Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat

von Gavin Extence 
4,3 Sterne bei455 Bewertungen
Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat
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Positiv (373):
katha_strophes avatar

Skurriles und niedliches Buch über ernste Themen.

Kritisch (17):
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Ein Roman, der harmlos startet und sich dann zu einem Plädoyer für Sterbehilfe entwickelt - kann man mögen, muss man aber nicht.

Alle 455 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat"

Die Geschichte einer unerwarteten Freundschaft, eines ungewöhnlichen Helden und einer unmöglichen Reise
Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen. Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte. Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734100987
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:21.11.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 28.02.2014 bei Random House Audio, Deutschland erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    stachelbeermonds avatar
    stachelbeermondvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Roman, der harmlos startet und sich dann zu einem Plädoyer für Sterbehilfe entwickelt - kann man mögen, muss man aber nicht.
    Außenseiterroman oder Plädoyer für Sterbehilfe - ein Roman, der sich nicht entscheiden kann

    Alex Woods ist ein besonderes Kind, und das war er auch schon, bevor er im Badezimmer von einem Meteoriten am Kopf getroffen und k.o. geschlagen wird. Er hat andere Interessen als seine Mitschüler, ist an Zahlen, Daten und Fakten interessiert und will alles immer ganz genau wissen. Wissenschaftliches Denken ist ihm angeboren, und das macht das Leben mit einer hellseherisch engagierten Mutter nicht immer ganz einfach, aber sie haben sich gern und arrangieren sich.


    Nachdem der Meteor ihn für alle Zeiten zu einem wirklich außergewöhnlichen Jungen mit einer Narbe am Kopf gemacht hat, wird die Schule schwierig für ihn. Außerdem bekommt er epileptische Anfälle, vermutlich verursacht durch den Aufprall des Meteoriten, was ihn für seine Mitschüler zu einem noch lohnenderen Ziel formt. Und so kommt es, dass er auf der Flucht vor Mitschülern im Garten von Mr. Peterson landet, dabei eine Hecke und ein Gewächshaus zerstört, sich entschuldigen muss und in der Folge Wiedergutmachung in Form von Hilfsdiensten bei Mr. Peterson leisten muss. Und damit beginnt eine wahrhaft ungewöhnliche, wunderbare Freundschaft.

    Diese Freundschaft und die Figur des Alex Woods haben den Roman für mich lesbar gemacht. Wer wünscht sich das nicht, eine Freundschaft, die durch alle Höhen und Tiefen hindurch nie aufgegeben wird, die den anderen bis in den Tod begleitet – glücklich, wer solche Freunde hat. Und Alex Woods hat durchaus heldenhafte Züge, sie sind zwar gut versteckt unter seinen besonderen Eigenarten, aber vorhanden. Treu, ehrlich, intelligent ist er auch – was will man mehr? Nichtsdestotrotz bin ich sehr zwiegespalten, denn auf der einen Seite ist das ein gut geschriebenes Buch mit Botschaft, aber auf der anderen Seite ist genau das mein Problem. Ich mag es nämlich nicht, wenn mir von hinten durch die Brust ins Auge eine Botschaft beigebracht werden soll. Im ersten Drittel geht das Buch um Alex, im zweiten Drittel um Alex und Mr. Peterson und ihre Weltsicht, im letzten Drittel wird es zu einem Buch, das vehement für Sterbehilfe wirbt. Und da bin ich wirklich zerrissen. Eigentlich bin ich der Meinung, dass das Leben jedes einzelnen Menschen kostbar ist und nicht freiwillig aufgegeben werden sollte, denn jeder hat nur eins davon. Aber andererseits sehe ich auch, dass es Situationen und Krankheiten gibt, die niemand ertragen müssen sollte. Auf der einen Seite denke ich, es gibt gute Gründe, warum in vielen Ländern Sterbehilfe verboten ist. Auf der anderen Seite sollte aber jeder das Recht haben, sein Leben in Würde zu beenden, wenn er das so will. Andererseits: Kann man wirklich bei allen Menschen, die diesen Wunsch haben, sicher sein, dass sie nicht von anderen beeinflusst wurden und sich ohne diesen Einfluss nicht vielleicht doch anders entschieden hätten? Letztlich weiß man es nicht, aber sicher ist, dass Entscheidungen für oder gegen etwas viel leichter fallen, wenn man nicht selber betroffen ist. Wenn es einen dann selber trifft, sehen die Dinge wieder ganz anders aus. Es ist ein endloses Thema, bei dem es keine Verallgemeinerungen geben sollte – jeder Mensch ist sein eigenes Universum, hat seine eigene, ganz persönliche Geschichte und Gründe, von denen nur er weiß.

