Gaston Leroux Le mystère de la chambre jaune

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Inhaltsangabe zu „Le mystère de la chambre jaune“ von Gaston Leroux

Cette uvre (édition relié) fait partie de la série TREDITION CLASSICS. La maison d édition tredition, basée à Hambourg, a publié dans la série TREDITION CLASSICS des ouvrages anciens de plus de deux millénaires. Ils étaient pour la plupart épuisés ou uniquement disponible chez les bouquinistes. La série est destinée à préserver la littérature et à promouvoir la culture. Avec sa série TREDITION CLASSICS, tredition à comme but de mettre à disposition des milliers de classiques de la littérature mondiale dans différentes langues et de les diffuser dans le monde entier. (Quelle:'Fester Einband/28.02.2013')

Handwerklich perfekt gestaltet. Das ist Krimi-Kunst auf hohem Niveau! Dazu die gehobene Sprache, und fertig ist ein anspruchsvolles Buch.

— rumble-bee
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    Le mystère de la chambre jaune
    rumble-bee

    rumble-bee

    19. May 2015 um 08:55

    Selten habe ich einen Krimi auf handwerklich derartig hohem Niveau gelesen. Und das für die damalige Zeit! Oder auch gerade deshalb... Gaston Leroux schrieb seine Krimis um den pfiffigen Journalisten Rouletabille in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts, wurde aber kurioserweise viel bekannter durch den Roman "Das Phantom der Oper". Es wird höchste Zeit, seine Krimis wiederzuentdecken. "Le mystère de la chambre jaune", zu Deutsch "Das Geheimnis der gelben Kammer", ist ein klassisches "locked-room-mystery". Ein verschlossenes Zimmer, in dem sich ein Verbrechen abgespielt haben soll. Und niemand kann sich erklären, wie der Täter verschwand... zumal die Angegriffene, Mlle. Stangerson, kurz vor ihrer endgültigen Vermählung steht... Die Polizei ist ratlos, der Vater, ein berühmter Forscher, bestürzt. Nur Joseph Rouletabille, der pfiffige junge Journalist, behält die Nerven, und kommt zu einem sehr überraschenden Ergebnis... Das Buch hat diverse charakteristische Kennzeichen. Zum einen natürlich die gehobene Sprache. Das Französisch um die vorletzte Jahrhundertwende war grammatisch und stilistisch eben viel reicher als heutzutage! Ich würde wirklich jedem, so weit möglich, empfehlen, das Original zu lesen. Zweitens, das Buch wird nicht von Rouletabille erzählt, sondern von seinem Freund und Beobachter, einem jungen Anwalt. Er hat die Rolle des "Watson", des Zweiflers und Stellvertreters für den Leser. Er wirft immer neue Fragen auf, lässt Kapitel mit Cliffhangern oder offenen Punkten enden, und treibt generell die Spannung voran. Hinzu kommt, dass das ganze Buch im Rückblick erzählt wird, also immer mit dezenten Hinweisen auf die überraschende Lösung versehen ist. Drittens hat mir gefallen, dass sich das Buch ganz ausdrücklich auf die damaligen Trends in der Spannungsliteratur bezieht. Immer wieder wird Bezug genommen auf berühmte Detektive der Erzählliteratur, eben Sherlock Holmes, oder auch C. Auguste Dupin (von Edgar Alan Poe). Und es wird betont, wie anders oder auch ähnlich sich Rouletabille im Vergleich zu ihnen verhalte. Und die Polizei bekommt natürlich ihr Fett weg... Es wird auf eindrucksvolle Weise die gnadenlose Logik und Originalität des jungen Journalisten vorgeführt. Sehr konsequent, und ungemein spannend! Teilweise spannender noch als bei "bekannten" Detektiven! Die Erzählweise ist unglaublich kleinschrittig, und durchkomponiert. Ungefähr pro Kapitel (!) wird ein neuer Punkt, ein neues Rätsel eingeführt, und erst einige Kapitel später gelöst. Man klebt förmlich an den Seiten! Die letztliche Auflösung entschädigt den Leser reichlich für die aufgebrachte Geduld. Sie war nie und nimmer vorhersehbar, was ich aber nicht als Nachteil empfinde. Eher im Gegenteil. Insgesamt kann ich nur sagen, dass sich dieser klassische Krimi überaus wohltuend aus der Masse der heutigen Spannungsliteratur abhebt. Gerne gehe ich auf weitere Abenteuer mit dem sympathischen Journalisten Joseph Roueltabille...

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