Das Phantom der Oper

von Gaston Leroux und Maren Bonacker
4,1 Sterne bei241 Bewertungen
Das Phantom der Oper
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (187):
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das Musical ist sehenswert, das Buch geht weit darüber hinaus

Kritisch (7):
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Wer kitschige und dramatische Liebesgeschichten mag, der kommt hier voll auf seine Kosten. Mir wurde ab dem ganzen Schmand ziemlich übel...

Alle 241 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Phantom der Oper"

Unheimliche Vorfälle erschüttern das altehrwürdige Pariser Opernhaus. Ein Phantom soll in den düsteren Katakomben des Hauses sein Unwesen treiben! Als die junge Sängerin Christine spurlos verschwindet, macht sich der junge Vicomte Raoul auf, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Doch bald muss er um die Liebe seines Lebens kämpfen Gaston Leroux Das Phantom der Oper, ein von phantastisch-unheimlichen Momenten durchdrungener Roman wirkt authentisch und unglaublich nahe. Nicht umsonst inspirierte er Andrew Lloyd Webber zu dem erfolgreichsten Musical aller Zeiten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783401061115
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:350 Seiten
Verlag:Arena
Erscheinungsdatum:01.01.2006
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.09.2008 bei Universal Music erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Schluffvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: das Musical ist sehenswert, das Buch geht weit darüber hinaus
    das Phantom der Oper

    Vom Musical kannte ich den Hauptstrang der Geschichte und diese erschloss sich mir nicht weil ich nichts vom Protagonisten Eric wusste. Erst das Buch gab den Handlungen Sinn. In diesem erfuhr ich von Erics schillernder Zeit vor dem Rückzug in die Katakomben. In den Rezensionen geht seine Persönlichkeit unter, auf Häßlichkeit und Boshaftigkeit nach dem Motto "Die Schöne und das Biest" reduziert.
    Ein lesenswertes Buch wenn man es dann auch wirklich liest.

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    Jaris avatar
    Jarivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wer kitschige und dramatische Liebesgeschichten mag, der kommt hier voll auf seine Kosten. Mir wurde ab dem ganzen Schmand ziemlich übel...
    Gaston Leroux - Das Phantom der Oper

    Ein weiterer Klassiker, den ich von meiner Liste streichen kann. Nur um ihn dann nie wieder zu lesen und mit einem leichten Schaudern an die Qual zurückzudenken, die mir das Lesen bereitet hat.

    Zugegebenermassen ist diese Qual eine höchst persönliche. Wer kitschige und dramatische Liebesgeschichten mag, der kommt hier voll auf seine Kosten. Mir wurde ab dem ganzen Schmand ziemlich übel...

    Die grundsätzliche Idee des Buches ist nicht einmal schlecht. Daraus hätte man eine tolle und mysteriöse Geschichte zimmern können (was all die Filme und Musicals schlussendlich auch getan haben), aber die schlussendliche Umsetzung Leroux' ist eher süsslicher Natur. Aber wahrscheinlich wird er damit den Nerv seiner Zeit getroffen haben.

    Die Sprache selbst gefiel mir jedoch sehr gut, sie ist zwar blumig, aber dennoch passend und lässt sich leicht lesen. Auch kommt überall die Liebe zur Musik durch, ein sehr schönes Thema, auch wenn ich als völlig unmusikalischer Mensch diese Welt wohl nie ganz (be-)greifen werden kann.

    Mehr kann ich zu diesem Werk leider nicht sagen, da ich mich vordergründig darauf konzentriert habe, das Buch irgendwie zu Ende zu bringen...

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine düstere und geheimnisvolle Geschichte, die fesselt! Ich liebe es! <3 <3 <3
    Düster und Geheimnisvoll

    Zum Inhalt:

    In den Gewölben der Pariser Oper hält sich ein unsagbar hässlicher Mensch verborgen. Er hat zwei Leidenschaften: die Musik und die junge Sängerin Christine Daaé. Um sie zum Star der Oper zu machen, ist ihm jedes Mittel recht und bald hat er das ehrwürdige Gebäude in ein Tollhaus verwandelt und Sänger und Personal in Angst und Schrecken versetzt. Christine erliegt zunächst seinem Werben, bis sie sich in einen Spielgefährten ihrer Kindheit, den Vicomte de Chagny, verliebt, und das Phantom rasend wird vor Eifersucht.