    Ich bin wirklich zwiegespalten. Und ich habe ein Unbehagen empfunden, als ich das letzte Drittel des Romans gelesen habe, das nicht mehr verschwand. Es ist konsequent aus der Sicht eines Befürworters geschrieben. Mr. Peterson hat die Art von Krankheit, bei der alle zustimmen würden, dass ein Leben damit schrecklich wäre, ich sehe das genauso. Alex ist die Art von Helfer, dem man keinerlei Eigennutz unterstellen würde, er ist selbstlos, ein großartiger Freund in der Not, viel erwachsener als andere 17jährige Jugendliche in seinem Alter und praktischerweise hat er von Mr. Peterson Autofahren gelernt, so dass er ihn in die Schweiz in eine Sterbeklinik fahren kann. Beide glauben nicht daran, dass nach dem Tod noch etwas kommt, Religion ist kein Thema für sie. Die Mitarbeiter der Klinik in der Schweiz sind zu 100% reine Humanisten, was ja eigentlich etwas gutes ist, aber hier fügt sich alles dermaßen gut zusammen – das war mir einfach zu einfach.

    An und für sich ist es ein gut geschriebenes Buch mit sympathischen Charakteren, leicht skurrilen Ereignissen, einer konsequenten Weltsicht mit ebenso konsequentem Ende. Das kann einem gefallen oder auch nicht, und ich fürchte, mir hat es nicht gefallen, vor allem, weil ich es nicht habe kommen sehen – das Buch fing harmlos an mit einer Geschichte um einen interessanten Außenseiter und arbeitete sich dann vor zu einem völlig anderen, sehr ernsten Thema, das mit dem Anfang des Buches nicht mehr viel zu tun hatte. Viele Handlungsstränge sind auf dem Weg zu diesem Thema auf der Strecke geblieben oder zu reinen Erfüllungsgehilfen hin zum eigentlichen Thema des Buches verkümmert. Mir sind schon öfter Bücher mit Botschaft begegnet, und mir ist immer lieber, ich weiß von Anfang an, was ein solches Buch von mir will. Dann kann ich frei entscheiden, ob ich es lesen möchte oder nicht, aber sich so anzuschleichen und mich hinterrücks zu überrumpeln? Naja.

    Schade eigentlich. Alex Woods ist mir nach wie vor sehr sympathisch. Nur mit dem Autor, da fühle ich mich nicht wohl.

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    roxfourvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Buch, das mehrere ernsthafte Themen aufarbeitet, aber leider langatmig geschrieben ist.
    Buch für Philosophen


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    Tintenschoens avatar
    Tintenschoenvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eines meiner Lieblingsbücher! Wunderschön, traurig & lustig.
    Unbedingt lesen!

    Eines meiner Top 3 Bücher (vielleicht sogar die Top 1): DAS UNERHÖRTE LEBEN DES ALEX WOODS oder warum das Universum keinen Plan hat - Gavin Extence 💫 —————————————— Alex Woods ist ein ziemlicher Außenseiter. Mr. Peterson, der zurückgezogen in der Nachbarschaft wohnt, ein ziemlicher Grießgram. Eines Tages führt das Schicksal diese beiden Charaktere zusammen und es entsteht eine Freundschaft, die einen zum Lachen und zum Weinen bringt...... Diese Geschichte ist skurril, philosophisch, warmherzig, ein bisschen traurig, oft zum Lachen und einfach wunderschön! Absolute #leseempfehlung .

