjahr. Obwohl das Buch bei Gerth Medien, einem christlichen Verlag, erschienen ist, fehlt im jeglicher Bezug zum christlichen Glauben. Ironischerweise ist im selben Verlag ein Buch zur Entwicklung von Kindern erschienen („Die Herzen unserer Kinder berühren“), das ich sehr empfehlen kann - und dessen Erkenntnisse und Ansätze völlig im Gegensatz zu „Babywise“ stehen. Mein Fazit für alle (werdenden) Eltern lautet also: Finger weg!

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heaven4us avatar

Rezension zu "Babywise - Schlaf gut, mein kleiner Schatz" von Gary Ezzo

Ein gutes Grundlagenbuch für das erste Babyjahr
heaven4uvor 4 Jahren

Ein neugeborenes Baby bringt viele Veränderungen mit sich und junge Eltern sind oft dankbar für hilfreiche Tipps und Ratgebern - spätestens wenn sie total übermüdet sind, weil das Kind zu jeder Tages- und Nachtzeit Milch haben möchte. Vor allem beim ersten Kind ist man oft unsicher, in diesem Buch findet man auf viele Fragen hilfreiche Antworten.

In "Babywise - Schlafgut, mein kleiner Schatz" geht es nicht nur ums schlafen. Es wird auch darauf eingegangen wie wichtig eine stabile Ehe für das Wohlbefinden des Kindes ist, wie man die Wachzeiten seines Babys nutzen und einen Tagesablauf gut strukturierne kann und wie alles doch mit dem Schlaf des Babys zusammenhängt. Dazwischen gibt es Checklisten und ein Glossar mit wichtigen Begriffen rund um das erste Lebensjahr.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, wenn ich auch nicht mit allem übereinstimmen kann, was die Autoren anführen. Hauptaugenmerk des Buches liegt auf EFG - Elterngeleitetes Füttern. Dabei geht es darum einen Mittelweg zwischen Füttern nach der Uhr und Füttern nach Bedarf. Ohne es zu wissen, habe ich dieses Konzept bei beiden Kindern in etwa umgesetzt. Ob die Kinder dann wirklich, wie beschrieben, durchschlafen, muss man natürlich selbst ausprobieren. Ein Kapitel widmet sich auch Schreibbabys und solchen die Koliken haben. Besonders gut hat mir gefallen, dass hier das Stillen gleichrangig ist mit der Flaschennahrung. Stillen ist sehr gut, aber wenn das nicht klappt, dann ist auch Flaschennahrung eine gute Wahl. Leider wird die Flaschennahrung in vielen Ratgebern negativ bewertet, daher hat mir das hier wirklich gut gefallen!

Einige Dinge fand ich persönlich nicht so gut - vor allem, dass gesagt wird, man kann sein Kind ruhig mal schreien lassen. Natürlich geht es hier nicht ums stundenlange schreien, trotzdem finde ich als Mutter diesen Vorschlag nicht sehr gut. Schade ist auch, dass das Tragen im Tragetuch hier nicht gutgeheißen wird. Ich vermute aber, dass er hier die Trageweise der Wiege meint, die man heute (und vor allem in Deutschland, es ist ein amerikanisches Buch) nicht mehr anwendet, hier hätte man etwas differenzieren können. Der christliche Glaube spielt in dem Buch keine Rolle.

Bis auf diese paar Dinge finde ich das Buch sehr gelungen und auch fundiert. Für Eltern die ihren Kindern gern etwas Struktur vermitteln wollen und Hilfe suchen, werden viel lernen können. Vor allem als Geschenk zur Geburt des ersten Kindes ist das Buch sehr gut geeignet. Man sollte allerdings vorher überlegen ob die Eltern nach dem EGF-Konzept vorgehen wollen oder sich zumindestens darüber informieren wollen.

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