     

    Zu den Protagonisten:

    Christine Daaé ist die weibliche Protagonistin in der Geschichte und eine sehr unentschlossene Person. Sie scheint bisweilen gefangen in ihren Gefühlen, die sie auf der einen Seite für Erik (das Phantom) und auf der anderen Seite für Raoul (der Vicomte de Chagny) empfindet. Obwohl dieses Schwanken manchmal etwas irritiert und bisweilen sogar nervt, kann man Christine auch verstehen. Erik teilt ihre Leidenschaft zur Musik und in ihm hat sie ihren Engel der Musik gefunden, doch gleichzeitig ist er auch unberechenbar und hat grausame Züge an sich. Raoul gibt ihr dafür Sicherheit und die Aussicht auf ein normales und glückliches Leben. Es ist schwierig mit Christine warm zu werden, da man nur das über sie erfährt, was sie Raoul preisgibt. Wie es in ihr wirklich aussieht bleibt eher undurchsichtig.

    Raoul hat mich sehr überrascht in der Geschichte. In den Musicaladaptionen nimmt er nicht gerade eine unwichtige Position ein, aber er taucht nicht so oft auf, wie es sich für die große Liebe eben gehört. Bei Gaston Leroux ist das jedoch anders. Hier ist er DER Protagonist, an dessen Seite man das Geschehen verfolgt. Trotzdem bin ich nach wie vor kein Fan von ihm! Er ist zwar präsenter und die Liebesgeschichte ist mit viel mehr Vergangenheit und Tiefgang verständlicher, dafür verliert Raoul deutlich an positiven Charakterzügen. Er bedrängt Christine regelrecht ihm alles zu erzählen und mit ihm zu fliehen und entwickelt sich dabei fast zu einem Stalker. Allerdings zweifelt man nicht an den tiefempfundenen Gefühlen, die er für Christine hegt, was ihn dann doch auch irgendwo wieder sympathisch macht. Trotzdem wird er vermutlich nie mein Held sein.

    Erik, besser bekannt als das Phantom der Oper, ist der dritte Hauptcharakter. Seit seiner Geburt ist er entstellt und dazu verdammt sich hinter Masken und im Dunkeln zu verstecken. Dabei entwickelte er eine Affinität zur Grausamkeit, was diese zwar verständlicher aber nicht entschuldbar macht. Man empfindet Mitleid und Angst zugleich, wenn man hört wie er Freude am Leiden seiner Mitmenschen hat. Nur Christine scheint wirklich das Gute in ihm zu wecken. In ihrer Gegenwart ist er ein Gentleman und die Misshandlungen aus seiner Kindheit brechen durch Traurigkeit Bahn und nicht durch Brutalität. Außerdem besitzt er einige Talente, wenn es um Geheimkammern und Verstecke geht und auch im musischen Bereich ist er überragend, was dafür sorgt, dass Christine sich so zu ihm hingezogen fühlt. Erik ist mir der Liebste der drei Protagonisten, denn er besitzt am meisten Tiefe und obwohl man von ihm am wenigsten sieht, leidet man am meisten mit ihm und seiner Liebe zu Christine.

     

    Meine Meinung:

    Ich muss zugeben, dass ich im ersten Moment von Gaston Lerouxs Schreibweise irritiert war. Seine Art zu schreiben erinnert Anfangs eher an einen Tatsachenbericht, doch nach kurzer Recherche fand ich heraus, dass Leroux ein Journalist war, was natürlich seinen ungewöhnlichen Stil erklärt. Man findet sich dann auch sehr schnell ein in die Geschichte und kann sie bis zur letzten Seite voll auskosten. Mal ist sie sehr düster und beängstigend, dann schon fast humoristisch, vor allem wenn die beiden neuen Direktoren der Oper auftauchen, die die Geschichten um das Phantom für einen Witz halten. Die Protagonisten spielen alle ihre Rolle tadellos und beleben die Geschichte. Auch wenn jeder so sein Manko hat, genau das ist es, was sie so echt wirken lässt. Vor allem Eriks Geschichte hat mich bewegt und ich weiß, dass ich mich für ihn entscheiden würde, hätte ich die Wahl zwischen diesen beiden Männern. Alles in allem ist der Roman von Gaston Leroux wundervoll geschrieben und ich kann ihm jeden empfehlen, egal ob man es schon als Musical kennt oder nicht.