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    L
    Lesebegeistertevor 9 Monaten
    ...Die Geschichte von Alex Woods...

    Alex wird von der Polizei gestoppt. Im Handschuhfach des Autos befinden sich Drogen und eine Urne. So fängt diese skurrile, schräge  und total witztie Geschichte an. Alex ist „blitzgscheit“ und treibt seine Mitmenschen manchmal zur Weißglut. In dem älteren meist übellaunigen und zurückgezogenen Mr. Peterson findet er jedoch einen Freund. Ich fand dieses Buch echt lustig. Aber auch sehr bewegend und traurig.

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    Hunderttausendbuechers avatar
    Hunderttausendbuechervor einem Jahr
    Ein unerhört tolles Buch

    Ich bin ohne große Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Die Kurzbeschreibung fand ich nicht so schlecht, aber es war nichts, das mich übermäßig interessiert hätte. Nun kann ich sagen, dass ich sehr froh bin, diesem Buch dennoch eine Chance gegeben zu haben.

    Das Buch wird aus der Sicht von Alex berichtet, der in seinen späten Teenagerjahren ist. Jedoch wird nach dem ersten Kapitel die ganze Geschichte von ganz vorne erzählt, als Alex noch ein kleines Kind war. Das Besondere ist, dass Alex nach wie vor die Geschichte nacherzählt und somit schon genau weiß was passieren wird. Er gibt immer wieder Hinweise was man sich merken sollte, da es später noch wichtig werden wird oder greift in der Geschichte vor. Diese Art eine Geschichte auf Papier zu bringen hat mir unglaublich gut gefallen und allein deswegen halte ich dieses Buch für außergewöhnlich.

    Wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, ist von der Handlung her eigentlich nicht so viel passiert, das hat beim Lesen jedoch überhaupt nicht gestört, denn der Autor schafft es den Leser auch einfach nur mit Gedankengängen zu fesseln. Hinzu kommt, dass Alex ein außergewöhnlicher Junge ist der mich schon nach wenigen Seiten überzeugt hat. Sein Charakter ist wunderbar ausgearbeitet, immer verständlich und man kann gar nicht anders als ihn zu mögen.

    Auch die anderen Charaktere in diesem Buch haben mir sehr gut gefallen. Niemand war einfach nur eindimensional und jeder war für die Geschichte notwendig. Allein die kurze Liebesgeschichte hätte ich nicht gebraucht, aber da sie auf ein paar Seiten beschränkt war, habe ich mich auch nicht weiter daran gestört.

    Zum Schluss muss ich noch sagen, dass dieses Buch viele Themen beinhaltet und obwohl ich vom ersten Kapitel her eigentlich schon wissen hätte sollen, worauf das ganze Buch hinausläuft war ich von dem Ende dennoch überrascht und sehr gerührt.

    Fazit:

    „Das unerhörte Leben des Alex Woods“ ist ein außergewöhnliches Buch mit vielen Stellen zum Lachen, aber auch zum Nachdenken. Ich bin begeistert von der Erzählweise und würde die Geschichte von Alex jedem ans Herz legen.

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    Steffinitivs avatar
    Steffinitivvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Freundschaft entsteht einfach so - das können wir hier in dem Buch super miterleben. Ein schöner Roman über eine außergewöhnliche Freundscha
    Das unerhörte Leben des Alex Woods (Gavin Extence)

    Das Buch


    Taschenbuch: 496 Seiten
    Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (erschienen am 21. November 2016)
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 978-3734100987
    Genre: Roman, Gegenwartsliteratur


    Kurzmeinung:

    Freundschaft entsteht einfach so - das können wir hier in dem Buch super miterleben. Ein schöner Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft zweier unterschiedlicher Menschen.

