Gary L. Stewart

 3.9 Sterne bei 9 Bewertungen

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Der Zodiac-Killer

Der Zodiac-Killer

 (9)
Erschienen am 13.08.2015

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Rezension zu "Der Zodiac-Killer" von Gary L. Stewart

Wer ist der Zodiac?
kleine_wellevor 3 Monaten

Gary ist adoptiert und hat irgendwann den Wunsch zu erfahren, wer seine leiblichen Eltern sind. Seine Mutter findet er auch irgendwann und möchte von ihr wissen, wer sein Vater ist. Zunächst möchte sie nicht über ihn sprechen, aber dann lässt Gary die Suche nicht mehr los und er findet mehr raus als ihm lieb ist.

Auf dem Cover ist natürlich sehr präsent ein Bild von Earl Van Best Jr. Ist er der Zodiac?
Diese Frage schwebt natürlich über allem in dem Buch. Denn man fragt sich unweigerlich, ob Gary L. Stewart „nur“ sein Buch verkaufen möchte und sich einer fixen Idee hingibt oder ob sein leiblicher Vater wirklich der Zodiac Killer sein könnte.
Falls jemand den Zodiac nicht kennt, dieser ist ein Serienmörder der Ende der 60er Jahre im Raum San Francisco sein Unwesen trieb und fünf Menschen ermordete. Bis heute weiß keiner wer er wirklich war, obwohl es einige Verdächtige gab. Nun auch Earl Van Best Jr.?
Im Prolog erläutert Gary zunächst, wie seine Suche begann und er seine Mutter fand. Dies ist eine interessante Geschichte und man fragt sich wie der Dreh zu einem Serienmörder gelingen soll. Warum sollte ausgerechnet Gary L. Stewart dahinter kommen?
Dann folgt eine Geschichte von Van (wie er genannt wurde) und man bekommt einen Eindruck über sein Leben und wie er eventuell zum Killer geworden ist.
Irgendwie hat mich diese Geschichte fasziniert obwohl sie auch sehr abstoßend war. Dies machte auch die Erzählweise, die teils berichtende aber auch teils romanhafte Anflüge hatte. Eine gute Mischung, die einen fast vergessen lässt, dass es sich um einen wahren Fall handelt. Aber nur fast, denn es folgen nicht nur die Auflistungen der Taten des Zodiac, sondern auch Abweichungen auf andere Fälle und Dinge, die zu dieser Zeit passiert sind. Zum Beispiel die Morde der Manson-Familie. Da musste man schon am Ball bleiben, denn manchmal sprang er schon viel in den Details der verschiedenen Fälle rum. Vielleicht ist das aber auch der Tatsache geschuldet, dass er hier seine Tagebucheinträge in Buchform wiedergibt. Mit Hilfe der Schriftstellerin Susan Mustafa wohlgemerkt.
In dem Abschnitt über Van und den Taten des Zodiac sind keine Erläuterungen, wie er denn letztendlich auf die Idee gekommen ist, dass sein Vater und der Serienmörder ein und dieselbe Person sein könnten. Und deshalb zweifelte ich schon in großen Abschnitten des Buches an dieser Behauptung und fragte mich wiederholt, ist dieses Buch nur geschrieben worden, um Prestige rauszuschlagen?
Aber dann kam der letzte Teil, indem Gary seinen Weg beschreibt, wie er langsam versucht hinter die Identität von seinem Vater zu gelangen. Und ihr beginnen dann die Erklärungen, wie genau er darauf kommt.
Ich möchte da nicht so im Detail drauf eingehen, denn vielleicht möchte einer das Buch noch lesen, aber ich muss schon sagen, die Beweise, die er vorlegt klingen schon wahr und man fragt sich ob es nicht doch stimmen könnte, das Earl Van Best Jr. der Zodiac-Killer sein könnte.
Trotzdem bleiben Restzweifel. Denn warum scheinen sich die Behörden dafür kaum zu interessieren?
Aber so im Nachhinein wird einem dann doch der Aufbau des Buches klar und alles ergibt einen Sinn. Gut finde ich auch nochmal die Zeitachse am Ende des Buches, für einen besseren Überblick.

Mein Fazit: Wenn man sich für Serienmörder interessiert kommt man um den Zodiac Fall einfach nicht herum und dann ist dieses Buch eine wirklich interessante Lektüre. Die Beweise, die Gary L. Stewart entdeckt scheinen sehr aussagekräftig und obwohl kleine Restzweifel bleiben, kann ich mir gut vorstellen, dass das Rätsel um den Zodiac vielleicht gelöst worden ist. Aber unabhängig vom Zodiac ist es auch eine schöne Geschichte, wie ein adoptiertes Kind seine leibliche Mutter wiederfindet. 

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Mali133s avatar

Rezension zu "Der Zodiac-Killer" von Gary L. Stewart

Wie ich meinen Vater suchte und eine Bestie fand
Mali133vor 10 Monaten

"Der Zodiac-Killer" ist eine Biografie von Gary L. Stewart und ist 2014 im Bastei Lübbe Verlag erschienen.

Inhalt:
Ende der 1960er-Jahre hielt der sogenannte Zodiac-Killer den Großraum San Francisco in Atem, als der Serienmörder innerhalb eines Jahres 5 Menschen tötete und 2 schwer verletzte. Er wurde nie gefasst.
Gary L. Stewart begibt sich mit Ende dreißig auf die Suche nach seinem leiblichen Vater. Immer mehr erschreckende Dinge über seinen Vater kommen ans Licht und Gary ist sich sicher dass sein Vater der Zodiac-Killer ist.

Fazit:
Ich bin nur rein zufällig beim Stöbern auf dieses Buch aufmerksam geworden. Da ich mich aber sehr für Serienmörder interessiere war sofort klar dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Also habe ich mir das Buch direkt gekauft und begonnen zu lesen.
Der Schreibstil der Autoren war locker und flüssig zu lesen. Personen und Orte werden detailliert beschrieben, wie es bei einer Biografie zu solch einem Thema sein sollte.
Das Buch beginnt mit einem kurzen Prolog und gliedert sich danach in drei Abschnitte auf. Die Abschnitte sind wiederum in einzelne Kapitel aufgeteilt. Diese haben eine angemessene Länge und knüpfen immer an das vorherige Kapitel an.
Der erste Abschnitt befasst sich mit der fragwürdigen Liebesgeschichte der Eltern von Gary Stewart. Vom ersten Kennenlernen, über die gemeinsame Flucht, der Geburt von Gary bis zum Ende ihrer gemeinsamen Zeit.
Im zweiten Abschnitt wird dargelegt wie das Leben des Zodiac-Killers nach seiner Trennung von Gary's Mutter weiter verlief und wie er letztendlich zum Mörder wurde. Außerdem werden die einzelnen Morde glaubwürdig rekonstruiert.
Der letzte Teil berichtet wie es Gary zu guter Letzt gelungen ist, Beweise für seine Vermutungen zu finden und dass im Grunde kein Zweifel besteht dass sein Vater der Zodiac ist.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Mit dem Zodiac-Killer hatte ich mich bisher noch nie befasst und ich fand es äußerst spannend zu lesen, wie jemand die Puzzleteile zusammensetzt und somit einen längst geschlossenen Fall doch noch aufklärt. Eine gute Biografie, welche meiner Meinung nach vollkommen schlüssig ist. Im Anhang finden sich zudem noch Fotos und Analysen der Handschrift um die Tatsachen zu unterstreichen.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen!

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