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    Fleur91vor 2 Jahren
    Eine Geschischte, die mich schon immer fasziniert hat

    Wem sagt das Phantom der Oper eigentlich nichts? Mich konnte die Geschichte um das unbarmherzige Phantom, das sich völlig nach der Liebe einer jungen Frau verzehrt, schon immer faszinieren. Erst in Form der Verfilmung und des Musicals und als letztes auch in Form des Buches.
    Der Autor führt einen in diesem Buch durch das Geschehen in der Pariser Oper. Er tritt dabei auch als Ich-Erzähler auf. Eine weitere wichtige Person ist der Perser, den es weder im Musical noch in der Verfilmung gibt. Der Autor stellt sozusagen die Aufzeichnungen des Persers zur Verfügung, der Kontakt mit dem Phantom hatte. Durch seine Aufzeichnungen erfährt man, was unten am See wirklich geschah. Natürlich kommen auch Christine und Raoul nicht zu kurz. Ihre Liebesgeschichte nimmt einen relativ großen Teil des Buches in Anspruch. Zusätzlich sind auch viele witzige Passagen mit den Operndirektoren enthalten und noch viele andere Charaktere treten auf, die man aus Film und Musical kennt.
    Den Schreibstil fand ich etwas gewöhnungsbedürftig, aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, laß es sich angenehm und flüssig. Man darf ja nicht vergessen, dass dieses Buch 1910 geschrieben wurde. Ich empfand das Buch auf jeden Fall als so lebendig, dass ich am liebsten gleich selbst auf die Suche nach dem Phantom gegangen wäre.
    Was man vielleicht erwähnen sollte ist, dass das Buch sich vom Film und dem Musical hauptsächlich durch die Charakterzüge der Personen unterscheidet. Anfangs fand ich das auch etwas schwierig, aber das hat meinem Lesegenuss keinen Abbruch getan, auch wenn ich die Charaktere im Musical doch lieber mag.
    Für mich ist das Phantom der Oper einer meiner Lieblingsklassiker und absolut zu empfehlen für jeden, der die Geschichte um das Phantom genau so faszinierend findet.

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    juni_monds avatar
    juni_mondvor 3 Jahren
    Das Phantom der Oper – Gaston Leroux

    Unerklärbares geschieht in der Pariser Oper: Ein Mann wird erhängt aufgefunden, der riesige Kronleuchter fällt ins Parkett. Und bald ist es Gewissheit: Ein Gespenst geht um in der Oper! Keiner wagt ihm zu folgen, niemand weiß, dass es nur eins begehrt: die Liebe einer jungen Sängerin.
    (Klappentext)
     
    Gaston Leroux Schauplatz, die Pariser Oper, spiegelt den Makrokosmos Paris im Mikrokosmos des Operngebäudes – des Opern-Kolosses wider.
    Die Protagonisten kämpfen sich zuweilen 16 Stockwerke in die schwindelnde Höhe des Operndaches oder bis zur dritten Versenkung und weiter in die Tiefen der Oper. 
    Dies alles gehört zum Reich des Phantoms. Des Phantoms der Oper. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem "Phantom"? Und befindet man sich wirklich in den Versenkungen der Oper oder ergründet man hierbei die Unterwelt von Mythen und Alpträumen?
      
    Durch einen anschaulichen Prolog und Epilog schildert Gaston Leroux seine Nachforschungen zu den unerklärbaren Umständen, die sich an der Pariser Oper ereigneten. 
    In meiner Ausgabe gab es zuzüglich ein wunderbares Nachwort von Richard Alewyn, der die oben angedeuteten Überlegungen ausführt.
      
    Der Sprachstil ist wunderschön – der Perspektivenwechsel ist erfrischend und anschaulich – am Ende bleiben keine Fragen offen (außer natürlich der großen einen: hat sich das alles wirklich so zugetragen?).