    Klappentext:
    Die Geschichte einer unerwarteten Freundschaft, eines ungewöhnlichen Helden und einer unmöglichen Reise


    Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen. Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte. Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …

    Mein Fazit

    Inhalt:

    Der junge Alex wird von einem Meteoriten am Kopf getroffen und überlebt dies mit nur einem leichten Schaden an seinem Gehirn. Er muss von nun an mit Epilepsie durchs Leben gehen und wird auch aufgrund seiner dennoch vorhandenen Intelligenz nicht gerade gut von seinen Klassenkameraden behandelt.
    Er versucht seine Konflikte ohne Gewalt zu lösen, doch eines Nachmittags passiert das Unausweichliche. Als er versucht vor seinen Peinigern wegzulaufen, landet er im Gewächshaus von Mr Peterson. Die Jungs machen dieses kaputt und am Ende muss Alex dafür grade stehen. Doch aus seiner Strafe wird eine tiefe Freundschaft, die zwischen Mr Peterson und ihm entsteht. Die beiden könnten zwar nicht unterschiedlicher sein, dennoch verbindet sie etwas: Die Liebe zum Lesen.
    Und so kommt es, dass Alex fast sein halbes Leben lang jedes Wochenende bei Mr Peterson verbringt und sie zusammen sogar einen Buchclub gründen. Doch dann stellt sich irgendwann heraus, dass Mr Peterson eine unheilbare Krankheit hat, die ihm nur noch zwei bis drei Jahre Lebenszeit gönnt und hier stellt Alex sich nun selbst vor eine seiner härtesten Proben...


    Meine Meinung:
    Das Buch war am Anfang ein wenig langwierig, doch nach einer gewissen Geduld muss ich zugeben, dass es mir mehr und mehr Freude bereitet hat. Ich konnte mich gut in Alex hineinversetzen und konnte viel über seinen Humor und seine Ironie lachen. Auch finde ich hat Gavin Extence den Charakter des Jungen sehr schön präsentiert. Er ist anders als die andren, sehr speziell und doch liebenswürdig.
    Auch die Geschichte über diese ungewöhnliche Freundschaft und über das Ende dieser ist sehr schön durchdacht und ehrlich. Traurig, aber wahr und für viele vielleicht ein Trost.

    Alles in allem fand ich das Buch nach einer Weile sehr schön und möchte es euch nur ans Herz legen.

    Ich bedanke mich hiermit beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

    Bewertung
    Handlung * * * * * / 5
    Romantik * * * * / 5
    Charaktere * * * * * / 5
    Schreibstil * * * * / 5

    Gesamt * * * * / 5








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    NatisWelts avatar
    NatisWeltvor 2 Jahren
    Rezension – Das unerhörte Leben des Alex Woods

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht genau was ich zu diesem Buch sagen soll, aber da ich mir vorgenommen habe jedes Buch, das ich lese zu rezensieren werde ich das tun.

    Anfangs hatte ich Probleme in das Buch rein zukommen und habe auch nicht den Zusammenhang zwischen den einzelnen Szenen verstanden, da man direkt in die Geschichte hinein geschmissen wird. All die Zusammenhänge zu verstehen hat bei mir schon ziemlich lange gedauert aber irgendwann legte sich das und ich konnte das Buch auch flüssig lesen.

    Wenn man erstmal in der Geschichte drin ist, lässt sich auch der Schreibstil gut lesen, da ich eher mit dem inhaltlichen Probleme als mit dem Schreibstil.

    Nachdem ich das Buch ausgelesen habe, kann ich auch behaupten, das das Cover zu 100% zum Inhalt passt.

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    Lesegluecks avatar
    Leseglueckvor 2 Jahren
    Das unerhörte Leben des Alex Woods

    Erster Satz:
    Sie griffen mich in Dover auf, als ich wieder einreisen wollte.

    Cover:
    Das Cover sieht gut aus und passt perfekt zur Geschichte. Darauf ist eine Stadt, ein Meteorit und viele Sterne zu sehen. Dieses schicke Hardcoverbuch hat natürlich auch ein Lesebändchen.

    Meinung:
    Das unerhörte Leben des Alex Woods ist ein Buch mit viel Tiefgang und ohne Kitsch und Liebe. In diesem Roman gibt es viele Stellen zum Nachdenken und auch einige Wortwechsel zum Schmunzeln. Der Schreibstil ist flüssig und locker. Trotz einiger komplizierter Fachausdrücke sind trotzdem auch diese Passagen gut zu lesen. Mir hat das Lesen dieses Buches Spaß gemacht. Erzählt wird aus Sicht von Alex.

    Alex ist der Hauptprotagonist in diesem Roman. Er erzählt uns seine Geschichte und wie alles dazu kam, so wie es jetzt ist. Er fängt damit an als er zehn war. Alex ist von Anfang an anders als andere Jungs in seinem Alter. Seine Interessen weichen sehr von denen der anderen ab was ihn zum Außenseiter macht. 

    Spätestens nachdem er zu Hause von einem Meteoriten am Kopf getroffen wurde und es dazu viele Schlagzeilen in der Presse gibt, wird sein Leben noch merkwürdiger als es so schon war. Er wächst bei seiner Mutter auf die ein sehr unkonventionellen Job hat wo sie regelmäßig anderen die Karten liest. Alex Mutter ist mir nicht sehr sympathisch gewesen, konnte mich dann aber zum Schluss doch noch von sich überzeugen.

    Mit Mr. Peterson lernt Alex einen richtigen Freund kennen. Mr. Peterson ist ein meistens schlecht gelaunter älterer Mann bei dem Alex zuerst Strafarbeit leisten muss. Es scheint so als wenn Alex dem alten Mr. Peterson ziemlich auf die Nerven geht mit seiner vielen Fragerei, aber schon bald merkt er dass Alex nicht so ist wie andere in seinem Alter und schließt ihn in sein Herz.

    Es ist schon erstaunlich dass Alex sich so gut mit Mr. Peterson versteht und mit ihm seine Freizeit verbringt. Alex lernt viel von ihm. Die Beiden unterhalten sich viel über Literatur, Mr. Petersons früheres Leben und Alex übernimmt einige Arbeiten bei ihm. Von ihm lernt Alex auch das Wichtigste überhaupt: wie man richtig lebt und Entscheidungen immer bestmöglich treffen sollte, immer mit dem Hintergedanken dass man nur dieses eine Leben hat.

    Ohne vorher schon zu viel zu verraten, geht es in diesem Buch um Sterbehilfe. Alex ist zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alt und trifft eine mutige Entscheidung auch im Sinne seines Freundes und macht diesem sein Leben noch für einige Zeit länger lebenswert als dieser es vorher gedacht hat. Sterbehilfe ist ein schwieriges Thema zu dem jeder seine Meinung haben darf. Ich finde dass es dazu kein richtig oder falsch gibt. Mir hat dieses Buch gefallen und es hat mir besonders Spaß gemacht zusammen mit Alex Mr. Peterson kennen zu lernen.

    Fazit:
    Das unerhörte Leben des Alex Woods ist ein unterhaltsamer Roman in dem es um einen besonderen Jungen, Freundschaft und Sterbehilfe geht. ich vergebe 5 von 5 Sterne.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Alex Woods.

    Soundtrack für die Rezension: Deathcab for Cutie - I will follow you into the dark.

    Ein nettes Buch.

    Als Alex 10 Jahre alt ist, wird er von einem Meteoriten getroffen. Neben einer Narbe am Kopf und Epilepsie bleibt ihm davon die Liebe zu Wissenschaften, weil er das Universum verstehen lernen will (und dessen Tendenz, sich mit aller Macht gegen ihn zu stellen).

    (Nicht) zur Seite stehen ihm dabei seine Mutter, die von Beruf Kartenlegerin ist, und daher eher in anderen Sphären schwebt als der Weltlichen, der Nachbar, Mr. Peterson, dessen Asche Alex bei seiner Verhaftung mit sich rumschleppt, ein paar Ärzte und Forscher, die daran interessiert sind, wie zur Hölle Alex das überleben konnte, und ein Kurt Vonnegut-Fanclub.