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    j125vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Klassiker, der wirklich sehr gut verständlich ist!
    Toller Klassiker

    Inhalt:
    In der Pariser Oper geschehen merkwürdige Dinge. Angeblich haust in den Kellergewölben ein Phantom, welches aussieht wie ein Skelett und sich plötzlich in Luft aufzulösen scheint. Dann wird ein Bühnenarbeiter erhängt aufgefunden und schließlich verschwindet auch noch die gefeierte Solistin Christine Daaé. Der Vicomte Raoul macht sie auf die Suche nach ihr, da er unsterblich in sie verliebt ist…

    Meine Meinung:

    Das Phantom der Oper ist ein Klassiker, den viele vielleicht durch das bekannte Musical kennen. Ich wusste überhaupt nicht worum es in der Geschichte ging und habe mich dementsprechend ohne inhaltliche Erwartung an das Buch gewagt.

    Den letzten Klassiker den ich aus der Reihe des Karl Müller Verlags gelesen habe, habe ich nach hundert Seiten abgebrochen, weil ich es mir so gar nicht gefallen hat. Aus diesem Grund hatte ich auch hier Sorge, dass ich vielleicht mit dem Stil nichts anfangen können würde. Weit gefehlt, dieser Klassiker ist außerordentlich verständlich, wer also sonst Angst vor der Sprache in Klassikern hat, braucht hier nichts zu fürchten.

    Eine Sache hat mich allerdings irritiert und zwar ist die Geschichte eigentlich in der Vergangenheit geschrieben. An einigen Stellen wechselt es dann aber in die Gegenwart und irgendwie konnte ich den Grund nicht nachvollziehen.

    Inhaltlich hat mir die Geschichte sehr gefallen. Zwischen Raoul und Christine gibt es eine klassische Liebesgeschichte, die eigentlich erst relativ spät thematisiert wird. Zu Beginn steht vor allem das Wirken des Phantoms im Vordergrund, da die Oper von zwei neuen Direktoren übernommen wird, die nicht an den Spuk durch das Phantom glauben.

    Außerdem fand ich die Handlung wirklich spannend, weil ich – dadurch dass ich kein Vorwissen hatte – wirklich nicht wusste ob das Phantom ein Mensch ist oder eben nicht.

    Am Ende hat mir lediglich ein bisschen das Motiv des Phantoms gefehlt. Es ist schon klar warum es unter der Oper haust, aber ein oder zwei Aspekte hätte ich gern ein kleines bisschen besser erklärt gehabt.

    Fazit:
    Ein Klassiker, der mich wirklich überzeugen konnte. Er ist gut verständlich und auch die Handlung ist sehr spannend.

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    MyriamErichs avatar
    MyriamErichvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Es gibt kaum bessere Bücher!!!
    Das Geheimnis der Pariser Katakomben

    "Wie Pergament ist seine Haut, ein schwarzes Loch unter dem bleichen Nasenbein. Hoch mit der Hand, seid auf der Hut, sonst fängt er Euch mit seinem Zauberlasso ein!"(Aus: "Das Phantom der Oper" , Musical von Andrew Lloyd Webber, nach Gaston Leroux´ gleichnamigen Buch)

    Paris 1880. Die Direktoren der Opéra Garnier, sowie die Polizei stehen vor einem unlösbaren Rätsel: Seit geraumer Zeit treibt sich ein Phantom in den Katakomben unter der Pariser Oper herum. Mit Gewalt und Erpressung versetzt es die gesamte Oper in Aufruhr. Niemand kenn sein Gesicht, denn es ist hinter einer Maske verborgen. Seine Leidenschaften sind zum einen die Musik, zum anderen die junge Balletttänzerin Christine Daaé, die er in sein Reich entführt und der er das Singen beibringt. Dabei verliebt er sich in das junge und unschuldige Mädchen. Er ermöglicht ihr eine Karriere als Solistin und schreckt hierfür nicht davor zurück, die große Primadonna La Carlotta aus ihrem Dienst zu vertreiben. Doch als Christine ihren Jugendfreund Raoul Vicomte de Chagny wieder trifft und ihre damalige Jugendliebe erneut aufflammt, wird das nach Liebe lechzende Phantom rasend vor Eifersucht. Um zu verhindern, dass Christine die Oper verlässt, um mit Raoul ein neues Leben zu beginnen, entführt er sie während eines Auftritts und hält sie in den unterirdischen Kellergewölben gefangen. Doch Raoul folgt den beiden und das Phantom stellt Christine vor die Wahl...