    Kurt Vonnegut spielt eine Wichtige Rolle in dem Buch. Alex liest alle seine Bücher, und behandelt Vonnegut wie einen Prediger. Es geht seitenlang nur um Vonnegut und seine Werke und Ansichten. Da ich nur Schlachthof 5 gelesen habe konnte ich da nicht wirklich mitfühlen. Auch wenn der Autor sich größte Mühe gegeben hat, die Faszination zu erklären.

    Ich habe mir mal Frühstück der Champions auf den Wunschzettel gepackt, aber mehr habe ich davon nicht mitgenommen.

    Alex’ wissenschaftliche Erklärungen habe ich zum Ende hin auch übersprungen. Das hat mich jetzt meist nicht so wirklich interessiert. Manchmal war das Buch etwas zu detailliert und auf Kleinigkeiten fixiert.

    Alex selber konnte ich nicht einschätzen. Zum einen ist er sehr naiv, zum anderen so alt, dass man meinen könnte, er hatte schon drei Leben gelebt. Da die Geschichte über mehrere Jahre geht war ich davon manchmal genervt, weil ich schlicht nicht einschätzen konnte, wie alt Alex gerade ist.

    Mr. Peterson hingegen hat mir sehr gut gefallen. Der Amerikaner, der neben den ganzen Engländern noch viel ungehobelter wirkt, und seine Freizeit damit verbringt, Marihuana zu rauchen, Marihuana zu züchten, Bücher zu lesen, und Beschwerdebriefe zu schreiben. Das war die einzige Figur im Buch, die nicht im Lalaland geschwebt hat, sondern fest auf dem Boden der Tatsachen war. Dass er der einzig Nicht-Religiöse war ist vielleicht auch ausschlaggebend dafür.

    Gerne mehr gesehen hätte ich von Alex’ Mutter, Rowena, und deren wechselnden Angestellten, allen voran Ellie. Sie schienen hochinteressante Charaktere zu sein (interessanter als Alex trotz Meteoritenkopf) und dass sie nur so kurz angerissen wurden fand ich schade.

    Auch gut fand ich den immer wieder aufblitzenden Humor. Alex ist sozial komplett unfähig, und seine Beobachtungen klingen manchmal wie die eines Aliens, das zufällig auf dem Planeten Erde mit Menschen kommunizieren muss. Wodurch er oft in seiner Erzählung unfreiwillig komisch wird.

    Wie schon erwähnt, war das Buch stellenweise etwas lang, und hat erst hinten fahrt aufgenommen, als Mr. Peterson aktive Sterbehilfe sucht. Ich fand das Thema sehr gut eingefangen und verarbeitet. Hätte man das ganze etwas früher in die Geschichte eingeführt wäre ich nicht böse gewesen. Aber auch so war es sehr passend, sehr konsequent, und sehr geschmackvoll. Jetzt nicht wie ein Pfirsich oder ein Abendkleid. Ihr wisst schon.

    Fazit: Das Buch hat mich nicht so gefesselt, wie es die Geschichte hätte können, aber es war nicht schwer zu beenden und hatte einen interessanten Grundkern. Der Autor hat ein Händchen für schwierige soziale Themen wie Mobbing, Drogen, und Sterbehilfe, ohne depressiv oder erdrückend zu sein oder mit der Moralkeule zu schwingen. Das kann nicht jeder und Alex Woods versus the Universe in die Hand zu nehmen ist nicht verkehrt, wenn man sich nicht sicher ist, wo man in der Welt (oder beim Glauben) Platz nehmen sollte. Und wie das von statten geht.

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    Samtpfotevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein überraschendes, berührendes, humorvolles, spannendes und liebevoll erzähltes Buch, das sehr lesenswert ist.
    Ein Muss!

    Inhalt:
    Mehr als im Klappentext steht, möchte ich euch eigentlich gar nicht über den Inhalt erzählen. So viele unerwartete Wendungen, Details und Witz können nicht im Voraus verraten werden, sonst verlieren sie ihren ganzen Reiz. Dass Alex Woods aber kein durchschnittlicher Junge ist, das solltet ihr bereits gemerkt haben. Ein sehr spezieller Unfall hat körperliche Spuren bei ihm hinterlassen und leider auch sein Gehirn ein wenig übermässig beansprucht. Um sich mit einer Folgekrankheit und der dadurch begründbaren Aussenseiterrolle (weil Kinder immer ehrlich und immer gemein sind, vor allem, wenn sie nicht so viel auf dem Kasten haben wie Alex) besser abzufinden, bildet er sich in verschiedensten Fachgebieten weiter und kommt so in Kontakt mit vielen Menschen, die ihm weiter helfen, mit ihm diskutieren und - das Wichtigste - ihn ernst nehmen.
    Wenn ich euch jetzt sage, dass dieses Buch von einer tiefen Freundschaft, einer langen Reise, die sich Leben nennt und von einem mutigen und intelligenten Jungen handelt, dann vermutet ihr wahrscheinlich nicht, dass dieses Buch euch lange begleiten, euch Lust auf mehr machen und euch bestens unterhalten wird, weil ihr schon tausend Bücher mit obenstehendem oder ähnlichem Inhalt gelesen habt. Dieses Buch aber ist anders. Es ist eine Hymne auf das Buch und das Lesen von Büchern, auf das Leben und darauf, sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen und es ist einfach nur grandios geschrieben und wenn es euch wie mir geht, so werdet ihr dieses Buch noch lange nicht vergessen.

    Personen:
    Alex Woods erzählt diese Geschichte und verrät uns somit ein grosser Teil seines noch jungen Lebens. Er beginnt ganz hinten und weil ihm nicht einmal die Polizei glaubt, warum er an der Grenze von Dover die Musik plötzlich voll aufdrehen musste, von wem die Asche in der mitgeführten Urne stammt und dass er das Marihuana im Handschuhfach zwar angebaut, aber weder geraucht noch verkauft hat, erzählt er seine Geschichte uns Lesern. Er beginnt dort, wo einer der Anfänge der Geschichte sein könnte - bei seinem seltsamen Unfall - und erzählt dann mehr oder weniger chronologisch, also mit vielen Rückblenden und Einschüben, von seinem unglaublichen Leben.
    Seine Mutter ist eine Frau, die sich gerne in das Leben von anderen Menschen einmischt oder davon zumindest Bescheid weiss. Obwohl sie Hellseherin ist, hat sie den Unfall von Alex nicht vorhersehen können, oder etwa doch? Sie ist auf jeden Fall einer der Gründe, weshalb es Alex auf dem Pausenhof nicht gerade leicht hat und auch er selber kommt nicht immer mit ihr klar. Mr. Peterson aber hält sie für eine starke Frau, die das Herz auf dem rechten Fleck trägt und die nur das beste für ihren Sohn will.
    Ellie ist eine Freundin von Alex. Oder zumindest könnte man das so sagen. Sie trägt ein Piercing und ein grosses Selbstbewusstsein mit sich herum und sie findet Alex irgendwie cool, was er aber natürlich nicht bemerkt.
    Mr. Peterson ist irgendwie die Hauptperson in Alex Leben. Alex hat zwar wirklich alles erlebt, was man nur erleben kann, aber nur dank Mr. Peterson hat er sich gewisse Dinge zugetraut und erfahren. Die erste Begegnung Mr. Petersons mit Alex war so nicht geplant, die zweite war geplant aber nicht gewollt. Der ältere und verwitwete Mann ist manchmal ein wenig aufbrausend, immer stur und ein Kriegsveterane mit einem grossen Herz. Diese letztgenannte Tatsache ist es, die Alex fasziniert und die auch immer wieder als Entschuldigung für Mr. Petersons Launen herhalten muss.