    Das Phantom der Oper ist ein spannender Krimi aus dem 19. Jahrhundert. Geschrieben wurde das Buch von dem französischen Journalisten Gaston Leroux, der schon immer ein Faible für übernatürliche Vorgänge besaß. Darüber hinaus vertrat er die Meinung, dass es das Phantom wirklich gegeben habe. Denn einige Ereignisse, die der Autor in die Handlung mit einfließen lässt, waren wirklich passiert. So zum Beispiel der Fall des Kronleuchters bei dem die Concièrge der Oper ums Leben kam.

    Meine Mutter hat mich dazu animiert, dieses Buch zu lesen und seitdem bin ich ein großer Fan davon. Gaston Leroux versteht es, seine Leser zu begeistern. Die Handlung ist wahnsinnig spannend und vollkommen authentisch. Es handelt sich nicht, wie man wahrscheinlich der Inhaltsangabe entnimmt, um ein brutales Gemetzel und auch nicht um eine klassisch kitschige Liebesgeschichte. Vielmehr ist es eine spannungsgeladene Mischung aus packendem Krimi und zarter Liebesgeschichte. Hinzu kommt das tragische Ende, welches den Leser Sympathie für das Phantom empfinden lässt. Die Geschichte ist höchst faszinierend. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass Gaston Leroux wahre Begebenheiten als Basis nahm und diese in die Story einarbeitete. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, zweifelte ich kaum noch an der Existenz des Phantoms, welches ich zu Anfang für ein Hirngespinst hielt. Mittlerweile gibt es einige Verfilmungen (eher weniger empfehlenswert) und das wohl bekannteste Musical von Andrew Lloyd Webber (höchst empfehlenswert!). Zwar ist die Handlung gekürzt und auch die Charaktere sind ein wenig anders konstruiert, dennoch ist es ein hoch faszinierendes Musical, schon allein durch die mitreißende und atemberaubende Musik!

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    Jacynthes avatar
    Jacynthevor 4 Jahren
    "Das Phantom der Oper" von Gaston Leroux

    Inhalt


    Paris 1877. Um die Liebe der jungen Sängerin Christine zu gewinnen, ist dem sagenumwobenen Phantom der Oper jedes Mittel recht. Scheinbar unerklärliche Dinge geschehen, als Christine sich in einen anderen verliebt, was das Phantom nicht dulden will. Und bald muss Christine sich entscheiden: zwischen ihrer Liebe und dem Tod vieler unschuldiger Menschen.


    Meine Meinung


    Bevor ich irgendetwas anderes zu diesem Roman sagen kann, muss ich mein Erstaunen darüber ausdrücken, dass dieser Roman schon  1910 geschrieben wurde! Stellenweise ist das Buch so pfiffig und humorvoll, dass ich kaum glauben konnte, dass es schon über 100 Jahre alt ist!

    Leider konnte das aber auch nicht über den Umstand hinwegtrösten, dass das Buch sich gezogen hat und ich streckenweise sehr gelangweilt war. Es liegt wohl hauptsächlich daran, dass ich Musical und Film schon lange kenne und in Gedanken ständig damit verglichen habe. Meine Hoffnung, dass ich durch das Buch vielleicht noch mehr Hintergrundinformationen zu den Figuren erhalten würde, hat sich leider auch nicht erfüllt. Im Gegenteil: mir erschienen die Figuren teils durchsichtiger und oberflächlicher als im Film. Aus Raoul wurde plötzlich ein schwächlicher Jammerlappen, aus Madame Giry, deren beachtliche Persönlichkeit im Film heraussticht, eine zickige und selbstgefällige Logenschließerin.

    Musical und Film haben neben diesen noch einige der von Leroux angedachten Rollen umbesetzt und außerdem eine für den Roman ganz entscheidende Figur, den Perser, gestrichen. Vielleicht liegt es schlicht daran, dass ich schon so an den Film gewöhnt bin, aber ich mochte keinen einzigen der originalen Charaktere, abgesehen vom Perser. Er war mir sympathisch was sein Denken und Handeln anging, allerdings gefällt mir die Vergangenheitsgeschichte des Phantoms nicht, die sich mit dem Perser verknüpft.

    Die Erzählungen des Persers nehmen, da er Erik, das Phantom, kennt, wie kein anderer, große Teile des Romans ein, die zur Klärung des Kriminalfalls beitragen. Der Roman ist nämlich wie ein Krimi aufgebaut, der 30 Jahre später rückblickend erzählt wird. Ein gewisser G.L., der sich im Prolog vorstellt und im Folgenden immer wieder als Ich-Erzähler auftritt (die Verbindung zum Autor ist offensichtlich), legt darin die Berichte vor, die er im Zuge seiner Nachforschungen entdeckt hat. Briefe, Aufzeichnungen von Zeitgenossen etc. Langsam und chronologisch berichtet er so dem Leser von dem, was sich damals zugetragen hat. Ich fand es spannend, die Geschichte mal in Form eines Kriminalfalls, den es zu lösen gilt, zu lesen, konnte mich wie gesagt aber mit vielem Anderen nicht anfreunden.

    Es ist wohl reine Geschmackssache, was man von diesem Roman hält. Ich denke, er ist für alle Phantom-Fans ein Muss, denn es handelt sich dabei schließlich um das Original. Mir persönlich hat es nicht gefallen, daher vergebe ich nur  2 von 5 Wolken. Wie immer bei solch harten Urteilen der Hinweis, dass es sich dabei ausschließlich um meine persönliche Meinung handelt!

    Kurz bevor ich meinen Blog ins Leben gerufen habe, habe ich den Roman "Das Phantom" von Susan Kay gelesen. Dieser befasst sich ausführlich mit der Geschichte des Phantoms  bevor es in die Oper kommt. Es ist schon knapp 3 Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe, doch ich habe es als sehr, sehr gut in Erinnerung. Vielleicht lese ich es demnächst erneut, dann kann ich mich vielleicht auch wieder mit der Persien-Variante anfreunden ;) 

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    Kopf-Kinos avatar
    Kopf-Kinovor 4 Jahren
    „Denn auch wenn er nicht da ist, habe ich immer seine Seufzer im Ohr.“

    In seinem Schauerroman entführt uns Gaston Leroux in die Katakomben der Pariser Opéra Garnier in den 1880-er Jahren und präsentiert eine Dreiecksgeschichte voller Dramatik in feinster Erzählkunst.

    Wer kennt sie nicht – die tragische Geschichte der schönen Opernsängerin Christine, in die sich einst der „Engel der Musik“ unsterblich verliebte? Somit erspare ich mir eine Inhaltsangabe und komme sogleich auf das Wesentliche, meine Eindrücke, zu sprechen.

    Der Einstieg fielen mir zunächst etwas schwer, da viele Figuren innerhalb weniger Seiten eingeführt wurden, die allesamt französische Namen trugen. Da ich dem Französischem (leider noch) nicht mächtig bin, kam ich am Anfang oftmals durcheinander. Zum Glück hatten die meisten Personen im weiteren Verlauf der Geschichte keine tragende Rolle und die Auswahl der Agierenden reduzierte sich auf ein Minimum, was mir das Lesen schließlich erleichterte.

    Die Sprache des Autors ist, da 1909 geschrieben, altertümlich, aber für meinen Geschmack an keinster Stelle zu veraltert, als dass man dem Geschriebenen nicht hätte flüssig folgen können. Stellenweise wirkt sie sogar recht dichterisch, an anderen Stellen wiederum eher klar und nüchtern. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass sich die Sprache mehr und mehr dem jeweiligen inhaltlichen Kontext anpasste. Meiner Meinung nach ist die Lektüre gut geschrieben und gekonnt mit dem einen oder anderen Stilmittel versehen.

    Ungewohntes stellte ich hinsichtlich eines Satzzeichens fest: Der Autor schien eine wahre Affinität für Ausrufezeichen zu hegte. Selten ist mir eine solche Präsenz jenes Satzzeichens in meiner Bücherwelt untergekommen. Zunächst irritierte mich dies etwas (aus dem einfachen Grund, da ich die Häufigkeit nicht gewohnt war), aber mit der Zeit gewöhnte ich mich daran.

    Den Aufbau des Buches fand ich recht überraschend. Erwähnenswert wäre hierfür der Ich-Erzähler, der niemanden anderen als den Verfasser höchstpersönlich repräsentiert und den Leser von der Echtheit des Phantoms zu überzeugen weiß. Des weiteren lebt das Buch vom Perspektivenwechsel, welcher eine gute Spannung erzeugt, die Charaktere ins Licht rückt und die jeweilige Gefühlswelt (oder -abgründe) eingehender verdeutlicht. Außerdem gibt es ab und an überraschende Sprünge von der Gegenwart in die Vergangenheit. In seiner Gesamtheit macht dies eine wohlwollende Komplexität aus, die mir zusagte.