    Schreibstil und Handlung:
    Wer eine so skurrile Geschichte in einen sonst schon nicht gerade alltäglichen Alltag integriert und dies dann noch in einer Sprache tut, die facettenreicher und fesselnder nicht sein könnte, hat definitiv das Zeugs dazu, ein fantastisches Buch zu schreiben, das eine grosse Leserschaft begeistern und das man nicht sofort vergessen wird.
    Trotz aller Absurditäten und den genau festgehaltenen Wahrscheinlichkeiten dafür, das eben diese Absurditäten eintreffen, erzählt diese Geschichte ein Leben, das unseres sein könnte. Von Entscheidungen, die wir vielleicht auch einmal treffen können, dürfen oder müssen und von Erlebnissen auf dem Pausenplatz, in der Familie oder mit Freunden, die wir kennen oder schon ganz ähnlich erlebt haben. So regt uns dieses Buch sehr zum Nachdenken an. Hätten wir in jeder Situation gleich gehandelt, wie Alex Woods? Wie hätten wir uns entschieden unser Leben zu leben? Welche alternative Lösungen hätten wir in petto gehabt und sind wir genau so mutig, unser Leben wirklich in die Hand zu nehmen?
    Ich finde nur lobende Worte und wenn ich mich ein wenig im Netz umsehe, geht es vielen anderen Menschen genau gleich. Doch was ist es, was dieses Buch so überzeugend macht?
    Natürlich die unglaubliche Handlung, die überraschenden Wendungen und die behandelten Themen. Natürlich der auf den Punkt bringende Schreibstil, der Wortwitz, die Ernsthaftigkeit und die grossen Emotionen. Aber eigentlich lässt es sich gar nicht beschreiben, was dieses Buch in mir ausgelöst hat, was ich mir bei der Lektüre alles überlegt habe und warum ich das Buch immer noch in meinen Gedanken herum trage. Vielleicht ist es genau dieses fassbare Unfassbare, das uns alle mit Alex Woods und seinem Leben verbindet und uns gleichzeitig auch ein wenig von ihm abgrenzt.

    Meine Empfehlung:
    Wenn ihr lachen, weinen, nachdenken, informiert, unterhalten, berührt, belehrt, faszniert und überrascht werden, wenn ihr mitfiebern, mitfühlen, mitdenken, mitdiskutieren und immer noch selbstständig denken, handeln, fühlen und inspiriert werden wollt, so lest dieses Buch!

    Zusätzliche Infos:
    Autor: Gavin Extence
    Fester Einband: 477 Seiten
    Sprache: Deutsch
    Originalsprache: Englisch
    Übersetzt von: Alexandra Ernst
    Verlag: Limes Verlag
    ISBN 978-3-8090-2633-4

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar

    Taucht ein in eine ganz besondere und wunderbare Geschichte über die Freundschaft!

    Im Roman "Das unerhörte Leben des Alex Woods" dürft ihr mit Alex Woods als Hauptfigur einen ganz besonderen Helden kennenlernen. Gavin Extence erzählt in seinem Debüt eine berührende und außergewöhnliche Geschichte, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte!

    Mehr zum Buch:
    Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.

    Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.

    Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …

    --> Leseprobe

    Zusammen mit dem Limes Verlag stellen wir insgesamt 45 Exemplare des Buches zur Verfügung! 30 davon werden unter allen vergeben und 15 der Bücher sind exklusiv für Blogger reserviert. Bitte gebt bei eurer Bewerbung, wenn ihr Blogger seid, den Link zu eurem Blog mit an!

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    Letzter Beitrag von  wednesdayvor 4 Jahren
    Ich habe es nun auch endlich geschafft meine Meinung zu dem Buch zu schreiben. http://www.lovelybooks.de/autor/Gavin-Extence/Das-unerh%C3%B6rte-Leben-des-Alex-Woods-oder-warum-das-Universum-keinen-Plan-hat-1075267075-w/rezension/1091570794/ Vielen lieben Dank, dass ich bei der Leserunde mitmachen durfte! Blöderweise bin ich nicht ganz so schnell mit dem Buch voran gekommen wie gedacht, so dass ich das Buch im Urlaub fertig gelesen habe und hier nicht so wirklich mitlesen konnte.
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