    Das „Phantom der Oper“ einzuordnen, will mir eventuell nicht recht gelingen, da es meiner Meinung nach neben einer guten Mischung aus Kriminal-, Schauer- und Liebesroman eine ganz eigene Aura der Mystik hat, die mich fesselte und die für mich nicht recht greifbar ist.

    Mit Überraschung stellte ich während des Lesens fest, dass Erik, das Phantom, so ziemlich der einzige Charakter war, zu dem ich eine große Sympathie aufbaute, obgleich es nicht viel Gutes über ihn zu berichten gibt. Vermutlich lag es daran, da er eine Vielfalt an Gefühlen in mir auslöste: Faszination, Mitleid und Abscheu. Ja, das Phantom zog mich in seinen Bann – ohne dass ich seiner phantastischen Stimme lauschen konnte. Schade eigentlich.

    Es gibt für mich wenige Bücher, die mich mit einer Liebesgeschichte überzeugen konnten, da es meiner Meinung nach ein Genre ist, dass rasch in Kitsch oder sonstige rosa Gefilde abgleiten kann. Vieles ist für meinen Geschmack zu banal um- und/oder geschrieben. Kurz und knapp: Die geschilderte Liebe überzeugte mich oftmals einfach nicht - anders hier, da es mehr ist; eine Leidenschaft, die zum Wahnsinn führt.

    Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich in einer ergreifenden Geschichte abtauchen durfte, die für mich ein einmaliges Lesevergnügen darstellte, und die ich am Ende mit einem weinenden Auge beiseite legte. Im Anschluss hinterlasse ich eine Textprobe, die ich mir in mein privates Büchlein gesammelter Zitate notierte - aber lest selbst:

    „Wisse“, stieß er aus dem Blasebalg seiner Kehle hervor, „wisse, dass ich ganz aus Tod bestehe, vom Scheitel bis zur Sohle. Dass ein Kadaver dich liebt, dich anbetet, dich nie und nimmer verlässt! Ich werde den Sarg vergrößern lassen, Christine, für später, wenn wir am Ende unserer Liebe sind! Sieh doch, ich lache nicht mehr, ich weine, ich weine um dich, Christine, die du mir die Maske heruntergerissen hast und mich deshalb nie mehr verlassen kannst! Solange du mich für schön halten konntest, Christine, konntest du zurückkommen! Ich weiß, dass du zurückgekommen wärst. Aber jetzt kennst du meine Abscheulichkeit, und deshalb willst du für immer fliehen. Ich halte dich aber zurück! Warum wolltest du mich sehen? Du warst wahnsinnig, Christine, mich sehen zu wollen! [...]“ Schließlich ließ er mich los und wand sich ächzend am Boden.


    Kleiner Tipp: Wer einen Schritt weiter gehen möchte, um mehr über Eriks Lebens- und Leidensgeschichte zu erfahren, dem möchte ich Susan Keys „Das Phantom“ empfehlen. Zwar las ich das Buch vor etlichen Jahren (und ja, Geschmäcker können sich verändern), aber mir gefiel es damals sehr. Wenn alles geklappt hat, müsste Keys Buch unten verlinkt sein. (Ich und Internet...)

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    carpes avatar
    carpevor 5 Jahren
    Traurig-Schön

    Kurzbeschreibung (Text vom Schutzumschlag meiner Ausgabe):
    Seit längerer Zeit schon spukt es in der Pariser Oper. Unheimliche Stimmen, Seufzer und Musik sind zu hören. Es wir gemunkelt, dass ein Phantom im Opernhaus umgeht. Immer mehr merkwürdige Dinge passieren, bis eines Tages ein Bühnenarbeiter tot aufgefunden wird. Dann verschwindet auch noch der neue Star der Oper, die Sängerin Christine Daaé. Handelt es sich bei dem Phantom vielleicht doch um ein menschliches Wesen? Vicomte Raoul, der in Christine verliebt ist, begibt sich mutig auf die Suche nach der Sängerin.


    Ich mag den Film, ich liebe das Musical, als war es ein MUSS dieses Buch einmal zu lesen.
    Und ich habe es nicht bereut.

    Das Buch ist gut und flüssig geschrieben. Obwohl ab und an mal ein Erzählerwechsel drin ist, findet man sich schnell wieder rein.
    Die Gefühle der Hauptprotas werden sehr gut beschrieben. Der Leser ist voll mit dabei und ich musste schon mehr als einmal schlucken.

    So richtig beschreiben kann man das Buch gar nicht. Man muss es gelesen haben.

    Ein traurig-schönes Buch, was ich jedem nur empfehlen kann.
    Jedoch sollte man den Vergleich Buch-Film/Musical meiden. Die künstlerisch Freiheit der Macher von Film und Musical ist schon relativ ausgeprägt. Aber die Grundstory bleibt logischerweise erhalten.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    mysticcats avatar

    ✖️✖️✖️Dies ist keine Leserunde und es gibt auch keine Bücher zu gewinnen!✖️✖️✖️

    🐺 Werwölfe von Düsterwald  in der Oper ⛪️

    Wir spielen die Werwölfe von Düsterwald im Phantom der Oper Setting .


    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Nach einigen... ähm,... Zwischenfällen ist unser Opernhaus auf der Suche nach vielversprechenden Talenten - gerne auch mit Berufserfahrung. Bitte bewerben Sie sich im entsprechenden Unterpunkt. Die ersten 25 Bewerber*innen werden auf jeden Fall aufgenommen - weitere Bewerber*innen halten wir gerne auf unserer Warteliste in Evidenz. Bewerbungen, die nicht über den korrekten Menüpunkt bei uns einlangen, können nicht berücksichtigt werden. Zwei Tage vor Beginn der Tätigkeit werden die Bewerber*innen schriftlich von der Geschäftsführung angeschrieben, mit der Aufforderung, ihren pünktlichen Dienstantritt nochmals rückzubestätigen. Die endgültige Zuweisung der Tätigkeit erfolgt kurz vor Dienstantritt in einem persönlich an SIe gerichtetem Schreiben.

    Wenn Sie mehr über unsere offenen Stellen erfahren möchten, finden sie vakante Positionen unter "Tätigkeitsbereiche". Ab und zu scheint es jedoch gewisse,.... Unregelmäßigkeiten im System zu geben, wodurch auch nicht offizielle Stellen, die wir gar nicht besetzen möchten, aufgelistet werden. Bitte nehmen Sie den Scherzbold nicht zu ernst.

    Bis zu 25 Talente können am Sonntag, 16.7.2017 bei uns ihren Dienst antreten. Ich erwarte Sie dann täglich ab etwa 20 Uhr zur Dienstbesprechung (=Tag und Nachtwechsel).

    Aus, ...mhm..., datenschutzrechtlichen Gründen werden Sie gebeten, vertrauliche Details wie Namen und Stand während des laufenden Bewerbungsverfahrens nicht hier in aller Öffentlichkeit preiszugeben.

    Vielen Dank für Ihr Interesse und mit hochachtungsvollen Grüßen,

    die Geschäftsführung

    WICHTIG❗️
    Wenn jemand zweimal die Abstimmung verpasst, wird er aus der aktuellen Spielrunde ausgeschlossen. Überlegt euch deshalb gut ob ihr wirklich teilnehmen wollt und die Zeit dafür habt. 

    Jeder Tag/jede Nacht dauert 24 Stunden. Der Tag/Nachtwechsel findet gegen 20 Uhr statt.

    Da sich die Geschäftsführung häufig auf Dienstreisen befindet, kann es hier zu vorher angekündigten Änderungen kommen.


    Teilnehmer

    1. Vucha
    5. Xanatu
    12. Buchgeborene- BETRIEBSRATSVORSITZENDER
    15. LillianMcCarthy




    Ersatz: _Buchliebhaberin_


    Noch dabei:

    2 Dorfbewohner
    0 Seherin
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    0 Ritter mit der rostingen Klinge
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    0 Wolfjunges
    0 Wolf ohne Rudel
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    18. Liberace
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    8. Nika89
    2. Mitchel06 - BETRIEBSRATSVORSITZENDER
    17. Moeriam
    19. Henny176
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    16. Traubenbaer
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    3. melanie1984
    21. Pippo121

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